"Keine Flüchtlinge!"

Rassismus an der Disco-Tür?

„Generell keine Flüchtlinge!“ Diese Auskunft bekamen Ehrenamtliche von Türstehern, als sie mit ihren Freunden feiern gehen wollten. Es gebe entsprechende Anweisungen der Betreiber. Vor allem in Clubs am Petersweg haben schon einige Menschen ähnliche Erfahrungen gemacht.

In der Kritik: die Türpolitik der Clubs im Petersweg-Parkhaus. Und nicht nur dort... Foto: Archiv/ Staudinger

In der Kritik: die Türpolitik der Clubs im Petersweg-Parkhaus. Und nicht nur dort… Foto: Archiv/ Staudinger

Als Ende Januar die Diskussion über ein Zutrittsverbot für Flüchtlinge in Clubs und Discos von Freiburg bis nach Regensburg schwappte, schien die Welt hier noch in Ordnung zu sein. Gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung beteuerten mehrere Regensburger Clubbetreiber, dass sie von einem solchen Verbot nichts halten würden und es auch nicht nachvollziehen könnten. „Man darf nicht einfach eine ganze Gruppe über einen Kamm scheren, sondern muss bei jedem Gast – unabhängig von seiner Herkunft – individuell entscheiden. Das macht eine gute Türpolitik aus“, erklärte etwa Suite15-Betreiber Sascha Al Mahmoud. In den Ohren von Theresa Märkl klingt das nach einem hohlen Lippenbekenntnis.

„Für Euch nicht.“

Theresa Märkl: „Ein Türsteher hat mir gesagt, dass bei einem Treffen mehrerer Disco- und Barbetreibern Ende Januar beschlossen wurde, generell keine Flüchtlinge oder Personen mit arabischem Aussehen mehr rein zu lassen.“

Theresa Märkl: „Ein Türsteher hat mir gesagt, dass bei einem Treffen mehrerer Disco- und Barbetreibern Ende Januar beschlossen wurde, generell keine Flüchtlinge oder Personen mit arabischem Aussehen mehr rein zu lassen.“

Die 22jährige arbeitet seit einigen Monaten ehrenamtlich mit Flüchtlingen und sie hat mittlerweile mehrfach die Erfahrung gemacht: „Ich und meine deutschen Freunde wurden reingelassen. Bei meinen beiden Freunden aus dem Irak hieß es immer wieder: ‚Für Euch nicht.‘.“ Beim Rauschgold sei ihrer Gruppe der Satz schon von Weitem zugerufen worden. Im Da Silva habe sie eine Bedienung inständig gebeten, mit ihren Freunden wieder zu gehen. „Ich bekomme Ärger, wenn ich Flüchtlinge hier reinlasse“, habe sie gesagt.

Zuletzt im Januar hat die Studentin es mit einer sechsköpfigen Gruppe – vier Deutsche und die beiden Iraker, 19 und 21 Jahre alt – bei allen Clubs im Petersweg-Parkhaus – Suite15, Gatsby, Beats – probiert. Doch keine Chance. „Beim Gatsby waren wir schon am Türsteher vorbei, aber die beiden wurde gestoppt.“ Und wieder sei der altbekannte Satz gefallen: „Für Euch nicht.“

Die Studentin begann mit einem der Sicherheitsleute zu diskutieren. „Er hat mir schließlich gesagt, dass bei einem Treffen mehrerer Disco- und Barbetreibern Ende Januar beschlossen wurde, generell keine Flüchtlinge oder Personen mit arabischem Aussehen mehr rein zu lassen.“ Ein Sicherheitsmann am Gatsby habe ihr vor Zeugen ebenfalls bestätigt: „Südländisch aussehende Männer müssen draußen bleiben. Wir machen das auf Anweisung der Inhaber.“

„Nur mit deutschem Pass.“

Franz Hollerauer: „Das ist seit Silvester definitiv schlimmer geworden.“

Franz Hollerauer: „Das ist seit Silvester definitiv schlimmer geworden.“

Franz Hollerauer hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Der 26jährige Ingenieur arbeitet ebenso wie Theresa Märkl ehrenamtlich mit Flüchtlingen und hat sich beim Ausgehen mit ihnen schon die eine oder andere Abfuhr an der Tür eingefangen. „Am Anfang habe ich noch gedacht, das läge vielleicht daran, weil wir eine größere Gruppe von Männern waren.“ Aber auch zu zweit oder zu dritt war zum Beispiel im März unter anderem an der Tür des Gatsby Uppers Schluss. „Für Euch nicht.“ „Nur mit deutschem Pass“ habe es sogar einmal geheißen. Dabei wurde nicht einmal nach dem Pass gefragt“, sagt Hollerauer. „Das ist seit Silvester definitiv schlimmer geworden“, so sein Fazit.

