Chef der Energieagentur Regensburg fordert: Politik muss sich positiv zu Windkraft und Heizungsgesetz positionieren
Bei Heizungsgesetz und Windkraft kursieren viele Unwahrheiten und Emotionen. Diese Verunsicherung führe zu einer Abwartehaltung, die teuer werden kann, mahnt Ludwig Friedl.

Seit 2021 ist die Energieagentur im Rubina-Gebäude auf dem Nibelungenareal untergebracht. Foto: as
Die Energieagentur Regensburg ist eine Erfolgsgeschichte. Das zeigt der Bericht, den Geschäftsführer Ludwig Friedl am Dienstag im Umweltausschuss den Stadträtinnen und Stadträten vorlegte. Der 2009 auf Initiative von Stadt und Landkreis gegründete Verein ist auf über 200 Mitglieder gewachsen – Stadt und Landkreis, Kommunen, Unternehmen, Verbände.
Die finanzielle Lage ist stabil, das Interesse wächst. Jahr für Jahr organisiert die Agentur Informationsveranstaltungen – inzwischen im dreistelligen Bereich. Es geht um Energieeffizienz in Gebäuden, erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit, um Klimaschutz im Alltag und in der Kommune, um Förderprogramme für Sanierung und Neubau, um Technik – von Photovoltaik bis Wärmepumpe. Praxisnah, konkret, gefragt.
„Heizungshammer“-Berichte lösten teure Abwartehaltung aus
Bis zu 1.500 Menschen nutzen jährlich die Möglichkeit einer individuellen Beratung. Ein großes Thema der letzten Jahre: die Wärmepumpe – und das viel diskutierte „Heizungsgesetz“, das es in dieser Form nie gab.
2023/24, als vor allem Springer-Medien vom „Heizungshammer“ sprachen, seien die Leute teils „völlig verwirrt“ gewesen, sagt Friedl. „Die haben im Internet gelesen und gelesen und wussten am Ende nicht, was sie tun sollen.“ Verunsicherung dominierte – und führte oft dazu, dass viele gar nichts unternahmen.
Friedl spricht von einer „Abwartehaltung“, die bis heute anhält. Schließlich steht das Gesetz derzeit auf der Kippe – ein weiterer Streit innerhalber der schwarz-roten Bundesregierung.
„Rechnungen des Nichtstuns teurer als die des Investierens.“
Ludwig Friedl gilt als unprätentiöser, kenntnisreicher Ansprechpartner. Er polemisiert nicht, er zeigt Möglichkeiten und Chancen. Vielleicht spart er es sich deshalb, die Verantwortlichen für die Verunsicherung zu benennen. Etwa CDU/CSU, die im Bundestagswahlkampf beim Thema Wärmepumpe und „Heizungsgesetz“ mit Halbwahrheiten und Falschinformationen arbeiteten, um vor allem die Grünen attackieren zu können.
Eine Folge: Im vergangenen Jahr setzten 600.000 Haushalte in Deutschland, die eine neue Heizung brauchten, auf Öl. Eine Entscheidung, die – das macht Friedl klar – nicht nur dem Klima schadet. Sie wird für die Betroffenen auch teuer, spätestens mit der steigenden CO2-Bepreisung ab 2027. „Dann sind auch alle Rechnungen des Nichtstuns teurer als die des Investierens.“
Noch immer biete kein anderes Land so gute Fördermöglichkeiten wie Deutschland. „Die Bedingungen sind sehr gut. Es ist eine sehr gute Zeit, um zu handeln. “
Fachleute warnen vor Abschaffung des Heizungsgesetzes
Friedl mahnt zudem, den Blick auf das „Heizungsgesetz“ – korrekt Gebäudeenergiegesetz – zu weiten. „Ein Gebäude hat mehr als nur eine Heizung.“ Das Gesetz sei von Fachleuten erarbeitet worden und „wirklich gut gemacht“.
Derzeit warnten Vertreter der Heizungsbranche und Fachleute eindringlich davor, dieses Gesetz abzuschaffen oder in wesentlichen Punkten zu verändern. Deutschland sei hier „gut positioniert“.
