Millionenklage gegen das Bistum Regensburg: Kirche bleibt hartleibig
Schadenersatz und Schmerzensgeld wegen Gewalt und Missbrauch – das Bistum Regensburg lehnt Vergleich und Mediation ab. Eine Entscheidung fällt am 21. Mai.

Matthias Podszus und sein Rechtsanwalt Sven Markuske. Foto: as
„Mir geht es um Rechtsfragen. Irgendwann muss das entschieden werden. Das kommt früher oder später wieder auf den Tisch und…“ Rechtsanwältin Stefanie Orywol spricht schnell und redet viel.
Doch die Botschaft der Rechtsvertreterin des Bistums Regensburg ist unmissverständlich: Auf einen Vergleich oder ein vertrauliches Güterichterverfahren, vergleichbar mit einer Mediation, will sich die Kirche nicht einlassen. Daran ändert auch das gute Zureden der Kammervorsitzenden Adda Trautsch nichts.
Bis zur Verhandlung vergingen fast zwei Jahre
Freitagmorgen, Sitzungssaal 12 des Landgerichts Regensburg. Knapp zwei Jahre, nachdem der frühere Domspatz Matthias Podszus seine Schadenersatzklage gegen das Bistum eingereicht hat, verhandelt die 4. Zivilkammer zum ersten Mal. Es wird ein kurzer Termin.
Wie mehrfach berichtet, fordert der heute 43-jährige Podszus Schadenersatz und Schmerzensgeld von der Kirche. Er gibt an, zwischen September 1991 und Juli 1993 an der Domspatzenvorschule in Pielenhofen massiven Misshandlungen ausgesetzt gewesen zu sein. Körperlich, psychisch, seelisch und sexualisiert. Der Leiter der Schule, der Geistliche Johann Meier, habe den damals achtjährigen Buben mehrfach vergewaltigt und missbraucht.
Annerkanntes Gewaltopfer – arbeitsunfähig, schwerbehindert, auf Grundsicherung angewiesen
Podszus verdrängte die Taten, vergaß sie. Als zwischen 2010 und 2015 immer mehr Fälle von Gewalt und Missbrauch öffentlich wurden, kehrten auch bei ihm die Erinnerungen nach und nach zurück. Er wurde retraumatisiert. Das belegen vielfältige Gutachten.
Podszus ist als Gewaltopfer anerkannt und erhielt im Zuge des außerjuristischen Anerkennungsverfahrens insgesamt 50.000 Euro.
Heute ist er arbeitsunfähig, schwerbehindert und bezieht Grundsicherung. Seine Gesundheit ist merklich angeschlagen – auch durch den seit zwei Jahren laufenden Rechtsstreit, in dem Podszus Schadenersatz und Schmerzensgeld fordert. Es könnte sich auf einen Millionenbetrag summieren.
Bistum Regensburg von Anfang an ablehnend
Das Bistum Regensburg zeigte sich von Anfang an ablehnend. Es bestreitet die Zuständigkeit für die Domspatzenvorschule, zieht Podszus’ Glaubwürdigkeit in Zweifel oder argumentiert, man erkenne zwar das Trauma an, aber nicht den Zusammenhang zu den Taten in Pielenhofen.
Dreh- und Angelpunkt ist die Frage: Sind die Ansprüche wegen der über 30 Jahre zurückliegenden Vorwürfe verjährt oder nicht? Auf diesen Standpunkt stellt sich das Bistum. Podszus und sein Rechtsanwalt Sven Markuske halten dagegen.
Entscheidend ist die Verjährungsfrage
Richterin Adda Trautsch nimmt sich Zeit, diese Frage zu erörtern. Mehreren Punkten, die die Verjährung aus Sicht des Klägers hemmen könnten, erteilt sie nach vorläufiger Würdigung eine Absage. In einem Punkt jedoch nicht.
Laut § 208 Satz 1 BGB beginnt die Verjährung von Ansprüchen wegen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung erst nach Vollendung des 21. Lebensjahrs des Betroffenen. Anschließend gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren – und diese sei noch nicht überschritten. Nach vorläufiger Würdigung.
„Sie sehen, es gibt viele rechtlich komplexe Probleme, mit denen sich die Kammer beschäftigen muss“, sagt Trautsch. Anschließend sei davon auszugehen, dass die nächste Instanz angerufen wird. Wie die dann entscheide, sei angesichts der vielen Sichtweisen, die man auf all das haben könne, völlig offen.
Richterin regt Vergleich und Güterichter an
Vor diesem Hintergrund sei vielleicht doch ein Vergleich sinnvoll. „Es geht um extrem sensible und intime Dinge“, so Trautsch. Auch eine Mediation durch einen Güterichter könne eine gute Lösung sein. Abseits der Öffentlichkeit, mit der Möglichkeit, Verschwiegenheit oder sogar eine gemeinsame Sprachregelung zu vereinbaren.
„Es geht doch möglicherweise nicht um die Zahl des Eurobetrags.“ Sie sehe beim Kläger ein großes Bedürfnis, in den Dialog zu treten und Anerkennung zu finden. Podszus habe Bereitschaft zu einem Vergleich signalisiert. Wie stehe die Kirche dazu?
„Wir wollen Gespräche natürlich nicht abschneiden“, sagt Bistumsanwältin Orywol – Vertreter der Kirche sind im Saal nicht erschienen. Dafür Medienvertreter und mehrere frühere Domspatzen. „Am Ende aber geht es ja doch um eine Zahl“, so Orywol.
Und es gelte, grundsätzliche Fragen zum Thema Verjährung zu klären. Früher oder später kämen weitere Klagen. Trautsch widerspricht. Jeder Fall sei höchst individuell. Ob am Ende, über mehrere Instanzen, genau diese oder jene Verjährungsfrage geklärt werde, sei ebenso offen wie die Frage, ob das auf andere Fälle überhaupt anwendbar sei.
