Abrechnung mit dem Wutbürger

Hans Schaidinger. Die Ersatztrasse ist für ihn Regensburgs Stuttgart21. Foto: Staudinger

Neujahrsempfang im Alten Rathaus. Alles, was wichtig ist oder sich wichtig wähnt, defiliert am Freitag, um dem Regensburger Oberbürgermeister die Hand zu schütteln, ein paar Worte zu wechseln und die gute Zusammenarbeit zu bekräftigen: Stadträte, Vertreter aus Kultur, Religion und Wirtschaft und – last, but not least – die zahlreich versammelten Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen. „Ihre feste Handreichung interpretiere ich so, dass wir 2011 Hand in Hand gehen bei dem, was wir für unsere Stadt erreichen wollen“, so die einleitenden Worte von Hans Schaidinger.

Seine Rede (als PDF) – sie sprüht vor Optimismus. In Regensburg gehe es wirtschaftlich steil aufwärts und 2011 werde wohl noch ein besseres Jahr werden als 2010. Vor der politischen Opposition im Stadtrat hat Hans Schaidinger keine Angst. Ihr widmet er in seiner Rede keine Zeile. Der Bürger ist es, den er im Fokus hat. Der könnte noch Ärger machen.

Wobei: Zunächst steht der mündige und informierte Untertan im Vordergrund. Der Oberbürgermeister lobt das Ehrenamt, die freiwillig Engagierten, jene, die sich verantwortungsvoll in die Gesellschaft einbringen. Doch wie dieses verantwortungsvolle und mündige Einbringen sich gestalten soll – dazu hat der OB auch eine klare Meinung, die ihn zum tatsächlichen Kern seiner Rede bringt. Es ist eine Abrechnung mit dem „Wutbürger“, der „Nörgelkultur“, den Wahlverweigerern, die es sich herausnehmen, „die Entscheidungen der Gewählten ganz fürchterlich zu geißeln“. Ihnen widmet Schaidinger den Löwenanteil seiner mehrfach von Applaus unterbrochenen Ausführungen. Es sei in geworden, „sich zu einer Art außerparlamentarischer Fundamentalopposition zu bekennen, die Politikern grundsätzlich misstraut“.

Stuttgart21 lässt grüßen – ein Thema, an dem man auch in Regensburg nicht vorbei kommt. Und Schaidinger vertritt jene, in Unionskreisen wohlfeile Position, die den Bürgerprotest und das daraus resultierende Schlichtungsverfahren in ein Licht stellt, das demokratisch wie auch rechtsstaatlich zweifelhaft sei. 20 Jahre sei das Projekt schließlich diskutiert worden. Jeder hätte die Möglichkeit gehabt, sich einzubringen. Doch erst als die Bagger anrollten, habe es Protest gegeben. Da stelle sich ihm schon die Frage, ob die Bürger ihr stets gefordertes Recht auf umfassende und rechtzeitige Information auch Gebrauch machten. Kein Wort davon, dass in Stuttgart, die mangelhafte öffentliche Information immer wieder im Fokus der Kritik stand. Kein Wort davon, dass das Schlichtungsverfahren nicht zuletzt zutage gebracht hat, mit wie vielen Mängeln und Unwägbarkeiten das von den gewählten Volksvertretern abgesegnete Bahnhofsprojekt behaftet war.

„Ihre feste Handreichung interpretiere ich so, dass wir 2011 Hand in Hand gehen.“ Foto: Staudinger

Womit wir bei Regensburg angelangt werden – das hiesige Stuttgart21 heißt für Schaidinger Ersatztrasse. Und jene, die da die Welterbeverträglichkeit einer neuen Brücke in Frage stellen, ehe es ein Urteil der UNESCO gibt, jene, die sich in die Diskussion um Fahrgastzahlen einmischen, jene, die schlicht die Notwendigkeit einer neuen Brücke in Frage stellen, sind für Schaidinger der erklärte Gegner.