„Mit Windkraft kann eine Gemeinde richtig gutes Geld verdienen.“
Eine Lanze bricht Friedl auch für die Windenergie. Es gebe kaum ein Thema, bei dem „so viel Unwahrheiten und Emotionen“ kursieren. Die Politik müsse sich klar positiv dazu bekennen. „Jeder, der einen Taschenrechner zur Hand nimmt, weiß, dass nicht ein paar Windräder, Elektrolyseure und PV-Anlagen ausreichen, um Erdgas zu ersetzen – dafür verbrauchen wir derzeit zu viel Erdgas.“
Windstrom sei die kostengünstigste Art der Stromerzeugung. Und dass die Zukunft von Heizung und Mobilität in Städten elektrisch wird, „darin sind sich alle Fachleute weltweit einig“.
Friedls Wunsch: So wie bei Gewerbegebieten sollten sich Kommunen und Flächeneigentümer um Windkraftflächen bewerben – statt wie oft im politischen Diskurs zu versuchen, sie abzuwehren. „Mit Windkraft kann eine Gemeinde richtig gutes Geld verdienen.“


Mr. T.
| #
Halbwahrheiten und Falschinformationen ist sehr milde ausgedrückt. Für diese schwarzbraune Lügenkampagne im letzten Wahlkampf hätten sich die Protagonisten eingesperrt gehört und nicht in Regierungsverantwortung.
Leider sind Lügen erlaubt, mittlerweile nicht mal mehr verpönt und gehören bei manchen einfach zur politischen Grundausstattung. Früher hätte man sich hoch dafür geschämt, beim Lügen erwischt zu werden, heute dreht man sich einfach um und lacht, in der Gewissheit, dass es genug Deppen gibt, denen das egal ist und einen trotzdem oder gar deswegen wählen.
Trump hat’s seinerzeit in den USA vorgemacht, die AfD hat dann den Proof of Concept für Deutschland nachgewiesen und die Union arbeitet mittlerweile täglich erfolgreich damit. Wen kümmern schon Fakten, wenn man mit gefühlten Befindlichkeiten weiter kommt?
Max Kreitmair
| #
Mr.T. – sehr gewagte Aussage von jemanden, der dieses Jahr unter einem anderen Artikel die massive Strompreiserhöhung seit 2020 geleugnet hat 😅
Jürgen
| #
@ Mr. T: Absolut richtig.
Auch die Verpflichtung der Kommunen zum EEG blieb bei den ganzen Hetzkampagnen von den Schwarzen, den Braunen und den “freien Orangen” unbeachtet.
Die Novellierung des EEG wurde im Detail überhaupt nicht beachtet.
Das Zauberwort hieße “Bürgerenergie!”
Rainer Schmidt
| #
Das Heizungsgesetz ist ein Paradebeispiel für die Kluft zwischen politischen Idealvorstellungen und der praktischen Realität. Politische Akteure, insbesondere aus den Reihen der Grünen und der Linken, haben das Gesetz häufig als eine einfache und problemlose Lösung für die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor dargestellt. So wurde etwa behauptet, dass die Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme für „jeden“ erschwinglich sei, die Umsetzung in bestehenden Gebäuden problemlos möglich und die Klimaziele schnell erreichbar würden. Zudem wurde der Eindruck erweckt, dass Mieter nicht mit zusätzlichen Kosten belastet würden und die Versorgung mit Energie stets gesichert sei. Diese übertrieben optimistischen Aussagen führten zu weit verbreiteter Verunsicherung und Ablehnung.
Die Realität ist jedoch deutlich komplexer: Die Umstellung auf erneuerbare Heiztechnologien ist für viele Haushalte mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden, insbesondere in älteren und schlecht isolierten Gebäuden. Auch wenn Förderprogramme existieren, bleiben die Kosten für viele Bürger schwer tragbar. Zudem sind Wärmepumpen oder andere Technologien nicht in jedem Gebäude problemlos einsetzbar, was bauliche Anpassungen und damit weitere Kosten erforderlich machen kann. Der angeblich problemlose Zugang zu den Förderungen wurde von vielen als unrealistisch eingeschätzt, da nicht jeder Haushalt von den Zuschüssen gleichermaßen profitieren kann.
