Gerhard Schröder in Regensburg

Der Hartz-Kanzler kommt

Altbundeskanzler Gerhard Schröder kommt für einen Vortrag nach Regensburg. 

Altbundeskanzler Gerhard Schröder kommt für einen Vortrag nach Regensburg. Foto: Plakat / Website roots e.V.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder kommt für einen Vortrag nach Regensburg. Foto: Plakat / Website roots e.V.

Prominenter Besuch an der Universität: Auf Einladung des Instituts für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie sowie dem Ehemaligenverein der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät roots e.V. kommt am 2. Dezember Gerhard Schröder nach Regensburg. Der Altkanzler wird im Vielberth-Gebäude zu einem seiner Lieblingsthemen sprechen: „Agenda 2010 – Rückblick und Perspektiven“ lautet der Titel seines Vortrags.

Die unter Schröder durchgeführten Sozial- und Arbeitsmarktreformen, insbesondere die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu Hartz IV, werden bis heute von vielen Seiten heftig kritisiert. Auch weite Teile der SPD sind mittlerweile von Schröders Reformen abgerückt, geben Fehler zu.

Altbundeskanzler von Altoberbürgermeister stets bewundert

Der ehemalige Regensburger Oberbürgermeister und baldige Ehrenbürger der Stadt Hans Schaidinger hatte Schröder für die Agenda 2010 stets bewundert.

Im Anschluss an Schröders Vortrag an der Universität wird es eine Podiumsdiskussion mit Prof. Joachim Möller (IAB) und Prof. Wolfgang Wiegard (ehemaliges Mitglied im „Rat der fünf Wirtschaftsweisen“) geben. Die Plätze für die Veranstaltung sind begrenzt – anmelden kann man sich über die Website des roots e.V.

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Kommentare (23)

  • peter-deutsch

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    Wir man seine Rede überhaupt geniessen können bei den vielen Buhrufen ?

  • Monika Koch

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    Was bekommt Herr Schröder für seinen Auftritt bezahlt?
    Bei Herrn Steinbrück haben wir ja über das bekanntgewordene horrende Honorar gestaunt.

  • Mr. T

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    Es ist nicht so wichtig, was Herr Schröder bekommt, es ist viel interessanter, wer ihm das gibt.

  • Joachim Datko

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    Irgendwann landet jeder Euro im Sozialhaushalt!

    Zitat: Monika Koch 5. November 2014 um 20:45 „Was bekommt Herr Schröder für seinen Auftritt bezahlt?“

    Auch Herr Schröder zahlt Steuer und wahrscheinlich nicht zu knapp! Die Einkommenssteuer hat einen Höchstsatz von 47,48 % (45 % zzgl.Solidaritätszuschlag).

    Der höchste Teilhaushalt des Bundeshaushalts ist der Sozialhaushalt: Arbeit und Soziales mit 126,5 Milliarden, 41,3% des Gesamthaushalts.

    Pluspunkte für Schröder:

    „Seine erste Tochter mit Doris Schröder-Köpf, Viktoria, adoptierte er 2004 aus einem russischen Kinderheim, zwei Jahre später folgte Gregor, ebenfalls aus Russsland, damals ein Jahr alt. „Ich schmier ihnen das Pausenbrot“, erzählte der Altkanzler – und er bringt sie zur Schule und holt sie auch von da wieder ab.“

    Siehe: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gerhard-schroeder-bei-beckmann-der-alt-kanzler-ueber-kinder-und-vater-glueck.56bbd795-b368-4b05-a4a5-40a1bedc2f99.html

    Wir haben dem Altkanzler Schröder viel zu verdanken!