„Vordergründig: Es tut uns alles so leid. Im Prozess: Ätschbätsch, alles verjährt.“
„Will das Bistum Regensburg die Klage meines Mandanten zu einem Präzedenzfall machen oder nicht?“, mischt sich Rechtsanwalt Markuske ein. Ein Güterrichtertermin sei eine gute Möglichkeit, um zu einer Einigung zu kommen, regt er an.
Er verstehe das Agieren des Bistums nicht, so Markuske weiter. „Vordergründig sagt man: Es tut uns alles so leid – und im Prozess heißt es dann: Ätschbätsch, alles verjährt.“
Rechtsanwältin Orywol lächelt. „Wenn wir es nicht anhand dieses Verfahrens klären, klären wir es im nächsten.“ Und trotz erneuter Einwände der Kammervorsitzenden, dass dies nicht der Fall sein werde, bleibt es dabei: Eine Einigung oder auch nur der Versuch mit einem Güterichter – die Anwältin lehnt es im Namen des Bistums ab.
Entscheidung am 21. Mai
„Sie wollen das offenbar unbedingt entschieden haben“, konstatiert Podszus’ Rechtsanwalt Sven Markuske.
Nach etwas mehr als 30 Minuten ist die Verhandlung vorbei. Die Parteien stellen ihre Anträge. Die Sitzung wird geschlossen. Die Kammer setzt den Entscheidungstermin auf den 21. Mai fest.
Matthias Podszus verfolgt die Verhandlung gefasst, aber merklich angeschlagen. Vor dem Gerichtsgebäude wirkt er gelöst. „Ich bin sehr erleichtert, wie die Richterin gesprochen hat und wie empathisch sie mit mir umgegangen ist.“ Er sei weiter für einen Vergleich offen, sagt er. Und: „So oder so war das ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“
Trackback von deiner Website.



A.P.
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Genau dieser Fall hat mein inneres Faß zum Überlaufen gebracht und mich jetrzt endlich aus der Kirche austreten lassen. Keinen Cent mehr von mir für dieses Bistum, das sich nicht der Verantwortung stellt und stattdessen das Opfer weiter schädigt. Und meine Hochachtung für Herrn Podszus, dass er sich diesem Prozess stellt.
Antoine Burtz
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Mit den bei der Kirche angestellten Juristen verhält es sich wie mit den meisten dort angestellten Lehrkräften: Wer ein zu schlechtes Examen hat, um beim Staat unterzukommen, geht halt zur Kirche.
Meiner Erfahrung nach arbeiten dort größtenteils Dilettant*innen, die zwar intern laut Brüllen und Angst machen, aber sobald es an weltliche Gerichte geht komplett auseinander genommen werden und ihre eigene Unfähigkeit vorgespiegelt bekommen. Von daher hat Herr Podzsus gute Karten!
Nocheinüberlebender
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In meinem Fall wurde auf “nicht massiv” entschieden – warum überlässt man der katholischen Kirche die Entscheidung und entscheidet vom Staat aus nicht selbst. Ich (als Diplomsozialpädagoge) weiß, dass jedes Individuum reagiert, wie es nun mal sensibel oder weniger sensibel ist und dementsprechend darauf reagiert – mich hätte dieser “harmlose” Missbrauch beinahe umgebracht und darauf kommt es an). Nehmt endlich die katholische Kirche aus der Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt heraus, nur das ist sinnvoll.
Name
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Allen Respekt vor Leuten wie Herrn Podszus. Ich fände es traurig, wenn die Kirche nichts zahlen muss (geschweige denn Täter mal wieder nicht in den Knast kommen), aber eines soll sich Herr Podszus bewusst sein: Sein Engagement ist ein wichtiger Baustein, daß dieser schäbigen Organisation in einem säkularen Staat endlich final ein Ende bereitet wird. Ich danke Herrn Podszus ausdrücklich. 2026 gab es erstmals weniger “Christen” als andere in diesem Land. Danke, sie tragen durch diese Öffentlichkeit dazu bei.
Samson
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Kein Bedauern kein bereuen.
Kein Jota nachgeben, keinerlei Einsicht.
Die Vorwürfe werden nicht abgestritten.
Wie tief kann man sinken? Erst Kinder vergewaltigen und dann nicht mehr zuständig sein.
Ja, wie war das mit dem Fegefeuer?
Erst wenn ich aufrichtig bereue, habe ich überhaupt eine Chance aus Fegefeuer, sonst verrottete ich in der Hölle.
Mit Reue scheint es hier nicht weit.
Vielleicht sollte mal jemand beim katholischen Kirchensteueramt anrufen und sich die schleifen Musik anhören das sind die Domspatzen die sind nicht GEMA frei. Höchstwahrscheinlich zahlt das katholische Kirchensteueramt keine GEMA Gebühren.
Vielleicht sollte man sie mit den eigenen Waffen schlagen im Kleinen.
Vielleicht sollten dort einfach einmal 1000 Leute anrufen und fragen?
Was macht ihr mit eurem Geld?
Was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan.
Für Christus vergewaltigen gibt es Hölle.
Nichts mit Fegefeuer!
Günther Herzig
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@Antoine Burtz
27. März 2026 um 14:02 | #
Großartig, wie Sie das erkannt haben (wollen). Diese Juristen, die Sie meinen abqualifizieren zu dürfen, sind angestellte Dienstleister. Ihre Aufgabe ist es nach Weisungen zu handeln, ebenso, wie die Juristen, die Opfer vertreten. Die Opferanwälte werden nicht über ihr gerne fast schamhaft verschwiegenes Umsatzinteresse reden. Sie sind aus meiner Sicht, etwas zynisch ausgedrückt, „Resteverwerter“ und haften nur für den Misserfolg, wenn es zu ganz groben, auch durch Laien, wie Sie. erkennbaren Fehlern gekommen ist, was fast ausgeschlossen ist. Sie sind außerdem versichert. Bei einem Zivilprozess in der ersten Instanz mit einem Streitwert von 100.000 € belaufen sich die eigenen Anwaltskosten inklusive Verfahrens- und Terminsgebühr typischerweise auf rund 5.000 bis 6.500 €, zuzüglich Gerichtskosten und möglicher gegnerischer Anwaltskosten, die der Verlierer, wahrscheinlich in diesem Fall der bedauernswerte Kläger, trägt. Ist der Streitwert höher, zum Beispiel zur Freude des Opferanwalts 1.000.000,00 €, liegen die eigenen Anwaltskosten bei 50.000,00 bis 65.000,00 €, zuzüglich der Gerichtskosten von 30.000
40.000,00 €. Das alles verdoppelt sich bei mehreren Instanzen, wenn der Rechtsanwalt zur Einlegung von Rechtsmitteln rät, deren Sinnhaftigkeit er erkannt haben will.