Darüber hinaus wurde die Frage der Versorgungssicherheit mit erneuerbarer Energie in der politischen Kommunikation oft nicht ausreichend thematisiert. Die zunehmende Nutzung von Strom für Heizung und Elektrofahrzeuge stellt die Energieinfrastruktur vor erhebliche Herausforderungen, die mit den bestehenden Kapazitäten noch nicht ausreichend abgedeckt sind. Dass das Gesetz ohne die Gefahr von Versorgungsengpässen oder Infrastrukturengpässen umgesetzt werden könne, wurde von vielen als zu optimistisch angesehen.
Die Übertreibungen und Vereinfachungen in der Kommunikation des Heizungsgesetzes haben zu einer breiten Verunsicherung und Kritik geführt, da viele Bürger das Gefühl hatten, dass ihnen eine langfristig teure und komplizierte Umstellung als einfache und schnelle Lösung verkauft wurde. Der Wunsch, die Klimaziele schnell zu erreichen, ist nachvollziehbar, aber die oft zu kurz gegriffenen, optimistischen Aussagen haben dazu beigetragen, dass das Gesetz als umstritten wahrgenommen wird. In der praktischen Umsetzung sind die Herausforderungen bei der Finanzierung, der Infrastruktur und der Akzeptanz bei den Betroffenen deutlich spürbar, was die politische und gesellschaftliche Diskussion weiter anheizt.
Der Redakteur möge mir die Verwendung des Wortes “umstritten” verzeihen ;-)
Paul
| #
Kommentar gelöscht. Zum x-ten Mal: Bitte zum Thema.
Mr. T.
| #
Max Kreitmair, keine Ahnung, was Sie da meinen und was das für einen Zusammenhang haben soll. Ich weiß nur, dass ich im Moment weniger für die kWh zahle als 2020.
Rainer Schmidt, Ihr Blödsinn geht schon mit einem völlig verkehrten Framing los. Das GEG kommt schon mal von der GroKo. Die haben es als ein Instrument zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor so vorgesehen. Die Ampel hat es dann nur vorgezogen und dafür aber entschärft. Vorher war vorgesehen, dass auch funktionierende fossile Heizungen ab einem bestimmten Termin ausgebaut werden müssen. Das wurde zum Beispiel entschärft. Trotzdem hat Schwarzbraun verbreitet, dass “Habeck die Öl- oder Gasheizung rausreißen lassen will”, obwohl genau das Gegenteil der Fall war. Im Gegensatz zu dem, was Sie da so schreiben, war das Problem, dass Schwarzbraun dann ihr eigenes, entschärftes Gesetz mit übertriebenen bis Falschbehauptungen diskreditiert haben. Wer kann sich nicht mehr erinnern an die abenteuerlichen Rechnungen beim Gegenüberstellen einer neuen Gasheizung und einer Wärmepumpe? Da wurde dann mal so getan, als wäre für eine WP eine komplette energetische Sanierung des Hauses nötig. Natürlich senkt eine solche Sanierung den Wärmebedarf – unabhängig davon, ob dieser mit Öl, Gas oder einer Wärmepumpe gedeckt wird. Sollte die bestehende Heizleistung bei Absenkung der Vorlauftemperatur nicht mehr ausreichen, gibt es auch relativ einfache Lösungen, diese wieder zu erhöhen. Sie wiederholen hier einfach nur wieder denselben Bullshit, mit dem die damalige Opposition ihr eigenes Gesetz in den Dreck gezogen hat und so für die breite Verunsicherung gesorgt hat, die noch viele dazu verleitet hat, nochmal Gas oder Öl neu einzubauen. Wobei ich aber nicht damit rechne, dass diese dann so weitsichtig sind, dies dann Schwarzbrauen anzulasten, wenn sie ihr blaues Wunder erleben. Die werden sicher auch noch eine Volte finden, um es nach wie vor Habeck in die Schuhe zu schieben. Man will sich ja seine eigene Dummheit nicht eingestehen.
