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Wasser im Erdgeschoss fehlt

Leerer Beutel: Plant die Stadt Regensburg die Zukunft mit oder ohne Paulaner?

Trotz zweier Berichtsanträge zur Zukunft des Kulturzentrums Leerer Beutel lieferte die Verwaltung nur magere Auskünfte. Was aus den Gastroräumen wird – unklar.

Die zentrale Frage zum Kulturzentrum Leerer Beutel bleibt auch nach den Berichten im Grundstücks- und im Kulturausschuss unbeantwortet: Wie geht es mit den Gastronomieräumen weiter, die derzeit an die Brauerei Paulaner verpachtet sind?

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Ende Juni musste das Kultlokal unter der Regie der Wirtsleute Freisleben schließen. Die Dauerbaustelle und dadurch aufgelaufene Pachtschulden bei Paulaner besiegelten nach 37 Jahren das Aus. Seitdem ist das Restaurant zu. Das bereitet auch anderen Nutzern des Kulturorts Probleme.

Im Erdgeschoss: Kein fließendes Wasser, keine Toilette

Die Ehrenamtlichen des Jazzclubs, die sich seit August um den Saal im Erdgeschoss kümmern, haben kein fließendes Wasser. Zur Toilette müssen die Gäste bei Konzerten und anderen Veranstaltungen in den ersten Stock. Eine Zwischennutzung der Restaurant-Räume ist nicht möglich – solange der Pachtvertrag zwischen Paulaner und der Stadt noch läuft.

Für die gerade laufende Kurzfilmwoche, die dort am Samstag die Zündfunkparty veranstaltet, aber auch für das Relight-Festival, das ebenfalls den Leeren Beutel bespielt, macht das vieles aufwändig und kompliziert. Auch die Frage nach einem Gesamtkonzept für das Haus hängt davon ab, was künftig im Restaurant stattfinden soll.

Die Grünen und Ribisl-Stadtrat Jakob Friedl hatten deshalb Berichte der Verwaltung verlangt. Wie lange der Vertrag noch läuft, ob die Stadt ihn fortführen oder kündigen will und wann eine Entscheidung fällt – all das blieb auch in der Sitzung des Kulturausschusses offen.

Viele Floskeln, wenig Antworten

„Es braucht viele Abstimmungen, um den Ort so bald als möglich zu reaktivieren“, sagt Kulturreferent Wolfgang Dersch. Er spart nicht mit Lob für all die Ehrenamtlichen, die sich im Jazzclub und der Filmgalerie engagieren. Doch wirkliche Antworten können weder er noch Kulturamtsleiterin Maria Lang geben.

Es gebe eine sehr engagierte Hausgemeinschaft, sagt Lang. Sie sei „zuversichtlich“, dass man „viel erreichen“ könne – und dass die Liste an Mängeln nun nach und nach abgearbeitet werde. Für das Investitionsprogramm im kommenden Jahr will man Mittel beantragen, um nach Abschluss der Dachsanierung auch weitere Teile des Gebäudes auf Vordermann zu bringen. Es geht um das Foyer, aber auch um Flächen im Dachgeschoss, die derzeit noch als Depot dienen.

Paulaner-Frage „so zügig wie möglich zu einer Entscheidung bringen.“

Eine eigene Wasserver- und -entsorgung für den Saal im Erdgeschoss scheint im Rahmen von Ertüchtigungsmaßnahmen kaum machbar. Es bräuchte laut Lang eine Hebeanlage, verbunden mit entsprechender Geräuschkulisse – problematisch bei Veranstaltungen im Saal. Etwas, das nicht nötig wäre, wenn die Gastroräume mit Toiletten und Tresen geöffnet wären.

Sämtliche Fragen von Jakob Friedl, ob die Stadt Regensburg künftig mit oder ohne Paulaner plant, wies Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zurück. Das sei ein Thema für eine nichtöffentliche Sitzung des Grundstücksausschusses.

Grundsätzlich sei es aber möglich, den Vertrag mit der Brauerei zu lösen. „Das werden wir so zügig wie möglich zu einer Entscheidung bringen.“ Und solange bleiben die Türen zu – zu Toiletten und fließendem Wasser.

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