Stadtrat diskutiert über "Jahrhundertprojekt"

Die Querulanten ruhigstellen

Diskussion im Stadtrat zur Bürgerbeteiligung rund ums Kongresszentrum und einen neuen Busbahnhof. SPD-Fraktionschef Norbert Hartl nahm sich dabei höchstvorsorglich schon mal die Kritiker vor, die CSU die Koalition und insgesamt wird der Ton und Umgang im Stadtrat rauer.

SPD-Fraktionschef Hartl: Über Bürgerbeteiligung die "krasse Minderheit" ruhigstellen. Foto: Archiv/ Stadt Regensburg

SPD-Fraktionschef Hartl: Über Bürgerbeteiligung die „krasse Minderheit“ ruhigstellen. Foto: Archiv/ Stadt Regensburg

„Das Ziel ist es, die krasse Minderheit durch ein eindeutiges Bürgervotum ruhigzustellen.“ Norbert Hartl macht am Dienstag aus seinem Herzen keine Mördergrube und äußert sich im Stadtrat deutlich dazu, worum es ihm geht. Für das „Jahrhundertprojekt“ (Planungsreferentin Christine Schimpfermann) Kultur- und Kongresszentrum (RKK) plus Zentraler Omnibusbahnhof plus ÖPNV-Trasse durch die D.-Martin-Luther-Straße nebst zusätzlicher Brücke werden Bäume fallen müssen, so der SPD-Fraktionschef. Über 150, so wie es derzeit aussieht.

Und wenn nun jemand – wie bei der Bürgerversammlung am Montag geschehen – sage, dass dürfe nicht sein, dann sei das einer derjenigen, „die gegen alles sind“, dann sei das „Querulantentum“ und dann müsse man dieses im Zuge der geplanten Bürgerbeteiligung so weit als möglich zurückdrängen. „Wenn ich das nicht mehr sagen darf, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Leute sagen, dass die Politiker nicht Klartext reden“, so Hartl.

Koalition und Linke be-, CSU entgeistert

Freilich, das hatte schon Oberbürgermeister Wolbergs am Montag eingeräumt, sei das Ganze „brutal ambitioniert“. Bis zum Juni nächsten Jahres sollen Politik und Stadtverwaltung die zukünftige Anordnung, Gestaltung und Vorgehensweise beim Bau der drei Mammut-Projekte nicht nur mit den Bürgern diskutieren, sondern auch Entwürfe vorlegen und das Ganze in ein abstimmungsreifes Ratsbegehren oder zumindest eine Befragung gießen, die den Regensburgerinnen und Regensburgern dann zeitgleich zur Bundestagswahl im September vorgelegt werden soll.

Während sich die Koalition bei der gemeinsamen Sitzung von gleich vier Ausschüssen über dieses Vorgehen selbstredend einig ist und auch die Linke sich voll überschwänglichen Lobes zeigt, wittert die CSU darin eine Verzögerungstaktik, mangelnde Entscheidungskraft und einen Hinweis darauf, dass die Koalition innerlich bei dem Thema zerstritten sei.

„Das ist ein Erpressungsversuch.“

Großprojekte ohne das Vorliegen einer vernünftigen Planung in die Hände eines Bürgerentscheids zu legen sei nahezu eine Garantie dafür, dass diese nicht gebaut würden, wettert CSU-Fraktionschef Hermann Vanino. „Für die Entscheidung ist der Stadtrat zuständig.“ Die Bürger könne man beim Vorliegen fertiger Planungen einbeziehen, so Vanino. Dass die Koalition den – für den Bau eines RKK notwendigen – Kauf des Kepler-Areals am Ernst-Reuter-Platz nicht vollzogen, sondern um ein Jahr aufgeschoben habe, deutet er zudem als weiteren Hinweis für die Uneinigkeit der Koalition. Gerade die Grünen wollten ein RKK am Ernst-Reuter-Platz doch gar nicht wirklich.

"Das wird ein Debakel werden." CSU-Stadtrat Christian Schlegl Foto: Archiv/ Stadt Regensburg

„Das wird ein Debakel werden.“ CSU-Stadtrat Christian Schlegl. Foto: Archiv/ Stadt Regensburg

CSU-Stadtrat Christian Schlegl warf Hartl angesichts seiner Aussagen zu „Querulantentum“ vor, Kritiker zu „demagogisieren“. „Sie müssen damit leben, dass Bürger ganz andere Ansichten haben als Sie.“ Dem Vorgehen der Koalition räumt Schlegl nicht viele Chancen ein. Es sei völlig unklar, ob die Stadt die Flächen, die man jetzt zur Überplanung vorlege, überhaupt bekommen werde, in den zurückliegenden beiden Regierungsjahren habe die Koalition bislang nichts vorgelegt und es sei vor diesem Hintergrund kaum möglich, dass die Verwaltung bis Juni etwas Konkretes bewerkstelligen könne.

Dem Bürger setze man nun die Pistole auf die Brust, nach dem Motto: Wenn Du einen Omnibusbahnhof willst, musst du auch ein RKK wollen und dann musst Du auch dafür sein, dass Bäume gefällt werden. „Das ist keine Bürgerbeteiligung. Das ist ein Erpressungsversuch.“ Schlegls Prognose: „Das wird ein Debakel werden.“

ÖDP fordert Bedarfsanalyse zum RKK

Verhaltenere Kritik kam dagegen von Benedikt Suttner (ÖDP). Er begrüßt zwar die geplante Bürgerbeteiligung, ebenso den ZOB und die Trasse, hegt aber nach wie vor Zweifel an der Notwendigkeit eines RKK und forderte – zum wiederholten Mal – eine Bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsanalyse. Seit dem grundsätzlichen Beschluss für ein Kultur- und Kongresszentrum habe sich viel getan, so der ÖDP-Stadtrat.

