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Kolumne

Morgen, Regensburg! Podcasts, Wolbergs und Van Halen

Manchmal zählen die kleinen Dinge – wie Treppen oder M&M’s. Große Dinge planen Astrid Freudenstein und Christian Janele – wenn sie OB werden sollten. OB war auch mal Joachim Wolbergs – und er zieht mit seinem Fall immer noch ein großes Publikum an.

1. Neue Podcasts: Astrid Freudenstein und Christian Janele

Die Kommunalwahl am 8. März rückt näher. Wir erhöhen bei Ghost Town Radio die Schlagzahl, um mit allen Kandidatinnen und Kandidaten zu sprechen, die sich um das Amt des Oberbürgermeisters bewerben.

Letzten Sonntag hatten wir mit Astrid Freudenstein (CSU) die Favoritin zu Gast – zumindest für eine mögliche Stichwahl gilt Freudenstein als gesetzt. Aber reicht es am Ende, um mehr als die Hälfte der Wählerinnen und Wähler zu überzeugen? Wir haben uns mit ihr unterhalten – breit gefächert, locker und nur gelegentlich konfrontativ. Hier zum Nachhören.

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Chancen rechnet sich – nach eigenen Worten – aber auch Christian Janele (CSB) aus. Er kam am Montag zu uns ins Studio und wir haben ihn gefragt, was es mit seinen Slogans „Jetzt reicht’s!“ und „Das werde ich ändern.“ auf sich hat. Hier die Aufzeichnung unseres Live-Gesprächs.

Alle bisherigen Gespräche mit Kandidaten und Parteigrößen sowie weitere Podcasts („Regensburg Analog“) bei Ghost Town Radio gibt es hier bei Soundcloud. Die nächsten Sendetermine:

  • Lisa Brenner (Volt) am 13. Februar
  • Michael Schien (Freie Wähler) am 14. Februar
  • Thomas Thurow (Brücke) am 15. Februar
  • Benedikt Suttner (ÖDP) am 21. Februar
  • Thomas Burger (SPD) am 22. Februar
  • Ingo Frank (Die Partei) am 25. Februar

Für den 1. März planen wir eine Sendung mit mehreren Gesprächspartnern, die eine Woche vor der Wahl ihr persönliches Fazit ziehen.

2. Van Halen, M&M’s und Regensburger Treppen

Manchmal passiert es schon im September, spätestens aber im Oktober. Und das seit einigen Jahren. Oft scheint noch die Sonne. Spätherbst. Vom Winter keine Spur.

Und doch sperrt die Stadt Regensburg alljährlich zahlreiche Treppen. Wegen „Schnee- u. Eisglätte“. „Kein Winterdienst“. Nicht alle Treppen werden gesperrt, oft nicht einmal die ganze Treppe, sondern nur eine Seite. Die andere Hälfte wird geräumt.

Personalmangel sei dafür kein Grund, sagt die Stadt. Nein. Garnienicht. Aber es sei auch „nicht darstellbar“, alle Treppen im Stadtgebiet bei Wintereinbruch zu räumen. Deshalb stellt man eben irgendwelche Gitter und Zäune auf.

Warum das so ist, kann niemand beantworten. Zumindest nicht vernünftig. Auch nicht Astrid Freudenstein (CSU). Das räumte sie zuletzt in unserem Livegespräch ein. Christian Janele (CSB) will das, wenig überraschend, übrigens ÄNDERN. Wie fast alles. Weil: ES REICHT. Doch das nur am Rande.

Zurück zu Astrid Freudenstein. Das mit den Treppen in Regensburg „muss in letzter Instanz irgendwie die Behördenleitung verantworten“, sagt sie. Dass sie das ändern wird, sollte sie Oberbürgermeisterin werden, und damit Chefin der Behördenleitung, die das zu verantworten hat, wollte die CSU-Kandidatin uns letzten Sonntag nicht versprechen.

„Dann frage ich nach, dann geben die mir den Schriftsatz, den sie schon tausendmal ausgeteilt haben und verdrehen die Augen. Das weiß ich genau, was dann passiert“, sagt Freudenstein. Vermutlich also: nichts.

Warum könnte es wichtig sein, sich um Treppen zu kümmern, obwohl sie nicht das drängendste Thema in Regensburg sein mögen? Vor allem Astrid Freudenstein könnte das verstehen. Ihr Song zur Nominierung als OB-Kandidatin war Jump. Sie ist auch abseits dessen, das sagt sie, ein echter Van Halen-Fan.

