„Kein Weltuntergang, Dr.”

Was ist das? Eine Sex- oder gar Pornoattacke? „Ja”, meint wohl Arzt und Diplom-Psychologe Dr. Franz-Xaver Schmid. Denn er findet schon die „Verhosung der Frau” einfach „grauenhaft”.

Wegen Busenplakat: Stadtbekannter Arzt startet im Kampf für Sitte und Moral wieder einmal durch. 

„AIDS-Hilfen-Kondompropaganda”, „Verhosung (der Frau)”, „Feministofaschismus” – die „neue Sprache” von Franz-Xaver Schmid (Dr.) hat Begriffe sonder Zahl, um sich der „bedrückenden Wirklichkeit” anzunähern. Denn, so lässt Schmid (Psychologe und Dr.) die Besucher seiner Internetseite wissen: „Die Apokalypse hat bereits begonnen.”

Ein „Glossarium Apocalypticum” hat er eigens angelegt, um dem Grauen neue Namen zuzuweisen. Denn die Zeichen des nahenden Endes sind deutlich sichtbar. Auch hier im schönen Regensburg. Aktuell hat der 60jährige ein Werbeplakat von Gong FM ausfindig gemacht (Abbildung oben ähnlich), in dem er einen „Sexangriff auf Kinder” sieht und gegen das er seit drei Tagen mit medialer Unterstützung zu Felde zieht. Er überklebte, kündigte Sprühaktionen an und rief mittels einer Tageszeitung zur Mithilfe bei seinem Feldzug auf. Mit Erfolg: Die Plakate werden entfernt. Bereits vor zehn Jahren hat sich der bibelfeste Psychologe um Moral und Sitte verdient gemacht. Damals war es eine „unsittliche Sexualpräferenz (Homosexualität”, die den Dr. Schmid zur Weißglut brachte. Er drohte mit Randale.

Eine „Pornoattacke auf Kinder” sieht Dr. Franz-Xaver Schmid in den Plakaten von Gong FM an Regensburger Bushäuschen.

Franz-Xaver Schmid und sein einsamer Kampf um Sitte, Moral und Kirche

Er ist einsam, der Kampf, den Dr. Franz-Xaver Schmid für die Aufrechterhaltung von Sitte, Moral und rechtem Glauben führt.

Sei es nun, dass Schmid gegen die rücksichtslose feministische Ideologie (Kursiv: Zitate von Dr. Schmid) kämpft, die eine Blutspur der Verwüstung durch die Welt gezogen hat. Gegen unsittliche Sexualpräferenzen (Homosexualität), gegen das alberne Händeschütteln beim Friedensgruß oder die Selbstverleugnung, ja fast -erniedrigung ohnegleichen, ja Verrat, den Papst Benedikt XVI. mit seinem Besuch in der Türkei beging. Stets bleibt Schmid die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien verwehrt.

Mit einer eigenen Klein-Presseagentur muss er sich behelfen, zur Verbreitung weitgehend unterdrückter Meldungen, die Gutmenschdauerabonnementinhaber und Vertreter des linken Medienkartells so gern verschweigen. Interessante unterdrückte Meldungen sind dort zu lesen. Zum Beispiel, dass beim Papstbesuch zwar für die Entleerung der Harnblase und des Enddarms durch die massenhafte Aufstellung von Toilettenhäuschen gesorgt (…), für die Befreiung der Seelen von ihren dunklen Flecken aber nichts getan wurde. Damit nicht genug: So näherten sich die meisten Kommunikanten des Papstes ohne Kniebeuge vor dem Leib des Herrn dem Kommunionsempfang, darunter Frauen in Hosen und mit größerem Ausschnitt. Grauenhaft.

Grauenhaft muss es deshalb für Schmid auch gewesen sein, dass die Frau auf den Werbeplakaten von Gong FM weder über Hose noch Ausschnitt verfügt, sondern nackt ist, die baren Brüste von eines Mannes Händen nur bedeckt. Ein Pornoangriff auf die Kinder wettert er nun seit drei Tagen und diesmal mit Erfolg. Dank Unterstützung einer Tageszeitung brachte Schmid das Regensburger Funkhaus schließlich soweit, die Plakate zu entfernen. Die angedrohte Sprayaktion konnte unterbleiben und auch die mit dieser Sachbeschädigung verbundenen Kosten wurden gespart. Eine Genugtuung muss das für Schmid gewesen sein.

Denn schon einmal, vor zehn Jahren, drohte der Dr.med. Dipl-Psych. mit Randale. Nach einem Konzert der Band „Terrorgruppe” in der Alten Mälze kündigte er an, dass ich sehr wahrscheinlich bei der nächstbietenden Gelegenheit im Versammlungslokal Unruhe stiften werde und dabei auch Sachbeschädigungen, die evtl. zu meinen Lasten gehen, in Kauf nehme. Es half nichts. Die Staatsanwaltschaft verfolgte seine Anzeige nicht weiter. Die Mälzerei blieb heil. Herr Dr. Schmid ist schließlich Christ.

Und wenn Feministofaschismus, Verhosung, Donum Mortis, Handkommunionzwang, Kondomisierungspädagogik, Homoehengemeindepfarrer und Pornosubventionsbetrug die Apokalypse (längst begonnen) weiter vorantreiben, wird Dr. Schmid im Kampf für Sitte und Moral weder zaudern noch zögern, denn er ist nun nicht mehr einsam. Es hat ihn jemand ernst genommen.

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Kommentare (5)

  • FXS

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    Ihre alberne Rache! Vorurteilsverbreitung. Wo ward Ihr damals 1968? Oder bei der Gründung derGrünen? Oder in Mutlangen? Oder beim Kampf gegen das Bistumsblatt. Oder anlässlich der Tschernobyl-Katastrophe, als der Uni-Kanzler meine Messwerdurchsagen stoppte. Mein Gott, kennt Ihr mich, mein Leben ja?

  • Mr. T

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    Danke, FXS, für das Aufmerksammachen auf diesen Artikel mit dem schrulligen Herr Doktor. Ich kann mich ja immer köstlich amüsieren über solche Irrlichter.

    PS: Das Plakat war zwar schön anzuschauen, aber scheiße weil verdammt sexistisch. Da hättes es dann mindestens noch ein anderes daneben geben müssen, bei dem sich eine Frau irgendwo festhält …

  • Beamter

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    Bemerkenswerte Reaktionszeit, nur annähernd 9 Jahre.

  • Giesinger

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    Danke für das Rausholen. Das Plakat (so finde ich) ist nicht sexistisch, sondern sauguad! (saucool). Die Musik von Gong FM finde ich jetzt nicht so prickelnd, aber Euer Plakat, das hat was!

    Herzliche Sommergrüße ins modrige Regensburg!

    … da Giesinger!

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