Es gebe das neue Tagungszentrum im Marina-Quartier, eines in der Conti-Arena und auch im Museum der bayerischen Geschichte, „am Donaumarkt im Herzen der Altstadt“, werde ein 1.000-Mann-Saal entstehen. Da müsse man sich schon fragen, ob da nicht ohne Not weitere Betriebskonstendefizite angehäuft würden, welche die Stadt auf Jahrzehnte hinaus belasten. „Bei Projekten wie der Stadtbahn wird immer wieder jeder Cent kalkuliert“, so Suttner. Es sei nicht einsehbar, warum eine solche Prüfung nicht auch beim RKK stattfinde.

Bemängelt das Verweigern einer fairen Abstimmung: Benedikt Suttner. Foto: Archiv/ as

Bemängelt das Verweigern einer fairen Abstimmung: Benedikt Suttner. Foto: Archiv/ as

Den Antrag von CSU und ÖDP auf eine getrennte Abstimmung über die einzelnen Punkte der Beschlussvorlage – so wollte etwa die CSU dem Bau der drei Projekte grundsätzlich zustimmen, aber nicht der Form der geplanten Bürgerbeteiligung, die ÖDP wollte der Festlegung auf ein RKK nicht zustimmen – lehnte die Koalition auf Empfehlung von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ab.

Benedikt Suttner kritisierte dies tags darauf in einer Pressemitteilung als Abweichen vom bisherigen „üblichen und bewährten Vorgehen (…) bei vielgliedrigen Beschlussvorschlägen über die einzelnen Punkte getrennt abzustimmen“. Tatsächlich ist dieses kompromisslose und unter OB Schaidinger durchaus noch übliche Durchentscheiden für die bunte Koalition neu. Aber in den letzten Monaten hat sich da ja so Einiges geändert.

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Kommentare (33)

  • Lothgaßler

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    Dank an Norbert Hartl für seinen „Klartext“. Als Mastermind der SPD weiß er was er will, und das sollen die Bürger dann auch so absegnen. Ich gehe davon aus, dass die Verwaltung schon „vorgearbeitet“ hat, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Es wäre auch nicht untypisch, dass Hartl, Wolbergs u.a. schon deutlich detailschärfere Entwürfe kennen und favorisieren, also auch nur das zu sehen bekommen, was diesen Herren gefällt.
    Es wird nun immer klarer erkennbar, dass diese Bürgerbeteiligung nur ein Feigenblatt sein wird. In der Informationsveranstaltung im Kolping fassten sich einige Teilnehmer vorangegangener Bürgerbeteiligungsrunden ein Herz und verwiesen auf ihre frustrierenden Erfahrungen. Ich bin kein Freund der CSU, aber mit seiner Kritik trifft Schlegl die Sachlage richtig.
    „Krasse Minderheiten“ der Stadt, steht auf und vereinigt euch!
    ÖDP-Stadtrat Suttner hat zu Recht auf Entwicklungen im Bereich des Raumangebots für größere Veranstaltungen verwiesen. Mit Recht wird eingefordert, dass der Bedarf nachgewiesen wird. Wo ist der „Businessplan“ (oh Verzeihung, dort sind auch Abschreibungen aufgeführt, und die nimmt der OB nicht ernst, wie er kundtat)?
    Mir scheint, dass eine „krasse Minderheit“ an Politikern, Caterern, Hotelbetreibern, Veranstaltungsmachern und wer weiß was sich ein Spielzeug wünscht, dies seit Jahren nicht bekommt und jetzt mit allen Tricks ans Ziel kommen will. Ein Trick ist durch diese Bündelung für alle Teilsaspekte Termindruck aufzubauen (insbesondere RKK) und unstrittige Aspekte (z.B. die Verlegung von Teilen des ZOB auf die Südseite/ Arcaden; Fernbuslinien, Bus-Regionalverkehr) nur im Gesamtpaket verhandeln und realisieren zu wollen. Ich finde das unredlich und will fortan als Querulant beschimpft werden!

  • dünnster Künstler

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    Mit dem parteinternen auf Linie bringen und dem Absägen von ihm unbegreiflicher Stadtteilkultur hat Hartl ja zur genüge Erfahrung. Danke vielmals.

    Die Gefahr besteht, dass durch das oberste Ziel Planungssicherheit herzustellen in dem sog. Querulanten zurückgedrängt werden, die eigentliche Qualität der Planung auf der Strecke bleibt. Ich hoffe die Mehrheit eine anderen Begriff von Bürgerbeteiligung hat als Herr Hartl.