Alles, was zur Brückendiskussion bislang vorliege, habe man öffentlich gemacht, erklärt der Oberbürgermeister und vergisst dabei, wie mühsam, manchmal sogar unmöglich es – selbst für Stadträte – war, tatsächlich alle Gutachten, die in Zusammenhang mit den Ersatztrassen in Auftrag gegeben wurden, einsehen zu können. Da brauchte es schon mal die Drohung von Beschwerden und Klagen oder die Veröffentlichung von Gutachten, die ansonsten bei der Stadtverwaltung unter Verschluss geblieben wären.

Schaidinger vergisst bei seinem Lob der angeblich so transparent geführten Ersatztrassen-Debatte, dass im Welterbeverträglichkeitsgutachten der Stadt mit selektiver, um nicht zu sagen manipulativen Bildern gearbeitet wurde, dass kritische Stellungnahmen im Welterbekomitee zunächst verschwiegen wurden. Und er vergisst dabei vor allem, zu erwähnen, dass diese von ihm gescholtenen Bürger es schließlich sind, die das tun, was Schaidinger mit Blick auf Stuttgart21 noch gefordert hat: sich frühzeitig und deutlich vernehmbar und kritisch in die Diskussion einbringen. Nicht im Sinne der Brückenbefürworter freilich.

Spärlicher besucht als in den Vorjahren: Knapp 400 Gäste kamen zum städtischen Neujahrsempfang. Foto: Staudinger

Trotz wohlgesetzter Worte und gut gewählter Zitate – in diesem Jahr ist es nicht Bismarck, sondern Tucholsky, den der Oberbürgermeister heranzieht, um seiner Rede den entsprechenden Pfiff zu verleihen („Jedes Glück hat einen kleinen Stich.“) – bleibt es doch das alte Mantra: Wer gegen das ist, was „wir“ für gut und richtig erachten, der ist ein Wutbürger, ein Nörgler. Das ist einer von jenen, die einfach gegen alles sind.

Wer so argumentiert, der zieht sich seine Wutbürger selbst heran. Doch von denen defilierte am Freitag kaum einer.

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Kommentare (20)

  • Veits M.

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    Stoppt endlich diesen WUT-BÜRGER-MEISTER !!

    Der Souverän – die Bürgerschaft – hat wahrlich allen Grund, gegen diesen Wut-Bürger-Meister „misstrauisch“ zu sein. Mindestens!

    Anders als OB Schaidinger gelang es OB Viehbacher vor etwa 20 Jahren die richtigen Worte zu finden. In seiner Neujahrsansprache 1990 wies er zunächst darauf hin, dass einem Politiker ein Mandat auf Zeit gegeben wurde und fuhr dann fort:

    „Wir müssen uns bewähren. Diese Bewährung hat wiederum mit der Wahrheit zu tun“. Bürger … hätten ein Recht darauf, über die wesentlichen Entscheidungen der Stadtentwicklung informiert zu sein. „Wir brauchen mündige Bürger. Mündig heißt, den Mund aufzumachen, mitreden können.“
    (vgl. MZ vom Januar 1990, „Mündig heißt: Mund aufmachen und mitreden …“)

    Nicht nur Politiker und Verwaltung haben eine Bringschuld. Auch der Bürger – auch darauf legte Viehbacher großen Wert.

    Heute, 2011, unter der Geltung des Freiheitsinformationsgesetzes, des Umweltinformationsgesetzes, des Transparenzgebots erscheint Schaidingers Politikstil veraltet; er „überstrapaziert“ die Geduld des Souveräns, der es mit einem Stadtoberhaupt zu tun hat, dessen Verfehlungen und Sorgfaltspflichtverletzungen (Bayern LB, Stadtbau GmbH Regensburg) aktenkundig sind, der jegliche Bodenhaftung verloren hat und sich – so scheint es – mit Unterstützung seiner Freunde über dem Gesetz wähnt.

    Ich meine:
    Schaidingers wiederholte Beschimpfung des Souveräns soll nur von eigenen Fehlleistungen ablenken. Die Wahrheit wird nach oben drängen, keine Frage. Sie tut es um so rascher, je mehr mutige Bürger sich im Viehbacher´schen Sinne EINBRINGEN, in Wort und Tat.