Bei all den offenen Frage macht sich kaum jemand Gedanken über Verjährungsfragen, nach unserem Recht, maximal 30 Jahre (Zivilrecht), allenfalls noch beeinflusst durch den Zeitpunkt des Beginns der Frist.
Und ich persönlich halte es für aufklärungsbedürftig, warum die Opfer und deren Familien Jahrzehnte verstreichen ließen, bis sie tätig geworden sind.
Es ist gewiss nicht die am wenigsten mächtige Lobby, die Verfahren dieser Art heute fördert. Die Überlegung könnte sein, dass die Kirchen dauerhaft an den Pranger zu stellen sind mit dem Ziel für ihre Marginalisierung zu sorgen. Schauen Sie in den Bundestag, um zu erleben, aus welcher Richtung ständig das größte Geschrei kommt. Die Mitte ist es nicht.
Daniela
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Wir bleiben weiterhin Christen und in der Kirche, auch, wenn wir das Geschehene der sexuellen Gewalt in der Kirche zutiefst ablehnen. Wir wissen, dass unsere Meinung massiv auf Kritik stößt und erwartet wird, dass wir austreten. Bitte also von dieser Diskussion Abstand nehmen zu wollen in diesem Forum, danke.
Zum Thema hier, wir wünschen Herrn M. Podszus allen möglichen Erfolg, er hat unser vollstes Verständnis für seine Ansprüche und wir freuen uns, dass die Öffentlichkeit so einbezogen wird. Es ist dringend erforderlich, dass Fälle, wie dieser staatlicher Rechtsprechung unterzogen werden und geahndet.
Wir empfinden es als gröbsten Verstoß gegen die Menschlichkeit und Nächstenliebe, was den Opfern von Mitgliedern der RKK angetan wurde.
Wir schämen uns dafür, was einige unserer ‘Hirten ‘ den Schwächsten unserer christlichen Gemeinschaft angetan haben. Die RKK sei aufgefordert, hier, auch im Sinne ihrer Mitglieder den Kläger Anerkennung und Ausgleich, der daraus resultierenden, seiner seelischen Leiden zu schaffen.
Wir haben dies alles hier geschrieben, damit die RKK die Meinung etlicher ihrer Mitglieder nachlesen kann und auch diese Meinung in ihre Entscheidungen einbeziehen kann. Es wäre wirklich gut, wenn die RKK sich mit dem Thema Vergleich und Meditation auseinandersetzen würde und diesen Weg einschlagen würde. Es ist eine unverständliche Haltung der RKK. Mit dieser Haltung fügt man dem Kläger über Jahre hinweg weiter Leid zu.
Das wiegt genau so schlimm, wie die geschehenen Taten.
In der Hoffnung, dass einige hochrangige Entscheidungsträger der RKK hier mitlesen und die Meinung etlicher ihrer Mitglieder unserer Glaubensgemeinschaft lesen. Übernehmt Verantwortung für die Schuldigen und deren Schuld.
Vangelis
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Der Täter ist tot. Worin liegt die Schuld des Bistums, das so eine hohe Schadenersatzforderung rechtfertigt? Sadisten als Lehrer gab es auch an staatlichen oder städtischen Schulen. Und dagegen gab es Eltern, die frühzeitig eingeschritten sind, oder kräftige Jugendliche, die sich irgendwann selbst gewehrt haben.
tom lehner
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Schon öfter habe ich hier geschrieben was ich von diesem Teil der Institution Kirche halte. Die Kirche verschweigt vertuscht, mauert, verspricht Aufarbeitung und versteckt die Täter. Eine Wiedergutmachung für die Opfer läutert man in die Welt, macht aber genau das Gegenteil, um (Monitären)Schaden von der Kirche abzuwenden
Sich hinter Verjährungsfristen zu verstecken um die eigenen Taten ungesühnt zu lassen und „Kostenintensive“ Wiedergutmachung (Was für ein Wort!) zu vermeiden ist einfach nur schändlich.
Man muß auch neidlos anerkennen, dass vieles was die „Vertreter Gottes auf Erden“ auf der anderen Seite der 10 Gebote so alles verbrochen haben, gut organisiert und meist erfolgreich war. Erfolgreich im Sinne von “Unentdeckt”, „Ungesühnt“. Bzw. Die eigenen Schäfchen blieben immer im Trockenen. Und damit meine ich nicht die Gläubigen.
Ganz im Gegenteil zu denen die Opfer wurden. Diejenigen die versucht haben sich Hilfe zu holen oder gar geglaubt haben „Gerechtigkeit“ für erlittenes Unrecht zu erhalten sind die Nestbeschmutzer. Die Störer. Die die es gewagt haben „Verdienten Personen“ an die weiße Wäsche zu gehen. Die Lügner. Mein aufrichtiger Gruß geht exemplarisch nach Eslarn!
Das was ich in meinem Eingangssatz geschrieben habe passt zu einer kriminellen Vereinigung. Auch die Mafia entsandte polizeilich Gesuchte in andere Länder, um sie vor dem Gesetz zu schützen. Auch sie hatte ein System dies zu verschleiern, aber auch zu finanzieren. Sie nutzt ihre Strukturen um Täter zu schützen und Taten zu verschleiern. Täter wurden in andere Gemeinden „Abgeschoben“ ohne die Gründe dafür transparent zu machen. Diverse Bistümer in Bayern haben dies nachweislich gemacht. Erst wenn es gar nicht mehr anders geht erzählt man das was sowieso schon bekannt ist. Dieses „Staat im Staat System“ gehört in dieser Form abgeschafft. Nur so bekommen wir diesen Sumpf trocken.