    Die Bürgerbeteiligung zum ZOB im März 2015 (die ja bei einem derartigen Bauvolumen Pflicht ist) war keineswegs, wie von Anfang an gepriesen, einmalig und so noch nie dagewesen. Fast alle Beteiligten des Runden Tischs beklagten sich über den eingeschränkten Rahmen und die ihnen offenbar zugedachte Rolle, lediglich den Planungshorizont der Stadt zu Legitimieren. (Das wären dann wohl in Hartls Augen durch die Bank nur Querulanten.) Es gibt durchaus Beispiele für bessere Formate und Umsetzungen von Bürgerbeteiligung (Auch wenn es das Planungsamt nur gut mit uns gemeint hat.) Immerhin: Es wurde geschafft den Rahmen für die ZOB Planungen nach Süden bis zur Friedensstraße zu erweitern.
    Der den Europabrunnendeckel umgebende Platz wurde !unmittelbar! vor der ersten Sitzung der vom Planungsamt organisierten 1.ZOB-Bürgerbeteiligung, auf Weisung von oben, aus dem Planungsumgriff herausgenommen und konnte so wieder einmal nicht zum Gegenstand einer freien Debatte werden…. die dem Stadtrat mit vorgetäuschtem Zeitdruck untergejubelte Vorlage „Römer-Bodensprenkleranlage“ folgte dann 9 Monate später. vergl.:
    http://www.regensburg-digital.de/ein-kongresszentrum-und-andere-megathemen/15112016/#comment-381459

    Wie soll städtische Bürgerbeteiligung gut funktionieren, wenn schon im Stadtrat zu manchen kleinen Themen ein derartiges Demokratiedefizit vorherrscht?
    Wie könnte es anders sein: Ich schlage deshalb vor, als Kunst am Bau, einen Bereich für permanente und direkte Bürgerbeteiligung im öffentlichen Raum einzurichten, im Sinne eines permanenten Wettbewerbs nach Schlingensief. Regensburg, komm schaff es endlich!

    Hier eine Grafik zu den Baumfällungen vom Januar 2015, die ich angesichts von Bürgermeister Hubers 2Trees Vorlage (Europabrunnen zuschütten -mehr Grün wagen; Satire?:-) erstellt habe um dem BUND zu verdeutlichen worum es wenig später eigentlich gehen wird: http://europabrunnendeckel.de/download/hirn/Baugrubemitbaumrettung_1.gif
    (Die 2trees Begeisterung währte nur 1Tag)

    Und weil es in diesem Zusammenhang gut passt, etwas Kunst. Baumrettungsversuche im Nachhinein sind leider immer schmerzvoll vergebens. Engagement lohnt sich nur im Vorfeld!
    http://www.boehler-orendt.com/pdfs/Allein_der_Gedanke_zaehlt_AdGz_2008_web.pdf

  • Matthias B.

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    Jetzt, oder nie!
    Friss, Vogel, oder stirb!
    Hochaktive Minderheiten!

    Alles schon mal da gewesen!

    Stoppt Hartl! Ich mach mit!

  • mkveits

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    Zur Einstimmung rate ich zu:

    Werner Patzelt, Politikwissenschaftler, Professor für Politische Systeme und Systemvergleich am Institut für Politikwissenschaften der Technischen Universität Dresden.

    Er ist in der Lage der „politschen Klasse“ die Leviten zu lesen, wenn es darum geht, vor dem Missbrauch direkt-demokratischer Mitbestimmung zu warnen.
    (Zuletzt Sendung „Hart aber fair, vom 31.10.2016 – http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/sendungen/volksabstimmungfueralle-102.html)

    Mit dem Professor (ab 16. Minute ff) lässt sich festhalten:
    Es gibt zwei Arten von Volks-/Bürgerentscheiden: Die „guten“ sind die, die aus der Mitte des Volkes kommen. Die „weniger guten“ sind die, die sich auszeichnen dadurch, dass die „politische Klasse“ glaubt nicht weiter zu wissen, wenig Mut hat, selbst zu entscheiden, etc. und die Bürger/den Entscheid vorschiebt. Ein solches Vorgehen hat grundsätzlich den Ruch missbräuchlicher Verwendung „falscher Volksabstimmungen“.

    Die fragliche Sendung ist insgesamt sehr nachsehenswert. Auch södert es …

    In der Causa hier vor Ort:

    Ich war in der Vergangenheit schon immer auch und gerade aus verkehrstechnischer Hinsicht für diesen Standort am Bahnhof, wo sich ein Mix aller Verkehrsarten findet, kurze Zug-Wege für einen RKK-Besucher z.B. aus STR oder SAD ein leichtes Spiel sind, um etwa einer Veranstaltung der STONES beizuwohnen. Aber würden DIE überhaupt kommen und brauchen wir das wirklich?

    Der letzte, freilich rechtlich nicht mehr bindende Entscheid lautete:

    Ja, die Regensburger wollen ein RKK. Mit der ÖDP kann man mit guten Gründen daran zweifeln, ob die „Geschäftsgrundlagen “ von damals heute noch gegeben sind. Das „Mehr“ an heute bestehenden, nicht zu „kleinen“ Veranstaltungsmöglichkeiten ist gar nicht von der Hand zu weisen.

    Die Kosten eines RKK – auf etwa 40-50 Jahre hochgerechnet, Stichwort: Lebenszyklus eines Gebäudes einschießlich Bau, Erhalt und Abriss – siehe dazu Abhandlungen beim difu – sind hoch. Rechnet man die Kosten des Stadions hinzu etc. und berücksichtigt man den Umstand, dass die derzeit ergiebigst sprießenden Steuereinnahmen gewiss nicht für diese Zeitspanne sicher zu realieren sein werden (Stichwort: Veränderungen in der Automobilwirtschaft, Klimawandel, Fahrverbote in den Städten, Probleme mit Chinas Absatzmarkt –> Ausfall von Gewerbesteuern) plädiere ich sehr dafür, dass OB eines RKK mit der ÖDP ernsthaft zu hinterfragen.

