Antikriegstag: Soldaten im Klassenzimmer

Antikriegstag 2012 31. August – 19 Uhr, Brandlbräu (Ostengasse) Vortrag und Diskussion in Regensburg An der Heimatfront – Soldaten im Klassenzimmer! Referent: Michael Schulze von Glaßer Bundeswehr-Werbespots im Fernsehen, Reklamestände auf Marktplätzen: immer öfter wirbt das deutsche Militär in der Öffentlichkeit um Zustimmung. Doch die Heimatfront bröckelt und die Bundeswehr müht sich ab, dies zu verhindern. Bei eigenen Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei eigens organisierten Jugendsportfesten oder bei »Tagen der offenen Tür« kann sie sich nach Belieben präsentieren. Eigens von ihr entwickelte Medien sollen insbesondere potentielle Rekruten für den Dienst an der Waffe begeistern. Zugleich drängt die Bundeswehr an die Schulen. Nach dem Ende der Wehrpflicht sorgt sie sich um neue Rekruten und um Zuspruch für zunehmende Militärinterventionen. Durch Kooperationsverträge mit Kultusministerien sichert sie ihren Jugendoffizieren Zugang in die Klassenzimmer. Schülerzeitungsredakteure erhalten Einladungen in Kasernen – zwecks freundlicher Berichterstattung. Jugendmedien werden mit Werbeanzeigen und Lehrer mit kostenlosem Unterrichtsmaterial versorgt. Im Vortrag und in der Diskussion zeigt der Referent wie die Jugendwerbung der Bundeswehr abläuft und zeigt Beispiele von Schulen, die sich gegen diese Funktionalisierung wehren. Der Referent: Michael Schulze von Glaßer, *1986. Studium der Politikwissenschaften und der Philosophie an der Universität Kassel. Arbeitet als freier Journalist und Fotograf u. a. für junge Welt, Neues Deutschland, Telepolis, der Freitag. Mitherausgeber der Monatszeitung Graswurzelrevolution und der Jugendzeitung utopia. Im Papyrossa Verlag erschienen zwei Bücher zum Thema.

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