Bei der katholischen Kirche unter diesen Umständen von einer mögl. Verjährung zu sprechen, widerspricht allem was mein Rechtsverständnis zulässt. Mich würde es hingegen nicht wundern, wenn man bald nicht mehr über die “Institution Katholische Kirche”, sondern über den „Größten international agierenden Phädophilen- und Sexualstraftäterring“ der letzten Dekaden sprechen würde.
Aber auch das ist eine Möglichkeit in die Geschichte einzugehen.
Ehemaliger Etterzhausener
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@Vangelis…
Wenn dann müssen sie diesen Abschluss Bericht auch lesen, der im Juli 2017 veröffentlicht wurde = Die ersten 200 Seiten = . Darin geht ausführlich hervor, wie dieser ehemalige Schuldirektor, Internatsleiter und Priester, Johann Meier, damals mit den dortigen Buben in Etterzhausen und Pielenhofen derart umgegangen ist.
Dann wissen Sie Bescheid!
Auch empfehlenswert ist diese ARD Doku von 2015,
Movie = Sünden der Sängerknaben, von 2015
https://youtube.com/watch?v=kFglRVYeLY8&is=6SY3UTOFA8vqD0fO
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Abschlussbericht von Juli 2017
content://com.google.android.apps.docs.fetcher.FileProvider/TuGd6GBJEdc3G7HrXzbHM2ic4FNm7zdvYgnsL20Onkc%3D?_display_name=Abschlussbericht_Domspatzen.pdf&mime_type=application%2Fpdf&_size=5281432
https://www.zeit.de/gesellschaft/2017-07/regensburger-domspatzen-abschlussbericht-misshandlung
https://www.regensburg-digital.de/anmerkungen-zum-domspatzen-abschlussbericht/04082017/
Markus Gruber
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Kommentar gelöscht. Keine Verharmlosung von sexuellem Missbrauch.
Daniela
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@ Günther Herzig
28. März 2026 um 09:33 | #
Ich finde Ihren Kommentar absolut richtig. Ohne irgendeinen RechtsanwaltIn nahe treten zu wollen,
kam mir der gleiche Gedanke, wie Sie es hier beschreiben. Bei dieser Klagesumme werden die Kosten des Prozesses unabsehbar teuer und dies bei unvorhersehbaren Ausgang. Nicht zu vergessen, über wie viele Jahre und Instanzen sich das Ganze hin ziehen kann. Sicher ist, dass die Rechtsanwältinnen verdienen, egal, mit wieviel Erfolg der Prozeß endet.
Auch deshalb bewundere ich den Kläger, der dieses finanzielle Risiko trägt, um für sich Gerechtigkeit zu fordern.
Ich hoffe für den Kläger auch deshalb auf Erfolg, damit er am Ende finanziell unbeschadet aus dem Prozess gehen kann.
Ich kann leider nicht beurteilen, ob dem Kläger Prozesskostenhilfe zukommt und ob diese die Kosten letztendlich relativiert können.
Danke für Ihren Beitrag, den dieser zeigt auch die möglichen finanziellen Konsequenzen für den Kläger auf.
Sahesch-Pur
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Wichtiger Schritt und notwendig das bekannt zu machen.
Die Kirche und das Bistum sind an heuchlerischen Neigungen abartig beseelt und dafür muss diese Kirche ihre Rechtfertigung verlieren.
Auch in diesem Fall ist es klar.
Wie auch im Fall meiner Mutter (Pflegemissbrauch-Vollmachtsmissbrauch) spielt das Bistum eine verheerende Rolle.
Dieses Abwehrhaltung und die Kommunikationslosigkeit ist krankhaft und mit keiner juristischen ablehnenden Haltung zu rechtfertigen.
Dieses System ist am Ende im Landkreis.
Drakonische Maßnahmen müssen eingeleitet werden, da die Kirche bzw das Bistum unfähig zur Aufarbeitung ist hat sie ihre Stellung in unserer Gesellschaft endgültig verspielt.
Herr Vorderholzer sie sind eine Schande für die Kirche im gesamten Bundesgebiet und in Rom. Ihre Scheinheiligkeit ist widerlich. Sie sollten ihre Bezüge gesamthaft entzogen bekommen und für alles haften, das sie, verantworten.
Günther Herzig
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@Daniela
29. März 2026 um 03:14 | #
Danke! Prozesskostenhilfe wird nur gewährt, wenn der Antragsteller arm ist und (!) die beabsichtigte Rechtsverfolgung aussichtsreich ist. Ob hier überhaupt bereits ein Antrag gestellt war, weiß ich nicht. Es könnte sogar PKH (Prozesskostenhilfe) gewährt werden für einen bestimmten reduzierten Streitwert, zum Beispiel für “nur” 100.000,00 € aber auch das immer abhängig von den Erfolgsaussichten, die ich wegen der Verjährungsproblematik nicht sehe. Das Kostenrisiko wird nur teilweise minimiert durch PKH, weil im Falle des Unterliegens die gesamten Kosten des Bistums getragen werden müssen. Unterliegt der Kläger vor dem Landgericht sind in einem Berufungsverfahren die Voraussetzungen für die PKH ein weiteres Mal nachzuweisen. Das OLG Nürnberg wird eine erneute Prüfung vornehmen, dies auch am Inhalt der Berufungsbegründung, die keine neue Tatsachenbehauptungen enthalten darf, wenn diese Tatsachen bereits in der Instanz vor dem Landgericht möglich gewesen wären. Und der Staat lässt sich jahrelang nachweisen, ob der Begünstigte aus PKH empfangene Beträge zurückbezahlen kann, weil sich seine wirtschaftliche Lage verbessert hat.
Ich sehe natürlich das Leid derer, die unvorstellbar verletzt wurden. Unter den von mir als dürftig dargestellten Aussichten trotzdem zu klagen, bedeutet gedanklich den Sitzungssaal des Gerichts zu verlassen und die Problematik nur noch einer Öffentlichkeit als politische Forderung zu überbürden, um auf alle Kirchenangehörigen, die mit den konkreten Straftaten nichts zu tun haben, weil sie vielleicht zu den Tatzeitpunkten noch nicht einmal lebten, Druck auszuüben.