    Alles spricht im Übrigen auch ohne RKK dafür: Neuordnung des Verkehrs, autofreier Bahnhofsvorplatz, Fußgängerzone einschließlich neu gestalteter Maximilanstraße, Fahrradgarage mit Reparatur, Rent-a-Bike, Car-Sharing, Touri-Info-Stelle … öffentlicher Raum als demokratischer Raum der gegenseitigen Wahrnehmung, der Begegnung, der Kommunikation, des Verweilens, … der Entschleunigung …. Hier hat der Stadtrat das erste und letzte Wort, sollte sich nicht – warum? – aus der Mitte der Bürgerschaft Widerstand ergeben. Diese Thematik kann und sollte man unverzüglich forcieren, sie wird sich sowieso bis zur nächsten Legislatur hinziehen. Um die Bürger insoweit einzustimmen, wäre ein modernes Stadtentwicklungs-Narrativ sicher sehr hilfreich, was die digital verursachten heutigen und künftigen Veränderungen unseres Alltags, unserer Lebensform mit einschlösse …

    Mithin: Ein spannendes Zukunftsthema. Ich verstehe nicht, warum die klugen Köpfe im Rat der Stadt über die Parteigrenzen hinaus nicht zu einer gemeinsamen „Erzählung“ kommen … Aber vielleicht geht da noch was. Suttner vor!

  • Klara Freitag

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    Arbeit schändet nicht? Hoffentlich paßt krasser Hartl mehr auf seine Finger auf, anstatt den Bürger anzudummen.
    Oder das Archiv/Stadt Regensburg tauscht mal das Foto.

  • mkveits

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    Hinweis auf Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld
    „Das Schweigen der Herde (des Volkes)“
    Etwa 1 Stunde
    https://www.youtube.com/watch?v=QlMsEmpdC0E

    Der Vortrag stützt den hier bereits substantiell vorgetragenen Kritik-Berg, Stochworte:
    Angsterzeugung
    Meinungslenkung
    Bedeutungszusammenhang – Fragmentierung – Wer will für wen Sachverhalt unsichtbar machen?
    Thukidides – James Madison – Mehrheit – Minderheit
    Eliten – Volk (Herde)

  • Hartl Norbert

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    Sehr geehrter Herr Aigner,

    es ist falsch, dass ich in der Sitzung gesagt hätte, 150 Bäume werden es wohl sein. Ich habe gesagt, dass die Feinplanungen zu einer deutlichen Reduzierung der zu fällenden Bäume führen muss. Wenn aber jemand die Forderung aufstellt, dass kein einziger Baum gefällt werden darf, kann man mit demjenigen nicht verhandeln, weil dann klar ist, dass weder ein RKK, noch eine Schnellbahn, noch ein ZOB möglich ist. Meine Kritik bezog sich auf diese einzelne Person. Ich habe weiter gesagt, jede kritische Stimme ist erwünscht. Also was ganz anderes, als Sie über mich geschrieben haben

    Norbert Hartl

  • Mery

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    An die CSU,FDP,SPD,Grüne und ÖDP wir bitten euch höfflichst ohne Probleme Bürgernah Politik in Regensburg zu gestalten.

    Diese Streitigkeiten müssen bald eine Ende haben zwischen den (Stadträten) von Parteien.

    Man darf sich nicht wundern das die AFD in Bayern immer stärker wird und in der Zukunft an die Macht kommen könnte.

    Die AFD Bundesvorsitzender Dr.Frauke Petry hat sich im Jahr 2015 in Regensburg mit dem berüchtigten ehemaligen CSU Integrationsbeauftragen Bora Ataman getroffen und das könnte bald ein schlechtes Omen für Bayern bzw Umwandlung der Politik bedeuten.

  • Alex

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    Regensburg braucht kein Kultur- und Kongresszentrum. Bislang hat noch jede Kultur- oder Kongressveranstaltung ihren Platz hier gefunden. Es geht mit dem gewünschten Bau nur darum, dem Establishment weitere Abzockquellen zu verschaffen. Es muss einen Aufstand der Bürger geben, um diese weitere Stadtverschandelung zu verhindern.
    Und wieso schon wieder einen neuer Omnibusknotenpunkt geschaffen werden soll verstehe ich nicht. Wenn man die scheußlichen Betonklötze am Ernst-Reuter-Platz abrisse, ein Drittel der Fläche zur Verbesserung des Omnibusknotenpunktes verwendete und den Rest bepflanzte, z.B. mit Bäumen, wäre viel mehr für die Stadt getan.
    Das gesparte Geld kann für soziale Zwecke verwendet werden. Was wahrscheinlich nicht im Interesse der Geschäftsinhaber sein dürfte.

  • fragender

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    Herr Hartl, ich weiß es natürlich nicht besser, da ich bei der Diskussion nicht anwesend war, aber dem Text des Herrn Aigners entnehme ich nicht, dass Sie es gewesen sein müssen, der die Zahl 150 ins Spiel gebracht hat. Für mich wär aber viel interessanter, ob denn diese Zahl tatsächlich stimmt?