  • Veronika

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    @Joachim Datko:

    Sehe ich ebenfalls so wie Sie! Ausserdem können eine Kanzlerin/ ein Kanzler nie alleine irgendetwas entscheiden. Hier gehört immer die gesamte Mischpoke dazu, und die wollte damals, dass es in Deutschland eine Schicht von Leuten gibt, mit der mal nach Belieben verfahren kann. Die schlußendlich von den Kirchen verwaltet werden kann, damit dieser die Mitglieder nicht ausgehen, und die – je nach Versprechungen – wählen, was man „oben“ will.
    —————-
    Hoffentlich hat sich Deutschland hier nicht wieder mal so weit aus dem Fenster gelehnt, dass bald mal wieder „Aliierte“ – diesmal aber präventiv – eingreifen müssen.

    Es wundert nicht, dass der kirchennahe OB Schaidinger Schroeder schätzte und schätzt.

  • Hans Dampf

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    Man kann zu schroeder stehen wie man will aber wenn Frau Veronika und Herr Datko kommentieren sind die katholische Kirche und die Schornsteinfeger nicht weit. Schönen Sonntag allerseits die Sonne kommt grad durch und es ist bald Weihnachten :-)

  • Karl Hartz

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    Arbeit ist, was platt macht!

  • Monika Koch

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    @Joachim Datko
    Ein Mann mit zig Ehefrauen als Vorbild?
    Für mich sind Männer, die ihre Alte wegschmeißen und sich immer wieder eine Junge nehmen, abstoßend, denn ich werte es als Anzeichen eines selbstsüchtigen unzuverlässigen Charakters.

    Wer sich Kinder im Ausland kauft, umgeht die Prüfung durch das Jugendamt.
    Ebenso kein Vorbild.

    Jeder an ihn gezahlte Euro nutzt dem Steueraufkommen? Na, das bezweifle ich. Die Leute mit hohem Einkommen haben ihre Steuertricks und zahlen oft weniger Steuern als kleine Angestellte.

  • tim

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    Lassen wir sie an ihren Errungenschaften teilhaben! Sperren wir die Schröders, Schaidingers, Datkos weg und halten sie unter Bedingungen, die sie für Millionen andere für richtig finden!

  • erik

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    Mein Fazit ist eindeutig. Hatte die Wohlstandsverteilung in
    Deutschland noch vor ein Paar Jahren die Form einer Zwiebel mit
    einer breiten Mittelschicht, hat sie heute die Form einer Pyramide
    mit einer Spitze von Personen die mehrere Hundertausend oder
    Millionen im Jahr verdienen und einem breiten Sockel der Menschen
    die von Ihrer Arbeit nicht mehr Leben können. Der Sockel am Boden
    wird wohl nocht breiter werden, d.h. mehr Menschen werden noch
    weniger verdienen, während der Winkel steiler wird und die Spitze
    in Zukunft noch mehr verdienen wird. Millionen Menschen werden dann nicht mehr am gesellschaftlichem Leben teilhaben können, was von den Herrschenden meiner Meinung auch gewollt ist, denn wer ums tägliche Fressen kämpfen muss, stumpft ab, zieht sich zurück und interessiert sich nicht mehr für Politik und gleitet in eine
    apathische Gleichgültigkeit ab und Nicht-Wähler sind den
    etablierten Parteien fast genauso lieb und nützlich wie ihre
    eigenen Wähler! Es geht nicht mehr um Menschen, es geht um
    williges, billiges Arbeitsfleisch! Der Mensch ist zur Ware geworden
    ohne nennenswerte Arbeitsrechte. Ist das Fleisch zäh, gefällt es
    nicht oder schon abgelaufen schmeisst man es in den Müll, tritt man
    es in die Tonne, schickt man es nach Hause und holt sich neues, das
    ist für mich das Wesen der Hartz-Gesetze bzw. Agenda 2010 Politik,
    die Arbeitnehmer auf dem freien Markt sind meiner Meinung
    erpressbar geworden! Die Folge für die Zukunft ist ein Zunami an
    Altersarmut dieser Beschäftigten und von längerer Zeit von
    Arbeitslosigkeit betroffener Menschen, was die Politiker die dafür
    verantwortlich sind aber nicht mehr interessieren wird, weil sie
    dann selbst schon selbst mit feudalen Altersbezügen im Ruhestand
    sind. Geschönte bzw. gefakte Arbeitslosenzahlen haben meiner
    Meinung nur ein Ziel, einer unfähigen Politik und einer nur am
    return of investment und shareholder value interessierten
    Wirtschaft und Industrie ein gutes Zeugnis auszustellen um somit
    den Status Quo bzw. den Ist-Zustand der Privilegierten aufrecht zu
    erhalten. Die durch die Agenda 2010 bzw. Hartz-Reformen
    freigewordenen finanziellen Mittel können sich die Politiker und
    ihre Lakaien bzw. Handlanger dann selber einstreichen bzw. durch
    Umverteilung den Vermögenden 10 Prozent, die jetzt schon über 60
    Prozent des Vermögens auf sich vereinen können, zukommen
    lassen!