  • berndnh

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    Ich reg mich erst dann wieder auf, wenn er OB selig oder heilig gesprochen werden soll. Weil das hätte er dann wirklich nicht verdient.

  • grenzenlos2

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    @ Veits M.

    Sie haben es wieder einmal präzise auf den Punkt gebracht.

    Dem ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen.

  • Johannes Mühlbauer

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    Ich hätte nicht gedacht, dass ich Herrn Veits mal so deutlch zustimmen würde, dass ich ihn gar zitiere. Aber Veits Stellungnahme bringt es auf den Punkt:

    „Schaidingers wiederholte Beschimpfung des Souveräns soll nur von eigenen Fehlleistungen ablenken. Die Wahrheit wird nach oben drängen, keine Frage. Sie tut es um so rascher, je mehr mutige Bürger sich im Viehbacher´schen Sinne EINBRINGEN, in Wort und Tat.“

    Hinzuzufügen wäre einzig die Frage: Wen wunderts, was der OB hier spricht, dass er die Bürger – deren Vertreter er ist – erneut in abgehobener Weise herabwürdigt?
    Um die Antwort gleich mitzugeben: Sicherlich nicht diejenigen, die schon bei der letzten OB-Wahl vor ihm und seinen Schergen, allen voran Christian Schlegl, gewarnt haben. Leider haben zuwenige mündige Bürger damals zugehört. Und so kündigte der Sonnenkönig anläßlich der Neujahrsansprache schon an, künftig über die Köpfe seiner Bürger hinweg regieren zu wollen, ganz in der Tradition Ludwigs XIV. Es kommen harte Jahre auf die engagierten Bürger zu. Armes Regensburg.

    Vielleicht kann mir ja mal ein mitlesender SPDler erklären, warum – mit Ausnahme des offensichtlichen Grundes des Machterhalts und der damit verbundnen Pöstchen und Geler – die Sozialdemokraten diesen OB und seine bürgerfeindliche Koalition stützen? Gibt es dort etwa masochistische Tendenzen? Oder will man seine eigene Partei zerstören und unbedingt künftig unter die 10%-Marke rutschen?

  • Matthas Beth

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    Der Skandal um die Bayerische Landesbank (Bayern LB) zieht weitere Kreise, nun wurde der ehemalige Vorstand der Bank, Gerhard Gribkowsky, wurde wegen Korruptionsverdachts verhaftet. Und eine renommierte deutsche Wirtschaftsprüfungskanzlei bezeichnete unlängst das Verhalten der Verwaltungsratsmitglieder, darunter auch H. OB Schaidinger als „grob fahrlässig“.
    H. OB Schaidinger wollte doch als letztes verbliebendes Mitglied in diesen inkompetenten zur Aufklärung beitragen, hat er am Neujahrsempfang über seine Ergebnisse berichtet?

  • Reinhold Breuer

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    „Manipulativ“ verschweigt Aigner im Glashaus sitzend, dass die Standpunkte für die Bildvergleiche optischer Wirkung der Ersatzbrücke im Steering Committee mit Denkmalschützern abgestimmt worden waren – auch mit Prof. Greipl.
    Einige „manipulative Bilder“ sind eher übervorsichtig und übertreiben die wahrscheinlich nötige Höhe der Altstadtrampe:
    Greipls Stellungnahme zum Gutachten wirkt streitlustig, dafür 1 Beispiel: „Das Gutachten … lässt den historischen Aspekt völlig außer Acht.“