  • Matthias Beth

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    Das erinnert einen an den versuch eine Kongresszentrum am Donaumarkt zu errichten, mit „Jetzt oder nie“ übersetzt, „Vogel friss order stirb“ vor einigen Jahren. Wozu braucht Regensburg ein Kongresszentrum? Die Frage so nehme ich an kann keiner der führenden Politiker, die lauben den Willen des Volkes, in Regensburg zu vertreten, begründen. Der größte Querlulant im Stadtrat ist Hr. Hartl, ünbrignes auch auch mit einem der drei Immobilienbauträger verbunden die den Orstverein der SPD in Oberisling so großzügig und ohne Gegenleistung unterstützten!

  • Stadtosten

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    In ein RKK werden weder die Rolling Stones noch andere hochkarätigen und kostenintensiven Veranstaltungen kommen, da bei einer Besucher zahl von maximal 2000 Eintrittspreise herauskämen, die kaum einer zu zahlen bereit wäre. Selbst eine Veranstaltung des Fernsehens wie es „Wetten dass“ war, käme nur dann, wenn keine Miete anfiele und die Stadt bereit wäre, mindestens einen sechstelligen Produktionszuschuss zu leisten. Ehrlichkeit in diesem Punkt wäre hilfreich in der Diskussion und im Falle einer Abstimmung der Bürgerschaft. Bisher gab es zu keinem Zeitpunkt diese Transparenz in der Diskussion. Die bieherigen Entscheidungen zum RKK waren Minderheitsvoten, weil die Teilnahme an den Bürgerentscheiden gering war. Das Desinteresse der Bürgerschaft, ist vermutlich auf die mangelnde Transparenz zurückzuführen. Totschlagargumente wie von Herrn Hartl sind alles andere als hilfreich. Sie sollen offenbar wie in der Vergangenheit einschüchtern.

  • HolzVoderHütten

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    @mkveits
    Lassen Sie sich gratulieren zu Ihrer sehr gelungenen Stellungnahme zum Thema „Jahrhundertprojekt“. Fernab der üblichen Kommentatoren, die RD benutzen, um ihre Privatfehden zu führen oder sich gebetsmühlenartig, mit Vorliebe ironisch, über ihre Steckenpferd-Themen auszulassen, gelingt Ihnen ein informativer Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht. Danke dafür.

  • mkveits

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    Stadtwald, neu

    Um die Finanzierung des „Jahrhundertprojekts“, insbesondere auch die umfängliche Refinanzierung der ca. 150 Bäume (Baumpaten zur Neubepflanzung bereits recht ordentlich ausgewachsener Exemplare nach eingehender Beratung durch lokal-ökologische NGO) auf den Weg zu bringen, rate ich, sich einem aktuell immer stärkeren Trend (auch auf Bundesebene) hurtig anzuschließen:

    Zur Etat-Aufbesserung des RKK/Bahnhofsumbaus etc. könnte folgendes Vorgehen jedenfalls gründlich parteiübergreifend angedacht werden:

    „Wie aus ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist (..) geplant, in absehbarer Zeit sämtliche Straßen in Privathand zu überführen und die Erhebung einer Maut für deren Benutzung gesetzlich zu verankern. Dem Vernehmen nach soll dann die Mauterhebung auch auf Fußgänger und Radfahrer ausgedehnt werden.“

    Folgt man auch lokal dieser Vorgehensweise erscheint es nicht überzogen, von den Käufern des städtischen Grundes zweierlei zu fordern:

    1. Die Übernahme einer lebenslangen, zwingend vererbbaren Baumpatenschaft, die Finanzierung und Pflege umfasst.
    2. Die lebenslange Abführung des ZEHNTEN auf die getätigten Mauteinnahmen.

    Es sollte mit dem Verkauf aller Straßen und Plätze rund um das fraglichen Areal unverzüglich begonnen werden, damit sich der RKK-Fonds rasch füllt. Der Herr Rechtsreferent wird mit der Umsetzung sofort beauftragt; so kann er vor seinem Ruhestand dem VOLKE noch ein bleibendes Vermächtnis in Form eines neuen Stadtwaldes hinterlassen.

    Vertiefend:
    https://kenfm.de/mein-monopoly-oder-ich-kaufe-eine-strasse/

  • dünnster Künstler

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    @fragender

    Ein bisschen was zum Baumbestand:

    Wenn der westliche Eingangsbereich des RKK, wie Anfang 2015 angedacht; auf dem Niveau der Bahnhofsstraße (Verkehrsberuhigte Zone ohne Bürgersteig) liegen soll, müssen die meisten Bäume dazwischen, also westlich des Keplergebäudes, dran glauben, weil das Geländeniveau abgesenkt werden muß. Die Bäume rund um das Keplerareal (auch entlang der Dr.-Martin-Luther-Straße) werden bei einem Neubau sowieso fallen. Wenn der Ernst-Reuter-Platz für eine Tiefgarage ausgegraben wird, werden auch hier die Bäume bei der Einmündung zur Luitpoldstraße und wohl vermutlich auch auch der Landshuterstraße fallen. Dann sind da noch die Bäume zu beiden Seiten der zu verbreiternden Galgenbergbrücke (von der Bahnlinie bis zur Albertstraße. Sollte der Zentrale-Busbahnhof, wie ursprünglich alternativlos geplant, auf dem Vorplatz des HBF platziert werden wird der kleine Park rund um das Peterskirchlein auf jeden Fall Richtung auch Richtung Norden verkleinert werden.

