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Regensburger Professor veröffentlicht Umwelt-Protest-Song „Zur Sonne“

Energie-Experte und Hochschullehrer Michael Sterner kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche für ihre Energiepolitik. Ein Protest-Song soll den Kampf für erneuerbare Energien sichtbar zu machen. Erlöse des Verkaufs kommen UNICEF zugute.

Professor Michael Sterner will mit einem Protestsong den Kampf für die Energiewende sichtbar machen. Foto: Archiv/bm

Wer sich mit Geo-Politik beschäftigt, dem könnte mit Blick auf den Iran-Krieg ein Gedanke gekommen sein. Der Preisanstieg von fossilen Energieträgern, verursacht durch die Schließung der Straße von Hormus, hat Auswirkungen auf erneuerbare Energien.

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Die Nachfrage steigt. Mehr Bürger verstehen ihre Vorzüge. Sie sind ökologischer, billiger und vor allem: Sie schaffen Unabhängigkeit vom Öl.

Gefühle transportieren – nicht nur nackte Zahlen

Wenn es nach OTH-Professor Michael Sterner geht, sind sie außerdem der Schlüssel zu Frieden. Der Aktivist, Wissenschaftler und Musiker hat dazu den Protestsong „Zur Sonne“ geschrieben, aufgenommen und veröffentlicht. Darin heißt es:

Die neue Zeit zieht bei uns ein,
Kein Krieg mehr für Öl und Sprit
Freiheit, Friede, Sonnenschein,
Und jetzt singen alle mit

Er möchte zum Widerstand motivieren. Und gleichzeitig eine passende Hymne gegen die „rückwärtsgewandte Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche“ präsentieren. Musik sei heute viel zu unpolitisch. Bei den Protesten gegen den Bau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in Wackersdorf vor 40 Jahren sei das ganz anders gewesen.

„Da war noch Zunder drin“ so Sterner. Es sei wichtig Gefühle zu transportieren, nicht nur nackte Zahlen. Deshalb habe er das Lied geschrieben.

Er nennt es Wissenschaft mit Herz.

Jeder kann zum Weltfrieden beitragen

Doch seine Musik solle nicht zum meckern animieren, sondern zum mitmachen. Denn jeder könne seinen Beitrag zum Frieden leisten. Doch den wenigsten sei das bewusst. Wer sich eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach pflanze oder eine Wärmepumpe anschaffe, trage aktiv zum Weltfrieden bei. Die Dezentralisierung der Energieversorgung, auf den Dächern der Bürger, schaffe Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Und sie fördere die Demokratisierung der Stromversorgung, so der Energie-Experte.

In seinem Song „Zur Sonne“ heißt es dazu:

Dein Speicher glänzt im Keller
und bringt dich sicher durch die Nacht.
Dein Blick auf die App wird heller,
denn die Sonne gibt dir jetzt – die Macht.

Katherina Reiche – immer noch eine Gaslobbyistin?

Den Song bringt er vor allem gegen Katherina Reiche in Stellung. Die Bundeswirtschaftsministerin sei offensichtlich weiterhin als Gas-Lobbyistin tätig. Denn sie verhindere nicht nur den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Sie forciere zugleich eine Rückabwicklung des bereits erreichten.

Sterner verweist auf einen Artikel im Manager-Magazin. In diesem stellen Mitglieder der Führungsetagen von Deutschlands größten Stromversorgern Reiche ein vernichtendes Zeugnis aus.

RWE-Chef Markus Krebber lamentiert darin, dass sein grüner Business-Plan zwar stehe, sie in Zukunft trotzdem weniger „in Offshore-Windparks investieren“. EnBW-Chef Georg Stamatelopoulos kommentiert aufgrund von Reiches Politik „kann man Wind- und Solarparkprojekte nicht mehr vernünftig planen“. Und der Vattenfall-Deutschlandchef Robert Zurawski warnt vor einem Rollback bei erneuerbaren Energien.

