Alle wollen’s konstruktiv. Regensburgs „Mosaik-Koalition“ legt trotz Kritik soliden Start hin
Starke Wahlergebnisse der beiden Bürgermeister und eine Opposition, die trotz Kritik den Willen zur Zusammenarbeit betont, prägen die erste Sitzung des neuen Stadtrats.

Ab jetzt offizielle im Amt: Bürgermeisterin Helene Sigloch, OB Thomas Burger und Bürgermeister Thomas Thurow. Foto: Stadt Regensburg/ Stefan Effenhauser
Mosaik-Koalition – so möchte SPD-Fraktionschef Alexander Irmisch das neue Bündnis aus sechs Parteien im Regensburger Rathaus nennen. Ob sich der Begriff durchsetzt, bleibt offen. Fest steht: Bei der Wahl der beiden Bürgermeister am Mittwochnachmittag kamen ein paar Mosaiksteinchen hinzu.
Helene Sigloch (Grüne), künftig zuständig für Umwelt und Jugend, erhielt 31 Stimmen. Thomas Thurow (Brücke), Hauptressorts Soziales und Sport, kam auf 30. Die Koalition selbst verfügt inklusive Oberbürgermeister Thomas Burger über 27 Stimmen.
Linke sendet „konstruktives Signal“
Die Linke hatte vor der Sitzung angekündigt, eine eigene Kandidatin für das Amt der Sozialbürgermeisterin ins Rennen zu schicken, verzichtete dann aber. „Ein konstruktives Signal“ in Richtung der Koalition sei das gewesen, sagt Sebastian Wanner im Nachgang.
Thomas Burger beschwor in seiner Antrittsrede die Zusammenarbeit „aller demokratischen Kräfte“. Kurios: AfD-Stadtrat Nikolai Sitschow, als Ältester im Gremium, nahm ihm den Amtseid ab. Die Amtskette übergab die scheidende OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer – verbunden mit dem Wunsch: „Möge dir das Amt immer ein leichtes sein.“
Wie seine Nachredner von SPD, Grünen, Brücke, Freien Wählern, Volt und ÖDP lobt Burger am Mittwoch unermüdlich die gute Gesprächsatmosphäre zwischen den Koalitionären. „So sieht partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe aus. “ Sein Versprechen: „Wir alle sind Dienstleister für unsere Stadtgesellschaft.“
AfD stimmt mal mit CSU, mal mit Linken
Für erwartete Kritik von CSU und AfD sorgt die Herabsetzung der Fraktionsgrößen von drei auf zwei Stadträte – am Ende kommen Gegenstimmen ausschließlich von CSU und AfD.
Mehrere Änderungsanträge gab es zur Erhöhung der monatlichen Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Stadtratsmitglieder und Fraktionsvorsitzende. Stadträte erhalten künftig 986,51 statt 856,29 Euro. Das sei nur eine Aktualisierung, der Satzung, so OB Burger. Die Entschädigung sei an die Beamtenbesoldung gekoppelt und bereits im April erhöht worden. Die Linke wäre gerne zum alten Betrag zurückgekehrt. Diesem Antrag stimmte nur die AfD zu.
Protest gegen AfD vorm und im Rathaus
Protest gegen die Rechtsaußen-Partei gab es bereits vor der Sitzung. Die Initiative gegen Rechts demonstrierte mit einem Transparent vor dem Neuen Rathaus. Nach der Sitzung kritisiert der Zusammenschluss die fehlende Abgrenzung von CSU-Stadträten zur AfD.
„Zusammenarbeit beginnt früh. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Höflichkeit“, sagt Nina Ziegler vom Bündnis. „Niemand muss einem AfD-Stadtrat die Hand schütteln, es gibt auch keine Pflicht zu Grußkarten oder Smalltalk. Die Normalisierung im Umgang mit der extrem rechten Partei zu verhindern, liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Mitglieds des Stadtrats.“
In der Sitzung selbst verlassen Grüne und Linke den Saal während der Antrittsrede von AfD-Fraktionschef Thomas Straub. Die Linke bleibt auch der Rede von CSU-Chef Michael Lehner fern. Das sei ein „Zeichen gegen eine drastische Verschiebung nach rechts“, heißt es vorab in einer Pressemitteilung. „Von den führenden Köpfen dieser CSU-Fraktion ist keine ehrliche konservative Politik zu erwarten. “
CSU und AfD geben sich zurückhaltend
AfD und CSU halten sich mit ihrer Kritik an der neuen Stadtregierung hingegen zurück. Straub versucht, seine Fraktion als konstruktiv zu präsentieren.
