Bustickets für Flüchtlinge? Die Bürokratie sagt nein

Eine Aushang des GU-Leiters in der Bus fahren bleibt für die 220 in Regensburg lebenden Flüchtlinge weiterhin ein kaum erschwinglicher Luxus. Eine Bitte des Regensburger Flüchtlingsforums, den Asylbewerbern Monatskarten für zehn Euro pro Monat zur Verfügung zu stellen, wurde vom RVB abgelehnt. Der Sozialtarif sei abgeschafft, lautet die Begründung. Eine unbürokratische Lösung ist offenbar nicht möglich. Man verweist beim RVB auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Das Flüchtlinsforum solle sich ans Sozialamt wenden.
Foto:Archiv
Flüchtlinge erhalten im Monat 40 Euro Bargeld und einmal wöchentlich ein Essenspaket vom Freistaat. Damit solle „eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben“ ermöglicht werden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln scheint eine solche Teilhabe in Regensburg nicht möglich zu sein. Die billigste Monatskarte gibt es derzeit ab 38 Euro, die Flüchtlinge leben in der abseits gelegenen „Sammelunterkunft“ an der Plattlingerstraße. Mehrfaches Schwarfahren macht es den Behörden leichter, Flüchtlinge abzuschieben. Das Regensburger Flüchtlingsforum will sich nun ans Sozialamt wenden. Scheitert das Anliegen verbilligter Bustickets für 220 Menschen auch dort, soll ein Antrag an den Stadtrat folgen.

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