Kurzum: die politische Zuverlässigkeit ist weg. Investitionen in Gefahr. Und die grüne Zukunft Deutschlands unsicher.

Handwerker – die Leidtragenden von Reiches Politik

Laut Sterner treffe das vor allem mittelständische Unternehmen und Handwerker. Sie seinen es, die die Energiewende umsetzten, nicht Politiker. Aber im Gegensatz zu den großen Energieversorgern hätten sie keine Lobby in Berliner. In „Zur Sonne“ besingt er sie deshalb:

Die Sonne schickt Dir keine Rechnung
doch uns als Fachkraft ins Haus
Wir liefern Dir die Berechnung
und schmeissen Öl und Gas – endlich raus!

Wir steigen hoch bei jedem Wetter,
jeder kriegt von uns eine aufs Dach.
Wir sind echte Klimaretter
die Profis für dich – vom Fach.

Sterner dankt in seinem Statement zur Veröffentlichung explizit „allen Fachkräften, die hochsteigen bei Wind und Wetter und uns die Freiheit bringen“. Dass diese Ehrenbekundungen kein reines Lippenbekenntnis sind, merkt man daran, dass Professor Sterner selbst Elektriker gelernt und Photovoltaik-Module auf Dächern montiert hat. Er kennt die Branche aus eigener Erfahrung.

„Wenn du ein Patriot bist, musst du für Wind und Solar sein.“

Sieht er den steigenden Zuspruch der AfD bei Handwerkern kritisch?

Im Solarbereich könne er das nicht beobachten, bei Installateuren hingegen schon. Allgemein sei es besorgniserregend, dass die Arbeiter sich nicht mehr von der SPD abgeholt fühlten und vermehrt zur AfD abwanderten.

Im persönlichen Gespräch mit Handwerkern versuche er immer auf Augenhöhe zu kommunizieren: „Wenn du ein Patriot bist, musst du für Wind und Solar sein. Das bringt Wertschöpfung für die Heimat“, hält er dann entgegen.

„Zur Sonne“ kaufen und Gutes tun

Wer möchte kann den Protest-Song „Zur Sonne“ kaufen oder streamen. Und damit das Spenden-und-Gute-Laune-Projekt unterstützen.

Das Ziel: bis Donnerstagabend 30. April möglichst viele MP3-Käufe erzielen und damit in die Top100 Musikcharts einziehen. Um die Energiewende und den Kampf für Klimagerechtigkeit sichtbarer zu machen. Dazu sind mindestens 1.000 Käufe nötig. Der Reinerlös des Verkaufs kommt UNICEF zu Gute (Amazon Music, Apple Music, Spotify).

Wem das noch nicht genügt, für den hat Sterner noch mehr parat. Er fordert alle Besitzer von Photovoltaik-Anlagen auf, diese in der Nacht zur Sommersonnwende vom 20. auf den 21. Juni, abzuschalten. Eingeschaltet werden sollen sie erst wieder in der darauffolgenden Nacht. Konkret hieße das: Das deutsche Netz muss 24 Stunden ohne Strom von Deutschlands Dächern auskommen. Damit könnten die privaten Besitzer auf ihre Marktmacht hinweisen.

Denn die generierten Ausfälle müssten die großen Energieversorger kompensieren. Gleichzeitig sei der Protest so geplant, dass die Netzstabilität nicht gefährdet werde. Die Bürger könnten damit ein Zeichen für Frieden und die Demokratisierung der Energiewende setzen. Getreu dem Refrain des Songs „Zur Sonne“:

Wir schaffen Frieden
Wir machen alle frei!
Weg von Fossilen!
Zur Sonne!
Mit Heiterkeit 

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Kommentare (19)

  • Horst

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    Jeder, selbstvertsändlich auch Wissenschaftler haben ein Recht auf ihre politische Meinung und sie haben das Recht diese Meinung frei und öffentlich zu äußern.

