REWAG-Boss stellt Konzept zur Energiewende

Pressemitteilung der Bürger für Regensburg – Norbert Breidenbach stellt Konzept zur Energiewende vor Zum Thema „Regensburg 2020 – Energieversorgung Regensburgs nach der Energiewende“ konnte der Verein „Bürger für Regensburg“ den Vorstandsvorsitzenden der REWAG Norbert Breidenbach begrüßen. Einleitend ging Breidenbach auf den Auslöser der Energiewende ein und stellte die Konzepte des Bundes und des Freistaats Bayern vor. Dabei besteht die Besonderheit, dass in Bayern 60 % des Stroms durch Kernenergie erzeugt wurden und jetzt ersetzt werden müssen. Die geplante Steigerung bei der Windenergie von 0,6 % auf 6,8 % nannte Breidenbach „machbar“, während er an der Möglichkeit, die Photovoltaik von 2,6% auf 14% zu steigern deutliche Zweifel formulierte. Das Hauptproblem sieht der Vorstandsvorsitzende der REWAG aber im notwendigen Ausbau des Stromnetzes. Dieses sei derzeit auf die Stromerzeugung in großen Kraftwerken ausgerichtet. Die künftige dezentrale Energieerzeugung in kleinen Kraftwerken stellten ganz andere Anforderungen an die Leitungen. Hier werde es insbesondere auch auf die Akzeptanz für neue Leitungen ankommen, die sich zumindest bislang noch nicht erkennen lasse. Die REWAG hat von der Politik den Auftrag bekommen, bis 2020 den Strom für alle Haushalte und Kleingewerbebetriebe aus regenerativen Energiequellen zu beziehen. Daher werde derzeit kräftig in Windenergie, Biomasse und Photovoltaik investiert. Zusätzlich wird intensiv an tragfähigen Lösungen für das Problem gearbeitet, dass regenerative Energien nicht so regelmäßig zur Verfügung stehen, wie Kernenergie oder Gas. Hierzu gehöre die Zusammenfassung vieler dezentraler Energiequellen zu einem virtuellen Kraftwerk und eine kluge Verbrauchssteuerung, die unter dem Begriff „Smart Grid“ entwickelt wird. Im Rahmen der anschließenden Diskussion im überfüllten Nebenraum des Ratskellers zeigte sich, dass zu dieser Veranstaltung auch einige Unternehmer der Energiebranche erschienen waren. So wurden auch einige technische Details diskutiert. Deutlich wurde, dass Breidenbach Zweifel an der Realisierbarkeit der ausgegebenen Ziele der Energiewende hat. In der zunehmenden Elektromobilität sieht er allerdings kein Problem, da der dafür benötigte zusätzliche Strom in Relation zum derzeitigen Verbrauch gar nicht so groß ist. Ökologisch sinnvoll seien die Elektroautos aber nur, wenn der Strom dafür über Solarzellen erzeugt wird.

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Kommentare (1)

  • Horst Lehmann

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    Die Wasserversorgung Sinzing ein Vorreiter der Energiewende ?

    Ein leuchtendes Beispiel für fortschrittliche Energiepolitik in Bayern. Gut zu sehen am Talboden der Schwarzen Laber in Alling in der Gemeinde Sinzing ist das Pumpwerk der örtlichen Wasserversorgung. Die gut 100 quadratmeter Photovoltaik auf dem Dach produzieren in Spitzenzeiten schon mal eine Leistung von 10 kW Solarstrom. Übers Jahr kommen da vielleicht 10.000 kWh Energie zusammen. Wir Bürger beschenken den Betreiber dafür mit rund 1000 Euro Subvention im Jahr. Wir bedanken uns damit für seinen Beitrag zum Umweltschutz. Die Sinzinger Wasserversorgung ein Freund der Umwelt ? Weit gefehlt. Der gewonnene Solarstrom wird gewinnbringend verkauft, aber im Inneren des Gebäudes läuft ein grosser Diesel-Generator, tagelang, wochenlang, monatelang. Der Wasserversorgungsgesellschaft sind die Stromkosten beim Stromversorger zu hoch, so dass die Wasserpumpe mit billigerem Strom aus einem Dieselgenerator prozuziert wird, mit einem Wirkungsgrad von nicht mal 20%, 80% der verbrauchten Energie geht direkt durch den Schornstein. Wie sollen wir so die Energiewende schaffen ?

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