Nun. Als Van Halen in den 80er-Jahren auf Tour ging, gab es in ihren Verträgen die Vorgabe, im Backstagebereich M&M’s bereitzustellen – aber nie und auf gar keinen Fall braune M&M’s. David Lee Roth erklärt in einem Video, dass dies ein Test war.

Hatten Management und Veranstalter die Details in den Verträgen gelesen? Hatten sie sich um die technischen Voraussetzungen gekümmert? Fand man braune M&M’s, wusste man: Hier kann man sich auf nichts verlassen. Wenn ein Veranstalter schon dieses Detail übersieht, musste man alles selbst überprüfen.

So ist es auch mit den Treppen in Regensburg. Was soll man von den Verantwortlichen einer Stadt denken, die schon nicht in der Lage ist, sich um unwichtig erscheinende, aber offensichtliche und sichtbare Details zu kümmern wie ordentlich geräumte Treppen – und stattdessen erratisch anmutende Sperrungen vornimmt?

Wie sollen dieselben Verantwortlichen in der Lage sein, eine Stadtbahn zu planen, Baugrundstücke zu kaufen, ein Konzept für bezahlbaren Wohnraum zu entwickeln oder bezahlbare Toiletten statt Luxusklos bauen? Wie soll Regensburg MEHR KÖNNEN, wenn es schon solche Kleinigkeiten nicht MEISTERN kann?

Warum ist das eigentlich in Augsburg anders, wo man auf eine entsprechende Frage des früheren SPD-Chefs Raphael Birnstiel antwortet:

„In der Stadt Augsburg liegt keine vergleichbare Situation vor. Derzeit erfolgen keine Sperrungen von Treppen oder Straßen. Die Treppen werden präventiv und kurativ mit einer Salz-/Splittmischung behandelt; private Dienstleister kommen nicht zum Einsatz.“

Frage für ein*e Oberbürgermeisterkandidat*in.

3. Déjà-vu

Joachim Wolbergs hat vermutlich recht: Sein Auftritt am Dienstagabend im Leeren Beutel unter dem Label der Brücke wird der Liste bei der Kommunalwahl eher schaden als nützen. Es ging um den laufenden Prozess wegen Korruptionsvorwürfen gegen ihn.

Bald zehn Jahre sind seit den ersten Ermittlungen vergangen. Dass der Fall juristisch immer noch nicht abgeschlossen ist und der letzte Akt erst jetzt – am 11. März – in München beginnt, ist ein rechtsstaatlicher Skandal.

Egal wie man zu den Vorwürfen steht. Und zu den zwei Verurteilungen wegen Vorteilsannahme und wegen Bestechlichkeit (ein Jahr Haft, ausgesetzt zur Bewährung).

Das erste Urteil mit vielen Freisprüchen und einer Verurteilung zerriss der BGH in der Luft. Nun wird sich in München herausstellen, ob noch etwas obendrauf kommt oder nicht. An 13 Verhandlungstagen wird ein Teil der damaligen Vorwürfe neu verhandelt.

Wer mehr über den ersten Prozess am Landgericht Regensburg wissen will: Wir haben damals detailliert über jeden Verhandlungstag berichtet – auch über die Kritik an den Ermittlungsbehörden. Hier die Übersicht.

Deshalb spare ich mir hier eine detaillierte Berichterstattung über die gestrigen Ausführungen von Joachim Wolbergs. Sie waren für mich wie ein Déjà-vu der Jahre zwischen 2016 und der Entscheidung des BGH 2021.

Die persönliche Betroffenheit von Joachim Wolbergs kann ich nachvollziehen – über die später als ungerechtfertigt eingestufte Untersuchungshaft, manche Berichterstattung, an einigen Exponenten der CSU und an den Fehlern der Ermittlungsbehörden.

Ich glaube auch nicht, dass er von persönlicher Bereicherungsabsicht getrieben war – und er wäre vermutlich ein guter Oberbürgermeister gewesen. Um das wirklich zu beurteilen, war seine Amtszeit zu kurz. Ich finde es nicht schlecht, dass Wolbergs im Stadtrat sitzt. Er kennt sich aus und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Aber: Der Ausgangspunkt all dessen, was er in den letzten Jahren durchmacht, war sein eigenes Fehlverhalten. Das blendet Wolbergs komplett aus.