    Ich würd es aber für mich behalten, wenn ich Wissenschaftler bin. Wissenschaftler liefern Erkentnisse: Wenn wir mehr A machen passiert mehr X, wenn wir weniger B machen, passiert mehr Y, wenn wir aufhören C zu machen, dann tritt Z mit einer Wahrscheinlich +/-% nicht ein, und so weiter.
    Aktivisten hingegen stellen politische Forderungen. Wenn die selbe Person sich in die Öffentlichkeit stellt und dann fordert: Wir müssen mit A aufhören, damit X nicht passiert! Dann stellt das sofort Ihre Wissenschaftliche Leistung in Frage. Kann man der noch trauen? Folgt jetzt die politische Forderung der wissenschaftlichen Erkentniss, oder hat die politische Einstellung von vornherein der Wissenschaft Schlagseite gegeben?

    Das gilt natürlich unabhängig vom Fachgebiet, für einen Klimaschützer, der zu erneuerbaren Energien forscht genau so wie für einen Ausländerfeind, der über Kriminalität unter zugewanderten forscht.

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  • brenner

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    Wenn einer, der mit Mühe kaum
    gekrochen ist auf einen Baum
    schon meint, dass er ein Vogel wär
    so irrt sich der

    W.Busch

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  • Novalis

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    @Horst: Haben Sie sich im Rahmen Ihres Studiums mit Wissenschafsphilosophie und Wissenschaftstheorie befasst?

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  • Tsroh

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    @Horst: Darum gibt es Peer Reviews und den wissenschaftlichen Diskurs, so begrenzt man auch gleich, dass jene Schaden anrichten, die ihre Meinungen nicht kundtun, oder für eine Lobby arbeiten.

    Zumal nach dieser Logik niemand neutral ist und die eigene Meinung kundtun dürfte – laut Bauarbeitern braucht jeder ein Eigenheim, laut Bankern jeder einen Kredit.

    Daher soll es auch dem Wissenschaftler frei sein, seine Überzeugung mal in musikalischer, statt statistischer Form auszudrücken.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Energie-Experte und Hochschullehrer Michael Sterner ist nicht allein, seine berechtigte Sorge mit einem Umwelt-Protest-Song auszudrücken.

    Die Liedermacherin Dota Kehr ist ebenfalls mit dieser Thematik öffentlich engagiert.
    Es ist höchste Zeit sich deutlicher zu positionieren.

    Keine Zeit (Titel)

    Hier stehen wir
    Vor uns die Wüste um uns der Wohlstand
    Hinter uns
    Jahre vertaner Zeit
    Und fehlende Taten
    Jahre des Zögerns man kannte die Fakten und war nicht bereit
    Aber jetzt können wir nicht mehr warten
    Keine Zeit für die Leugner und Fatalisten
    Für die Bequemen, die
    Die so tun als ob sie es nicht schon seit Jahren wüssten
    Für die, die streikende Schüler als unvernünftig verlachen
    Einzig unvernünftig ist es doch, jetzt einfach so weiterzumachen
    Hier stehen wir
    Mit dem Kummer und mit der Wut
    Über sterbende Arten und Meere voll
    Müll und der Angst vor der kommenden Flut
    Ein begrenzter Planet und unendliches Wachstum
    Das das nicht geht, ist doch trivial
    Jetzt verzicht oder später Vernichtung
    Ist das echt eine schwierige Wahl?
    Keine Zeit für die Leugner und Fatalisten
    Für die Bequemen, die
    Die sich nicht interessieren, obwohl sie es eigentlich müssten
    Für die, die Protest unter aussichtslos verbuchen
    Wirklich aussichtslos wäre es nur, wenn wir es nicht versuchen
    Hier stehen wir
    Wie die Maus vor dem Mähdrescher
    Und harren aus das es uns überrollt
    Die Maschine ist gierig nach Wachstum
    Keiner lenkt, keiner hat’s so gewollt
    Die läuft wie von selbst und so effektiv
    Und weil kaum einer gerne verzichtet
    Läuft die Maschine halt weiter
    Die alles verwertet und alles vernichtet
    Wir haben keine Wahl
    Wir haben keine Wahl sagen die Mäuse und graben sich ein
    Wenn sie rauskommen ist alles staubig und kahl
    Der Planet kann uns alle ernähren
    Doch er darf niemand gehör’n
    Ich weiß Geld kann nicht alles
    Aber mit Geld kann man alles Zerstör’n
    Keine Zeit für die Leugner und Fatalisten
    Für die, die sich nur für Profit
    Interessieren, obwohl sie es eigentlich besser wüssten
    Die Schüler gehen auch für euch auf die Straße, weil es Jeden angeht
    Auch für die Faulen und die Ignoranten, ja es ist auch deren Planet
    Hier stehe ich
    Ich schaue mich um
    Ich bin nicht allein, dafür bin ich erleichtert
    Und ich weiß leicht wird es sicher nicht sein
    Aber wer wenn nicht wir?
    Und wenn jetzt nicht, wann dann?
    Jetzt ist Schadenbegrenzung noch möglich
    Doch dafür muss sich sehr vieles Ändern
    Und jetzt fängt es an

