SOZIALES SCHAUFENSTER

Radfahrer in der Fußgängerzone: Bisher keine Unfälle

PM der PI Regensburg Süd

Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr

Die  Öffnung der Fußgängerzone seit 01.04.2015 begleitet die Polizeiinspektion Süd mit intensiver Bestreifung mit  Fuß- und Radstreifen seit April 2015. Nahezu 700  Einsatzstunden wurden für die Bestreifung aufgewandt, 46 Verkehrsordnungswidrigkeiten wurden festgestellt. Schwerpunkt der Verwarnungen war die gefahrene Geschwindigkeit der Radfahrer. Die Geschwindigkeitsverstöße waren aber an der unteren Einschreitschwelle, sodass gebührenfreie Verwarnungen die Regel waren.

Die Beamten waren  uniformiert unterwegs und für die Radfahrer erkennbar. Die verstärkte polizeiliche Präsenz trug sicherlich zu einem gesetzeskonformeren Verhalten der Radfahrer bei.

Es wurden  keine Verkehrsunfälle im Freigabezeitraum seit dem 01.04.2015 registriert.

Sog. „Kampfradler“, wie bei Öffnung der Fußgängerzone befürchtet, konnten nicht festgestellt werden.  Sie sind sicherlich vereinzelt unterwegs, wurden aber   auch vor Öffnung der Fußgängerzone immer wieder beklagt.

Die Dunkelziffer für Verstöße von Radfahrern ist zu beachten. Bürger berichten immer wieder von Fällen aus eigener Erfahrung, die prägend sind, aber bei der allgemeinen Verkehrsüberwachung mit Fuß- und Radstreifen von den uniformierten Beamten nicht beobachtet  werden. Fälle von Gefährdungen und Behinderungen wurden der Polizei offiziell nur vereinzelt mitgeteilt. Ein Beschwerdepunkt war, dass die Radfahrer jetzt auch verstärkt die Gehwege befahren, da sie wohl der irrigen Meinung sind, dass mit der Freigabe der Fußgängerzone auch die Gehwege für sie freigegeben wurden.

Das Befahren der Gehweg durch Radfahrer wird tatsächlich immer auffälliger. Dieses Verhalten ist auch unfallträchtig und wird vom Fußgänger nicht toleriert. Der Gehweg ist  im Vergleich zur breiten Fußgängerzone viel schmaler und weist nur selten eine Breite auf, die Radverkehr verträglich macht. Andererseits wird auch oft der Radweg verparkt, sodass die Radfahrer ausweichen müssen und dafür den Gehweg benutzen. An Bushaltestellen ist auch zu beobachten, dass Fußgänger, die auf den Bus warten, oft die Radfahrer übersehen und dann  ohne zu Schauen den Radweg queren.

Ebenso gibt es eine  Dunkelziffer bei Verkehrsunfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern. Davon wird auch immer wieder von Bürgern erzählt, in der Unfallstatistik tauchen sie allerdings mangels Zuziehung der Polizei nicht auf.

Das Vorgenannte sind Informationen für Sie. Es handelt sich hier um keine Zwischenbilanz. Eine abschließende Bewertung bzw. Zwischenbilanz bleibt der Stadt Regensburg vorbehalten.

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Kommentare (1)

  • Marianne Obst

    |

    Vielleicht sollte man den Radlfahrern noch das Rechtsfahrgebot empfehlen und die Fußgänger nicht als Slalomstangerl zu missbrauchen.

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