„Siedlungs-Disziplin“ per Schlagring

Polizeiinspektion Regensburg Nord PRESSEBERICHT vom 22.04.2012 Versuchter Einbruch in Brauerei In den frühen Morgenstunden des 18.04.2012, zwischen drei und vier Uhr, überstieg ein unbekannter Täter das Hoftor einer Brauerei am St.-Katharinen-Platz und versuchte, mit einer dort aufgefundenen Metallstange, eine Bürotür aufzuhebeln. Während der Einbruch mißlang, entstand Sachschaden in Höhe von etwa 250 Euro. Da der Hofbereich einer Videoüberwachung unterliegt, werden derzeit diese Aufnahmen ausgewertet. Drogenkonsument als Ladendieb In einem Drogeriemarkt im DEZ wurde am Vormittag des 18.04.2012 ein 27jähriger Arbeitssuchender von Angestellten dabei ertappt, wie er die versiegelte Verpackung eines hochpreisigen Videospiels öffnete. In den Tagen davor waren ebendort, bei mehreren identischen Taten, mehrere Disks gestohlen worden. Die verständigte Polizei nahm den Mann fest und nahm ihn zur Sachbearbeitung mit zur Inspektion. Später fanden Angestellte der Drogerie dann in ihrem Büro, in dem Bereich, in dem der Tatverdächtige auf die Polizei gewartet hatte, eine versteckte Tüte voller Drogenutensilien für den Heroinmißbrauch. Der Tatverdächtige wird zukünftig von einer polizeilichen Arbeitsgruppe betreut, die auf den Umgang mit Beschaffungskriminellen spezialisiert ist. Versuchter Einbruch in Kanu-Vereinsheim Zwischen 12. und 19.04.2012 drückte ein unbekannter Täter das Fenster zum Aufenthaltsraum eines Kanu-Vereinsheimes am Schopperplatz auf. Möglicherweise wurde er aber gestört, denn er gelangte offenbar nicht ins Innere des Gebäudes. So entstand lediglich Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro. Unfallflucht am Dultplatz Am Abend des 19.04.2012 stellte ein Verkehrsteilnehmer seinen Pkw Opel Corsa auf dem Dultplatz, Bereich Warendult, ab und musste bei Rückkehr gegen 19 Uhr feststellen, dass sein Fahrzeug im linken Heckbereich einige Schäden aufwies, die offenbar von einem größeren Fahrzeug verursacht worden waren. Die Schadenshöhe beträgt etwa 1500 Euro. Auf den Unfallverursacher gibt es keine Hinweise. Zufallsfund Schlagring Am Abend des 19.04.2012 wurde die Polizei zur Schlichtung einer Streitigkeit in die Konradsiedlung gerufen. Während der Streit selbst alsbald erledigt war, entdeckten die Beamten zufällig einen verbotenen Gegenstand auf einem Wohnzimmertisch herumliegen. Ein 22jähriger gab sich als Besitzer des Schlagringes aus Messing zu erkennen, auf dem das Wort „Siedlung“ eingraviert war. Dieses besondere Werkzeug zur Aufrechterhaltung der „Siedlungs-Disziplin“ wurde eingezogen. Den Besitzer erwartet nun ein Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetzt. Trunkenheitsfahrt Bei einer Verkehrskontrolle stellten die Beamten am 20.04.2012 gegen fünf Uhr in Wutzlhofen beim Fahrer Alkoholgeruch fest. Bei einem Vortest erzielte der 56jährige Fahrer aus dem nördlichen Landkreis einen Atemalkoholwert von über einem Promille. Sein Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt, nachdem ein gerichtsverwertbarer Atemalkoholtest durchgeführt worden war. Der Fahrer wird einige Zeit auf seinen Führerschein verzichten müssen. Lack zerkratzt Ein unbekannter Täter zerkratzte am 20.04.2012 zwischen 13 und 16 Uhr und mit einem spitzen Gegenstand den Lack an den Türen der Beifahrerseite eines vor der Firma Saturn im DEZ abgestellten silberfarbenen Pkw-Geländewagens Volvo mit Kelheimer Kennzeichen. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise. Mit Springmesser zur Polizei Als er seinem Bekannten am Nachmittag des 20.04.2012 Dolmetscherdienste bei der Polizei am Minoritenweg leisten wollte, wurde ein 63jähriger überprüft und die Beamten stellten fest, dass er zur Aufenthaltsermittlung und Vernehmung polizeilich ausgeschrieben war, da er seit Monaten untergetaucht war. Als ihn Beamte der PI Regensburg Nord vor Transport zur PI durchsuchen wollten und vorher nach Waffen fragten, übergab er ein Springmesser. Da dessen Klinge beidseitig angeschliffen war, wurde es als „verbotener Gegenstand“ sichergestellt. Der „Dolmetscher“ erhält nun zusätzlich eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Schlechter Scherz mit Mountainbike Bereits vor zwei Wochen war in der Gutweinstraße einem Regensburger sein zwar älteres, aber hochwertiges