Die beiden sind keine Einzelfälle. In der Facebook-Gruppe „Refugees welcome“ haben in den letzten Monaten mehrere Personen ihrem Ärger über die Türpolitik in einigen Regensburger Clubs Luft gemacht. Barbara S. ist eine von ihnen. Auf Nachfrage schreibt sie uns:

„Ich habe es mit zwei Freunden im Suite15 und im Gatsby probiert. Beide waren sehr gut angezogen und sehen auch nicht arabisch aus. Als die Securitys sie arabisch sprechen hörten, wurden wir abgewiesen mit der Begründung, sie würden hier nicht rein passen.“

„Abgesehen von ein paar Quoten-Ausländern generell keine reinlassen“

Ein Insider, der namentlich nicht genannt werden will, bestätigt entsprechende Absprachen. „Die Türpolitik ist generell strenger geworden. Jeder Club will ein attraktives Publikum mit Frauen-Überhang, das bedeutet, dass Männer es generell schwerer haben, vor allem in größeren Gruppen.“ Ausländische Männer würden spätestens seit den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht als Konflikt-Potential gesehen. „Entweder, weil man befürchtet, dass sie Stress machen oder dass jemand mit ihnen Stress anfängt. Wenn man an einem Abend tausend Leute oder mehr durch den Club schleust, ist es eben für die Türsteher am Einfachsten, abgesehen von ein paar Quoten-Ausländern, generell keine reinzulassen. Es geht ums Geschäft und da haben die einfach Pech gehabt.“

Von den Betreibern der fünf erwähnten Clubs, die wir bereits vergangenen Mittwoch angefragt haben, meldet sich nur Andreas Schaffner zurück, Geschäftsführer und Leiter des hauseigenen Sicherheitsdienstes im Beats. „Hautfarbe, Herkunftsland, Religionszugehörigkeit und Geschlecht spielen bei der Auswahl unserer Gäste keinerlei Rolle“, schreibt er. Es gehe beispielsweise um gepflegtes Äußeres, freundliches Auftreten und Nüchternheit. Den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit empfinde er insofern als beleidigend. „Sollten Gäste, die wir abgewiesen haben, weil sie eben jene Kriterien nicht erfüllt haben, sich in irgendeiner Weise diskriminiert fühlen, so tut mir das zwar sehr leid, aber ich kann Ihnen versichern, dass dieser Entscheidung unsererseits keinerlei fremdenfeindliches Gedankengut zugrunde liegt.“

Pauschales Zutrittsverbot ist rechtswidrig

Ein pauschales Zutrittsverbot für Flüchtlinge wäre übrigens rechtswidrig. Allerdings wäre es fast ein Ding der Unmöglichkeit, das auch zu beweisen. Dass ein Security-Mitarbeiter die Aussagen gegenüber Theresa Märkl auch offiziell bestätigen würde, steht nämlich kaum zu erwarten. Eine Sicherheitsfirma, die für den Großteil der Discos und Clubs in Regensburg zuständig ist, reagiert denn auch ebenfalls nicht auf unsere Anfrage. Laut dem aktuellen Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz gibt es bei Flüchtlingen übrigens keine Auffälligkeiten in Zusammenhang mit Übergriffen oder Disco-Schlägereien.

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Kommentare (43)

  • Mathilde Vietze

    |

    Mit diesen „Betreibern“ kann man wirklich nichts
    Besseres tun, als Ihre „Heldentaten“ öffentlich zu
    machen, damit sie abends vor leeren Discos stehen.
    Hausverbot gilt – wenn man den gesunden Menschen-
    verstand anwendet – für jemanden, der sich unge-
    bührlich aufführt, herumgrölt und pöbelt, unab-
    hängig davon, welcher Nationalität er ist. Wenn aber
    von 100 Ausländern sich einer danebenbenimmt und
    hinausfliegt, darf man nicht alle anderen in Mitleiden-
    schaft ziehen.

  • Oleg

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    Jetzt sind es die Flüchtlinge, die letzten Drölf Jahrzehnte waren es die Ausländer/ Migranten im Allgemeinen.
    Es ist auch immer einfach zu sagen, dass die Türsteher (meistens sogar wie die Inhaber selbst einen Migrationshintergrund haben) einen nur nicht rein lassen, weil man Ausländer ist.
    Das sind aber dann meistens auch die Gleichen die vor der Türe Morddrohungen durch die Nacht schreien und sich von ihren Freunden zurück halten müssen.

    Wenn man nicht gerade zum ersten Mal weggeht, weis man schon wie der Hase läuft und wer Stress macht oder die Zeche prellen will.
    So haben es auch „urdeutsche Burschen“ in Lederbuxn mit 3 Promille in der Fotzen schwer.

  • Herr Bert

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    Mir wurde auch schon der Einlass verwehrt
    Obwohl ich deutscher bin
    Lediglich ein ausländischer Nachname
    Im schicken St**s in Straubing

    In einer anderen Diskotheke konnte ich hören wie der Betreiber sein Türpersonal beschimpfte, wer den „Sch*** Ne*er“ reingelassen hat…

  • joey

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    Türsteher sind eine grundsätzliche Diskriminierung. Das war aber schon immer so, z.B. als ich noch Student in Regensburg war… da gab es noch Gaststätten, in denen schwarze Scheiben („Disco“) sehr laut abgespielt wurden und eine Glitzerkugel an der Decke der einzige größere Effekt war…

    Warum nur sind ausgerechnet die Nafri/Arabs nicht gern gesehen?
    In der Freiburg Sache wurde ja bekannt, daß es praktisch kaum rechtliche Handhabe gegen Störer und Verbrecher aus der Gruppe „Flüchtlinge“ gibt. Die gutmeinenden Schutzbestimmungen führen (nicht nur bei diesem Thema) zu einer Diskriminierung, die auch stillschweigend funktioniert. In einer Branche (welche auch immer) spricht sich eben einiges rum.

