Tag der Ausbildung: Tanja Schweiger besucht Lernwerkstatt

REGENSBURG. Der Bayerische Tag der Ausbildung war für MdL Tanja Schweiger Anlass, sich in der Lernwerkstatt der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg über das dortige Angebot zu informieren. „Für jeden jungen Menschen müssen sich berufliche Perspektiven finden lassen“, wies die Abgeordnete erneut auf ihre Überzeugung hin, die auch bei der ersten Veranstaltung ihrer Themenreise durch den Landkreis Regensburg Anfang Juni von allen Gesprächsteilnehmern mitgetragen wurde. Einer von ihnen war Hubert Schmalhofer, der Leiter der Lernwerkstatt. Das Angebot der Lernwerkstatt richte sich, so Hubert Schmalhofer, an „Jugendliche, die aufgrund schulischer Defizite, Lernbehinderung, sozialer Schwierigkeiten oder wegen einer psychischen Erkrankung besondere Hilfen benötigen“. Derzeit werden rund 240 Jugendliche in 28 verschiedenen Berufen ausgebildet. Den Weg zur Lernwerkstatt finden die jungen Menschen über das Arbeitsamt, über die Jobcenter von Stadt und Landkreis Regensburg sowie über die Jugendhilfe. „Mit allen Stellen arbeiten wir super zusammen“, stellte Hubert Schmalhofer mit Hinweis auf das vorbildlich funktionierende Netzwerk im Raum Regensburg fest. Die Folge davon sei eine Vermittlungsquote von über 80 Prozent, was eindeutig für die gute Arbeit der Lernwerkstatt spreche. Tanja Schweiger fragte nach den Möglichkeiten zur Ausbildung in pflegerischen Berufen. Hier machte Hubert Schmalhofer deutlich, dass im jetzigen System, das stark vom Sparwillen geprägt sei, „nur duale Ausbildungsberufe förderfähig sind“. Speziell die Pflegeberufe kommen demnach nicht in Betracht, da der schulische Ausbildungsanteil eben nicht an staatlichen Berufsschulen vermittelt werde. Es gebe somit noch einige Baustellen, und die können nach Auffassung von Hubert Schmalhofer nur die politischen Entscheidungsträger zu einem guten Ende bringen. So appellierte er an die Landtagsabgeordnete: „Im Landkreis könnte die Integration noch besser sein, wenn mehr finanzielle Mittel vorhanden wären“. Die dennoch bemerkenswert erfolgreiche Arbeit seines Teams, dass aus rund 50 qualifizierten Berufsausbildern sowie pädagogisch und psychologisch geschulten Mitarbeitern besteht, führt er darauf zurück, dass „wir von Anfang an individuell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen. Wir motivieren sie und fördern den Beziehungsaufbau“. MdL Tanja Schweiger nahm den Ball gerne auf und versicherte, sich weiter engagiert für die Belange der Jugendlichen einzusetzen. „Dem Bereich Bildung, egal ob schulisch oder beruflich, gehört ein sehr großer Teil meines Engagements, denn hier entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“.

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