    Wirklich völlig? In Wahrheit macht Historisches einen Großteil des Gutachtentextes aus und fließt in die Bewertung ein:
    Aus S.75/76: „Der Donauraum wird unmittelbar östlich zum geplanten Verlauf der Westtrasse, im Bereich zwischen der Holzlände und dem ´Oberen Wöhrd´, seit nunmehr über einhundert Jahren mit einer Brücke überquert.“ Ein historisches Bild dazu auf Seite 25 zeigt hoch aufragende Brückenbögen, die die Altstadtsilhouette zweifellos vielfach stärker beeinträchtigten als die angenommene Westbrücke in den Fotomontagen.
    Aus S.77 „Die entlang des Donausüdufers angelegten Holz- und Weinländen waren Orte des Güterumschlags, die Anlieferungszone der Stadt. Mit seiner Lage im Norden, vor den Mauern der Stadt, diente dieser Stadtbereich vorwiegend funktionalen Bedürfnissen und besaß keinen repräsentativen Charakter.“ Eine kurze Brückenauffahrt im breiten Abschnitt dieser Holzlände, deren historische Hafenfunktion nicht mehr anschaulich ist, würde mit 300 Bussen tgl. BElastet. Repräsentative Patrizierhäuser stehen dagegen bekanntlich an der längeren Keplerstraße, die von diesen Bussen ENTlastet würde: Der Entlastungsvorteil überwiegt denkmalschützerisch bei weitem. Ohne Begründung lässt Prof. Greipl die Entlastung völlig außer Acht, wie einst Prof. Hubel, was eine Ursache war für dessen Rücktritt als Welterbe-Berichterstatter für Regensburg. Greipl beckmessert.

    Die Entlastung macht die Westtrasse vorteilhaft für das Welterbe, nämlich besser als die Situation mit dem Eiserner Steg vor und seit Einsturzgefahr der Steinernen Brücke. Sie wird sogar besser, als die Situation mit der historischen Originalbrücke an der Oswaldkirche war. Viele sorgfältige Fotovergleiche „Planbrücke oder Stegprovisorium“ zeigen den Vorteil im Gutachten. Ergänzend zu Gutachtenbild S.43 ist eine Fotomontage MIT MEHR Rampenauffahrt noch zu wünschen ohne den grauslichen Steg.

    Eine rechtliche Idee ist, die sinnlose Forderung des Gutachtens „keine Einengung des Flussraums!“ (S.13) zu reduzieren auf „keine stärkere Einengung des Flussraums als unter der Steinernen Brücke!“. Dann kann der Unterbau des äußersten Brückensüdendes in ein 100-jährliches Hochwasser eintauchen und die Rampe noch weit niedriger bleiben, als Greipl unkt.

    Damit die schönsten Plätze der Altstadt wieder erlebbar wurden, wurden einst ERSATZPARKPLÄTZE FÜR ANWOHNER geplant. Das ist auch hier noch zwingend erforderlich.

  • oleander

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    @berndnh

    Ich hoffe bloß, dass ich nach 2014 nicht in Folge einer Straßenbenennung in der Hans Schaidinger Straße wohnen oder arbeiten muss.
    Das wäre ein Grund für einen Wohnungswechsel.

    @ Johannes Mühlbauer
    ich glaub, die SPD spielt bloß deshalb mit, damit der Schaidinger mit seinen Entscheidungen noch in den Stadtrat muss und nicht alles mangels Entscheidungsfähigkeit des Stadtrates per Eilentscheidung durchdrücken kann.
    Die Macht eines bayerschen OB am Stadtrat vorbei zu handeln ist leider viel zu groß, insbesondere, wenn man auf eine OB vom Typ Schaidinger trifft.

  • Barbara Junghans

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    @berndnh

    Wenn unser Sonnenkönig selig oder heilig gesprochen würde, dann könnte er sich nicht halb so viel Unfug verzapfen und Unheil anrichten wie in seiner jetzigen Position als OB. Und dazu hat erleider noch eine ganze Weile Zeit.

    Man kann nur hoffen, dass die Bürger bei der nächsten Wahl etwas dazugelernt haben, sodass uns solche Typen an der Stadtspitze erspart bleiben.

  • Lothgaßler

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    Wenn Schaidinger Kant zitiert, dann wird es langsam absurd!
    Wenn Schaidinger sich zu Stuttgart 21 auslässt, dann kaum aus eigener Kenntnis. Oder hat die Bayern LB auch hier die Finger drinnen?
    Wer soll den so eine Ansprache ernst nehmen?