Sollte ein Gericht die Frage der Verjährung entsprechender Ansprüche überraschend anders sehen, wäre das ein Systembruch. Am Ende könnten Klagen erhoben werden für Straftaten, die vor undenklicher Verjährung (den Begriff des Anspruchs aus unvordenklicher Verjährung gibt es wirklich) begangen wurden, auch 100 Jahre später. Wie wäre es denn andere Schutzbedürftige, Mädchen und Frauen ganz vorbehaltslos besser zu schützen vor Straftaten, wie Vergewaltigung mit zur Vertuschung begangener Tötungen, und entsprechenden Delikten?
Mein Vorwurf eines höher zu bewertendem Versagen trifft Eltern, die nicht genau hingeschaut, vielleicht sogar weggeschaut haben, als es notwendig war ihre Kinder zu schützen. Ich kenne mehrere Fälle dieser Art, über die ich nichts sagen darf und will.
Name
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Vielleicht sollte man es tatsächlich mal sehr direkt sagen: Diese christliche Kirche (und da nehme ich die Protestanten nicht aus, die das Gleiche taten, aber davon profitierten, daß das katholische Verbrechen zuerst publik wurde) mit ihren mafiösen Strukturen ist eines sekulären Staates unwürdig. Glauben (und das ist etwas völlig anderes) ist Privatsache. Jede Alimentierung (Kirchensteuer) hat zu unterbleiben. Alleine gegen die Wissenschaft befindet sich diese Organisation seit über 2000 Jahren immer nur auf einem Rückzugsgefecht. Von der flachen Erde bis zum Heliozentrismus mußte man einen Standpunkt nach dem anderen räumen. Es ist Zeit, die Anerkennung als Tendenzbetrieb zu beenden, damit sie wenigstens ihre Beschäftigten nicht mehr nötigen können.
Die christlichen Kirchen haben von Frauenunterdrückung über Kreuzzüge und Unterstützung des Faschismus so viel Dreck am Stecken, dass sie weg müßen. Die meisten wirklich schlimmen Sauereien dieser Welt (Ausrottung ganzer Gesellschaften im gerade entdeckten Amerika) geschahen unter fleißiger Mithilfe.
Ich bin für die Abschaffung aller christlichen Feiertage und deren verpflichtende Umwandlung in Urlaub für die Beschäftigten. Dann würde ich gerne sehen, wer sich dann wirklich Urlaub nimmt, um christliche Feste zu feiern. Mit viel Glück bleiben Weihnachten und Ostern als kirchliche Feiern übrig. Wie gesagt, ist Glauben Privatsache und jeder soll gerne glauben was er will. Aber die Organisation Kirche hat schon längst keine Existenzberechtigung mehr. Ich kann nur alle Gläubigen (und Nichtgläubigen) auffordern „Tretet in Scharen aus“
Manfred van Hove
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Der Basisfehler ist die Gesamtkonstruktion der Domspatzen. Wegen Stimmbruchs stehen gerade mal 6 Jahre, also von 8 bis max. 12, zur Verfügung, um aus ganz unterschiedlichen Kindern weltberühmte Sängerknaben zu machen. Das geht nicht freiwllig, sondern nur durch Repression. Kinder werden durch eine Schablone geprügelt, damit die wie dressierte Affen funktionierten. Das alles, damit sich die Leitung rühmen kann, den weltbesten Chor produziert zu haben.
Ettershausen als Vorschule diente dem Einnorden der Kinder, um ihren eigenen Willen zu brechen und sie zu einem willenlosen Werkzeug der Leitung zu machen. Alles und jedes war diesem Ziel untergeordnet. Nur das Ergebnis zählte.
Wenn man wie ich nicht verstehen kann, warum ich mir das alles habe gefallen lassen, so ist das die Erklärung dafür. Nur wer das selbst erlebt hat, kann es verstehen. Auch ich habe mich ein Leben lang bis heute gefragt, warum ich nicht einfach abgehauen bin. Der Wille zum Widerstand war gebrochen, Man ergab sich einem anscheinend nicht vermeidbaren Schicksal und hoffte täglich, daß es nicht nicht noch schlimmer kommt.
Ich werfe auch dem Staat eine Mitschuld vor. Nichts, aber auch gar nichts hat er zur Aifklärung unternommen und es stattdessen der Kirche selbst überlassen. Wegen jeder Petitesse gibt es einen Untersuchungsausschuss, nichts davon in diesem Fall. Sogar die Prozesskostenhilfe wurde mir abgelehnt wegen angeblicher Erfolgslosigkeit. Mein Brief an Söder wegen Hilfe bestand aus dem üblichen Blabla und der Belehrung, die Regierung dürfe nicht in die Belange der Justiz eingreifen. Plötzlich wird Söder zimperlich ?
Tatsächlich haben wir als Opfer keine Lobby und kämpfen gegen einen übermachtigen Gegner, der beste Verbindungen hat Sogar mein Gespräch im TV mit Lanz wurde aus der Mediathek gelöscht, was nicht verwundert. Ist doch Lanz selbst in einem Internat der Jesuiten aufgewachsen, denen er , wie er mir selbst sagte, viel verdankt. Trotzdem – der Kampf geht weiter,
Samson
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Vielleicht sollte man auch wirklich trennen.
Unsere christlichen Werte sind schon sehr gut und sollten auch in der Gesellschaft hoch gehalten werden. Man wirft seinen Glauben nicht über Bord, nur weil ein paar grenzwertige unterwegs sind, die ihre Zuständigkeit leugnen, weil sie das eben juristisch können und damit das kaputt machen, was eigentlich von Anfang an da sein soll. Liebe und Vertrauen.
Und beides wurde mit Füßen getreten. Liebe und Vertrauen, die Kinder jemand entgegenbringen, der sie dann vergewaltigt.
Das muss sich die Kirche zu rechnen lassen, und da reagiert sie einfach falsch und absolut verachtenswert.