KW
| #
Mr. T. wunderbar und 100%ig korrekt formuliert, danke dafür.
Leider kommen ja auch hier sofort die üblichen Verdächtigen um die Ecke, manche mit ganzen Aufsätzen, manche mit kurzen zusammenhanglosen Kommentaren.
Beweisen tun diese Leute damit hauptsächlich, dass sie zu den sehr, sehr vielen Menschen gehören, die auf die Kampagnen des Wurstinfluencers sowie von Merz und Co. gerne reingefallen sind und bei denen die Gehirnwäsche “Die Grünen sind an allem Schuld” einwandfrei funktioniert hat. Fakten? Egal.
Schulhof-Mobbing Niveau eben, nur dass die AFD das noch viel besser beherrscht, allerdings nun zu Lasten der Union.
Drum werden die Unions-Parteien die AFD auch nicht wegregieren sondern diese in naher bis noch näherer Zukunft als Junior-Partner an die Regierung bringen.
Was wahrscheinlich auch noch einem nicht unbeachtlichen Teil des CxU Wahlvieches gar nicht so unrecht sein wird.
Volker Artmann
| #
Der Kommentar von Rainer bietet bereits eine differenzierte Darstellung der Diskrepanz zwischen politischer Kommunikation und der praktischen Umsetzung des Heizungsgesetzes. Im Kern wird deutlich, dass politische Botschaften teilweise zu optimistisch formuliert wurden und dadurch Erwartungen geweckt haben, die in der Realität nur schwer zu erfüllen sind.
Politische Aussagen mit stark vereinfachenden oder sehr optimistischen Prognosen sollten grundsätzlich kritisch geprüft werden – besonders dann, wenn sie von Personen stammen, die selbst keine tiefergehenden technischen oder wirtschaftlichen Fachkenntnisse besitzen. Gerade in der Energie- und Gebäudetechnik sind viele Zusammenhänge komplex, sodass seriöse Einschätzungen meist nuanciert ausfallen.
Zudem ist es ein bekanntes ökonomisches Phänomen, dass staatliche Förderprogramme in bestimmten Branchen zu Preisreaktionen führen können. Hersteller und Händler passen gelegentlich ihre Preise an, wenn sie wissen, dass Verbraucher hohe Zuschüsse erhalten. Dadurch kann ein Teil der Förderung im Markt versickern, anstatt beim Endkunden anzukommen. Ob und in welchem Ausmaß dies im konkreten Fall geschieht, hängt jedoch vom Wettbewerb, der Kostenstruktur und der Regulierung ab, sollte aber bei der Planung und Kommunikation solcher Programme stets berücksichtigt werden.
Insgesamt ist der erwartete zusätzliche Strombedarf durch eine steigende Zahl von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen immer noch eine reale Herausforderung. Parallel dazu hat die Abschaltung klassischer Grundlastkraftwerke strukturelle Änderungen im Energiesystem ausgelöst. Das erhöht die Anforderungen an Netzausbau, Speichertechnologien und flexible Erzeugung. Wenn diese Punkte in der politischen Kommunikation nur unzureichend adressiert werden, kann dies das Vertrauen der Bevölkerung in die Umsetzbarkeit solcher Transformationsprojekte beeinträchtigen.
Somit zeigt sich, dass die Akzeptanz großer energiepolitischer Maßnahmen stark davon abhängt, wie transparent Chancen und Risiken kommuniziert werden, wie realistisch die erwarteten Belastungen dargestellt sind und ob technische wie wirtschaftliche Herausforderungen offen benannt werden.