    Baumfällungen 2004:
    Im Rahmen des europaweiten und offenen Wettbewerbes „Verbindung Altstadt-Hauptbahnhof“ von 1997 standen bis zum Planungsdialog 2000 für die sog. Esplanade !!!200 Bäume zur Disposition!!! . Etwa 2004 wurde der Baumbestand beidseitig, entlang der Bahnhofsstraße ausgedünnt um im Rahmen der geplanten Esplanade den quadratischen Grundrissen für die Glaskioske schon mal vorsorglich etwas Platz zu machen, die mit dem ebenfalls geplanten Glaskubus des Europabrunnens korrespondieren sollten. Mit dessen Bau hatte man im Zuge der neu gestalteten Maxstraße bereits begonnen – Bauabschnitt 1. (Aus dieser Zeit stammte übrigens auch mein nach Norden blickendes Baumkunstwerk im Bahnhofspark „Kasten 1 -Hell leuchtet die Allee, ich säume die Esplanade, die Promenade auf der ich steh! Allen Radfahrer-innen gewidmet.“, ein Nebenprodukt „Spalt“ steht noch neben dem Peterskirchlein, für eine schöne Ansicht muß man allerdings aussen herum gehen! Betreten verboten?) …zurück zum Thema….
    Der Bauabschnitt repräsentative „Esplanade“ mit weiteren Lichtsäulen und von unten beleuchteten Bäumen und Europabrunnen wurde allerdings nie realisiert. Regensburg wurde ja auch nicht Kulturhauptstadt 2010. Es bestand kein Bedarf mehr. Hier ein link zur Broschüre des Planungsamts „Überarbeitung und Vertiefung des Wettbewerbsergebnisses“ aus dem Jahr 2000, incl. Bürgerbeteiligung, Gutachten zu Baumbestand möglichen Baumfällungen, Lichtkonzept etc.: http://europabrunnendeckel.de/download/euro/27_01_altstadt_hbf_dokumentation_12_2003.pdf

    Qualität des Raums:
    Es geht schon seit über 100 Jahren darum, wie man durch möglichst repräsentative Räume vom Bahnhof zum Domplatz gelangt (und weiter über die Regensburger Platzfolge….) Gerade im Bahnhofsumfeld ist im Sinne der Spielleitplanung, der Umweltqualität und eines öffentlichen Raums, der der Beteiligung/Anteilnahme und dem interessierten Miteinander aller Bevölkerungsgruppen dient und nicht der bloßen Repräsentation (einer von oben verordneten Idee von Kultur, oder als RGB`s Visitenkarte) endlich ein gründliches und zeitgemäßes Umdenken gefragt.

  • Otto Normalbürger

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    Gut daß es „Wetten Dass?“ nicht mehr gibt. Wozu also ein monströses Kongresszentrum an ungeeignetem Standort? Immer wieder wird vorgebetet, die Bürger wünschten sich unbedingt und dringend ein Kongresszentrum. Stimmt das tatsächlich? Ich bin da äußerst skeptisch! Das vorgestellte Bürgerbeteiligungs-Szenario ist ein Witz, wenn gleichzeitig die „brutalst ambitionierte“ Vorgehensweise alles vermantscht. (Hat er sich diese Sprech, bei Herrn Koch ausgeliehen, der damals eine „brutalstmögliche Aufklärung“ bei der CDU-Spendenaffäre fabulierte?) Doch zurück zum RKK: Es soll also ein Gesamtpaket geschnürt werden, in dem Sinnvolles mit Sinnlosen vermischt, dem Bürger als gemischter Braten kredenzt wird. Mahlzeit!
    Es scheint doch eher fast so, als möchte sich jede Stadtregierung mit einem großen Mega-Projekt in die Stadtgeschichte einbetonieren. Aber mit einer „Joachim Wolbergs Halle“ wird’s wohl nichts mehr, es dürfte kaum mehr für eine „Wolbergs-Gasse“ reichen.

    Zur Überschrift „Die Querulanten ruhigstellen“
    Es wäre eher, auch für Herrn Hartl, an der Zeit, sich den bisherigen, moralisch erschreckenden und rechtlich in Prüfung befindlichen Fakten zu stellen. Die Rolle eines Herrn Hartl bei der Sache ist m. E. noch nicht ausreichend durchleuchtet. Es wäre den Ermittlern dringend zu empfehlen, noch mal hinter die Kulissen zu schaun und ebenso bei anderen Entscheidern der Stadtverwaltung. Hier drängt sich fast schon wieder der Fragenkatalog auf, der auch Herrn Schaidinger vorgelegt werden müsste:

    1. Haben Sie, oder Angehörige, bei einem der Spender eine Immobilie erstanden?
    2. Zu welchem Preis ist diese Immobilie gekauft worden? Gab es einen Nachlaß?
    3. Gab es kostenlose Sachleistungen im Bezug auf die Wohnung? Möblierung? Sonderausstattung?
    4. Gab es sonstige Sachleistungen für Sie oder ihr familiäres Umfeld?
    5. Wurde Rückfluß von Mitteln vereinbart, die zu einem späteren Zeitpunkt, nach dem Ausscheiden aus dem Amt erfolgen?
    6. Gab es einen Rückfluß von Mitteln?
    7. Sind Angehörige bei einem der Spender beratend oder gegen Honorar tätig?
    8. Wie hoch waren die Spenden, aus dem Immobiliensektor, in den letzten 5 Jahren auf das Konto des von Ihnen geleiteten Ortsvereins? Wurden auch dort Spenden zur Verschleierung gestückelt?
    9. Wurde eine Beratertätigkeit, nach Ausscheiden aus dem Amt, bei einem der Spender vereinbart?

