Man würde es merken, wenn der ehrliche Makler Immobilienmakler wäre

Die Wahrheit flog erst viel, viel später auf. Wyatt Earp galt als Held. Als Unerschrockener, der sich den Schurken – Revolverhelden, Trinkern und Bankräubern – im Wilden Westen entgegen stellte, um jungfräuliche Maiden, edle Indianer und mit Gold beladene Postkutschen vorm Zugriff der Bösewichte zu schützen. Ein echter Sheriff halt. Das waren noch Zeiten. Da sehnte man sich zurück in den Wilden Westen. Als noch ein Mann, ein Wort galt. Schade, dass die Wahrheit aufflog. Man würde es merken, wenn der ehrliche Makler Immobilienmakler wäre Wyatt Earp war selbst ein Schurke, Mörder und Bankräuber. Er konnte nur gut stricken – an seiner Legende. Die überdauerte Jahrzehnte. Zum Glück ist das heute nicht mehr so einfach möglich. Man würde merken, wenn Erwin Huber und Günther Beckstein sich nicht aufrichtig mögen, sondern nur gegenseitig erpressen. Man würde merken, wenn es einer Partei nicht wirklich um die Förderung von Bildung und Ausbildung ginge, sondern um blanken Populismus. Man würde merken, wenn ein Ministerpräsident kein Menschenfreund wäre, sondern ein gnadenloser Abschieber. Man würde merken, wenn Hans Schaidinger nicht der ehrliche Makler wäre, als den man ihn allseits kennt und schätzt, sondern ein Immobilienmakler, dem die Interessen des Investors vor dem des kleinen Mannes stehen. Aber manchmal kommt die Wahrheit erst später raus – manchmal auch früher. …(ent)spannende Lektüre!

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