Statistiker
| #
Ohje, wurde der Artikel in einer AfD Facebook-Gruppe geteilt? Anders kann ich mir die Verteilung der Likes und Dislikes sowie die länglichen Chat-GPT-artigen Kommentare nicht erklären
Mr. T.
| #
Volker Artmann, es ist schon richtig, dass Chancen und Risiken transparent kommuniziert und die erwarteten Belastungen realistisch dargestellt werden müssen – nicht nur beim Thema hier. Leider hören viele Wähler*innen aber lieber einfache Lösungen, die nichts von ihnen abfordern und goutieren das – egal wie unrealistisch das ist. Sie lassen sich zu gern in die eigene Tasche lügen. Das ist es ja, was zum Beispiel auch Habeck zum Problem geworden ist, der versucht hat, die komplexen Probleme zu erklären und was zu deren Lösung auf jeden zukommt. Ironischerweise hat erst diese Tage Merz, der zuvor nur mit populistischen Scheinlösungen dagegen gehalten hat, jetzt – wo er selber am Ruder ist – auch die Komplexität der Probleme hervorgehoben.
Beim erhören Strombedarf durch Wärmepumpen oder Elektromobilität darf man allerdings nicht den Fehler machen, den Strombedarf der substituierten Technologien zu unterschlagen. Beispielsweise benötigt ein fossil betriebenes Auto auch rund 30% des Stroms eines Elektrofahrzeugs für eine bestimmte Strecke – hauptsächlich für das Gewinnen und Raffinieren des Erdöls.
Christian Huber
| #
Gelöscht. Bitte keine persönlichen Kabbeleien.
Thilo B
| #
zu der Diskussion passt eigentlich folgender Artikel der taz recht schön: (link in meinem Namen)
Soviel Selbstkritik wie Robert Habeck dort bzgl. seiner Kommunikation zum GEG übt, würde man auch mal gern von so manch anderem “GEG Diskutanten” hören
Thomas S.
| #
Ihr denkt wohl, dass das keiner merkt, wenn ihr eure Antworten von der KI eures Vertrauens schreiben lasst…
Da täuscht ihr euch leider.
Jürgen
| #
Es ist schon erstaunlich, wie viele Falschinformationen gerade bei den Skeptikern immernoch kursieren. Dabei werden Fachmeinungen ignoriert oder sogar angefeindet.
“Mieten steigen”, “bei Altbau nicht machbar” und der ganze Bildzeitungskram von damals. Es ist meine Arbeit, Gebäude zu sanieren oder neu zu bauen. Mein Hauptaufgabenfeld denkt sogar über eine große (sehr große) Wärmepumpe für eine zentrale Wärmeversorgung von dutzenden Gebäuden nach. Nur so am Rande.
Sanierungen werden immer mit den Mieten umgelegt, da sie immer eine Wertsteigerung beinhalten. Die Aussage ist also allgemeingültig. Einige vergessen aber, dass dabei die Heizkosten im gleichen Maße sinken!
Wenn also in den nächsten Jahren Wohnungen unbezahlbar werden, liegt es nicht nur an den Mieten, sondern besonders an den Nebenkosten. Sicherlich kann man wegen dem Einbau einer Wärmepumpe ein Haus zusätzlich dämmen, aber das macht auch ohne dem Vorhaben eine Wärmepumpe einzubauen, Sinn. Also auch hier eine völlig, vom Hören-Sagen, schiefe Argumentation.
Eine längst fällige Sanierung des Altbestandes stört nur jene Vermieter, die nur kassieren, aber nicht den Wert des Gebäudes erhalten wollen. Für die Nebenkosten kommt eh nur der Mieter auf und der prekäre Wohnungsmarkt erübrigt eine kritische Kontrolle des Energiebedarfs der Wohnung.
Die Bildzeitung hat für ihre Haltung ein Motiv! Der Hauptaktionär des Springerverlages, KKR investierte umfangreich in fossile Energieträger. Ein flächendeckender Einsatz von Wärmepumpen oder anderen follilfreien Heizungen sind quasi geschäftsschädigend!
Die Blaunen wollen immer nur spalten und denen ist jedes Thema dafür recht.
Aber was zum Kuckuck haben Schwarze, Orange und FDP davon?
Aktuell kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Habeck in fast allen Punkten Recht hatte. Eigentlich müsste Merz zurücktreten, denn er macht exakt das Gegenteil von dem was er versprochen hatte.
Auch a Regensburger
| #
Die idiologische Politik und Kommunikation von der konservativen Site, Allen voran der Maggus sind schädlich für unsere Wirtschaft und den eigenen Geldbeutel.