Er kenne Thomas Burger schon lange und nehme das Angebot zur Zusammenarbeit gerne an, sagt CSU-Chef Lehner. Bei der Zustimmung zur Sallerner Regenbrücke helfe die CSU gerne aus.
Die Schuldenbremse im Koalitionsvertrag lobt Lehner. Zugleich kritisiert er, die Koalition wolle viele neue Stellen schaffen. Insgesamt klingt es aber nicht so, als ob sich die CSU in der neuen Stadtratsperiode auf Fundamentalopposition verlegen möchte.
Linke will „Bremser“ benennen
Ähnlich, wenn auch mit anderen Vorzeichen, äußert sich Linken-Fraktionschef Sebastian Wanner. Thomas Burger hatte mehrfach mit den Linken über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen, sich am Ende aber gegen ein Bündnis entschieden.
Dennoch sei die Gesprächsbereitschaft der jetzigen Koalitionspartner auch danach stets vorhanden gewesen. „Das war ein freundlicher, kollegialer Umgang“, so Wanner. Der Koalition wünsche man viel Erfolg, werde ihre Arbeit aber kritisch begleiten. „Es gibt auch Bremser in dieser Koalition. Die werden wir konsequent benennen.“
Wolbergs-Urteil überschattet Tag für die Brücke
Für die Brücke wird der Tag „überschattet“ vom Urteil gegen ihren Gründer Joachim Wolbergs. Wie berichtet, verurteilte das Landgericht München I den 55-Jährigen zu zweieinhalb Jahren Haft. Sein Anwalt hat Revision angekündigt. Wolbergs nahm an der Sitzung am Mittwoch teil.
Eine juristische Bewertung stehe ihm nicht zu, sagt Brücke-Fraktionschef Rottke. „Aber Wolbergs hat als Bürgermeister und Oberbürgermeister viel für die Stadt getan. Das bleibt. “ Diesem Auftrag fühle man sich auch in der neuen Koalition verpflichtet. Man werde sich nicht spalten lassen, kündigt Rottke an. Ob diese Ankündigung trägt, wird sich in den nächsten sechs Jahren zeigen.
Astrid Freudenstein geht nach Berlin
Keine tragende Rolle im neuen Stadtrat wird CSU-OB-Kandidatin Astrid Freudenstein spielen. Während ihrer Zeit im Bundesverkehrsministerium war sie 2019 zur Ministerialdirigentin befördert worden und macht nun als Beamtin auf Lebenszeit von ihrem Rückkehrrecht Gebrauch. Ihr Stadtratsmandat will Freudenstein aber dennoch wahrnehmen.





Mr. T.
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Zum richtigen Umgang mit der AfD hat Nina Ziegler eigentlich alles gesagt. Ansonsten sollte sie eh verboten werden, wenn man unser Grundgesetz respektiert.
Zum Umgang der bruecke mit der Causa Wolbergs, sollte man vielleicht auch mal die Haltung von Rothe heranziehen und nicht immer nur Mayr als Maß der Dinge sehen. Personen wie Thurow oder Rottke sollten es schaffen, das Bild der bruecke vom Wolbergs-Wahlverein oder gar -Fanclub hin zu einer ernsthaften bürgerlich-sozialen Wählervereinigung zu transformieren. Respekt an den Nukleus des Vereins, der angesichts des für ihn niederschmetternden Urteils die Sitzung nicht geschwänzt hat und somit Interesse an der Arbeit für Regensburg demonstriert – wie übrigens schon dadurch, dass er die letzte Periode nicht direkt nach der Wahl hingeschmissen hat.