Nur ein paar Punkte.

Es ist nicht normal, in einer Stadt, wo bezahlbarer Wohnraum ein drängendes Thema ist, sich den Wahlkampf von den namhaftesten Bauträgern bezahlen zu lassen, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt.

Es ist nicht normal, dass ein großes Unternehmen über verschiedene Tochtergesellschaften, aber unter derselben Adresse über Jahre hunderttausende spendet, immer knapp unter der Veröffentlichungsgrenze von 10.000 Euro.

Es ist nicht normal, dass diese Bauträger bei einem Oberbürgermeister ein und aus gehen und dass man sich zum Essen im Orphee trifft, um dort deren Projekte zu besprechen.

Es nicht normal, dieselben Bauträger persönlich um Spenden zu bitten oder den Geschäftsführer eines großen Unternehmens zu fragen, ob er einem nicht bei der Renovierung des Wochenendhäuschens helfen kann.

Das schädigt den Glauben in die Integrität der öffentlichen Verwaltung.

Inwieweit das strafbar ist, entscheiden Gerichte – und haben das zum Teil schon entschieden. Es wurden hohe Geld- und Haftstrafen verhängt – nicht nur gegen Wolbergs. Es war und bleibt ein Korruptionsskandal, mit dem nicht nur Wolbergs zu tun hat. Aber auch.

Mit einer gewissen Einsicht, dass es ihm hier zumindest an politischer Sensibilität gefehlt hat, dass er Dinge fälschlicherweise als normal betrachtet hat, weil sie schon immer so liefen, es aber nicht waren, hätten die Verfahren und die Be- und Verurteilung seines Verhaltens vielleicht anders laufen können.

Vielleicht wäre Joachim Wolbergs dann heute wieder wählbar – zumindest aus juristischer Sicht. Aber er sah und sieht das komplett anders – leider, möchte man hinzufügen.

Wie sehr er und sein „Fall“ die Leute auch heute noch bewegen, zeigt der gestrige Abend im Leeren Beutel. Volles Haus. Gäste wie Künstler Jürgen Huber, ehemals Bürgermeister, ehemals Grüne, Ilse Danziger von der Jüdischen Gemeinde und andere bekannte Gesichter aus der Stadtgesellschaft – natürlich viele Mitglieder der Brücke, die er gegründet hat.

Es gab viel Beifall, Standing Ovations, ausschließlich zustimmende Wortmeldungen, Bedauern darüber, dass er nicht mehr Oberbürgermeister ist und Kritik an Justiz, Ermittlern und Medien.

Ob es klug war, diesen unter dem Label der Brücke zu veranstalten, wird sich zeigen. Für OB-Kandidat Thomas Thurow jedenfalls haben solcher Erwägungen keine Rolle gespielt. Es sei „keine Frage“, dass man Joachim Wolbergs hier unterstützen wolle. „Alles Gute für das Verfahren.“

Entspannte Restwoche!

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Kommentare (16)

  • Michinga

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    äh, warum kommt der ob kandidat von der Partei Die Partei nun doch, obwohl er “weder lustig ist/war noch einen einzigen Antrag im Stadtrat eingereicht hat” (Sinngemäß zitiert nach Stefan A. in einem ob Kandidaten Interview vor recht kurzer Zeit) nun doch?

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  • Stefan Aigner

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    Weil damals noch nicht klar war, dass wir alle Kandidaten einladen können. Jetzt geht es um Gleichbehandlung.

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  • Lilith

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    Joachim Wolbergs war über alle Parteigrenzen hinweg der beste OB der letzten Jahre! Sozial, menschlich und immer für die Bürger da.
    Ich würde ihn auch jetzt wieder wählen wenn er zur Wahl stünde.

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  • Roche-Dirac

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    Dass die Bude bei dieser Wolbergs-Veranstaltung im Leeren Beutel voll sein wird, habe ich mir schon gedacht, habe ich befürchtet.
    Dass ein ordentlicher Teil der Regensburger Bürger, nach wie vor, trotz zum Teil höchstrichterlicher Entscheidungen, dass dies Unrecht, dass dies Korruption war, dies nicht akzeptieren will, stimmt mich traurig.
    Es wird mir bei der kommenden Kommunalwahl deshalb sehr schwer fallen, so gut wie unmöglich sein, auch nur ein Kreuz bei der Brücke machen zu können.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Wer das „Michael-Kohlhaas-Syndrom“ mit solcher Konsequenz bis zur bitteren Neige, kämpft, dessen „Kampf gegen Windmühlen“ hat schon etwas Tragisches.
    Vor Gericht und auf hoher See, ist man in Gottes Hand. Recht haben und Recht bekommen, ist nicht das Gleiche.