Gesamtwirtschaftlich geht die Firma unter die wegen Streuben vor Modernisierung die Fix Kosten hochhäldt.
Diese Fixkosten gehen runter mit mehr Erneuerbaren, Elektrifizierung, Wärmepumpen, E Autos.
Gemeinden hätten mit erneuerbaren erhebliche zusätzliche Einnahmequellen. Ein Bauer kann sich mit nur einem kleinen Teil seiner Felder mit PV zukunftsfähig machen. Konstante lukrative Einnahmequellen.
Ein Hausbesitzer zahlt am Ende mehr. Die deutsche Autoindustrie verliert Marktanteile wegen E Autos und der Heimatmarkt kauft nix. Dauerhaft gibt der Autobesitzer mehr aus, da das fahren erheblich teurer mit Benzin ist.
Berthold Kutzer
| #
es ist ja schön und gut, dass wir uns alle für eine grüne Zukunft starkmachen, aber ein bisschen mehr Realitätssinn wäre auch nicht verkehrt. Ihr wollt die Welt retten, aber gleichzeitig hat Deutschland noch immer nicht die nötige Infrastruktur für die massenhafte Nutzung von Wärmepumpen und E-Ladestationen. Und dann fragt euch mal, wie das funktionieren soll, wenn man gleichzeitig noch mit einer Energieversorgung ohne Atomkraft auskommen möchte – und das auch noch über Nacht.
Klar, „nachhaltig“ und „klimaneutral“ sind schöne Schlagwörter, aber ohne funktionierende Netzwerke und realistische Planungen bringt uns das nichts. Wir sind einfach nicht in der Lage, den „grünen Traum“ in dieser Geschwindigkeit zu leben, wenn die Grundlagen fehlen. Also, bevor wir uns weiter in einen radikalen Eifer stürzen, sollten wir vielleicht erst mal den Boden bereiten, auf dem diese Vision überhaupt wachsen kann.
Energie ist eben nicht nur Ideologie, sondern auch Technik, Logistik und vor allem: Zeit.
Roman Serlitzky
| #
Den ersten Winter ohne Atomkraft 2023/2024 hätte Deutschland wohl nicht überlebt, wenn die Menschen blind den rotgrünen Ideologen gefolgt wären und flächendeckend bereits Wärmepumpen in Betrieb gewesen wären.
Burgweintinger
| #
Kommentar gelöscht. Bitte sachlich.
Roman Serlitzky
| #
Kommentar gelöscht. Bitte mal alle einen Gang runterschalten.
KW
| #
Mittlerweile ist es mit Themen wie Energie, Nachhaltigkeit oder Klimawandel bald schlimmer als zu Corona-Zeiten.
Obwohl man ja weiss, dass die am wenigsten informierten Leute meist am lautesten ihre völlig absurden Theorien als Tatsachen kundtun, ist man doch immer wieder erstaunt darüber. Und auch darüber, wie diese Leute immer plötzlich in Massen hervortreten, nur wenn eines ihre Triggerthemen bedient werden muss.
Ich muss zugeben, es fällt mir wirklich schwer, es so zurückhaltend zu formulieren.
Und es fällt auch sehr schwer, gegen diese Ignoranz noch mit Zahlen und Fakten zu arbeiten, da sinnlos. Das ist ähnlich wie mit Flat-Earthern, denen ist auch nicht mehr zu helfen.
Thomas Juppe
| #
Das Heizungsgesetz wird nicht funktionieren.
Wenn Menschen gezwungen werden eine komplett neue Heizung zu installieren, kein Geld haben und keinen Kredit bekommen. Müssen die dann ihr Eigenheim verkaufen?
Das ist Sozialismus mit Enteignung.