Es ist schade, dass die Linken nicht offiziell integriert wurden. So muss man schon öfter mal mit korrigierenden und selbstvergewissernden Querschüssen von ihnen rechnen, auch wenn sie wohl sehr konstruktiv mitarbeiten werden.
Samson
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Nach meinem Kenntnisstand ist Astrid Freudenstein Ministerialdirektorin, nicht Ministerialdirigentin.
Ein Ministerialdirigent ist deutlich über einem Staatssekretär angesiedelt. Soweit geht die Pöstchenschieberei dann hoffentlich doch nicht.
So oder so, die Partei versorgt ihre treuen Diener jedes Geschlechts.
Was soll auch in Regensburg?
In der CSU hat noch kein einziger Stadtrat eigenständig irgendeinen Beitrag eingebracht.
Dass die CSU jetzt auf die Brücke losgeht, ist so höchstgradig lächerlich, dass man sich eigentlich nur an den Kopf fassen kann.
Jahrzehnte lang wurden in Regensburg Bauvorhaben an drei Bauträger verteilt, die äußerst spendenwillig waren.
Spendeneintreiberei ging bis zur Erpressung.
Vielleicht wäre bei der CSU nach katastrophalen jahrzehntelang Fehlleistungen einfach mal etwas Demut angesagt.
die CSU hat bewiesen, dass sie weder regierungs noch koalitions fähig in Regensburg ist.
Und die gesamte Regensburger CSU sind die allerletzten, die mit dem Finger auf Wohlbergs zeigen dürfen!
Samson
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Ironie ende.
Ein Ministerialdirektor ist natürlich über eine Ministerialdirigenten angesiedelt. 😶
Mr. T.
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Samson, hat nicht die CSU bei solch zweifelhaften Spenden konsequent die Annahme verweigert? Oder täusch ich mich da und gegen sie wurde einfach nie ernsthaft ermittelt? Oder hatten sie einfach nur das Glück, die Wahl verloren zu haben, wonach sich die Bestechung erübrigt hat?
Das mit der Erpressung war auch nicht die CSU, das war einer von der CSU.
Wolbergs hat eben von seinem Vorgänger als sein Wunschnachfolger nicht nur das Amt geerbt, sondern auch die Verantwortung für sein System. Deswegen zeigen sie wohl mit dem Finger auf ihn.
Samson
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@Mr. T
Dir fehlt wohl der Galgenhumor!
Die SZ hat seinerzeit geschrieben, wer bei Wohlberg gräbt, kommt bei Schaidinger raus. Falsch!
Und:
Frau Freudenstein war immerhin ein Jahr im Verkehrsministerium. Nach einem Jahr wird man dort Abteilungsleiter und verdient mehr als ein Staatssekretär!
Und wird verbeamtet auf Lebenszeit.
Dazu braucht man nur das richtige Parteibuch.
In Königswiesen Süd wohnen vier Politiker der CSU nebeneinander, im perfekter Nord Süd Ausrichtung.
Das war damals Neubaugebiet.
In vergleichbarer Lage hat niemand einen höheren Preis bezahlt.
Wer in der CSU Regensburg den Mund aufgemacht hat, wurde abgesägt. Nur der fähigste Kandidat ist übergeblieben und begleidet gleich zwei hohe Ämter.
Aber wie hat es der Richter im Prozess bei Wolbergs gesagt? Wer so hohe Spenden von Bauträgern annimmt, muss sich den Vorwurf der Vorteilsnahme geradezu gefallen lassen.
Nur ein Herr Schober konnte am Feuerbachweg bauen.
Nur ein IZ bekam Wochen nach dem Kauf eine Baugenehmigung für das Karmelitenareal.
Die Ganghofersiedlung wurde über den Umweg über die baden-württembergischer Landesbank ans Immobilienzentrum verkauft, mit dem Bewohnern.
So gut wie jeder Bebauungsplan wurde nachträglich aufgebohrt und erweitert.
Die Bestände der Stadt wurden verramscht.
Natürlich hat die Tochter von Hans Schaidinger eine Immobilie erwerben können.