    Wo Türsteher sind, bewerbe ich mich gar nicht unterthänigst um Einlaß, aus Prinzip.

  • Babsi

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    Herr Al Mahmoud lässt keine südländisch aussehenden Männer/Flüchtlinge in seinen Club? ;)

  • Regensburgerin

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    @Babsi
    Warum können Sie es nicht glauben? Rassismus bei Migranten in Deutschland ist ein Thema an sich.Komischerweise manche denken, dass alle Araber, alle Türken, alle Afrikaner, alle Russen müssen sich doch und andere Migrantengruppen lieben. Zum Teil bringen sie ihre Vorurteile von den Heimatländern mit und praktizieren die Fremdenfeindlichkeit hier. Man gilt doch als „Bestintegrierter“, wenn man über eigene Landsleute schimpft wie ein Deutscher. Andere geben ihre Einstellungen an ihre Kinder weiter, sodass die „Weltkonflikte“ schon in den Kindergärten zum Problem werden. Zusätzlich was für eine Schulung macht man um so ein Sicherheitsmann zu werden? Muss man da bestimmte Voraussetzungen mitbringen?
    Mich freut sehr, dass jetzt einige „Nichtmigranten“ diese Diskriminierungen live erleben, mit Türsteher diskutieren und vielleicht einer oder anderer Mut hat, eine Anzeige zu erstatten.Sonst heißt es immer: du bist doch zu sensibel und es war nicht so gemeint.
    Beim nächsten Mal direkt noch mal nachfragen: Warum dürfen wir nicht rein? Du lässt uns nicht rein, weil wir Männer sind? (Geschlechtsdiskriminierung) oder „Du lässt uns nicht ein, weil wir Flüchtlinge/Araber sind?! (Diskriminierung wegen Herkunft). Vor vielen Jahren waren es Türken, dann Russen, jetzt Araber – werden wir irgendwann besser?!

  • Lothgaßler

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    So so, die überlaufenen Clubs lassen bestimmte Leute nicht rein!? Das ist nun wirklich keine Neuigkeit. Wer rein darf und wer nicht, das war schon immer auch Willkür. Aus dem Alter bin ich raus, und Nichteintritte in diese Locations haben mir keinen Deut geschadet. Es ist nicht unbedingt „in“ wer drinnen ist! Der Kultstatus dieser Clubs ist mir ohnehin schleierhaft, von Kultur keine Spur.
    Ich würde jetzt nicht Rassismus in diese Einlasspraxis reininterpretieren, sondern mehr eine Optimierung des Geschäftsprinzips unterstellen: Rein dürfen jene, die den Umsatz steigern, nicht jene mit erhöhter Intelligenz oder gesteigerter Moral.
    Darüber hinaus mag nun auch die Angst vor Ärger und Terror eine Rolle spielen. Entsprechende Reaktionen werden sich bei jedem Gewaltakt mit ausländischer Beteiligung steigern.

  • Karl Schmidt

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    Zitat: „..wurden wir abgewiesen mit der Begründung, sie würden hier nicht rein passen.“

    so what ?! ein größeres Lob kann man in Regensburg doch eh nicht kriegen, als offiziell bestätigt zu bekommen, dass man inkompatibel zu diesem pseudo-hippen Mainstream Geschranze mit Abfüllautomatik is.

  • Dieter

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    Ich wundere mich eher warum die Regensburger Altstadtdiskos nicht regelmäßig Ärger mit dem Ordnungsamt bekommen, weil deutlich mehr Leute reingelassen werden als offiziell zulässig wäre. Auch dahingehend gibt’s eindeutige Ansagen der Betreiber an die Security die Läden voller zu machen als erlaubt. Aber das nur nebenbei.
    Die Diskriminierungen wundern mich nicht und auch wenn ich sie nicht gutheiße, kann ich sie zum Teil nachvollziehen. Dafür muss man sich nur die Geschichten der Türsteher (die wie schon erwähnt selbst oft einen Migrationshintergrund haben) anhören.

  • Mr. T

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    Rassismus ist schon immer an Diskotüren offen zu Tage getreten. Auch vor 10 Jahren war es schon für vier (männliche) Türken oder Afroamerikaner schwieriger als für vier Deutsche oder auch andere Nordeuropäer. Andererseits war es aber auch für ein türkisches Pärchen wieder einfacher als für vier deutsche Jungs. Vier Araberinnen kämen aber auch jederzeit problemlos in jeden Club wenn sie nicht gerade Kopftuch tragen. Es ist eine Art selektiver Rassismus. Die Betreiber machen es sich eben recht einfach wenn sie gerade Männergruppen mit Migrationshintergrund den Einlass erschweren. Ärger kann es trotzdem geben, dann halt mit den vier besoffenen Deutschen. Es grenzt natürlich an Realsatire wenn Betreiber mit Migrationshintergrund ihre Türsteher mit Migrationshintergrund anweisen Männer mit Migrationshintergrund abzuweisen. Aber so etwas wie Solidarität ist hier nicht zu erwarten. Es gibt auch unter Migranten genug Vorbehalte gegenüber anderen Migranten. Für den Betreiber eines eh gut besuchten Clubs ist die Rechnung recht einfach: zuerst muss ein Frauenüberschuss her – da ist die Herkunft vollkommen egal; bei Pärchen wird dann auch kein großer Unterschied gemacht und bei den alleine eintreffenden Männern wird dann auch nach Nationalität selektiert, wobei dann derzeit gerade Araber und Afrikaner ganz am Ende stehen. Traurig, aber wahr. Ich sehe das gerade sehr desillusioniert und erwarte leider nicht, dass sich das zum Besseren ändert. Vielleicht müsste sich hier eine liberale Subkultur entwickeln, die dann der Kommerzkultur den Rang abläuft und ihnen das Wasser abgräbt, aber das ist in Regensburg sehr schwer.