Studi
| #
@Berthold Kutzer
28. November 2025 um 09:36
Wärmepumpen und E Ladestationen kommen eben nicht “über nacht” wie Sie suggerieren (der Atomausstieg war ünrigens auch jahrelang geplant und nicht “über nacht”). Moderne Öl und Gasheizungen halten auch gerne mal 20Jahre. Verbrenner werden sowieso noch zehn Jahre neu zugelassen. Gleichzeitig steigt die Stromproduktion mit erneuerbaren energien nicht linear sondern eher exponentiell (auch historisch zu beobachten), weil neue Solarmodule und Windräder effizienter und gleichzeitig billiger werden. Dann kommt noch dazu dass durch E Autos und Wärmepumpen der Primärenergiebedarf um etwa zwei drittel gesenkt wird, man muss die fossilen Energieträger also nicht vollständig ersetzen. Stromspeicher werden gerade aus wirtschaftlichen Gründen massiv ausgebaut bzw geplant. Diese Entwicklung ist auch unserem ehemaligen Wirtschaftsminister zu verdanken. Innerhalb der letzen Legislaturperiode wurde der Ausbau der Erneuerbaren erstmals so stark beschleunigt, dass man die Klimaziele erreichen kann.
@Roman Serlitzky
28. November 2025 um 12:29
Ihr Argument ergibt keinen Sinn. Fakt ist dass der Wegfall der Atomkraft quasi keine Auswirkung auf den Strommarkt hatte. Sie können nicht annehmen dass wir zu diesem Zeitpunkt alle mit E auto und Wärmepumpe ausgestattet wären ohne dass der Energiebedarf schon vor dem Atomausstieg gedeckt gewesen wäre. In diesem Fall hätte der Atomausstieg genauso wenige Konsequenzen gehabt wie es tatsächlich der Fall war. Kurz gesagt: Egal ob wir mit Strom oder Gas heizen, es fällt nominal dieselbe Energiemenge beim Atomausstieg weg, die aufgefangen werden muss.
Ich kann @Jürgen nur Bedingungslos zustimmen. Zusätzlich haben wir noch den Effekt dass der Großteil der Mietpreise und Immobilienpreise in Regensburg nicht im Gebäude sondern im Grundstückspreis stecken. Ist ein Gebäude sanierungsbedürftig, so sinkt schlicht und ergreifend der Immobilienwert. Im Zweifelsfall sinkt der Wert so weit dass ein Abriss und Neubau lukrativer ist. Dann werden die Abrisskosten/Sanierungskosten mit dem deutlich höheren Grundstückspreis gegengerechnet, sodass man trotzdem mit derselben Rendite vermieten kann wie vorher. Der Markt sollte das regeln (warum das in der Praxis nicht so einfach ist liegt nicht an der Wärmepumpe, sondern an allgemeinen Defekten des Kapitalismus).
Wärmepumpen rechnen sich jetzt schon aus wirtschaftlichen Gründen gegenüber Gasheizungen, in zukunft erst recht. Menschen aus altueller finanzieller Not zum Kauf einer Gasheizung zu raten ist kurzsichtig und unsozial. Das Bild vom Hausbesitzer der beim Tausch der Heizung Insolvenz anmelden muss sollte einem zu denken geben. Das heißt nämlich nichts anderes als dass man in einer Immobilie lebt, die man sich eigentlich nicht leisten kann. Und dass hat nichts mit Energiepolitik zu tun, sondern mit sozialpolitik und gewissermaßen auch Gerechtigkeit.
Zum Thema Gaspreis und Strompreis folgende Statistiken über NEUKUNDEN Verträge:
https://www.verivox.de/strom/strompreisentwicklung/
https://www.verivox.de/gas/gaspreisentwicklung/
Mr. T.
| #
Thomas Juppe, Sie haben anscheinend noch weniger Ahnung vom Gebäudeenergiegesetz als überhaupt keine. Der Zwang zur Installation einer neuen Heizung (obwohl die alte noch funktioniert) stand mal in der ursprünglichen Fassung der Union. Mit der Änderung durch die Ampel (welche die Union so sehr kritisiert hat) ist dieser Zwang weggefallen. Recherchieren Sie doch das nächste mal einfach etwas bevor Sie den schwarzbraunen Blödsinn nachplappern, um sich nicht komplett zu blamieren.
Burgweintinger
| #
Mr.T, ich bewundere Sie.