Aus der innen Geborgenheit, die ein Kind empfindet, wird es missbraucht und die Täter werden geschützt und das nicht einmal, sondern öfter.
Das ist eine absolute Todsünde.
Nach der eigenen Definition.
Und da kann ich nur mit Elon Musk antworten:gfuys
Wer sich der Verantwortung entzieht, macht sich genauso schuldig wie der Täter.
Diesen Zusammenhang scheint die Diazöse Regensburg nicht zu erkennen.
Ich versuche, mein Leben möglichst ohne Sünde zu leben, nicht dass ich mit den Pfaffen zusammen in der Hölle lande.
Für immer als eine lange Zeit!
Daniela
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@ Samson
29. März 2026 um 23:39 | #
Sie haben es sehr gut zusammengefasst, es geht um elementare Werte für menschliches Dasein und die Werte des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft.
…”Unsere christlichen Werte sind schon sehr gut und sollten auch in der Gesellschaft hoch gehalten werden. Man wirft seinen Glauben nicht über Bord, nur weil ein paar grenzwertige unterwegs sind, die ihre Zuständigkeit leugnen, weil sie das eben juristisch können und damit das kaputt machen, was eigentlich von Anfang an da sein soll. Liebe und Vertrauen.” …
Daniela
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@ Günther Herzig
29. März 2026 um 13:47 | #
Vielen Dank für Ihre Erläuterungen, es war einiges an neuen Informationen für mich.
Ihr Beitrag ist wertvoll, um die gesamte Situation des Klägers besser einordnen zu können. Es zeigt die vielen Widrigkeiten auf, die dieser Prozess mit sich bringt.
Drücken wir dem Kläger fest die Daumen, dass er Erfolg habe und Anerkennung für sein Leid findet und nicht mit zusätzlichen Problemen beschwert wird.
Name
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@Samson
Sie haben völlig Recht, zwischen Kirche und Glauben muss man deutlich unterscheiden.
Die sogenannten “christlichen Werte” hat jedoch jeder Humanist. insofern sind das gar keine christlichen Werte, sondern humanistische. Man muß es endlich beenden, daß die Kirche sich wegen Lippenbekenntnissen ein humanistisches Mäntelchen umhängen darf. Um diese Werte zu gewährleisten braucht man auch keine Parteien mit “C” im Namen, die sich zunehmend sogar vom Humanismus verabschieden. Wer Völkerrecht für “schwierig” hält passt jedoch recht gut zu dieser scheinheiligen Struktur.
Daniela
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@ Name
30. März 2026 um 09:49 | #
…”Die sogenannten “christlichen Werte” hat jedoch jeder Humanist. insofern sind das gar keine christlichen Werte, sondern humanistische. “….
Dieser Aussage muss man komplett widersprechen.
Nicht das wir jetzt durcheinander kommen.
– Christentum 2000 plus x Jahre
– Humanismus frühes 14. Jahrhundert.
Vielleicht doch EHER christliche Werte?
Und Humanismus bleibt Humanismus.
Völkerrecht ist schwierig, Recht ist an sich schwierig und ändert sich auch mit gesellschaftlichen Entwicklungen.
Volk, definiert in diesem Fall als Staat, bedeutet souverän, ggf. Ideologie und/ oder Religionsgebunden …
Da kann es durchaus zwischen Völkern andere Ansichten über Recht und Unrecht geben.
Mr. T.
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Was sich manche mit “christlichen Werten” so ans Revers stecken, sind natürlich keine Erfindung des Christentums. Mit “humanistische Werte” ist auch nicht der Humanismus als Weltanschauung gemeint, sondern, das diese Werte Teil der menschlichen Natur sind. Ohne diese Werte in einem Großteil einer Spezies könnte sich nie eine Population aufbauen. Obwohl diese Werte bei Menschen immer weiter abnehmen, gibt es immer noch halbwegs funktionierende menschliche Populationen. Dass gerade Christen diese Werte für sich reklamieren ist natürlich ein Treppenwitz, aus der Sicht anderer Religionen mehr als ein Affront.
Was Manfred van Hove weiter oben schreibt, ist erschütternd, aber zweifellos so. Das gilt natürlich nicht nur für die Domspatzen, sondern für auch für jede andere Art der Dominanz und Unterdrückung. Man sollte nie den Fehler begehen und als außenstehende Person meinen, dass sich Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen scheinbar “freiwillig” unterdrücken lassen und sich nicht wehren.
Dass Söder da nicht hilft, ist klar. Als ob es dem schon jemals um etwas oder wen anderen gegangen wäre, als um sich selber.
Name
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@Daniela
Welche Werte haben denn die Menscheit bis zur “Erfindung” des Christentums begleitet? Sie wäre ohne Humanismus und Kooperation wohl nie so weit gekommen.
Völkerrecht mag immer in der Perspektive der Jetztzeit gesehen werden. Aus dieser Perspektive ist Völkerrrecht aber eindeutig. Wer Krieg anfängt ist verachtenswert. Punkt. Und wer sich um eine solche Aussage drückt ist es auch.
Novalis
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@Daniela
Was ist mit dem Humanismus eines Sokrates (+399 v. Chr.)? Wohlgemerkt, das schreibe ich als Katholik, der sich für Bischof und Bistum zutiefst schämt.
Sample
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@Daniela:
Putzig, wie Sie wieder versuchen, “Ihre” Religion zu verteidigen und die Mitgliedschaft in dieser mehr als zweifelhaften Vereinigung relativieren.
Die Argumentation „Christentum ist älter, also sind es christliche Werte“ ist ehrlich gesagt ziemlich dünn. Nach der Logik müsste auch alles Wissen aus der Antike automatisch griechisch sein, nur weil es älter ist.
Werte wie Mitgefühl etc. gab es lange vor dem Christentum…in verschiedenen Kulturen gleichzeitig. Das Christentum hat sie übernommen und sie zum eigenen Vorteil religiös aufgeladen, aber sicher nicht erfunden.