    Schaidinger: „Bisweilen sehnt man sich danach,
    dass statt Schnee eine Masse Vernunft
    vom Himmel fallen möge, die zur
    Erkenntnis führt, dass die Politik in
    einer Stadt nicht jede unvorhersehbare
    Ausnahmesituation regeln und nicht für
    jede Annehmlichkeit des Daseins
    sorgen kann.“

    Herr Schaidinger, das kommt daher, weil die Politiker immer so tun, als geschähe alles nur so, weil sie es in ihrer Weisheit so verherbestimmt haben.

    Eine MZ-Mini-Umfrage zu missbrauchen, um vermeintlich zu belegen, wie gut es uns Regensburgern geht, ist schlicht peinlich. Sich so die gefälligen Stichworte (Fussballstadion) in die Rede zu schummeln tut nur noch weh!
    Steht die MZ-Mini-Umfrage für die Qualität des von Schaidinger erwünschten Journalismus?

  • Jochen Schweizer

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    „Es ist ein Glück, dass wir ihn los sind. Er war eigentlich nur noch Gewohnheitsregent, tat was er wollte, und forderte immer mehr Devotion. Seine Größe lag hinter ihm.”

    Dies ist nicht der Abschluß der Rede zum Abschied von H. OB Hans Schaidinger in 2014 aus dem Alten Rathaus, sondern eine Zitat Theodor Fontanes über Bismarck.

  • Blauer Tintenklecks

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    Das Satiremagazin Titanic widmet in seiner aktuellen Ausgabe dem Oberbürgermeister einige lesenswerte Zeilen. Das Fazit der Redakteure:

    „Außer vielleicht Kim Jong-il und Alexander Lukaschenko erfüllt niemand Polts politische Maxime so lupenrein wie Sie: »Ich brauche keine Opposition, weil ich bin bereits ein Demokrat.«“

    Den ausführlichen Artikel finden Sie unter http://www.titanic-magazin.de/badl_1101.html#c12097

  • Barbara Junghans

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    Als Freund der deutschen Sprache habe ich natürlich auch die Wahl für das „Unwort des Jahres 2010“ verfolgt. Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass der regensburger Verwaltungsrat der BayernLB den Kauf der maroden österreichischen HGAA als „alternativlos“ bezeichnete. Jetzt macht er, wie immer nach Gutsherrenart, kritische Bürger, als „Wutbürger“ madig – ein Wort, das auch als Unwort des Jahres zur Wahl stand.

    Wenn es nicht eh‘ schon wurscht wäre und man alte Betonköpfe nicht mehr zu selbstkritischer Beurteilung des eigenen Verhaltens bringen kann, dann würde ich ihm eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Umgang mit Kritik empfehlen.

    Abgesehen davon schert mich seine Ansicht den Deubel! Meine Mutter hatte so einen schönen Spruch, aber der wäre u.U. g’richtsmassig und den Spaß will ich unserem Sonnenkönig wirklich nicht machen.

    Herzliche Grüße an alle Wutbürger!

  • Altstadtfreund

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    „Betonköpfe“? Rainer Wendl und Christian Eckl zeigten 2010 Spielereien zu Brücken + Weltkulturerbe und fügten eine Lügengeschichte hinzu – aufgedeckt anhand des reg.-dig.-Archivs:

    „Als … Mitglied im Verein Donauanlieger hat sich Jutta Konkel die Medienberichte über das Welterbeverträglichkeitsgutachten zu den Ersatzbrücken für die Steinerne Brücke … angeschaut. Weil darin die Visualisierung der wirklich keiklen Stellen fehlte, hat sie sich an den Computer gesetzt, ,ein bischen mit Photoshop gespielt’ und das Gutachten quasi ergänzt.“ Das berichtete die Redaktion einer Verteilzeitung am 28.Juli 2010 in großer Auflage. http://www.wochenblatt.de/service/epaper/epa1254,237 S.2 oben

    Rainer Wendl und Christian Eckl als verantwortliche Redakteure mussten da längst wissen, dass die Spielereien lange VOR dem Gutachten entstanden waren; denn die waren veröffentlicht auf den Internetseiten des Busgegnervereins und auf reg.-dig. http://www.regensburg-digital.de/konfliktherdchen/07012009/comment-page-1/#comment-12985

    Aigners eigenes Archiv beweist: Die falsche Seite hat er oben der Manipulation beschuldigt. „Manipulative Bilder“ mit Lügengeschichte kamen von Brückengegnern („Haltet den Dieb!“). Wer will solchem Verein, solchen Redakteuren noch glauben? Die Vereinsseiten zeigen als Vorstände u.a. J.Konkel, W.Cerull (zugleich „Forum Regensburg“), Dr.Ahrns, C.Markus; K.Wendl.

