Uni-Jusos: Taxi-Stand weg, Zebrastreifen her!

Kein seltenes Bild: Drei Busse kommen an der Haltestelle Universitätsstraße an. An der unübersichtlichen Stelle müssen Studis ohne Zebrastreifen über die Straße.	Foto: pmDie Jusos fordern einen sichereren Übergang für Studis bei Bezirksklinikum Gibt’s das? Eine von Studenten organisierte Ortsbegehung Punkt 9 Uhr in der Früh an der Uni mitten in der Woche? Ja, das gibt’s. Die Juso-Hochschulgruppe macht es aus triftigem Anlass vor. Denn das Problem, um das es geht, ist um diese Zeit deutlich wahrnehmbar. Seit 10. Dezember 2007 existiert eine neue Buslinie namens 2B, die ihre kostbare Fracht direkt an einer von Autos vielbefahrenen, ungeschützten Kreuzung abliefert: Ecke Universitätsstraße/ Albertus-Magnus-Straße, nahe dem Bezirksklinikum. Dass noch kein Student angefahren wurde, ist eher dem Glück und der Über-Vorsicht der Autofahrer als weitsichtiger RVV-Verkehrsplanung zu verdanken. Denn die aus der Stadt kommenden Studenten steigen an der Universitätsstraße aus, haben aber weder eine Ampelanlage noch wenigstens einen Zebrastreifen, um sicher auf die andere Straßenseite zu kommen – wo sich aber nun mal dummerweise die Lehrgebäude befinden. Außerdem sehen sie beim Verlassen des Busses wegen der Krümmung der Straße und des Sicht verstellenden eigenen Busses kaum, ob die Straße sicher zu überqueren ist oder ob schnelle Autos nahen. Um besser zu sehen, müssen sie bereits ein Drittel der Fahrbahnbreite abschreiten. Nicht sehr sinnvoll, das Ganze, findet Juso Thomas Witzgall, der die Ortsbegehung mit vorbereitet hat. Besonders gefährlich werde es, wenn sich hinter oder neben den 2B-Bus auch noch ein langer gelber Vertreter der Linien 4 und 11 stellt und Passagiere entlässt. Dann wird’s echt riskant für die Fußgänger. Stadtratskandidat Witzgall stört sich auch am hiesigen Platz raubenden Taxistand. Dieser müsste zugunsten der Busse an eine Nebenstraße verlegt werden. Der anwesende SPD-Stadtrat Dr. Thomas Burger hat genug gesehen. Er will auf die mitverantwortliche Universitätsverwaltung zugehen und im Stadtrat bzw. im zuständigen Ausschuss einen sogenannten Prüfantrag stellen. Die Stadtverwaltung soll also prüfen, ob es nicht bessere Lösungen für diese Kreuzung gibt. Dr. Klaus Wörle vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club könnte sich an dieser Stelle etwa einen Kreisverkehr vorstellen. Dazu müsste die kleine Verkehrsinsel verlagert werden. Zudem hält er die gegenwärtig erlaubten 50 km/h für problematisch. Doch anscheinend wird es schon schwer genug werden, viel kleinere und billigere Lösungen politisch durchzusetzen. Juso-Hochschulsprecher Benjamin Wankerl und weitere Aktive berichten nämlich, dass das städtische Ordnungsamt im Dezember gemeint habe, an der besagten Stelle sei „ein Zebrastreifen baulich nicht geeignet“. Muss, mal wieder, erst jemand verletzt werden, bevor Vater Staat handelt ?

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