Und den Humanismus auf das 14. Jahrhundert zu reduzieren, zeigt eher ein Missverständnis: Der greift bewusst auf antike Philosophie zurück und formuliert diese Werte einfach ohne religiöse Begründung neu.
Der eigentliche Punkt ist doch: Diese Werte sind keine exklusiv christlichen, sondern universelle menschliche Prinzipien. Der Humanismus beansprucht sie nicht, er entzieht sie nur dem religiösen Monopol. Zum Glück.
Dass Recht und Moral sich zwischen Gesellschaften unterscheiden, stimmt schon, aber genau deshalb hat man versucht, universelle Standards wie Menschenrechte zu formulieren. Die beruhen eben nicht auf einer bestimmten dummen Religion, sondern auf einem breiteren ethischen Fundament.
Manfred van Hove
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@Daniela
Es gibt jenseits alles Religionen ein Prinzip, das immer schon galt, seitdem es Menschen gibt und das in einem kurzen Sprichwort zusammengfasst wird:
Was du nicht willst, was man dir tu, füge keinem anderen zu.
Daniela
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@ Sample
31. März 2026 um 07:37 | #
Gutes Thema, gute Argumente. Danke für Ihren Beitrag.
Das mag sein, dass Sie es für putzig finden, a) wie ich meinen Glauben verteidige, ja, ich bin Gläubige, so, wie viele Mrd Menschen weltweit unterschiedliche Glaubensrichtungen verteidigen und leben. b) Aber deshalb distanziere ich mich von Straftaten, die Pädophilie begangen haben. Ich bringe dies auch deutlich zum Ausdruck.
Es sind deshalb christliche Werte, weil diese dem Christentum zugeordnet werden, Alt-sowie Neutestamentarisch, das dürfte unstrittig sein. Diese Werte sind hauptsächlich moralischer Natur und in Stein gemeißelt ( biblisch betrachtet) Sie haben weniger Ethik in sich. Ethik ist etwas anderes als Moral.
Humanismus ist eine andere in der Renaissance entstandene und behaftete Darstellung der Moral und Ethik.
Um auf die Griechen zu kommen, sicher die haben schon erste ethische Betrachtung mit (vorsichtig) anklingen lassen. Aber vergessen wir nicht, dass gerade Pädophilie zu diesem Zeitpunkt nicht strafbar tituliert wurde. Wäre aber jetzt zu weit führend.
Empathie ist, denke ich, dass meinen Sie, entnehme ich Ihren Ausführungen, bezeichnet Mitgefühl, sicher menchheitsgebunden, sonst wäre Zivilisation nicht denkbar. Aber ich denke, wir sollten die Entwicklungen nicht strapazieren, sonst landen wir in der Steinzeit und müssen uns darauf konzentrieren, dass es da ums reine Überleben ging und man auch schnell die Höhle, das Weib , die Nachkommen, den Besitz mit Totschlag verteidigte.
Ich denke, dass wir nicht die Einzigen sind, die derzeit darüber fachsimpeln, wie Völkerrecht anzuwenden ist. Die hauptsächliche Frage ist doch die Anerkennung des selbigen und zudem kommt, wie häufig, die Interessen der unterschiedlichen Staaten und deren rechtlichen,weltlichen und religiösen Verständnis ist. Die Staaten sind souverän, eigentlich territorial festgelegt. Trotzdem müssen wir konstatieren, dass sich nicht jeder Staat an Völkerrecht hält und Kriege angestellt, um Territorien in seine zu übereignen. Erleben wir global gerade in verschiedenen Regionen der Welt. Die unterschiedlichen Erklärungen, warum diese Kriege geführt werden sind uns ja in den letzten Jahren häufig vorgeführt worden.
Und Region oder Ideologie werden da häufig ins Feld geführt. Das würde aber einzeln zu bezeichnen, hier auch zu lange dauern.
Ich denke, vieles hat nur mit territorialen Ansprüchen, wegen Bodenschätzen zBsp. zu tun, es werden aber ideologische oder religiöse Gründe vorgeschoben.
Aber das Christentum ist nicht schlechter oder besser, als andere Religionen. Wollte man das Christentum in Deutschland canceln, wäre es gleichzeitig ein unbewusster Angriff auf andere Religionen. Das hat alles nichts mit dem Verhältnis Deutschland zum Christentum und anderen Religionen zu tun, das ist im Grundgesetz so verankert.
Das der Fiskus in Deutschland für die christlichen Kirchen EV und RKK einzieht und dann weiter leitet, müsste gesondert geklärt werden. Das das bislang zwar diskutiert wird, aber halt auch nicht einfach so umsetzbar ist, wie viele gerne hätten, ist eine Sache, die ohne Konsequenzen, und nicht unerheblichen finanziellen Gründen undAuswirkungen, durch zu führen sein wird. Aber auch diese Diskussion würde hier den Rahmen sprengen.
Glauben Sie mir, mir wäre es egal, ob der Fiskus Kirchensteuer einzieht, oder die Kirche selbst. Aber ich habe keinen Einfluss darauf. PS. Ohne jetzt die Gemüter noch mehr erhitzen zu wollen, neben Kirchensteuer zahlen wir auch Kirchengeld und spenden für kirchliche Missionen. Ich habe deshalb auch kein schlechtes Gewissen, denn ich zahle diese Summen zweckgebunden. Ich spende auch für das Kirchendach, oder anderes wenn erforderlich, weil das Haus Gottes auch mein Haus ist. Das, denke ich verstehen wahrscheinlich nur Gläubige, es wird anderen nur schwer vermittelbar sein. Und neben bei angemerkt, viele Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, oder ihr nie angehört haben, weil nicht getauft…, besuchen Bsw. die Christmette am Heiligen Abend oder sind Ostern am Petersdom. Keinen von Ihnen wird die Tür gewiesen, auch Kirchenasyl wurde vielen Andersgläubigen schon gewährt, um sie vor Schlimmeren zu bewahren, eben auch deshalb Kirchenmitgliedschaft.