  • Mrs. S.

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    Ich als Gast und blonde deutsche bin dankbar für die strenge Tür die sich nicht ausschließlich gehen Flüchtlinge oder Ausländer generell stellt. Auch ich kam mit einer größeren Gruppe 2x schon nicht rein. Ich kann nur sagen die Zeiten die ich dort feiernd verbracht habe war ohne schlägerei, pöbelei und Belästigung.
    Genauso weitermachen an der Tür!!!

  • Tom

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    Schönes Beispiel, dass es momentan en vogue ist, alles sofort mit eine Rassismusprädikat zu versehen. Ich finde, sowohl Club-Betreiber, als auch Club-Besucher sind eine Bevölkerungsschicht, in welcher am seltensten Rassismus auftritt. Die Einen wollen gut Geldverdienen und die Anderen wollen ausgelassen feiern. Und Beide wollen sie das mit möglichst wenig Ärger! Und wenn ein Clubbesitzer sagt, es gab in der Vergangenheit häufig mit einer bestimmten Bevölkerungsgruppe Ärger, dann ist es für mich völlig legitim wenn er von seinem Hausrecht Gebrauch macht.

  • Bert

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    @Tom

    Hab nirgendwo gelesen, dass jemand der Betreiber gesagt hätte, dass es Ärger gab. Im gegenteil. In der MZ hat doch jeder der Betreiber gesagt, dass es gar keine Probleme gebe und man jeden reinlässt…ist halt besser fürs Image, wenn man einfach mal den Weltoffenen mimikriert.

  • Mistkäfer

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    Bin gebürtiger Regensburg und seit Jahren regelmäßiger Stadtgänger. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit an den Diskothekstüren gab es schon zu Schulzeiten. Zumindest an der Türen der SuziWong wurden Freunde mit einer türkischen oder kroatischen Staatsbürgerschaft regelmäßig abgewiesen und mit gehässigen Kommentaren bedacht. Durch die aktuelle Flüchtlingsthematik wird dieses Problem ans Tageslicht gebracht und bekommt neu Brisanz. Und scheint sich auch auf andere Diskotheken auszuweiten. Scheiße sowas!

  • bürni

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    Geht ins Tiki-Beat oder in die Mälze! Sind zwar nicht die klassischen Clubs, dafür gibt´s da aber auch keinen Mainstream und keine seltsamen Türsteher. Zudem ist die Musik da eh besser! ;) Somit kann man sich die Fremdenfeindlichkeit an der Tür sparen und Betreiber unterstützen, die ein weltoffenes Verhalten an den Tag legen…

  • Dietmar Kuschke

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    Wir haben zum einen mal ein sog. Antidiskriminierungsgesetz (AGG) und/bzw. vor allen Dingen haben wir ein Grundgesetz, welches über allem anderen steht. D.h. das Gaststättenrecht sowie auch dubiose Absprachen seitens der Betreiber haben sich nach dem Grundgesetz zu richten und daran zu halten. Punkt. Dieses gehört dann auch angewendet und durchgesetzt, dann erübrigt sich so ziemlich jede Diskussion zu dem Thema.

  • Ronald McDonald

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    @ Mathilde Vietze 18.04.2016, 19:18h

    Würden die von Ihnen oben angeführten Verhaltensformen für ein Ihnen genehmes Hausverbot auch hier entsprechend umgesetzt gelten, dann hätten Sie hier Blog-Verbot.

    @ Mrs. S. 19.04.2016, 09:50h

    Sie als „blonde deutsche dankbar für die strenge Tür“ sollten dringend Ihr „blondiertes Deutsch“ hinsichtlich Syntax und Orthographie einer strengen unblondierten Türkontrolle unterwerfen, ehe Sie es aus der Ausgangstür Ihres Computers hierher entlassen, denn „ein Blog-Leser ist nicht ein Idiot! Ein Blog-Leser sehen, was passieren in Blog. In diese Blog-Kommentare es waren zwei, drei oder vier Blogger, die waren schwach wie eine Flasche leer“.

  • Hotzenplotz

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    Trotz etlicher „Platzverweise“ haben wir kein Trauma entwickelt. Aus uns ist auch was geworden, aber viele Kneipen sind mittlerweile pleite.

  • Regensburgerin

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    @Hotzenplotz: Trotz etlicher „Platzverweise“ haben wir kein Trauma entwickelt.