Das war juristisch alles in Ordnung.
Hans Schaidinger hat juristisch gesehen eine blütenweiße Weste.
Natürlich waren seine Flüge in Ordnung, seine Reisen auf Segelyachten. Natürlich war das Gehalt von 20.000 € ohne eigenen Schreibtisch in Ordnung.
Als durchgesickert war, dass man bei einer Hausdurchsuchung des Bürgermeisters 70.000 € in bar gefunden hatte, wurde Wolbergs verdächtigt.
Alles nur Gerüchte.
Aber nein, sogar die Nachstellungen und Verdächtigungen waren so schlimm, dass man gleich ein Buch schreiben muss und rumwinseln.
Abgerechnet wird nach Ablauf aller Verjährungsfristen.
(Oder so)
Unglaublich, diese unerträglichen Verdächtigungen eine Frechheit wie konnte man nur.
Alle Tiere sind gleich.
Aber manche sind eben gleicher als andere.
Eigentlich beginnt die Verjährungsfrist erst nach Datum der letzten Zuwendung zu laufen.
Aber das gilt nur für Wolbergs.
Es bleibt kein Geschmäckle es bleibt kein hautgout.
Es bleibt ein beißender Gestank !
Novalis
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Vielleicht als kritischer (im Sinne der Unterscheidung der Geister) Gedanke: Die Brücke-Stadträte sollten sich ehrlich überlegen (nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann demnächst), ob die Spaltung (von) der SPD wirklich im Sinne der Stadt ist. Ja, Joachim Wolbergs ist verurteilt. Vielleicht muss er – bei Rechtskräftigkeit – auch sein Stadtratsmandat abgeben. Aber nach Verbüßung der Strafe hat auch er das Recht auf eine Wiedereingliederung. Und warum denn nicht wieder in den Stadtrat? Er kann politisch denken. Warum sich solch ein Potential entgehen lassen? Und er hat sich keineswegs in einem Maße wie Franz Josef Strauß oder Otto Wiesheu versündigt. Wenn die nächsten Jahre zeigen, dass Brücke und SPD konstruktiv für die Stadt arbeiten können, dann sollte man der Spaltung ein Ende setzen.
Burgweintinger
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Samsung, was wollen Sie uns mit Ihrem Kommentar sagen? Sind Sie auch ein Verschwörungstheoretiker und gehören der J.W. Sekte an?
Wollen Sie uns sagen (was eh schon jeder weiß), dass in der CSU lauter Spezln sind und die vielmehr Dreck am Stecken haben?
Dann sind wir mal glücklich, dass diese Konsorten nicht der Mosaik-Koalition angehören.
Kosmopoliticus
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Volle Zustimmung zu Novalis!
Und kurze Ergänzung zu Strauß: Wer das Buch “Macht und Machtmissbrauch” des Ministerialrats a.D. Wilhelm Schlötterer (der übrigens am Regensburger AAG Abitur gemacht hat) gelesen hat, kann nur den Kopf schütteln darüber, dass Stoiber und Söder sich den Hetzer Strauß (kritische Schriftsteller nannte er “Ratten und Schmeißfliegen”) zum Vorbild nehmen, und man kann auch nur den Kopf darüber schütteln, dass nach ihm, der auf friedliche Anti-WAA-Demonstranten das international geächtete CS-Gas versprühen ließ, Straßen und ein Flughafen benannt wurden. Wann werden sie alle umbenannt werden? Armes Bayern!
Merrsad
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Der Jahn hat vor zwei Spielzeiten anfangs auch den guten Willen gehabt, die 2. Liga zu halten – wir wissen, was daraus geworden ist. Kurzum: Alleine durch wohlfeile Lippenbekenntnisse gerade nach ein paar Tagen im Amt schon eine gelungene Regierungszeit in den Raum stellen zu wollen, kommt für mich dann jetzt schon reichlich überzogen. Nach (frühestens) einem halben Jahr dann erste Zwischenbilanz zu ziehen würde einer objektiv(er)en Beurteilung dieses Häufleins voneinander Zwangsabhängiger doch wohl ungleich mehr gerecht werden. Man wünscht alleine der Stadt samt Bürgern, Führungspersonal jetzt hin oder her, nichts Schlechtes, aber: wait and see! Und klar: Juristische (Höchst)Wahrscheinlichkeit jetzt, der zu einer Haftstrafe verurteilte MdS Wolbergs wird seinen Stuhl (ebenso zwangsläufig wie zu Recht) räumen müssen, ein Nachrücker freut sich freilich schon. Sein Filius wird´s qua Listenplatz nicht packen.