Ich bitte einfach um den nötigen Respekt vor Religionsgemeinschaften und den Respekt vor den Gläubigen, die eben auch aus diesem Zugehörigkeitsgegühl und der christlichen Verantwortung gegenüber Mitmenschen in der Kirche verbleiben. Es sind Straftäter unter uns gewesen, sie haben es vertuscht, sie gehören bestraft, soweit das möglich ist. Aber bitte schmeißen Sie uns nicht mit diesen Straftätern in einen Topf. Das wäre anmaßend, ungerecht und absolut falsch.
Daniela
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@Mr. T.
30. März 2026 um 15:19 | #
Name
30. März 2026 um 16:52 | #
Novalis
30. März 2026 um 21:42 | #
Ich bitte darum meinen Post an @ Sample 31. März 2026 um 07:37 | #
zu lesen, darin habe ich meine Meinung mitgeteilt.
Damit dürften meine Beweggründe ausreichend erklärt sein. Alles weitere wäre das Forum mit ewig den gleichen Antworten zu überlasten.
Und sorry einmal muss auch gut sein, Wir werden wahrscheinlich so schnell nicht auf einen Nenner kommen und immer wieder das gleiche durchkauen. Das ist so betrachtet müssig
Und
Vorallem denke ich da an Herrn Aigner, der das alles, meist sich wiederholt Querlesen muss. Ich möchte nicht, dass Herrn Aigner bei ständig sich wiederholten Texten irgendwann die ‘Augen weh tun ‘. Dafür ist er sicher anders zu sehr beschäftigt.
Ihnen allen eine Gesegnete Osterzeit, mit froher Ausschöpfung auch heidnischen Brauchtums, wie einen fleißigen Osterhasen mit (Fruchtbarkeitssymbolen), bunte Eier und viel commerzgetriebenen Schokoartikeln und anderen Aufmerksamkeiten. Auch ich fröhne diesen heidnischen Brauchtum und Commerz, meinen Enkelkindern zu liebe.
Thilo B.
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Mr. T ersetzt man in Ihrem Text das Wort “christlich” durch “jüdisch”, bekommt man auch den richtigen Eindruck von Ihnen.
Roman Serlitzky
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Mr. T u.a.: Die katholische Kirche erhebt keine Urheberrechte auf ihre Werte. Sie bietet sie nur an. Genauso wie es andere Religionen und Philosophien auch machen.
Im übrigen bin auch ich der Meinung, dass man die Kirche hier nicht in Sippenhaft nehmen muß. Ansonsten müsste man auch Anhänger und Verantwortlicheder Grünen in Sippenhaft nehmen, deren Grundsatzprogramm bis 1993 immer noch die Legalisierung von Sex mit Kindern beinhaltete. Deren Weltanschaung von damals wird hier schön ordentlich unter den Teppich gekehrt
Andy
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Ja einer der Kommentare hat es ja sehr gut zusammengefasst:
“Ja, wie war das mit dem Fegefeuer?
Erst wenn ich aufrichtig bereue, habe ich überhaupt eine Chance aus Fegefeuer, sonst verrottete ich in der Hölle.
Mit Reue scheint es hier nicht weit.”
Entweder sind die Leute beim Bistum sehr dumm oder sehr mutig. Die Ewigkeit in der Hölle zu verbringen ist echt lang. Das sollte man nicht leichtfertig riskieren.
KW
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Daniela, 31. März 2026 um 12:13 | #
“Vorallem denke ich da an Herrn Aigner, der das alles, meist sich wiederholt Querlesen muss. Ich möchte nicht, dass Herrn Aigner bei ständig sich wiederholten Texten irgendwann die ‘Augen weh tun ‘. Dafür ist er sicher anders zu sehr beschäftigt.”
Warum wiederholen Sie dann ihre Meinung so häufig?
Manfred van Hove
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Man beurteile Institutionen und Menschen nicht nach ihrem Reden, sondern an ihrem Tun. Daran gemessen ist die Katholische Kirche nur eine Vermögensverwaltung mit einem selbstproduzierten Heiligenschein. Wenn es um Geld und Einfluss geht, verhält sich die Krche nicht anders als eine Aktiengesellschaft. Noch heute kassiert man die Vorteile des Konkordats mit Hitler oder kassiert 600 Millionen Euro p.a. aus der Napoleonzeit vom Staat, also von unseren Steuergeldern. Und das alles soll gottgewollt sein, wie uns der Papst vorlügt ? Für mich ist die kath. Kirche nichts weiter als eine mafiöse Vereinigung mit einem Capo di capi an der Spitze, der es vor allem um Macht über Menschen geht und um Geld.
Daniela
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@ KW
31. März 2026 um 18:41 | #
Wie kann man erwarten, wenn man jemanden fordert mit Meinungen, Auslegungen und einen Dialog, scheint es, anstrebt, dass der/ die Geforderte nicht antwortet?
Ich bin ein höflicher, offener Mensch.
Reicht dies als Erklärung. Denn auch hier hatte ich Sie als Fragesteller wahrgenommen.
Ulrich Mors
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@Manfred van Hove 31.03.2026
Ihr Beitrag schockiert mich. Er erscheint in seinem masslosen und unkontrollierten Schlag auf alles und jeden in der Katholischen Kirche als Schub eines getriebenen Menschen zwischen Erkenntnisfähigkeit und ihrer Blockade als Antrieb für seelische Gesundheit und Vergebung.
Nocheinüberlebender
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Ich bin im engen Kontakt zum Männerbeauftragten von Nürnberg und vom Menschenrechtsbüro: Wir sind der Meinung: “Die Scham muss die Seite wechseln!” In meinem Fall ist es so, ich müsste mich schämen und nicht die katholische Kirche und nicht meine Familie, die mir das angetan haben – aber so geht es einfach nicht: Nicht ich muss Scham empfinden (Was habe ich getan? Worauf basiert die Meinung der katholischen Kirche und meiner Familie, ich sei an allem schuld? Warum entschuldigen sie sich nicht endlich und entschädigen mich natürlich auch? usw.). Wir müssen das Ganze umkehren und endlich denen die Hölle heißmachen, die das verursacht haben (und nicht mir die Hölle heiß machen, der ich Überlebender bin).