    Sie verstehen den Unterschied nicht. Und das ist ein riesiger Unterschied, ob ich mal als blond zufällig mal verwiesen werde (weil wirklich zu voll war bzw. zu betrunken war.) oder man wird immer und wieder verwiesen, schief angeschaut, einen skeptischen Blick von der Seite fangen und und und…
    Sind sie schon mit einem Mann (der eine dunklere Haut hat) in der Stadt Bus gefahren? Machen Sie mal ein Exsperiment: wie oft werden sie mit „südländischem Aussehen“ und wie oft mit „blond“ abgewiesen.
    Wir haben es mal gemacht: Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch in Arcaden. Raten Sie, wem wurde öfter geholfen?
    Was eine Diskriminierung ist – bestimmt immer noch die Minderheit und nicht die große Gruppe.

  • semmeldie

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    „Was eine Diskriminierung ist – bestimmt immer noch die Minderheit und nicht die große Gruppe.“

    Das ist ein genialer Satz!

  • Mathilde Vietze

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    Zu Ronald McDonald: Nachdem Sie ein gebildeter und weltoffener
    Mensch sind, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich auf-
    klären könnten, warum ich auf RD „Blog-Verbot“ bekommen
    sollte. Bin ich wohl mal einem Mimöschen auf die Hühneraugen
    getreten?

  • joey

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    @Regensburgerin
    gute Frage:
    die Frau ohne Kopftuch würde mich vielleicht beschimpfen: wegen Diskriminierung des Geschlechts… „glauben Sie, daß ich Hilfe brauche weil ich eine Frau bin?“. Die mit Kopftuch würde ihr Gesicht abwenden, weil ich sie überhaupt angesprochen habe.

    Besser, man spricht überhaupt nicht mit Frauen… die Scharia ist irgendwie sehr lebenspraktisch orientiert. Da kommen Frauen auch grundsätzlich nicht mehr in Clubs (wozu denn, um begafft zu werden?) und sind zuhause optimal geschützt. Männer können sich am Eingang nicht über Männerquoten beschweren. Gott hilft uns auch in Regensburger Clubs, wir müssen nur seine Worte lesen und genau befolgen!

  • Lothgaßler

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    @Hotzenplotz:
    Sehr richtig!

    @Dietmar Kuschke:
    Das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) existiert, aber so leicht lässt es sich nicht in allen Lebenslagen „einklagen“ oder gegen andere Interessen „durchsetzen“. So dumm ist inzwischen i.d.R. niemand mehr, dass allein wegen des Geschlechts, des Alters, der Religion, der Hautfarbe, … der Termin, der Zutritt, der Job usw. verweigert wird.

  • altstadtkid

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    Is doch klar wenn die alle reinlassen sind sie in 0,nichts als „Kanakenclub“ verschrien uns das wollen Sie nicht.
    Sondern Sie wollen ein schickes, finanzstarkes Publikum.
    Das dürfen Sie aber öffentlich natürlich nicht sagen, darum sind Sie da die Ausländerfreunde, intern wird aber von Kanaken, Bauern (Landbevölkerung) ,Prolos, Trachtensäuen und Bimbos gesprochen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Altstadtkid: Es wäre doch eine gute Idee, wenn die
    Disco-Betreiber vorsichtshalber ein Schild an die Türe
    hängten: „Nur Schicki-Mickis erwünscht“.
    Dann wären sie über jeden Verdacht der Ausländer-
    feindlichkeit erhaben.

  • Kerstin Lange

    |

    @Mathilde Vitze

    Liebe Frau Vitze, können Sie mir eine diskriminationsfreie Disko empfehlen? Ich kenne keine hier in der Gegen. Wo gehen Sie so hin? Liebe Grüße Kerstin

  • nachdenklich

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    Ich möchte eine Frage stellen: warum denkt niemand darüber nach, weshalb es zu einer Selektion an der Tür kommt? Die Betreiber haben im Laufe der Jahre Erfahrungen gemacht und anhand von denen, wird eine Türpolitik betrieben. Nicht jeder Club ist für jeden geeignet. Es gab/gibt z.B. auch russische Discotheken, da war jeder der nicht russisch war, nicht erwünscht. Es gibt Ü Parties, bei denen Leute die das entsprechende Alter nicht haben, nicht rein kommen. Das wäre auch diskriminierend. Oder etwa nicht?

    Es treffen inkompatible Elemente aufeinander. In Kombination mit Alkohol kann das schnell explodieren. Und dabei spreche ich nicht nur von Ausländern. Daher sucht man sich meist Clubs, wo man mit den anderen Kompatibel ist. Ich bin immer sauer, wenn wir irgendwo nicht reinkommen, weil einer meiner Kumpel über die Stränge schlägt. Ich bin aber dann eher auf meinen Kumpel sauer und nicht auf die Türsteher.

    Ein Clubbetreiber hat grundsätzlich auch die Pflicht zu schauen, dass sich seine Gäste nicht die Köpfe einschlagen. Daher sind viele der hier angeführten Argumente dummes Gewäsch! Keiner geht da hin, wo er sich nicht sicher fühlt!

    Man kann es aber natürlich auch provozieren! In der jetzigen angespannten Situation nach den Vorfällen in der Silvesternacht so einen Artikel zu schreiben ist provokativ. Die Menschen sind verunsichert und daher auch sensibel. Wenn man jetzt mit einer Gruppe von Flüchtlingen an einer Tür abgewiesen wird, sollte man eher erklären, warum die Situation derzeit so ist, wie sie ist. Hier spielt man die Rassismus Karte, ohne darauf einzugehen, dass es sehr wohl auch andere erwischt, die in bestimmte Clubs nicht reinkommen.