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  • Günther Herzig

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    @Der sich den Wolf schreibt
    11. Februar 2026 um 22:42 | #
    Eine zutreffende Feststellung, leider!
    Wolbergs hat vor Jahren, als die Geschichte hochkochte, den Zeitpunkt verpasst damit anders umzugehen. Das tut mir leid für ihn.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    @Günther Herzig 12. Februar 2026 um 07:42
    „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“
    Nach diesem Motto hat sich der Satiriker Gerhard Polt bei Kleinkunstpreisverleihung 1980 (Youtube), (nicht) eingelassen.
    Zur Vermeidung von Fehlern ist diese Strategie, oft weiser und zielführender.

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  • Informant

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    @Roche-Dirac volle Zustimmung.

    Auch ich ertappe mich da kurz beim Gedanken, ob man überhaupt ein effektiver Politiker sein kann, wenn man nicht ein bisschen korrupt ist. So weit haben sie mich schon. “Aber der hat doch so viel Gutes gemacht, war so bürgernah usw usf”

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  • Dieter

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    Das sind ja erstaunlich versöhnliche Töne.

    Die persönliche “Bereicherungsabsicht” sah das Gericht wahrscheinlich anders, zumindest von Vorsatz ist man doch ausgegangen. Und das Amt des OB, das auch durch den massiven Wahlkampf erreicht wurde, würde ich schon als geldwerten Vorteil bezeichnen.
    Und es ist ja nicht so, als ob die Spenden die geflossen sind, irgendwo für schlechte Zeiten geparkt wurden. Wie hoch hätte man sich ohne dieses Geld verschuldet und wieviel Spenden wären in diesem “Dauerwahlkampf” noch geflossen?
    Liefen die Dinge denn wirklich “schon immer so”, auch unter Wolbergs politischer Ziehmutter Christa Meier?
    Gab es nicht sogar gezielte Leitfäden für Wahlbeamte bzgl. Vorteilsnahme und Korruption?

    Das Vermutung, dass Wolbergs ansonsten ein guter OB gewesen wäre, ist Quatsch – außer man relativiert hier Korruption als Kavaliersdelikt, hauptsache der Laden funktioniert sonst.
    Ich kann mich noch erinnern, wie dünnhäutig und wenig kritikfähig Wolbergs in seiner Rolle als OB von RD teilweise dargestellt wurde. Und dass es schon zu Wolbergs Zeit bei AWO und Mälze Ungereimtheiten gab.

    Vielleicht sollte man sich lieber mit der Korrelation der rekordverdächtigen Preissteigerungen bei Miete und Kauf von Immobilien und Bauträger-Monopolen in Regensburg beschäftigen und die finanziellen Schäden für die Bürger hochrechnen.

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  • Anwohner

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    Solange Herr Wolbergs mit seiner arroganten Art in der Brücke agiert ohne Einsicht, ist die Partei Brücke nicht wählbar.
    Teile deine Einschätzung im Artikel, Aigo. sehr treffend beschrieben.

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  • Marion

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    Jetzt reicht’s! So hieß unsere postpubertäre trotzige Abizeitung. ich erkenne gewisse Parallelen zum Wahlkampf.

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  • Joachim Wolbergs

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    Vielleicht könnte der Herr “Dieter” etwas zu den angeblichen Ungereimtheiten bei der AWO und in der Mälzerei sagen. Vielleicht weiß er aber auch gar nichts, aber er darf es hier einfach behaupten. Und im Übrigen biete ich hier noch einmal allen Schlaumeiern und allen, die immer alles genau wissen an, sich mit mir in Verbindung zu setzen und sich meine Version der Dinge anzuhören. Ich habe das schon mehrfach angeboten, aber noch nie hat sich daraufhin jemand gemeldet. Anonym blöd daher zu reden, ohne etwas zu wissen, ist halt schöner, als sich zu informieren. Hier meine Handynummer: 0170-8322331 und hier meine Mailadresse: joachim.wolbergs@icloud.com