Novalis
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@Kosmopoliticus
Danke und aus vollem Herzen auch Ihnen volle Zustimmung. Strauß konnte menschlich im Privaten umgänglich, jovial, liebenswürdig sein. Er war in politischen Auseinandersetzungen hart, bisweilen hetzerisch, bei der WAA auch gegen alle Vernunft bockig-trotzig und für Bayern schädlich, ja ein Kotzbrocken. Aber eines muss ich ihm bei allem Machtmissbrauch lassen: Ich sehe bei ihm selbst da, wo er sich erkennbar zum Nachteil des Gemeinwesens verhalten hat, durchzittert von der Lehre, die er gezogen hat aus 1945: Bayern und Deutschland um fast jeden Preis vor den Braunen zu schützen.
Novalis
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Was mich nachdenklich stimmt: Fast 10mal mehr Kommentare zur Verurteilung von Wolbergs als zur neuen Stadtspitze.
Da steckt eine Wirklichkeitsverzerrung dahinter.
peter
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ich finde es ja grossartig , das frau freudenstein ihr rückkehrrecht wahrnimmt, was mich aber stört ist das sie ihr mandat hier in regensburg trotz allem wahrnehmen möchte.
das lässt mich vermuten das sie entweder einen no-show-job in berlin machen wird und hier rumnervt, oder hier nur antritt wenn die CSU dringend noch ne stimme braucht.
aber das sie ernsthaft im sinne der regensburge bürger für regensburg arbeiten wird, halte ich für illusorisch
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@Kosmopoliticus
es sind 2 bücher von
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Schl%C3%B6tterer
die ich für unverzichtbar halte:
– “Wahn und Willkür. Strauß und seine Erben oder wie man ein Land in die Tasche steckt”
– “Macht und Missbrauch. Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten”
…es gibt irgendwo im netz ein sehr nettes interview mit Schlötterer, in dem er erzählt das er von der Strauss-seite mehrfach verklagt wurde und das er alle prozesse gewinnen konnte, bis auf 2, aus deren urteil aber nur folgte das er extrem spezifische aussagen wie “hat 300 mio vererbt” nicht mehr tätigen konnte (ich vermute es waren dann nur 299…)
aber im grundsatz fanden die gerichte nichts in seinen erzählungen zu beanstanden.
Manfred van Hove
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Auf kommunaler Ebene scheint die Zusammenarbeit unterschiedlicher Gruppen möglich, weil es weniger um Ideologie, sondern um Sachthemen geht Das schließt sogar in manchen Kommunen die AfD mit ein. Leider ist dies auf Bundesebe nicht möglich. Wenn es dann nur mehr um das Prinzip geht, bewegt sich Politik in einer Sackgasse und findet keine Lösungen.
Vorrang sollte jetzt die Stärkung der wirtschaftlichen Basis von Regensburg haben über alle Grenzen der Parteien hinaus. Das erfordert auch Abschied zu nehmen von alten ideologischen Erbhöfen.
Mr. T.
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Manfred van Hove, in welchen Kommunen schließt denn eine Zusammenarbeit bei den Sachthemen die AfD mit ein? Das ist doch nur ein feuchter Traum mancher Rechtsextremer. Es sagt viel aus, wenn Sie bedauern, dass dies auf Bundesebene nicht möglich ist.
Das Prinzip, dass man mit Faschisten nicht zusammenarbeitet, nicht mit ihnen kommuniziert, zu ihnen nicht freundlich ist, ist keine Ideologie. Das ist gelebtes Grundgesetz.
