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Vergangene Woche wurde der Verlobte der getöteten Maria Baumer wegen sexuellen Missbrauchs zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Strafverteidiger von Christian F. taten sich mit Attacken gegen die Betroffenen hervor. Viele Hintergründe bleiben im Dunkeln.

Bewährungsstrafe für Christian F.. Foto: as

Bewährungsstrafe für Christian F.. Foto: as

Vermutlich ist die Vorbemerkung der Urteilsbegründung von Dr. Carl Pfeiffer einmalig: „Die rechtsstaatliche Grundlage des Verfahren blieb jederzeit gewahrt“. Es sei kein „Schindluder mit der Gerechtigkeit“ getrieben worden, der Fall Baumer habe keine Rolle gespielt. Vorangegangen waren angriffslustige Auftritte der beiden Strafverteidiger, die ihrerseits einen extraordinären Ermittlungs- und Prozessverlauf beklagten und gar den rechtsstaatlichen Strafprozess gegen ihren Mandanten in Gefahr sahen. Der Angeklagte Christian F. hingegen, den die Staatsanwältin als „Kindergärtner“ der Domspatzen bezeichnete, schien erleichtert, als die Jugendkammer des Regensburger Landgerichts ihn letzte Woche zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf drei Jahre Bewährung verurteilte. Wenngleich das Strafmaß vielfach als zu niedrig empfunden wurde, entspricht es der üblichen Rechtsprechung.

Missbrauchstäter gab den verlobten Biedermann

Bewährungsstrafe für ehemaligen Domspatzen Christian F. gilt als ausgemacht

Nach nur zwei – statt den geplanten zehn – Verhandlungstagen steht der Strafprozess gegen Christian F. wegen sexuellen Missbrauchs von Domspatzen-Schülern, Besitz von „kinderpornographischen Filmmaterials“ und sexueller Nötigung einer Frau kurz vor dem Abschluss. Da der Angeklagte nach einem Rechtsgespräch vergangenen Dienstag fast alle Beschuldigungen der Staatsanwaltschaft einräumte, kann im Dezember das Urteil gesprochen werden. Die in Aussicht gestellte Bewährungsstrafe und die Einlassungen des Beschuldigten führten im Umfeld von Betroffenen zu Unverständnis.

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