    Das war immer so und wird immer so sein. Leider erwischt es auch harmlose. Die müssen ausbaden, was andere vor Ihnen angestellt haben.

    Gilt aber nicht nur für Clubs. Kann mir nicht vorstellen, dass Regensburg Digital es lustig finden würde, wenn sich eine Horde Rechter bei einem Tag der Offen Tür in den Redaktionsräumen aufhalten würde. Das Hausrecht liegt beim Betreiber. Und das sollte man auch Respektieren. Toleranz ist nicht nur einseitig, manchmal ist es eben auch ärgerlich.

  • joey

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    @nachdenklich
    mit dem Hausrecht haben Sie schon Recht, aber die Argumentation ist etwas seltsam. Es gibt keine Entschuldigung für Prügeleien.

  • Mr. T

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    „Nach den Vorfällen der Silvesternacht …“
    So eine bescheuerte Ausrede. Was hat denn das mit Flüchtlingen zu tun?
    Mit „Nach den Vorfällen eines jeden beliebigen Oktoberfestwochenendabends …“ müsste man viele Personengruppen nicht mehr in die Clubs lassen.

  • Mücke->Elephant

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    Verstehe das „Problem“ auch nicht so ganz. Das ist doch Sache der Betreiber, wen sie in ihren Laden lassen, das war schon immer so. In’s P1 oder Berghain z.B. kommt auch nicht jeder rein.

    Ich durfte neulich nicht in ein Regensburger Cafe, weil ich eine Engelbert-Strauß-Jacke anhatte. So what? Dann geh‘ ich halt in ein anderes Cafe, aber komm‘ doch nicht mit „Antidiskriminierungsgesetz“ daher und veröffentliche nen Blog-Artikel darüber.

    Es ist doch für niemanden überlebenswichtig, dass er in die Suite oder Karma o.ä. rein kommt. Bessere Alternativen gibt es genug, wie von den Vorschreibern schon genannt.

  • nachdenklich

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    @joey
    „Es gibt keine Entschuldigung für Prügeleien.“

    Absolut! Es gibt keine Entschuldigung für irgendeine art von Gewalt, darunter fällt bei mir auch psychische! Allerdings gibt es immer welche, die das anders sehen.

    @Mr. T

    Was das mit Flüchtlingen zu tun hat? Die Kölner Asylbewerber haben den Flüchtlingen mit Ihrem Verhalten keinen Gefallen getan. Das Problem an sich ist aber nicht neu, da geb ich Ihnen Recht. Diese Probleme haben Clubs jedes Wochenende, ohne das in einer Ausführlichkeit wie in Köln darüber berichtet wird. Daher sprach ich von deren Erfahrungen.

    Auch gut, dass Sie das Oktoberfest ansprechen: viele, häufig stark Alkoholisierte bzw. mit Tracht bewaffnete Oktoberfestbesucher, die nach dem Volkstfest die Clubs erobern wollen, schaffen es nicht. Manchmal liegts am Dresscode, manchmal an der Gruppenstärke, manchmal an der überschwänglichen Lautstärke oder (und das ist der häufigste Grund) am Alkoholpegel. Selten sehe ich hier Ausländer, das sind schon Einheimische. Ich hoffe, Sie brechen für diese Menschen (zumindest für die, die wegen Ihrer Kleidung abgewiesen werden) die gleiche Lanze.

    Ich bin gespannt, ob ich hierzu dann auch eine Reportage lesen werde, wenns wieder mal so weit ist…

  • Max von Unhold

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    Engelbert-Strauß-Jacke? Kleider machen Leute.

  • Mr. T

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    Es ist immer noch ein kleiner und feiner, wenn auch durch eine mentale Filzbrille schwer zu erkennender, Unterschied, ob jemand wegen seines Zustands, seines Verhaltens, seiner Kleidung oder eben seiner Hautfarbe keinen Einlass findet.
    Wenn ich nicht reingelassen werde, kann ich das nächste mal nüchtern kommen, versuchen, mich zu benehmen, micht adäquat anziehen – ein Mensch mit anderer Hautfarbe hat es da ungleich schwerer, sich den rassistischen Codes anzupassen.

  • Grips

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    Dieses sich-blöd-stellen diverser Leserbriefschreiber nach dem Motto „Wir leben in einem freien kapitalistischen Land, wo jeder Clubbesitzer das freie Recht hat, entsprechend seinem Ziel möglichst hohen Gewinns an der Tür abzuweisen, wenn er will“ zeigt leider nur, dass es nachwievor viele Menschen gibt, die noch nicht bemerkt haben, dass die Grundbedingung für gedeihliches Zusammenleben in allen Bereichen lautet: Wir sind alle Menschen. Niemand darf wegen seiner Rasse usw… Siehe Artikel 3 Grundgesetz. Was hat man euch angetan , dass ihr andere Menschen nicht in erster Linie als gleiche Menschen ansehen könnt, sondern für jeden inhumanen Scheiss,hinter dem z.B. Habiger oder Angst vor dem Fremden steht ,eine Rechtfertigung finden müsst , statt nach einer guten Lösung für alle Menschen zu suchen ? Immerhin gibt es schon das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und etliche Urteile gegen Clubbetreiber dieser Habgier-Sorte.