    Kommt in die Puschen! Die Bürger wollen eine lückenlose Aufklärung.

  • Hofnarr

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    Ich gebe dem Stadtrat Hartl völlig recht: wo gehobelt wird, fallen Späne. Dieses ständige Gejammere einiger notorischer Querulanten ist nicht zum aushalten. Wer Biber und Bäume will, soll aufs Land ziehen. In einer Metropole ist für so eine romantische Gefühlsdusselei kein Platz!!! Eine Stadt wird erst zur Stadt durch Stahl, Beton und Glas! Wenn die Römer Rücksicht auf Bäume genommen hätten, gäbe es Regensburg gar nicht!Eine Stadt hat grau zu sein und nicht grün!!! Wer das nicht kapiert, ist hier fehl am Platz.

  • Jürgen

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    Regensburg ist völlig vom Weg abgekommen.
    Dieser Standort wurde nach der Liste ALZ Kampagne Mitte der 90er als Kompromiss seitens der „Freien Wähler“ eingebracht. Es gibt wohl Menschen, die das Studentenwohnheim als hässlich ansehen.
    Es gibt eine ganze Reihe von Irrtümern die sich gegenseitig aufbauen und stützen.
    1. Es ging damals um die Stadthalle. Viele Menschen wollten, aus den unterschiedlichsten Gründen, unbedingt dass der Donaumarkt unbebaut bleibt. Die Stadthalle kam nicht, aber der Donaumarkt wird mit einem Museum für Lederhosen bebaut.
    2. Eine Stadthalle oder ein Kongresszentrum muss „verkehrstechnisch gut erreichbar sein“ (mkveits). Für Regensburg völliger Unsinn, denn ob ich in der Friedensstraße im Stau stehe oder beim DEZ ist egal. Busse gibt es vom Bahnhof aus in jede Richtung im 5-Minuten-Takt. Bahnhofnähe ist also auch Humbuk.
    Ein repräsentatives Gebäude muss an einem repräsentativen Standort in der Stadt in Altstadtnähe stehen, das ist für die Zukunft wichtig, damit sich ein solches Gebäude trägt und damit sich eine Gastronomie in diesem Gebäude trägt. Zur Info, ein Kongresszentrum braucht eine Gastronomie.
    3. Das Studentenwohnheim am Ernst-Reuter-Platz sei hässlich.
    Falsch, es wurde nur Jahrzehnte nicht saniert und es wurde zugelassen dass sich um das Gebäude herum diverse Anbauten lungern, die wirklich nicht dazu gehören. Wer Gebäude derart verwahrlosen lässt, braucht sich nicht zu wundern.
    Fazit: Alle Gegner der damaligen Kampagne sind gescheitert. Die Wochenmarktbesucher, die Anwohner, die vor mehr Verkehr Angst hatten, die Parkplatznutzer vom Donaumarkt. All diejenigen haben damals gegen eine Stadthalle gestimmt. Ein RKK am Ernst-Reuter-Platz würde auch im Bereich Donaumarkt Staus verursachen, nur würden sich die Staus halt weiter bis zum Ernst-Reuter-Platz ziehen. Der Kompromissstandort Ernst-Reuter-Platz soll jetzt für einen Kompromissbau RKK herhalten. Dafür sollen Millionen verbaut werden und Wohnraum für Studenten, der eh schon knapp ist beseitigt werden. Eine Gastronomie wird es an diesem Standort sehr schwer haben. Defizite sind hier vorprogrammiert.
    Also ehrlich, für einen doppelten Kompromiss wäre mir dieser „Spaß“ zu teuer!

  • Matthias B.

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    Für das Bahn-Post-Zentrum seinerzeit an der Bahnhofstraße wurden mehr als 100 Bäume gefällt. Nun steht das dämliche Ding da, zu mehr als zwei Dritteln seit Jahren ungenutzt und brach.
    Die Bäcker’schen Höfe in Steinweg, Candis – wohin man schaut 08/15-Architektur.
    Zum Kongress-Business: Ja, was glauben die Damen und Herren Hoteliers eigentlich? Die meisten regelmäßigen Tagungen wurden eingedampft auf einen Tag, so dass allenfalls nur noch maximal – wenn überhaupt – eine Übernachtung anfällt. Das sogenannte „Ladies“-Programm wurde in den allermeisten Fällen ersatzlos gestrichen.
    Bleiben noch Parteitage: Dass SPD, CSU, Grüne, FDP, Linke, AfD, Piraten etc. diese in Regensburg abhalten werden, wird in Falle einer Partei vielleicht alle fünf Jahre passieren.
    Der Katholikentag kam ohne Kongresszentrum aus.
    Viele neue Kongresse und Tagungen – nicht nur solche des IT-Bereichs! – finden ohnehin via stream und Konferenzschaltung statt.
    Ein Blick nach Amberg, Ulm, Weiden, Augsburg lohnt. Die Kongresshallen dort – für die Kommunen Belastung, weil nicht ausgelastet und höchst defizitär.
    Leider glauben die Meisten, solche Kongresshallen wären wahre Messezentren. Nein – Stadthallen waren schon vor 25 Jahren Auslaufmodelle. Hierüber sollte die Bevölkerung aufgeklärt werden.

