Entdecke Veranstaltungen in Regensburg Alle Kultur Oekologie Soziales Kino

Beiträge mit Tag ‘Schwangerschaftsabbruch’

Als einzige Regierungsbezirke in Bayern bieten die Oberpfalz und Mittelfranken keine anonyme Spurensicherung für Betroffene von Vergewaltigungen an. Dabei gibt es dafür einen Rechtsanspruch – und die Hemmschwelle, die Täter anzuzeigen sinkt dadurch deutlich. Podiumsgespräch im Ostentorkino.

Auf dem Podium „Abbruch nach sexualisierter Gewalt“: Helen Oppermann, Claudia Alkofer und Judith Greif (v.l.).

Fünf Jahre hat es gedauert. Seit März 2020 haben Betroffene sexualisierter oder körperlicher Gewalt einen gesetzlichen Anspruch auf eine wohnortnahe, vertrauliche Spurensicherung. Gerichtsfeste Beweise werden dokumentiert – ohne dass sofort eine Strafanzeige nötig ist.

Weil das Bundesgesetz über Verträge der Länder ausgestaltet werden musste, vergingen weitere Jahre, bis alle rechtlichen und finanziellen Lücken geschlossen waren. In Bayern steht die vertrauliche Spurensicherung in Krankenhäusern und Arztpraxen seit dem 1. November 2025 zur Verfügung. Doch in der Oberpfalz und der Bezirkshauptstadt Regensburg gibt es diese Möglichkeit bis heute nicht.

Klinik-Deal

Nach Übernahme durch die Caritas: Keine Schwangerschaftsabbrüche mehr im Krankenhaus Kelheim

Die Goldberg-Klinik in Kelheim war das letzte Krankenhaus in der Region, wo ungewollt Schwangere bei Lebensgefahr oder der Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes, einen Abbruch durchführen lassen konnten. Mit der bevorstehenden Übernahme durch die Caritas Regensburg ist es damit vorbei.

Kundgebung "Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung"

Staat und Kirche in der Gebärmutter unerwünscht

Anlässlich des weltweit stattfindenden Safe Abortion Day (28. September) fand in Regensburg etwas verspätet am 3. Oktober eine von der feministischen Gruppe Eben.widerspruch und Pro Familia organisierte Kundgebung statt. Sie stand unter dem Motto „Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung“. Etwa 60 Personen fanden sich dazu am Samstagnachmittag auf dem Neupfarrplatz ein.

drin