Arbeitslosigkeit stark gestiegen!

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Regensburg agentur-fur-arbeitDie Zahl der Arbeitslosen ist im Januar steil nach oben geschnellt. 6.100 Personen, 46 Prozent mehr als im Vormonat, haben sich neu oder erneut arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit im Januar ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Regensburg deutlich angestiegen und liegt derzeit bei 14.100 Arbeitslosen. „Die strenge und lange Frostperiode hat zu einem deutlichen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Zusätzlich haben aber auch die ersten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise den regionalen Arbeitsmarkt erreicht. Damit beendet der Januar 2009 erstmals seit vier Jahren den positiven Trend, dass die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu den Vorjahren immer weiter abgebaut werden konnten“, so Gabriele Anderlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg, zur Bewertung der aktuellen Arbeitsmarktlage. Dem hohen Zugang von 6.100 Arbeitslosmeldungen stehen knapp 2 600 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Der Bestand der Arbeitslosen hat sich gegenüber dem Januar 2008 jedoch nur um 1,6 Prozent erhöht. Das sind 219 Personen mehr. Derzeit bewegt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im jahreszeitlich üblichen Rahmen. 14.100 Arbeitslose: Arbeitslosenquote stieg auf 4,9 Prozent Die Arbeitslosenquote stieg von 3,7 Prozent am Jahresende 2008 auf aktuell 4,9 Prozent. Sie liegt damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Januar 2008. Hauptsächlich Männer betroffen Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ging vor allem zu Lasten der Männer. Ihre Arbeitslosigkeit stieg im Vergleich zum Vormonat um 2.666 oder 47 Prozent auf 8.326. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist um 864 oder 17,5 Prozent auf 5.789. Dieser im Winter verstärkte Anstieg der Arbeitslosigkeit der Männer wiederholt sich jährlich, da diese vor allem von den saisonbedingten Entlassungen betroffen sind. Erschwerend kommen in diesem Winter allerdings auch die Einflüsse der Finanz- und Wirtschaftskrise zum tragen, da diese vorwiegend in männerdominierten Branchen Wirkungen zeigen und zur Kurzarbeit oder zum Abbau von Arbeitsplätzen führten. Erheblich mehr Kurzarbeit als im Vorjahr Bei der Kurzarbeit ist eine weiter steigende Inanspruchnahme im Vergleich zu den Vormonaten festzustellen. Nach dem aktuellen Stand haben im Bezirk der Agentur für Arbeit Regensburg rund 300 Betriebe Kurzarbeit für rund 4.200 Personen angemeldet. Dabei entfallen auf die konjunkturelle Kurzarbeit 75 Betriebe und rund 2.100 Personen. Weitere Firmen haben konkrete Planungen zur Kurzarbeit. 225 Betriebe haben Saison-Kurzarbeitergeld angezeigt. Das Saison-Kurzarbeitergeld wurde mit Wirkung vom 01.12.2006 eingeführt. Es unterstützt Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei den Bemühungen, die Beschäftigungsverhältnisse trotz Arbeitsausfall in den Wintermonaten Dezember bis März aufrecht zu erhalten und führt so zu einer Verstetigung der Beschäftigung in den Wintersaison und zu einer Vermeidung von Entlassungen. Saisonaler Ausschlag in allen Geschäftsstellenbezirken Die Wintermonate führen alljährlich zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit in allen Geschäftsstellenbezirken der Agentur für Arbeit Regensburg. Die Bandbreite der Arbeitslosenquoten bewegt sich dabei zwischen 3,7 und 5,4 Prozent. Hauptagentur Regensburg – Quote von 5,4 Prozent Für Stadt und Landkreis Regensburg berechnet sich im Januar eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent. Gegenüber Dezember ist sie um 1,2 Prozentpunkte angestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote bei 5,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Regensburg beträgt 7,5 Prozent (Vormonat 6,3 Prozent), für den Landkreis Regensburg 3,9 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Im Lauf des Monats haben sich 3.700 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 340 mehr als vor einem Jahr. Ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten 1 700 Personen. Der Bestand an Arbeitslosen am Monatsende beläuft sich auf 9.182 Männer und Frauen. Dies sind 980 Personen mehr als im Dezember 2008 und 670 mehr als vor einem Jahr. Der jahreszeitlich übliche Beschäftigungseinbruch in den Wintermonaten lässt vor allem die Männerarbeitslosigkeit stark ansteigen. Während sich im Vergleich zum Vormonat die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um knapp 600 auf 3.837 erhöhte, stieg die Arbeitslosigkeit bei den Männern binnen Monatsfrist um 1.400 auf 5.345 an. Von den Betrieben wurden im Laufe des Januars 550 Stellen zur Besetzung gemeldet. Zur Besetzung offen standen noch knapp 1.200 Arbeitsplätze.

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Kommentare (1)

  • Django

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    1700 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
    Davon sind doch sicherlich 10 -20 % dabei, die gezwungenermaßen ihre Arbeitslosigkeit beendet haben, nachdem diese von ihren Betreuern in der Agentur für Arbeit nur gepiesackt werden, mit ständigen Vorladungen und Trainingsmaßnahmen für einen Job und trotz Eigenbewerbungen keine Arbeitsstelle wegen fortgeschrittenen Alters mehr finden.
    Also besser: 1700 Personen konnten und mußten oder wollten wegen unmenschlichen Bedingungen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

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