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  • Manfred van Hove

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    Nachdem wir endlich die Abhängigkeit vom russischen Gas überwunden haben, machen wir uns weitaus mehr von China und den damit verbundenen Handelsketten abhängig. 90 % aller Windräder und Solarpanele kommen aus China. Dort liegt jetzt unser Lichtschalter.
    Merkwürdigerweise redet davon fast niemand. Als Professor sollte man das wissen.
    Die einzige unerschöpfliche Enrgiequelle, die Deutschland hat, ist die Geothermie. Leider wird sie kaum genutzt.
    In diesem Winter hatten wir 12 Tage Dunkelflaute, keine Sonne und kein Wind, also auch kein Strom von dieser Technik. Ohne Backupsysteme ist also keine kontinuierliche
    Stromversorgung möglich. Solar und Windrad kann also nur ein Teil der Stromerzeugung sein.

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  • Mr. T.

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    Manfred van Hove, Glückwunsch zur Erkenntnis, dass Abhängigkeiten von Drittstaaten bei der Energieversorgung nachteilig sind. Leider bringen Sie dann etwas durcheinander. Es kommt zwar viel Technologie zur Umwandlung der Energie aus China, das gilt für Solar- und Windenergie, aber auch für andere Energieträger. Wind und Sonne haben wir aber im Gegensatz zu Gas, Öl oder Uran selber genug – wie die Wärme unter der Erde. Das weiß man nicht nur als Professor. Man muss auch kein Professor sein, um zu wissen, wer dafür verantwortlich ist, dass die einst führende deutsche Solar- und Winkraftwirtschaft kaputt gemacht worden ist – zugunsten fossiler Energie aus Drittstaaten und gewisser Interessengruppen.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Die (bedrohliche) Abhängigkeit von Drittstaaten bei der Energieversorgung mit fossilen Energieträgern und Rohstoffen ist bekannt. Ob das Reich der Mitte (China) mit seinem Staatskapitalismus, der russische Bär mit einem Füllhorn an Rohstoffen (Öl, Gas, Uran, usw.) oder Onkel Sam mit seinen globalen Allmachts-Träumen, jeder ist sich selbst der Nächste und unverlässlich.
    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Der Erhalt der Öko-Systeme und die fortschreitende Klimaerwärmung hat jetzt weltweit, die höchste Priorität. Das weiß mittlerweile Jeder.
    Um so wichtiger ist jetzt die Energieversorgung konsequent auf erneuerbare Energieträger (Sonne, Wind, Thermie) umzusteuern. Speichertechnik, Netzausbau und Tarifsteuerung (intelligente Stromzähler) sollten die Einspeisung durch Abschalten erneuerbarer Energie obsolet machen. Der Lobbyeinfluss dominierender fossiler Konzerne muss angeprangert und zurückgedrängt werden.
    Eine autarke Unabhängigkeit von externen Rohstoffen werden wir zwar nie erreichen. Um so wichtiger ist es jetzt, durch Knowhow, durch Bildung, Wissenschaft, Erfindergeist und Ingenieurskunst, das Umsteuern der Wirtschaft durch sinnvolle wirkende Beiträge, als Global-Player, vorbildhaft voranzubringen.