  • dugout

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    @ nachdenklich
    ihren Kommentar sollte man in Schulbücher drucken um Rassismus zu erklären.

  • nachdenklich

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    @Mr. T

    Stimmt. Gutes Argument.

    @Grips

    In einem kapitalistischen Land steht es aber auch jedem offen, einen Club zu eröffnen. Sie können mit gutem Beispiel voran gehen und alles anders machen. Ich sehe Menschen als Menschen und mir ist egal, woher jemand kommt, was er tut, wie er aussieht oder welche Sprache er spricht. Es gibt Menschen die mag ich, andere mag ich nicht. Bei Leuten die ich nicht kenne, verhalte ich mich neutral. Sie lassen aber Argumente total aussen vor, über die es nun mal zu Diskutieren gilt. Köln war leider ein sehr krasses, einschneidendes Ereignis. Jetzt gilt es, das offen aufzuarbeiten. Nicht jeder Ausländer ist ein Krimineller und nicht jeder Krimineller ist Ausländer. Daher ruhig Blug!

    Eine Recherche zu den Gründen im Bericht findet sich nicht, nur der Hinweis, dass die Betreiber nicht geantwortet haben. Wenn ich mir die Polizeiberichte so ansehe, ist es dort nicht so ruhig und nicht jeder der Gäste hält sich an Arikel 3. Mich hätte einfach auch die andere Seite interessiert. Die Stereotypen Antwort von Herrn Andreas Schaffner ist mir da zu schwach. Da hätte man nachbohren können, warum es so ist, wie es ist. Muss ja anscheinend einen Grund haben. Und diese Gründe hätten mich interessiert. Darauf geht aber hier keiner ein. Es wir Rassismus unterstellt. So einfach ist es aber leider nicht. Und die Welt ist leider nicht nur schön, sondern hat auch Schattenseiten. Sie wird erst schön, wenn man aus dem Schatten tritt und offen Probleme löst. So lange aber immer mit der Keule sofort drauf gehauen wird, wird sich nichts ändern und die Probleme werden nicht gelöst.

    @dagout

    Natürlich. Die Keule. Ein wirklich Sinnvoller Beitrag in der Diskussion. Ihre Argumente sind schlagkräftig und gut! Eine tolle Basis um sich zu unterhalten! Bravo!

  • Franz Hollerauer

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    Um noch einmal auf den entscheidenden Punkt zu kommen.

    Alleine ich habe unzählige Male erlebt, wie arabische Freunde ohne Begründung und ohne auch nur nach dem Ausweis gefragt zu werden, vor den Discos in Regensburg abgewiesen werden. Es herrscht schlicht und einfach ein unerträglicher Alltagsrassismus. Und das Ganze läuft auch noch systematisch ab, da es ausreichend Hinweise darauf gibt, dass zwischen den Club-Betreibern Konsens herrscht, prinzipiell keine Flüchtlinge in die Clubs zu lassen. Dies betrifft aber faktisch alle ausländisch oder zumindest arabisch aussehende Mitmenschen.

    Das seit 2006 gültige Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft“. Es bezieht sich nicht nur auf staatliche Stellen, sondern auch auf den „Zivilrechtsverkehr“, was Gaststättenbetreiber miteinschließt.

    (http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/AGG/agg_gleichbehandlungsgesetz.pdf?__blob=publicationFile)

    Erfahrungen die eindeutig gegen dieses Gesetz verstoßen, gibt es alleine von mir und einigen Freunden teils mehrfach in nahezu allen größeren Discotheken wie: Sud Club, Scala, Suite 15, Beats, Gatsby, Rauschgold, DaSilva, Uppers …

    Welcher Club bleibt denn noch übrig, um auch mit seinen arabischen Freunden einmal richtig tanzen gehen zu können, das würden sie nämlich liebend gerne auch außerhalb der Wohnung machen.

    Es ist für mich ein absolutes Integrationshemmnis, wenn es diesen jungen Leuten kaum möglich ist wirklich am Nachtleben teilzunehmen. Schlimmer aber noch ist diese Entwürdigung, die ich so das erste Mal in meinem Leben miterleben musste, wenn beispielsweise zwei irakische Freunde die erste Stufe der langen Treppe zum ‚Uppers‘ hoch nehmen wollen und der Türsteher, buchstäblich von oben herab, bereits ruft: „Ihr wisst aber, das wird nichts“.

    „Disco-Diskriminierung ist keine Bagatelle. Für viele junge Migranten ist das eine der ersten, großen Ausgrenzungserfahrungen, die sie erleben. Wer an der Discotüre zu hören bekommt ,Du gehörst nicht dazu’, der wird diskriminiert.“ Christine Lüders, Antidiskriminierungsstelle des Bundes

    Und es gibt keinerlei andere berechtigte Gründe. Die Jungs sind entsprechend angemessen gekleidet, haben weder zu viel getrunken noch wiesen sie je irgendein Aggressionspotenzial auf (da einfach keines vorhanden ist). Auch kamen zuvor und danach männliche Gruppen ohne Probleme an den Securitys vorbei. Es gibt allgemein nicht die geringsten Hinweis darauf, dass es vermehrt zu Gewalt oder sexuellen Belästigungen durch ausländische Clubbesucher in Regensburg kommt.

    Was also kann man machen?