  • frage

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    @erik: jeder mensch ist für sich selbst verantwortlich. sie müssen das geld vom staat nicht annehmen.

  • Joachim Datko

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    Zu Karl Hartz 16.11.14 12:14 „Arbeit ist, was platt macht!“
    Da mögen Sie recht haben. Dagegen haben wir aber Technik und Kapital. Die Ingenieure sollen Maschinen konstruieren, die die Arbeit machen. Mit dem Kapitaleinsatz bauen wir Fabriken, um die Güter des täglichen Bedarfs möglichst ohne Menschen zu produzieren.
    Joachim Datko – Elektromechaniker, Ingenieur

  • Lothgaßler

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    @Monik Koch
    Laut Fokus und Handelsblatt reicht „eine Flasche Bier, sonst streik ich hier“ nicht aus: zwischen 50.000 und 75.000 (100.000) Euro kostet der Spaß.
    http://www.focus.de/finanzen/news/clinton-schroeder-fischer-so-teuer-sind-die-reden-prominenter-ex-politiker_aid_1025171.html
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/koepfe/teure-redner-wo-der-kanzlerbonus-bares-geld-wert-ist/3580036.html
    Ob das stimmt weiß nur der Alt-Kanzler, vielleicht hat er sich auch runter handeln lassen.

    Warum ausgerechnet Schröder für Reden gebucht wird verstehe wer will. Die Agenda 2010 ist nicht auf seinem Mist gewachsen und seine Nähe zur Wirtschaft war schon zu Amtszeiten Stoff für Spötteleien: „Genosse der Bosse“. Seine Rede „Agenda 2010 – Rückblick und Perspektiven“ wäre trotzdem das Zuhören wert, schon alleine um zu erfahren was ihm eingeflüstert wurde.

  • andyerpel

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    Es muss ja keine/r hingehen. Aber will wirklich jemand ernsthaft daran erinnert werden, dass es nicht nur unter Schröder – der hat’s nur explizit so ausgesprochen – in dieser Gesellschaft kein „Recht auf Faulheit“ gibt. Wohlgemerkt: bürgerliche Rechte werden einem von dem jeweiligen Staat zugestanden (außer den Menschenrechten, die seien einem angeboren).

  • Wiggerl Jäger

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    Agenda 2010 – Rückblick und Perspektiven. Da werden sicherlich auch überraschende Wahrheiten zu Tage kommen.
    FAZ über Schröder: Er selbst habe ja einmal gegen das Völkerrecht verstoßen – zu Beginn seiner Regierungszeit im Jugoslawien-Konflikt. „Da haben wir unsere Flugzeuge (…) nach Serbien geschickt und die haben zusammen mit der Nato einen souveränen Staat gebombt – ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte.“
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ukraine-gerhard-schroeder-erklaert-putins-politik-12840337.html
    Wer will kann bei Youtube schauen: Es begann mit einer Lüge (WDR)

  • Hannelore Ebenbeck

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    Ach, Herr@Joachim Datko, was sie so daher reden. Sie sind einfach nur ein hemmungsloser Narzist.
    An unsere gemeinsame Schulzeit werden sie sich sicher nicht mehr erinnern können. Sie waren damals schon berühmt für Ihren Widerspruchsgeist. Allerdings haben Sie damals ein ganz anderes Lied gesungen.
    Ich fand den begabten jungen Mann, der zwei Reihen vor mir saß, wesentlich sympathischer als den alten Querulanten, der aus ihm geworden ist.

