Statt Hochzeit – wieder eine Abschiebung

Foto:ArchivEine Gesichtshälfte ist gelähmt, Y. bekommt oft starkes Nasenbluten und leidet unter depressiven Verstimmungen. Y. ist Kurde, wurde in der Türkei wegen seiner politischen Aktivitäten verfolgt und versucht seit 2001 vergeblich, dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland zu bekommen. Aktuell liegt dem Bundesamt für Migration ein Asylfolgeantrag von Y. vor. Laut Auskunft des Regensburger Flüchtlingsforums möchte Y. seine Verlobte heiraten, die er in Deutschland kennengelernt hat. Das wurde von den Behörden bislang vereitelt. 2003 sollte er abgeschoben werden. Er reiste selbst in die Türkei und wurde inhaftiert. Seit 2008 ist Y. wieder in Deutschland. Seine Verlobte und der Bruder von Y., der in Deutschland lebt, würden sämtliche Kosten für seinen Lebensunterhalt übernehmen. Trotzdem droht die Abschiebung nach Ostanatolien. Die meisten Dörfer dort stehen unter der Kontrolle des türkischen Militärs, bei dem sich Y. einmal täglich zu melden hätte.

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