    Gibt es – mit Fr. Junghans – auch junge „alte Betonköpfe“?

  • Franz

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    Hans Schaidinger!

    Da haben Sie es ja wieder ganz schön krachen lassen! Als altgedienter CSU-Oberbürgermeister von Regensburg standen Sie vor dem Problem, daß Ihr Kulturreferent bei der anstehenden Wiederwahl im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Mehrheit erhielt, da es wieder mal Verräter in Ihrer eigenen Partei gab. Daraufhin verließen Sie mitsamt Ihren beiden Stellvertretern die laufende Sitzung, ließen den versammelten Stadtrat eine Dreiviertelstunde warten, um dann mit einem kranken Stadtrat Ihres Koalitionspartners zurückzukehren, der schließlich im zweiten Wahlgang die nötige Stimme zur Mehrheit erbrachte. Den Stadträten der Opposition, die zu dieser Vorgehensweise etwas sagen wollten, drehten Sie das Mikrophon ab. Als diese daraufhin die Stadtratssitzung unter Protest verließen, kommentierten Sie dies mit den Worten, nun seien die Demokraten endlich unter sich. Fünf Tage später standen Sie vor dem Untersuchungsausschuß des Bayerischen Landtags, weil Sie als Verwaltungsrat der BayernLB 2007 den Kauf der Hypo Group Alpe Adria durchgewinkt hatten, der sich dann als 3,7 Milliarden teure »Fehlentscheidung« erwies, wie Sie selbst einräumten. Und was gaben Sie zu Protokoll? Daß Ihr Verhalten den Untersuchungsausschuß gar nichts angehe: »Mein Verhalten steht nicht zur Disposition.« Grandios, Schaidinger! Nicht von ungefähr sind Sie laut SZ-Interview bekennender Gerhard-Polt-Fan! Und das muß Ihnen der Neid lassen: Außer vielleicht Kim Jong-il und Alexander Lukaschenko erfüllt niemand Polts politische Maxime so lupenrein wie Sie: »Ich brauche keine Opposition, weil ich bin bereits ein Demokrat.«
    Titanic