    Etwa Folgendes: http://www.adb-sachsen.de/eintritt_fuer_alle_5_Schritte.html?file=tl_files/adb/pdf/Aufruf_Eintritt%20fuer%20Alle.pdf

    oder man geht rechtliche Schritte …

  • Regensburgerin

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    Diesen Alltagsrassismus an der „Tür“ müssen leider nicht nur Flüchtlinge, die evtl. noch neu da sind, sondern auch Menschen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Einfach auf Grund ihrer Hautfarbe! Geschichte, von einer jungen Frau, geboren und aufgewachsen in Regensburg, die aktiv in Vereinen ist und studierte in Regensburg: als Jugendliche habe ich immer wieder gehört:“Hier kommt ihr nicht rein!“ oder sogar noch im Studium: „Wie ist es so bei euch? Bekommt ihr auch mal einen Sonnenbrand?“ Noch schlimmer die Kommentare dazu: Na und? Was ist daran so schlimm? Du bist aber schon ganz sensibel und wie ist es bei euch tatsächlich mit dem Sonnenbrand?“ Diese Ausgrenzungen, angefangen im Kindergarten, prägen den Menschen das ganze Leben. Und ja, das ist eine Diskriminierung und damit Verstoß gegen UNSERE DEUTSCHE DEMOKRATISCHE GESETZE. Die Menschen, die anders denken, wo seid ihr aufgewachsen? Mich wundert, dass es junge Menschen in Regensburg gibt, die tatsächlich meinen: Es ist halt so…

  • Dahoam feiern

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    Mich würde interessieren, wie man mit 150 Euro Taschengeld sich Eintritt und/oder Getränke in den Clubs leisten kann? Die gleiche Frage stelle ich in Bezug auf Badethermen, deren Eintrittspreise auch nicht ohne sind? Bevor in gewohnter Weise verbal eingetreten wird und Neid/Missgunst unterstellt wird: Es sind nur 2 Fragen, weil die Flüchtlinge ja wohl auch für mobiles Internet Geld ausgeben und auch mal shoppen gehen und trotz Essensversorgung sich auch in exotischen Supermärkten eindecken oder zu McDonald gehen. Ich kan sehr gut mit spitzen Bleistift rechnen, aber da komme ich auf keine passende Antwort.

  • Mücke->Elephant

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    Nunja, kennst Du einen Einheimischen Normalverdiener, der mehr Geld für den Spaß hat? Dafür ist das Taschengeld ja. Und das geht schon: Handy-Flatrate 30 Euro, 3 Bier im Club inkl. Eintritt 20 Euro, das kann man da schon paar mal machen. Shoppen nicht nötig, es gibt ja die abgelegten Klamotten der einheimischen Styler, die alle paar Monate was neues brauchen. Und wenn Du mal rein gehst, wirst Du überrascht sein, wie günstig man z.T. In nem exotischen Supermarkt echt leckere Sachen kaufen kann. Und noch mal: wo ist das Problem? Wenn ein Club mich diskriminiert (egal ob wegen Hautfarbe oder Jacke), geh‘ ich halt woanders hin. „Mimimi, ich bin nicht in’s Uppers gekommen“ – Na und? Ich will da überhaupt nicht hin, wozu? Wenn gelungene Integration darin besteht, dass aus allen Flüchtlingen Disco-Poser-Schnösel gemacht werden, na dann gute Nacht! :-D

  • Mr. T

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    Soll also Rassismuss stillschweigend akzeptiert werden weil das Opfer dem ja auch aus dem Weg gehen kann wenn es einfach woanders hingeht? Schuldumkehr vom Feinsten!
    Ist dann ein Dunkelhäutiger selber schuld, wenn er in einer Dresdner Plattenbausiedlung vermöbelt wird? Und die Frau mit dem kurzen Rock wenn sie vergewaltigt wird?

    Und eine Frage, wie man sich als Zuflucht Suchender einen Club-Besuch leisten kann, sollte sich hier auch nicht stellen, außer man will unterschwellig schüren. Da hilft auch keine Distanzierungssalbungsfloskel im selben Kommentar. Ein Club-Besuch muss gar nicht so teuer sein wenn man sich nicht unbedingt zuschütten will. Ich kenne auch einige Leute, die junge Zuflucht Suchende gerne mal in unser Leben mitnehmen und ihnen dann schon auch mal den Eintritt für Kino/Konzert/Fussballspiel/Club spendieren, den sie sich sonst nicht so leisten könnten.

    Auch wenn ein Besuch eines „Schnösel-Clubs“ eh viel zu teuer oder kulturell sowieso nicht besonders reizvoll wäre, sollte er doch niemandem im Vorfeld schon durch seine Herkunft verwehrt sein. Und nur darum geht es.

  • baba adam

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    vorab: die kommentare dieser seite find ich spitzenklasse. sie sind sehr intellektuel differenziert und kommen ohne beleidigung aus.

    zum thema: ich, kurde, gehe seit glaub ich über 10 jahren nicht in die clubs. die gründe, tür und ähnliches, wurden hier mehrfach erwähnt. siehe da! mir geht nichts ab! finde es trotzdem schade, dass es so ist, wie es leider immer noch so ist. zum einen reagiert man damit auf die befindlichkeiten der mehrheit – die mehrheit hat immer eine macke- und zum anderen machen vorurteile das leben leichter.

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