Warum versuchen Sie Leuten wie Juppe oder Romansky mit Argumenten zu kommen? Wie bereits KW erwähnte, einen Flat Earther werden Sie nicht davon überzeugen, dass die Erde rund ist, egal wie klar Sie ihm die Faktenlage darlegen…
Paul
| #
Servus
Immer wieder interessant wie über die verschiedene Arten, Vorteile ,Nachteile der Energie diskutiert und dabei andere zum Teil “diskreditiert” werden :-(.
Es soll ja Leute geben denen ist das wurscht, da ja der Strom aus Steckdose kommt .:-)) …
Mt. T.
| #
Burgweintinger, mir gehts eigentlich eher, um die, die nicht in der Lage sind, Fakten richtig einzuordnen und physikalische Hintergründe zu verstehen, und dann Gefahr laufen, den Blödsinn zu glauben. Ob die Angesprochenen das überhaupt selber glauben, weiß ich nicht. Da hilft mir auch Hanlon nicht weiter. Wenn so etwas zum Beispiel von irgendeinem Bot aus St. Petersburg oder der Staatskanzlei verbietet wird, ist das wohl nicht nur durch Dummheit erklärbar.
Thilo B.
| #
Mr. T. Sie erzählen viel ideologisch gefärbtes, was aber einfach faktisch falsch ist. Das ist genau die Form von Kommunikation, die Robert Habeck kritisiert hat.
KW
| #
Wenn Leute inflationär mir Begriffen wie Ideologie oder auch Technologieoffenheit um sich werfen, ist in der Regel alles klar.
Es handelt sich praktisch immer um Leute, die Parteien wählen, in denen Wurstinfluencer das Sagen haben oder die einen Elefant im Porzellanladen als Bundeskanzler geliefert haben.
Also Leute, deren Konservativität leider so ins manische geht, dass sie sich der Realität und ECHTEN Fakten verweigern, sei es auch noch so sehr zu ihrem eigenen Nachteil.
Und selbst wenn sie dann irgendwann (wenn es zu spät ist) kapieren sollten, wie falsch sie lagen, sind auf jeden Fall die Grünen schuld.
Weil das ja klar ist.
Edwin
| #
Gerade da die Energieagentur aus Regensburg kommt, wäre es schön zu hören,
wie man das Heizungsgesetz in der Regensburger UNESCO-Altstadt umsetzen würde.
Gerne am Beispiel des Gebäudes der Unteren Denkmalschutzbehörde.
Gas und Öl soll es ja (zurecht) nicht mehr sein.
Fern/Nahwärme wird wahrscheinlich auf Basis oben genannter Behörde schwierig/unmöglich.
Wärmepumpe wird wahrscheinlich auf Grund der Enge der Bebauung und oben genannter Behörde schwierig/unmöglich.
Es wird wohl auf Strom-Direkt-Heizung rauslaufen. Dank Steuerzahler sind ja quasi
unendliche monetäre Mittel vorhanden um Behörden-Gebäude auch damit auf 25 Grad zu
bekommen. Egal wie zugig die Bude ist:-)
@regensburg digital:
Das wäre vielleicht tatsächlich ein interessantes Thema:
Welche Schritte plant die Stadt und der Denkmalschutz bzgl. des Gebäudes der Unteren Denkmalschutzbehörde im Rahmen des Heizungsgesetzes und Wegfalls/Verteuerung von fossilen Brennstoffen.
Daraus könnte vielleicht ein praktischer Leitfaden für andere Eigentümer in der Altstadt werden.
KW
| #
Edwin, die Denkmalschutzbehörde ist hier aussen vor, (auch) für die gelten anderen Regeln als Physik und Mathematik.
Funktionierende Konzepte gäbe es natürlich, z.B. eine Wärmepumpe in der Donau die für die ganze Altstadt reichen würde, aber von solch innovativen Lösungen, die sich schon mittelfristig rechnen, hält man hier wohl nicht allzuviel.
Man gebe das Wort “Flusswärmepumpe” in eine Suchmaschine ein und informiere sich (bevor wieder welche schreien “Beispiele?” “Blödsinn!” etc.)