Verkehrswegeplan: Bürgerbeteiligung hat begonnen

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Viel Personen- und Lastverkehr am Autobahnkreuz Regensburg

Nach der Bekanntgabe des Bundesverkehrswegeplans läuft jetzt die Bürgerbeteiligung. Das Verkehrsministerium hat am Montag die genaue Bewertung der einzelnen Projekte veröffentlicht und zugleich die Möglichkeit eröffnet, zu den Ergebnissen Stellung zu nehmen. Die Regensburger Abgeordnete Astrid Freudenstein sieht darin eine Chance, vielleicht doch noch etwas für den Ausbau der A3 zwischen Nittendorf und Regensburg tun zu können: „Wir können jetzt noch starke Argumente nachliefern, die bisher nicht bekannt waren“. Derzeit wird eine Erweiterung zwischen Nittendorf und Regensburg auf sechs Fahrstreifen als unwirtschaftlich erachtet. Der Bund geht nach eigenen Daten für das Jahr 2030 von durchschnittlich etwa 47.000 Fahrzeugen pro Tag auf dem Streckenabschnitt aus. Vor allem bei der Verkehrssicherheit und bei der Reisezeit seien nur sehr geringe Verbesserungen zu erwarten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis bleibt weit unter 1 (0,36) und damit zu niedrig.

Der Barwert des Nutzens wird auf 27 Millionen Euro geschätzt, während die Kosten bei fast 74 Millionen Euro liegen würden. Im Vergleich: Der hoch priorisierte Abschnitt zwischen dem Kreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof kommt auf 63.000 Fahrzeuge am Tag und auf einen Nutzen von über 100 Millionen Euro – bei Kosten von etwa 64 Millionen Euro. Er punktet vor allem durch hohe Einsparungen bei den Reisezeiten. Bei dem Stück zwischen Nittendorf und Regensburg gibt es zudem Bedenken aus naturschutzfachlicher Sicht, da im Bereich der Ufer der Donau Natura 2000-Gebiete betroffen wären. Das Projekt soll trotzdem im Rahmen der nächsten Bedarfsplanüberprüfung erneut bewertet werden. „Damit bleibt es zumindest erst einmal auf der Liste vorgemerkt und wird nicht ganz abgeschrieben, wie viele andere Projekte“, so Freudenstein. Die Abgeordnete will aber nichts unversucht lassen. Sie hat deshalb alle Bürgermeister der an der A3 anliegenden Gemeinden im westlichen Landkreis angeschrieben, damit diese sich am Konsultationsverfahren beteiligen. „Vielleicht geht dann noch etwas“, äußerte sich Freudenstein vorsichtig optimistisch.

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