    Trotzdem alles Liebe
    Hanne

  • Joachim Datko

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    Zu Hannelore Ebenbeck 17. November 2014 um 21:40
    Meine beiden Beiträge zu diesem Thema sind harmlos. Sie haben einen positiven und sozialen Grundton. Ich sehe das Soziale aus der Position der Stärke, unsere Maschinen erarbeiten genug Güter für alle Menschen.

  • Monika Koch

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    @Lothgaßler
    Besten Dank für die beiden hochinteressanten Links!
    Ich finde es traurig, wie für ein bißchen Geschwätz derart viel Geld an diese sowieso auf Steuerzahlerkosten bestens versorgten Personen hinausgeschmissen wird. Andere Menschen müssen echt schuften und kommen in Monaten nicht auf die Summe, die hier in wenigen Minuten „verdient“ wird.

    Vielleicht ist ja was anderes damit verbunden, denn solche bloßen Reden zu bekannten Themen KÖNNEN das viele Geld nicht wert sein. Mir unbegreiflich, daß man so scharf darauf ist, diese bis zum Überdruß überall zu sehende/hörende Politikerprominenz zu treffen – wo es doch genug Menschen gibt, die wirklich inhaltlich etwas Wichtiges mitzuteilen haben. Bei amtierenden Politiker(inne)n könnte es ggf. auch sowas wie Schmiergeld sein, das als Redehonorar vertuscht wird.
    Ob wohl das öffentlich-rechtliche Radio für Interviews auch zahlt?

  • Lothgaßler

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    @Monika Koch
    Öffentlich-rechtliche Medien werden nichts bezahlen (weder dürfen noch müssen). Deren Formate sind ideale Werbeplattformen für bezahlte Rede-Auftritte.

    Meine Zweifel habe ich allerdings, ob ein bezahlter Redebeitrag von Schörder mit Zielen und Satzung des „roots.eV“ vereinbar ist. Das Geld wird meiner Meinung nach nicht „satzungsgemäß“ (Alumni) ausgegeben, und kann auch nicht steuerlich begünstigt (e.V.) werden.

  • Prof. Dr. Andreas Roider

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    Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Diskussionsgruppe,
    als Mit-Organisator der Veranstaltung mit Herrn Schröder kann ich Ihnen versichern, dass weder ein Honorar verlangt wurde, noch ein solches bezahlt wird.
    Mit freundlichen Grüßen, Andreas Roider

  • Mathilde Vietze

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    Obwohl ich selbst seit 45 Jahren der SPD angehöre, stehe ich
    Schröder sehr kritisch gegenüber. Das einzig besonders positive
    an seiner Politik war, daß er Deutschland davor bewahrt hat,
    am Irak-Krieg teilzunehmen.
    Wenn man allerdings seinen sonstigen Weg und seine „Freunde“
    betrachtet, gilt das bayerische Sprichwirt „Wenn der Bettelmann
    auf’s Roß kommt, dann kann ihn der Teufel derreiten.“

  • Frank Loizzi

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    Hm, das Jahr 2014 und alle glauben immer noch, die SPD und der Medienkanzler Schröder hätten die „Arbeitsmarktreformen“ – welche eigentlich eine versteckte Rückabwicklung sozialer Errungenschaften, des arbeitenden Volkes waren – entwickelt und durchgeführt. Dabei war es Reinhard Mohn, Uberunternehmer der Bertelsmann AG – ach, Verzeihung! – der Bertelsmann Stiftung, der diesen gesellschaftlich verordneten Abstiegsmechanismus implementiert und installiert hatte. Die einzige Frage die bleibt ist, glaubt Gerhard Schröder tatsächlich er und die SPD hätten dieses „Jahrhundertwerk“ verbrochen? Wenn ja, dann sind die Bertelsmänner wirklich Meister ihres Faches.

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