Was sollten die nutz- und ehrlosen Faschisten zur Stärkung der wirtschaftlichen Basis von Regensburg beitragen können?
Daniela
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@ peter
17. Mai 2026 um 11:29 | #
Ich hatte den ähnliche Gedanken, wie Sie. Ich stelle mir das wahnsinnig schwierig vor, ‘auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu wollen ‘. Zwischen Berlin und Regensburg ist ja auch eine Weile Weg zurück zu legen.
Aber es scheint, bei Frau Freudenstein hat das neben der Familie, Haus und Hof alles Platz und genügend Zeit.
Man darf also gespannt sein, wie oft Frau Freudenstein persönlich in Regensburg im Stadtrat zu den Sitzungen erscheint.
@Novalis
15. Mai 2026 um 16:22 | #
Mir schwant, ein kleiner Gedankenfehler. Sollten Brücke und SPD sich in Regensburg zusammen raufen ( im Sinne zurück in die Reihen der SPD wollen), dann wird J. Wollbergs voraussichtlich nicht mehr politisch in Regensburg tätig werden können, es sei er gründet einen neuen politischen Verein. Ich denke derartiges wird nicht stattfinden.
Zurück zum eigentlichen Thema.
Ich persönlich würde mir sehr wünschen, das ‘ Mosaik’ werde bunt und es fügt sich Steinchen für Steinchen perfekt für Regensburg zusammen.
Ich wünsche Herrn OB Burger ein gutes Gelingen und Händchen für Regensburg. Und vielleicht schaffen es ja CSU und AfD rein tatsächlich sachorientierte Stadtratpolitik zu machen und ergänzen damit die Farben des ‘Mosaik’ im Interesse der Bürgerinnen Regensburgs.
Regensburg braucht einen zuverlässig zusammen arbeitenden Stadtrat. Es stehen auf allen Ebenen schwierige Zeiten bevor, man denke hierbei an den Wirtschaftsstandort, sozialen Wohnungsbau, Ausbau einer ökologisch- ökonomisch sinnvollen Infrastruktur….
Herrn Wanner von den Linken wünsche ich die Fähigkeit, nicht mit erhobenen Zeigefinger die ‘ Bremser’ zu nennen, sondern sich stattdessen mit konstruktiv – kreativen Ideen ein zu bringen. Und an die Grünen und die Linken: Ich persönlich halte es für politisch nicht korrekt, wenn man die Sitzung eines Stadtrates verlässt, weil AfD und CSU ihre Antrittsreden im Stadtrat halten. Diese Stadträte haben ihr Mandat von den Bürgern Regensburg erhalten! Es ist in meinen Augen gleichzeitig ein Affront gegen die Entscheidung der Bürger, die diese Stadträte gewählt haben.
” Ihr sollt nicht aus einem Napf essen, aber zu einer konstruktiven Zusammenarbeit gehört eben auch Respekt vor der Entscheidung der Wählerschaft, Respekt gegenüber Menschen, die in den Stadtrat gewählt wurden. ”
Freie Wähler und ÖDP kennt man schon, bei Volt bleibt ab zu warten, wie und was an Neuen in den Stadtrat sprudelt.
Ein spannender Stadtrat, mit hoffentlich spannenden Ideen für Regensburgs Zukunft.
Stephan
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@Manfred van Hove
„und findet keine Lösungen“
Mir ist aus all den Jahren kein auch nur im Ansatz konstruktiver Lösungsvorschlag der Faschisten zu was auch immer für einer Herausforderung bekannt.
(Ja, man träumt dort sicher wie ehedem von „Endlösungen“…aber das ist nicht, was ich meine.)
Novalis
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“Das Prinzip, dass man mit Faschisten nicht zusammenarbeitet, nicht mit ihnen kommuniziert, zu ihnen nicht freundlich ist, ist keine Ideologie. Das ist gelebtes Grundgesetz.”
Danke, volle Zustimmung, Mr. T.
Und ja, es ist eine beliebte Strategie von Manfred, die AfD gezielt zu verharmlosen.