  • j.brandl

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    Mutbürger fallen nicht vom Himmel, sie werden gemacht.
    Zum Beispiel: Kasernen in Regensburg.
    Seit Ende der 90er Jahre steht fest, dass die meisten Kasernen in Regensburg aufgelöst werden. Seit Mitte der 0er Jahre ist klar, dass mehr oder weniger nichts bleibt. Und mit dem Wegfall der Wehrpflicht wird vermutlich nicht einmal das Kreiswehrersatzamt übrigbleiben.
    Seit ca. 10 Jahren fordern engagierte sog. Mutbürger die rasche und bürgerfreundliche Wiederverwendung (Konversion) dieser äußerst wertvollen Flächen in Regensburg.
    Am Beispiel Nibelungenkaserne lässt sich nun folgende in sich extrem logische Handlung nachspielen.
    Die Forderung nach rascher Wiederverwendung wird abgelehnt, da die Bundeswehr bleiben soll.
    „Lieber läßt man dort Schafe grasen und Hausmeisterkompanien üben als dass…“.
    Nächster Schritt, die Kaserne steht leer. Die Forderung nach schneller Konversion wird wieder abgelehnt, denn jetzt darf nicht verhandelt werden, weil sonst die Kaufpreisforderung der Bundesverwaltung zu hoch ist. Hier der Bund dort die Stadt beides staatliche Ebenen die zum Wohl der Bürger und Steuerzahler handeln sollen. Klingt irgendwie nicht ganz logisch, aber immerhin . Zumindest bis Nov. 2009, denn dann wird alles wieder ganz anders. Denn jetzt wird eine FOS/BOS auf einem Kasernengelände geplant das der Stadt zwar immer noch gar nicht gehört. Baubeginn ist aber bereits 2013 und die Fertigstellung kurz danach. Das ursprüngliche Gelände das man schon hat wird für andere wichtige Bauprojekte aufgegeben – davon ist allerdings bis heute nichts zu sehen.
    Das neue Gelände soll mehrere 10 Mio € kosten. Finanzierung bei den gigantischen Überschüssen der Stadt kein Problem – wenn nötig macht man evtl. einen kleinen Sonderhaushalt auf den kein Mutbürger einsehen darf.
    Wegen der guten Geheimhaltung – der Plan wird nur für ganz wenige Eingeweihte als Wunschzettel für das Jahr 2011 in der regionalen Zeitung (MZ 13.11) veröffentlicht- weiß die Bundesverwaltung natürlich überhaupt nichts von diesem Vorhaben und wird daher das Gelände sicher sehr günstig veräußern! Denn die sind sie ja so richtig unter Verkaufsdruck – wegen dem neuen Verteidigungsminister der braucht ja jetzt das Geld um die Bundeswehr kleiner – also teurer zu machen.
    Der echte Wutbürger ist derweil wochenlang mit anderen Dingen beschäftigt Hochwasser- Schneekatastrophe- Salzmangel- weiß und will nichts wissen.
    Die Sachlage ist auch viel zu kompliziert, selbst Fachleute steigen kaum noch durch. Am besten man vergibt ein paar externe Gutachten und plant, plant, plant, ……..nicht billig, aber !!! allemal billiger als wirklich bauen oder gar mit dem Mutbürger zu sprechen.
    Jetzt kommt der Fasching, narrischer kann´s kaum werden.

  • j.brandl

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    Fortsetzung zum vorstehenden Artikel Mut/Wutbürger- auch wenn´s vermutlich kaum einer mehr liest:

    Wie man diese Woche erfahren hat, gibt es nun doch eine Bewegung in Sachen Bebauung des ehemaligen FOS/BOS Grundstücks. Jetzt muß allerdings noch ganz schnell das sog. „Brüchner-Grundstück“ am Donaumarkt verkauft werden, so dass die Stadtbau die 300 !!! Wohnungen bauen kann. Respekt, wer hätte das gedacht, dass das Grundstück soviel Wert ist. Naja zumindest die Anschubfinanzierung wird schon rausspringen. Warum dies Immobilie damals überteuert gekauft werden mußte fragt heute (kaum noch ) einer. Normalerweise nennt man das Geldvernichtung.
    Die 2. Sache die noch anzumerken ist kam auch noch diese Woche rein. Da durften wir lesen, dass OB HS routinemäßig vom Posten des bayr. Städtetagspräsidenten abgelöst wird. Als Erfolgsposten in dieser Position schreibt er sich eine Scheibe beim Erhalt der Gewerbesteuer gut. Da frägt man sich wie dick ist denn diese Scheibe (Klarsichthüllendicke ? ) 0der andersrum wer läßt sich von einem Verwaltungsrat der Bayern LB und von einem erwiesenen Fachmann im Zerlegen der eigenen Partei beraten ? Bei diesem Sachverstand müßte man schon wieder fragen ob es dann wirklich eine gute Idee ist die Gewerbesteuer zu erhalten. Was waren eigentlich noch die Erfolgsposten als bayr. Städtetagspräsident ? Gab´s da was?

  • h.müller

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    Wenn unserem Wutbürgermeister H. Schaidinger das Volk (von dessen Wahlberechtigten ihn fast vier fünftel sowieso nicht gewählt haben) nicht dankbar genug erscheint, warum tritt er dann nicht einfach zurück?

  • mauli

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    Warum gibt es auf soviel Unsinn in einer Neujahrsansprache so viele Kommentare. Der lernt es nicht mehr.

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