Nette Toilette in Regensburg

Abgelehnter ÖDP-Antrag wird nun doch realisiert: „Nette Toilette“ als win-win-Geschäft für alle Stadtmarketing setzt Idee um Regensburg – Nicht nur das Problem der „Wild-Biesler“ harrt in Regensburg bisher noch einer Lösung, auch für Besucher der Stadt, besonders für Familien mit Kindern und ältere Personen, gestaltet sich die Suche nach öffentlich zugänglichen Toiletten zu oft als Hindernislauf. Dem helfen inzwischen über 120 Kommunen in Deutschland durch die Aktion „Nette Toilette“ ab und das rechnet sich: Die Stadt Aalen, die das System 2001 erfunden hat, kann das mit eindrucksvollen Zahlen belegen. 130.000 Euro kostete sie der Neubau eines WC-Häuschens. 40.000 Euro pro Jahr kommen an Reinigungs- und Wartungskosten dazu. Die nette Toilette, sprich die Zuschüsse, die sie an die teilnehmenden Gastwirte zahlt, schlagen dagegen insgesamt nur mit 17.000 Euro zu Buche. Im Dezember 2011 hatte die ÖDP in einem Antrag gefordert, „in Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen eine Information über frei zugängliche Toiletten anfertigen zu lassen.“ Obwohl die Verwaltung bereits an dem Thema arbeitete, wurde der ÖDP-Antrag gegen die Stimmen von Freien Wählern, Grünen, ÖDP und Linken abgelehnt. Doch schon in der Finanz-Ausschusssitzung vom 16. Mai durften die Ausschussmitglieder 42.000 Euro für das Konzept absegnen, das vom Stadtmarketing umgesetzt werden soll. ÖDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Eberhard Dünninger zeigt sich erfreut: „Auch wenn Anträge der kleinen Fraktionen von CSU und SPD grundsätzlich erst einmal abgelehnt werden, so verschließt sich die Stadtverwaltung guten Ideen nicht. Nicht nur Würzburg, sondern auch viele andere Städte auch in Bayern haben damit gute Erfahrungen gemacht.“ Bei der nächsten Fahrt des Sonnenzugs nach Würzburg könne man dort die Probe aufs Exempel machen.

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