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  • Novalis

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    “Nachdem wir endlich die Abhängigkeit vom russischen Gas überwunden haben, machen wir uns weitaus mehr von China und den damit verbundenen Handelsketten abhängig”.

    Dafür gibt es eine klare Verantwortliche: Die CDU/CSU unter Angela Merkel hat das verschuldet. Deutschland hatte einmal die Weltmarktführung bei Solarenergie. Das wurde von der ideologischen Energiepolitik der Union zerstört.

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  • Brummer

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    @Manfred van Hove
    Den Grundstein dafür, dass z.B. Photovoltaikmodule heute hauptsächlich aus China kommen, hat im Jahr 2010 die schwarz-gelbe Regierung gelegt. Auch damals schon mit Beteiligung der derzeitigen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die gesamte Photovoltaikbranche in Deutschland wurde durch eine starke Kürzung der Förderung im wahrsten Sinn des Wortes plattgemacht! Viele Arbeitsplätze wurden vernichtet. Und genau in die Richtung gehen diese klimapolitischen Geisterfahrer momentan wieder.

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  • Auch a Regensburger

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    Art. 141 der Verfassung des Freistaates Bayern (zuletzt geändert am 11.11.2013):
    Art. 141
    (1) ¹Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut. ²Tiere werden als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt. ³Mit Naturgütern ist schonend und sparsam umzugehen. ⁴Es gehört auch zu den vorrangigen Aufgaben von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts,
    Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen zu schützen, eingetretene Schäden möglichst zu beheben oder auszugleichen und auf möglichst sparsamen Umgang mit Energie zu achten,
    die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu erhalten und dauerhaft zu verbessern,
    den Wald wegen seiner besonderen Bedeutung für den Naturhaushalt zu schützen und eingetretene Schäden möglichst zu beheben oder auszugleichen,
    die heimischen Tier- und Pflanzenarten und ihre notwendigen Lebensräume sowie kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten.

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  • Sangesbruder

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    Na ja, ein Domspatz war das eher nicht. Ändern wird sich wohl damit wohl auch nix.

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  • Mr. T.

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    In die Bayerische Verfassung sollte man nicht zu tief schauen. Egal, ob Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen oder Verhinderung exzessiver Vermögenskonzentrationen durch Erbschaftssteuer, in der Staatskanzlei würde man sicher gerne einige Artikel streichen.

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  • Alfred Santfort

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    Unsere Strompreise sind bekanntlich durch “Erneuerbare” durch die Deck gegangen und sind dabei, unsere Wirtschaft zu erwürgen. Das liegt auch daran, dass deren Ausbau in Regionen vorgenommen wurde, in denen die Abnehmer fehlen. Fehlende Stromleitungen in andere Gebiete sorgen dann dafür, dass Stromkunden Entschädigungen blechen müssen. Es macht deshalb sehr viel Sinn, “Erneuerbare” nur doch dann zu fördern, wenn der Strom auch genutzt werden kann.

    Besonders “lustig” ist dabei, dass sehr oft die Fans der “Erneuerbaren” laut aufschreien, wenn neue Stromtrassen gebaut werden sollen. Die Politik möchte deshalb sogar auf Trassen unter der Erde ausweichen, was technisch betrachtet blanker Irrsinn ist. Irre Baukosten, höchstmögliche Betriebskosten und hohe Transportverluste wären die Folge.