Mountainbike gestohlen worden, obwohl es in sich mit einer schweren Panzerkette versperrt gewesen war. Er hatte bisher keine Strafanzeige gemaht. Als er nun am Nachmittag des 21.04.2012 zufällig an der Polizeiinspektion Nord vorbeiging, erspähte er sein Bike ebendort. Nach anfänglichem, scherzhaftem „Tatverdacht“ gegen die Beamten stellte sich heraus, dass ein unbekannter Scherzbold das Fahrrad bis zur Inspektion geschleppt hatte und es dort an die Hauswand gelehnt hatte. Ein Hausmeister hatte es dann vor der Inspektion am Fahrradabstellplatz ordentlich abgestellt. Der glückliche Mountainbiker versprach, sein Fahrrad zukünftig nicht nur „einzusperren“ sondern „festzusperren“, wie es die Polizei seit Jahrzehnten predigt. Da vor zwei Wochen am Fundort dieses Fahrrad ein weiteres, sehr hochwertiges Mountainbike aufgefunden worden war, dieses jedoch unversperrt gewesen war, hatten Polizeibeamte dieses Radl zur Eigentumssicherung sichergestellt. Die Polizei sucht nun den rechtmäßigen Eigentümer dieses Radels. Heckenbrand an der „Hohen Linie“ Am 21.04.2012, gegen 18.00 Uhr, entdeckte am Keilberg ein Hauseigentümer einen Schwelbrand, der aus unbekannter Ursache im Bodenbereich einer Tujenhecke entstanden war. Möglicherweise war eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe der Grund für den Brand. Bevor der Anwohner noch einen Gartenschlauch herbeiholen konnte, hatte sich der Brand explosionsartig ausgebreitet, so dass einige Meter der Hecke und ein paar Zaunlatten verbrannten. Der Anwohner konnte den Brand jedoch noch vor Eintreffen der Feuerwehr löschen. Durch das schnelle Eingreifen des Anwohners entstand kein nennenswerter Sachschaden. Die FFW Keilberg beugte dann einer weiteren Brandgefahr vor, indem sie der total ausgedörrten Hecke ausreichend Wasser gab. Polizei und Feuerwehr weisen in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass der Bodenbereich unter Tujenhecken immer von trockenem Schnittgut befreit werden sollte, da hier bei Trockenheit eine extreme Brandgefahr entstehen kann. Fünfjährige am Notruf Da eine Jugendliche ihrer Aufsichtspflicht nur bedingt nachkam, weil sie lieber an einer Bushaltestelle mit einer Freundin plauderte, konnte am 21.04.2012 gegen 17.00 Uhr ihre fünfährige Cousine ungehindert in einer nahegelegenen Telefonzelle spielen. Dass die Kleine hierbei dutzendfach bei den Nottrufen sowohl von Polizei als auch der ILS von Feuerwehr und Rettungsdiensten herauskam und dort schließlich einen Einsatz wegen des Mißbrauches von Notrufen auslöste, ist nur naheliegend. Die völlig überraschte Jugendliche musste später zugeben, dass sie von der Notruffunktion in öffentlichen Telefonen keinerlei Kenntnis hatte. Die Polizei klärte dann vor Ort den Sachverhalt auf und gab den vier anwesenden Damen im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren eine Einweisung im richtigen Gebrauch von Notrufeinrichtungen. Auf die Erhebung von Kosten für den Einsatz wird aufgrund der Unreife der Damen wahrscheinlich verzichtet. Flucht vor der Polizei über rote Ampel bei Trunkenheitsfahrt Im Begegnungsverkehr erkannte eine Polizeistreife am Sonntagmorgen, 22.04.2012, gegen 07.30 Uhr den auffälligen Fahrstil eines Pkw-Lenkers und wendete, um eine Verkehrskontrolle durchzuführen. Als der Verdächtige dies erkannte gab er unvermittelt Gas und versuchte, der Polizeistreife mit extrem überhöhter Geschwindigkeit zu entkommen. Dabei überfuhr er auch, in halsbrecherischer Manier, an der Kreuzung Frankenstraße/ Drehergasse, eine Ampel, die schon lange Rotlicht gezeigt hatte. Als der Fahrer jedoch im Bereich Pfaffenstein versehentlich in eine Sackgasse lenkte und ihm die Streife den Rückweg versperrte, gab der Fahrer die Flucht auf. In dem Fahrzeug wurden vier, augenscheinlich betrunkene Personen aus dem Landkreis Kelheim angetroffen. Der Fahrer erzielte bei einem Vortest einen Wert jenseits der Grenze zur „absoluten Fahruntüchtigkeit“, von 1,1 Promille. Nach Blutentnahme im Krankenhaus und Sicherstellung des Führerscheins und Fahrzeugschlüssels wurde der Mann entlassen. Aufgrund der Trunkenheitsfahrt und seines auch im Übrigen völlig verantwortungslosen Verhaltens wird er wohl längere Zeit auf seinen Führerschein verzichten müssen.

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