Konradsiedlungsanwohner
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Herr van Hove, ist die Doppelherzflasche leer und der Klosterfrau Melissengeist wirkt nicht. Sie glauben also allen Ernstes, das eine Zusammenarbeit mit dem Blaubraunen Chaoshaufen Sachen verbessert?
Ernsthaft???
Mit Ihrem Kommentar haben Sie sich jetzt vollends ins Abseits geschossen. Ich kann in keinster Weise nachvollziehen, wie (vorallem ältere Herren) dies immer wieder als Lösung sehen wollen.
Habe am Wochenende ein paar Bilder von unserem fast OB im Bierzelt gesehen. Bin froh dass es nix geworden ist. Und Frau Freudenstein sollte entscheiden was ihr wichtig ist. Berlin oder Regensburg. Überrascht bin ich aber nicht. Auch hier gilt: bin froh dass es nic geworden ist.
Viel Erfolg der Koalition.
Manfred van Hove
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@konradsiedlungsanwohner
Sie sind ein typisches Beispiel für die Feststellung ´Niemand will alt sein, aber alles wollen alt werden.
Auf kommunaler Ebene geht es um Sachfragen und nicht um Ideologie. Es ist nicht mein Verständis von Demokratie, einen wesentlich Teil der Bürger an der Mitarbeit daran auszuschließen. Damit bestätigen sie nur den Vorhalt der AfD, die sog. Altparteien haben sich ein politisches Monopol gesichert, ganz unabhängg vom Willen der Bürger.
Wer auf Dauer gegen den Mehrheitswillen der Bürger Politik betreibt, wird abgewählt. Das nennt man Demokratie. Besonders deutllch wird das bei den kommenden Landtagswahlen im Osten werden.
Wenn sie also die AfD verzwergen wollen, müssen sie sie sachlich stellen. Das kann ich bei ihnen nicht erkennen. Mit plumper Polemik geht das sicher nicht.
Im übrigen ist weder Alter noch Jugend ein Verdienst und kein Zeichen von Kompetenz.
Es gibt alte Idioten und junge Idioten.
Novalis
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Mein lieber Manfred,
mit Faschisten argumentiert man nicht. Man verbietet ihnen politische Betätigung. Oder lässt du deinen Hund die Würste bewachen?
Thilo B.
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@novalis: Ersetze “faschisten” durch “Extremisten”
Konradsiedlungsanwohner
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Sehr geehrter Her van Hove,
sie bestätigen mit Ihrer Wortwahl meinen bisherigen Eindruck. ‘Altparteien’, ‘politisches Monopol’, ‘Mehrheitswille’ (trotz keiner politischen Mehrheit) sind vorallem bei männlichen Senioren ein häufig anzutreffender Duktus.
Mathematik (einfache) ist weiterhin anwendbar. Mehrheit ist Mehrheit, auch wenn sie einem nicht gefällt. Trotzdem bin ich schockiert und gleichzeitig fasziniert, dass Sie mit dem Ihnen widerfahrenen Leid (vorallem durch ältere Männer), nun die politische Lösung gleich bei diesem stramm rechtskonservativem Klientel suchen.
Scheints haben Sie recht: es gibt alte Idioten, es gibt junge Idioten. Und genau deshalb spricht man nicht mit Faschisten, man koaliert nicht, und setzt sich nicht mit dem stinkenden Bullshit auseinander (Remigration, „ungebildeten Bildungspolitik“ eine „gebildete Bildungspolitik“ etc pp)
Woher kommt Ihr Wunsch nach starker, strammer Führung? Faschisten und rechtskonservative Steigbügelhalter waren noch nie die Antwort.
Es grüßt Sie freundlichst ein gar nicht so junger Idiot (in Ihren Augen).
Novalis
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@Konradsiedlungsanwohner
Das habe ich mir auch gedacht. Die sexuellen Wunschvorstellungen und die Machtstrukturen der Kirche in den 40er und 50er Jahren – das sind doch exakt die Dinge, die Rechten, Rechtsextremen und AfDler Begeisterungstränen in die Augen treiben. Wie kann man als Opfer von all dem nur genau derselben Anschauung huldigen?