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  • KW

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    Herr Santfort,
    es gibt keinen günstigeren Strom als den durch erneuerbare Energie (Wind, Sonne, Wasser) produzierten.
    Dass der Strom in D teurer ist als anderswo muss kaufkraftbereinigt gesehen werden, dann sind wir nur noch im europäischen Mittelfeld.
    Dass in Bayern, und insbesondere in Bayern, der Strom fehlt, liegt nicht daran, dass der Ausbau der Erneuerbaren woanders stattfindet, sondern daran, dass die bundesweit schlechtesten Landesregierungen der vergangen Dekaden (in dem Fall insbesondere erwähnt seien die Herren Seehofer, Söder, Aiwanger) den Ausbau in Bayern verhindert haben. Und zwar nicht nur der Erneuerbaren Energie sondern auch der benötigten Stromtrassen.
    Fazit: Es sind an allem die Grünen, wahlweise die Bundesregierung schuld. Weil das ja klar ist.

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  • Mr. T.

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    KW ordnet den Blödsinn schon richtig ein. Dass die Fans der “Erneuerbaren” laut aufschreien, wenn neue Stromtrassen gebaut werden sollen, ist eine dumme rechte Stammtischbinse. Meist waren es von den Oberbauern aufgehetzte kleine Bauern, die dagegen mobilisiert haben. Mit der Pseudolösung über Erdkabel hat man dann aufgehetztes Wahlvolk mit dem notwenigen Netzausbau zu maximalen Lasten der Steuerzahler zu versöhnen gesucht, um gleichzeitig die Kosten auf die “teuren Erneuerbaren” schieben zu können.

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  • Alfred Santfort

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    Hallo KW,
    wie nur kann sich jemand die die Lage des deutschen Energie- und Strommarktes schönrechnen? Mit absurden Scheinargumenten wie “kaufkraftbereinigt”? Wurde wahrgenommen, dass der Bund, aus unseren Steuergeldern, den sogenannten “Industriestrompreis” subventioniert, damit nicht auch noch die letzten energieintensiven Produktionszweige ins Ausland flüchten und ihre ehemaligen Beschäftigten auf der Straße stehen lassen?

    Aufrichtig wäre es zu sagen: Uns Grünen sind die Folgen des Ausstiegs aus Atom und Fossilen egal, denn nichts ist wichtiger als CO2 – Vermeidung. Stattdessen wird behauptet, dass nichts günstiger sei als unzuverlässiger Strom aus nicht steuerbaren Quellen, die Dunkelflaute lässt grüßen.

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  • KW

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    Herr Santfort, es war mir fast klar, dass ich auch zum Fenster hätte rausrufen können.
    Gegen Ihre Stammtischrundumkeule bin ich, auch mangels Zeit und Lust, machtlos.
    Aber weil’s grad ganz gut zum Thema passt, hier ein link zu einem Video von Andreas Schmitz. Aber Obacht, er ist promovierter Wissenschaftler der mit Daten und Fakten arbeitet, das soll ja heutzutage bei dem einen oder der anderen nicht gut ankommen:

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  • Mr. T.

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    Ja, die Grünen, die die Atomkraftwerke abgeschaltet und versäumt haben, für alternative Energiequellen und deren Integration in die Netze zu sorgen. Wir spüren sie allem, die Folgen von 30 Jahren Grüne am Regieren. Manche sind sich für nichts zu blöd 🤡

    Es sind lustigerweise auch meist dieselben, die wissen, dass demnächst “hocheffiziente Verbrenner” den Kraftstoffverbrauch halbieren und den Schadstoffausstoss vierteln, kleine modulare Kernkraftwerke billigen Strom liefern und sehr bald Kernfusion unendliche Energie zum Nulltarif liefert, aber auch, dass die Technologie zum Speichern von Strom nicht mehr weit über den 9-Volt-Block hinausgehen wird – trotz den Grundsätzen der Thermodynamik oder anderen physikalischen Grenzen oder der realen Entwicklung von Speichertechnologien der letzten Jahre.

    Deswegen werden wir wohl nie in der Lage sein, den an einem windigen Sommertag erzeugten “Zappelstrom” über eine windstille Nacht zu retten, und müssen dringend weiter verbrennen, was noch halbwegs brennt – bis nichts mehr da ist.

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