Großes Interesse bei Lehrgang der Sportjugend in Illkofen

Vereine sollen Jugendarbeit aktiv leisten Illkofen. Viele Tipps und Tricks für gute Jugendarbeit im Sportverein gab es beim Tageslehrgang der Sportjugend. Referenten waren der stellvertretende Vorsitzende des BLSV Rupert Karl und von der Sportjugend der Vorsitzende und A-Lizenzinhaber Detlef Staude (Regensburg), Willi Meier (Wenzenbach) und Armin Straß (Friesheim). Für die SpVgg Illkofen freute sich der Vorstand, dass gut 20 Jugendbetreuer fit für Jugendarbeit in ihren Vereinen gemacht wurden. Neben Sportanlage und Seminarräumen organisierte der Gastgeber auch ein Grillfest mit Bratwürstl zur Stärkung der Lehrgangsteilnehmer. Im praktischen Teil zeigte A-Lizenzinhaber Detlef Staude mit einer Vorführgruppe aus Illkofen eine umfangreiche Sammlung an kleinen Spielen mit und ohne Ball, aber auch Schnelligkeits- und Koordinationsübungen. „Den Betreuern möchten wir Anregungen geben, damit die Kinder gerne ins Training gehen, neben dem Spaß am Sport aber auch Neues hinzulernen können“, so der Vorsitzende der Sportjugend. Es gebe für junge Sportler insgesamt fünf Erfolgsfaktoren für ihre spätere sportliche Laufbahn. Kinder müssten die Basistechniken erlernen – auch unter Wettkampfbedingungen, ein individuell zugeschnittenes Training müsse angeboten werden, im Spiel sei eine offensive Grundeinstellung zu fördern. Wichtig sei aber Fairness als Basis des Sports. Gerade bei den Kindern stehe Spaß, Freude und Erlebnisse beim Spielen im Vordergrund. „Das Ergebnis eines Fußballspiels vergessen die Kinder schon bald nach dem Spiel wieder“, so Staude. Ehrgeizige Eltern oder Trainer, die sich nur am Endergebnis eines Wettkampfes orientierten, solle die Jugendleitung eines Vereins auf diese Tatsachen hinweisen. Armin Strauß erläuterte dann anhand von vielen Beispielen aus der Praxis, wie Vereine „Fair Play“ konkret umsetzen könnten. Es gebe Kartenaktionen zu Spielen der Kinder, man könne mit einem Schiedsrichter ins Gespräch kommen und einen Regelkundeabend machen, Händeschütteln vor und ein Sportgruß nach dem Spiel oder ein Elternspiel, bei dem die Kinder zuschauen und anfeuern würden, seien erprobte Mittel. Anschließend ging Rupert Karl auf viele Fragen „Rund um den Verein“ ein. Der Verein müsse den Trainer in seiner Position unterstützen und ihm helfen. Neben dem Sportprogramm könnten übersportliche Angebote Kinder und Jugendliche an den Verein binden – beispielsweise Zeltlager, Trainingscamps, aber auch Jugendfahrten oder Ferienprogramme. Karl entwarf ein komplettes, abwechslungsreiches Jahresprogramm für Vereine, das leicht umsetzbar sei. Ein „Jugendtrainer mit Herz“ kümmere sich auch um die Schwächeren und lasse alle Kinder spielen, nicht nur die Besten, so Karl. Detlef Staude wies zum Schluss auf weitere Veranstaltungen der Sportjugend hin. In einer Mitarbeiterbildung für Erwachsene ab 18 und einer zeitgleich angebotenen Clubassistenten-Ausbildung vom 23. bis 25.November im Schloß Schney (Lichtenfels) könne man die Themen des Tageslehrgangs vertiefen. Infos und Anmeldung: www.sportjugend-regensburg.de

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