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  • da loisl

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    Sehr geehrter Herr Wolbergs,
    kann es auch sein, dass Sie die Realität nicht wahrnehmen wollen. Dass zu Ihrer Infoveranstaltung primär Ihre Anhängerschaft kommen würde, war vorhersehbar. Gericht üb er die Gerichte und deren Rechtsprechung zu halten, ist wohlfeil. Ignoriert aber die Gegebenheiten. Sie haben als Amtsträger Spenden eingeworben, das bestreiten Sie auch nicht. Das hat auch der OB in Wuppertal getan und m musste die Konsequenzen tragen. In anderen Städten nehmen die Einwerbung von Spenden die Schatzmeister vor. Sie haben sich dagegen entschieden. Das war nicht klug. Klug wäre es gewesen, sich auf einen Wahlkampf der Argumente zu verlassen. Unabhängig von der juristischen Bewertung ist festzuhalten, dass aufgrund der Lebenserfahrung niemand bereit ist Hundertausende EUR zu spenden ohne dafür einen Return zu erwarten. Als Kommunalbeamter waren Sie wie jeder Beamte zur neutralen Amtsausübung verpflichtet und waren zu Dienstbeginn darauf hingewiesen worden, dass sie keine Geschenke und schon gar keine Geldgeschenke annehmen dürfen. Der öffentliche Dienst darf nicht im Geringsten den Anschein der Käuflichkeit erwecken. Dabei kommt es nicht auf die Einschätzung des Beamten an. Wenn Sie in sich gehen, wissen Sie, dass Sie unrecht gehandelt haben. Sie wollen nur die Konsequenzen nicht tragen. Das ist nachvollziehbar. Menschlich ist Ihr Auf – und Abstieg tragisch, aber selbst verantwortet.

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  • Mr. B.

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    Toll Herr Wolbergs.
    Wann kommt Ihre Einsicht?

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  • Günther Herzig

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    @Mr. B. 12. Februar 2026 um 21:33 | #
    Ich plädiere dafür Herrn Wolbergs einfach mal in Ruhe zu lassen, ohne ihm eine wieder aufgewärmte Diskussion aufzuhalsen. Er sollte zum Abschluss des gesamten Verfahrenskomplexes einen Deal erzielen können. Ihn formal zu verurteilen kann eigentlich in niemands Interesse mehr liegen. Mit oder ohne eine weitere gerichtliche Feststellung hat er zweifellos Nachteile erlitten, die ihn damals seine Zukunft kosteten. Wäre das alles nicht passiert, säße er vielleicht in Berlin als Minister oder Staatssekretär. Ich vertrete auch die Meinung, dass ihm von Verteidigern eine Verfahrensstrategie eingeredet wurde, die allenfalls als Marketing zu Gunsten seiner Strafverteidiger zu begreifen ist, noch dazu, weil das sicher nicht billig war. Ich bin mir sicher, dass er niemals beabsichtigte Straftaten zu begehen. Es ist ihm „passiert“ und es gab und gibt genügend andere, die das mitleidlos von der Seite her beobachteten.

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  • Mr. T.

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    Es wundert nicht, wenn keiner das Angebot von Herrn Wolbergs annimmt, sich ein weiteres Mal seine Version der Dinge anzuhören? Warum wurde die Korruptionsaffäre im Interview von regensburg-analog explizit nicht angesprochen? Weil es müssig ist. Er geht auch nicht auf die Fragen ein, die auch hier aufgeworfen werden, er will nur seine Sicht erklären.
    Ihm werden wie auch in und unter diesem Artikel mehr goldene bruecken gebaut, als Regensburg zur bequemen Donauquerung bräuchte, um gesichtswahrend mit seinen Verfehlungen umzugehen. Kaum jemand wirft ihm vor, dass es ihm nur um persönliche Vorteile gegangen ist. Viele meinen nach wie vor, er wäre ein guter Ober gewesen, hätte er aber nicht …
    All die könnte man mit etwas mehr selbstkritischer Sicht abholen, dabei vielleicht noch etwas Einsicht in das wohl noch deutlich korruptere Geflecht seines Vorgängers bringen. Ein Aussteigerprogramm aus einem Strudel, in den er geraten ist, par excellence.

    Astrid Freudenstein freut sich derweil, dass ein weiteres Beispiel ihrer völligen Inkompetenz – mit der sie sich auch von Wolbergs stark absetzt – in der Diskussion um den ewigen OB der Herzen und Bauträger komplett untergeht.

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Kommentare sind deaktiviert

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