Horst war da

Die Sonne scheint, die Menge jubelt: Horst Köhler ist glücklich. Fotos: StaudingerDas Auffälligste an Horst Köhler sind seine Augen. Als der Bundespräsident gegen 16 Uhr mit seiner Limousine vor dem Dom eintrifft und Applaus aufbrandet, schaut Köhler wie ein kleines Kind, dem endlich ein lange gehegter Wunsch erfüllt wurde. Laut Polizeiangaben sind es etwa 1.000 Schaulustige und Fans, die sich am Domplatz eingefunden haben. Nach kurzem Händeschütteln mit den anwesenden Offiziellen – allen voran Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Generalvikar Michael Fuchs – stützt sich Köhler erst einmal zum Bad in die Menge. Begleitet von Ehefrau Eva Luise, verfolgt von Leibwächtern und Fotografen. Keks für Köhler.Köhler schüttelte Hände, verteilt Autogramme und nimmt Bittbriefe entgegen. Zur Stärkung gibt’s einen Keks aus der Hand eines Kleinkindes. Köhler lacht, plaudert, strahlt. Das steckt an. Freudige Gesichter allerorten. Hans Schaidinger strahlt, ebenso Bürgermeister Gerhard Weber und Generalvikar Fuchs hat man selten so ausgelassen erlebt. Schöne Atmosphäre, schöne Fotos. Ein unkompliziertes Jubelfest. Ab geht’s in den Dom zur Blitzführung (Kulturreferent Klemens Unger ist auch mit dabei.). Die Presse bleibt – auf Wunsch der Kirche – außen vor und muss sich – ebenso wie die Köhler-Fans – neun Minuten vor dem Westportal gedulden. Dort gibt’s erst einmal Applaus für eine jungen Mann, der gerade den Dom verlässt und Ovationen einfordert. Kein Problem. Die Leute sind zum Jubeln hergekommen. „Der Besuch ist gut für den Standort Regensburg“, meint ein älterer Mann. Dann wird im Grüppchen ein wenig über Gesine Schwan gelästert, die nächste Jahr gegen Köhler zur Neuwahl ums Bundespräsidentenamt antreten wird. Doch genug geplauscht.Foto: Staudinger Köhler verlässt gerade den Dom und ist sofort wieder von Menschenmassen umzingelt. Autogramme geben, Hände schütteln – das Lächeln und die strahlenden Augen bleiben unentwegt in Köhlers Gesicht. Dann – inmitten der Menge – ein kurzes Gespräch mit Hans Schaidinger – „Ich hab versucht, ihm etwas von der Atmosphäre der Stadt zu vermitteln“, meint der OB später, lächelnd versteht sich. Nach einem – immer wieder unterbrochenem – Sprint durch die Goliathstraße findet man sich im Historischen Reichssaal wieder. Auf den Bänken sitzend, die Hände im Schoß gefaltet, lauscht das Ehepaar Köhler den geschichtlichen Erläuterungen von Hans Schaidinger, der vom Grünen Tisch und der „langen Bank“ berichtet. Kulturreferent Unger muss nur manchmal bemüht werden, um ein paar Details zu ergänzen. Im Hintergrund freut sich die CSU-Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn im feschen Dirndl, auch dabei sein zu dürfen, wenn so hoher Besuch die Stadt beehrt. \"Lange Bank\" und \"Grüner Tisch\": Geschichtsstunde mit Hans Schaidinger im Historischen Reichssaal. Foto: AignerDann endlich: Der Eintrag ins Gästebuch der Stadt. Im Kurfürstenzimmer wartet eine Abordnung der Regensburger Lokal- und Politprominenz darauf, das Köhler jedem von ihnen die Hände schüttelt. Hans Schaidinger hält eine kurze Ansprache, die von den Schlagworten „Standort“, „Arbeitsplätze“, „Kapital“ geprägt ist. Ehe die Geschenke überreicht werden und es ein Schlückchen Salutaris-Wein gibt, trägt Köhler sich schließlich ins Goldene Buch der Stadt ein. „Regensburg macht Mut“, schreibt er. Und als er das vorliest, leuchten auch die Augen von Hans Schaidinger. So lieber Besuch ist selten.
Fotos: StaudingerEndlich. Horst Köhler trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Regensburg ein. Foto: StaudingerAls Geschenk für Köhler gab es einen Original-Kupferstich aus dem 18. Jahrhundert.
Mehr Fotos unter www.staudingerpressefoto.info/52.html

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Kommentare (4)

  • Günter Mühlbauer

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    Es gibt in meinem “ Vaterland “ Deutschland
    nicht viele die meine Stimme bekommen, aber
    wenn ich dürfte würde ich Horst Köhler wieder
    zum “ Staatsvater “ wählen…..

    Hatte schon Erfahrung mit seinem Vorgänger…
    Gott hat in seelig….dem waren Auswärtige
    Fußballspiele lieber wie „sein“ Volk ….

  • Veits M.

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    Es gibt der Worte viele, die „MUT“ im Stamme führen: De-MUT, Über-MUT, gar Hoch-MUT.

    Jetzt kommt GESINE, wenn die Frauen richtig wählen-nächstens im Mai – ach GLORIA!

  • O. Belix

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    Shöne Grüße an Onkel Horst. Es ist immer wieder schön, wenn er da ist. :-)

  • Mathilde Vietze

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    Herr Mühlbauer hat wieder mal eine geistige
    Blähung abgesondert, dieses Mal zu einem an-
    deren als dem wohlbekannten Thema, mit dem er
    seit Jahren seine Umwelt nervt.

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