Vortrag von Hans-Peter Riese im Kunstforum Ostdeutsche Galerie

„Detlef Orlopp als Maler“

D.Orlopp_4.9.1966

Anlässlich der Ausstellung „Detlef Orlopp. Nur die Nähe – auch die Ferne. Fotografien“ macht sich der Kunstpublizist und Sammler Hans-Peter Riese, der mit dem Künstler bereits seit Jahrzehnten befreundet ist, Gedanken zur Verbindung zwischen Orlopps Fotografie und der zeitgenössischen Malerei. Zu Rieses Vortrag lädt das Kunstforum Ostdeutsche Galerie am Donnerstag, 7. April, um 19 Uhr ein.

Detlef Orlopp hat einmal gesagt, „jedes fotografische Bild ist eine Inszenierung“ und damit jeden Anklang an eine dokumentarische Fotografie abgelehnt. Untersucht man das fotografische Gesamtwerk dieses nunmehr fast achtzig Jahre alten Künstlers, so kann man es nur verstehen, wenn man es in den Kontext der Malerei – vorwiegend der 1960er und 1970er Jahre – einbezieht. Die ästhetische Debatte dieser Zeit, in der auch der Künstler Orlopp sozialisiert wurde, drehte sich um Begriffe wie Serie, Licht oder Struktur. Maler und Bildhauer, wie sie sich in der Gruppe ZERO organisiert hatten, entwickelten an Hand dieser Aspekte ihren besonderen Stil. Ohne dass von einer direkten Beeinflussung oder Abhängigkeit gesprochen werden kann, lassen sich im Werk von Orlopp seine ästhetischen Auseinandersetzungen mit diesen Begriffen und damit auch mit dem künstlerischen Zeitgeist nachweisen. Dies hat zu einer starken malerischen Komponente in dem fotografischen Werk geführt, das den Autor Hans-Peter Riese, der seit fünfzig Jahren mit Orlopp befreundet ist, dazu veranlasst, in seinem Vortrag über den Fotografen „als Maler“ nachzudenken. Diese These wird anhand von Bildbeispielen erläutert und mit Originalzitaten von Orlopp selbst untermauert. Der Eintritt ins Museum beträgt 6 Euro beziehungsweise 4 Euro ermäßigt, die Teilnahme an dem Vortrag ist frei.

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