  • Alex

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    Stadthallen sind 20. Jahrhundert. Regensburg konnte sich bislang erfolgreich gegen den Unsinn wehren. Andere Städte sind hereingefallen. Warum hier keine Stadthalle gebraucht wird kann man schön oben nachlesen. Einzig das Establishment wünscht sich eine, um weiter Profit abschöpfen zu können. Wann kommt der Bürgerentscheid: „Keine Stadthalle in Regensburg!“?

  • semmeldieb

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    Ich bin überzeugt davon, dass Regensburg ein zentrales bauwerk für Kongresse und andere Veranstaltungen benötigt. Der Standort ist nicht schlecht und bäume kann man ersetzen.

    Baut das ding dort. Und bitte bald.

  • Mathilde Vietze

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    Nicht Hartl soll gestoppt werden, sondern diejenigen, die
    seine Aussagen bewußt falsch wiedergeben.

  • Matthias B.

    |

    Welche Kongresse bittschön? Welche Veranstaltungen?
    Die Stones oder Pink, Udo Lindenberg, Grönemeyer etc. – die gehen nicht in eine Stadthalle mit maximal 2000 Plätzen. Hört auf zu träumen!
    Der Standtort Ernst-Reuter-Platz ist aus mehreren Gründen ungeeignet: Zu klein, ein weiterer Eingriff ins Naturdenkmal wäre hierfür nötig und nur mit der Bahn rasch erreichbar. Restaurant, Catering etc. zusätzlch zu den Tagungsräumen – steht das blöde Dingt dort erst einmal, ist es ratzfatz zu klein und Anbauten an diesem Standort sind ausgeschlossen!

  • xy

    |

    Wenn es im 13./14. Jahrhundert auch schon solche Debatten gegeben hätte, hätten wir bis heute noch keinen Dom und keine Steinerne Brücke. Wie gut, dass es unsere Urahnen gab. Denn mit uns kann man wirklich keinen Staat mehr machen. Diese postmoderne „Modernität“ ist unerträglich.

  • Matthias B.

    |

    Dass „unsere Urahnen“ auch den Alleengürtel geschaffen haben, den ERSTEN PARK FÜR EINE BÜRGERSCHAFT IN EUROPA, haben die Hinterwäldler in der Konradsiedlung, Sallern, Kumpfmühl, Irl und Weichs et. wohl noch nie gehört. Für die ist Regensburg Steinerne Brücke und Dom – aus. Das zeigt den Horizont der Hartl- und Wolli-Fans in aller Deutlichkeit!

  • Lothgaßler

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    Schon bei der Infoveranstaltung im Kolping versuchte ein Redner die Besonderheit der zu überformenden Flächen hervorzuheben. Es geht nicht einfach um Bäume, sondern um diesen – zugegeben schon geschundenen – Teil des Alleengürtels. Auch wurde dort das Wesen dieser Planungen benannt und in eine Frage an die Bürger verpackt: Soll die Stadt von der Maxstraße an den Bahnhof heranwachsen? Genau das würde dort dann nämlich passieren.
    Die Grenzen der alten Stadt zeichnet der Alleengürtel nach, an ihn gliedern sich diverse Parks. Das alles ist öffentliches Gut (bis auf den fürstlichen Anteil). Es gibt Alternativen, und deshalb sehe ich eine Verpflichtung den Alleengürtel zu schonen und ihn an dieser schon lückigen Stelle wieder zu stärken.
    Multimodale Verkehrsknoten (das soll der neue ZOB ja sein) müssen sich auch räumlich verdichten. Eine Teilüberdeckelung der Bahngleise würde kürzeste Umsteigewege und -zeiten und womöglich auch bessere Vertaktungen ermöglichen. Es macht auch keinen Sinn verdichteten ÖPNV in die alte Stadt (also nördlich des Bahnhofs) zu zwingen, wenn doch anerkannt etliches an ÖPNV verkehrstechnisch vorteilhafter südlich der Gleise (das war eine Aussage von Wolbergs/ Schimpfermann) angesiedelt werden könnte. Eine Radlverbindung über die Gleise wurde mal versprochen (damals in Verbindung mit dem Arcaden-Steg). Auch innovative Konzepte für Fußgänger (über Förderbänder) können mal ernsthaft angedacht werden, um die Laufarbeit zu reduzieren.

  • dünnster Künstler

    |

    @Jürgens Punkt 3. sehr richtig!
    @ Otto Normalbürger: „Das vorgestellte Bürgerbeteiligungs-Szenario ist ein Witz, wenn gleichzeitig die „brutalst ambitionierte“ Vorgehensweise alles vermantscht.“

    „brutalst ambitionierte“ Vorgehensweise/Prozess (frei nach Wolbergs bzgl. des „bewusst“ eng gesteckten Zeitrahmens für Planungen, Bürgerbeteiligung und Bürgerentscheid)

    Universität, Keplerareal, Lutherhochhaus:
    Alles reformorientierter/ aufklärerischer Brutalismus
    ambitioniert

    Es lohnt sich den äußerst prägnanten Wikipedia Eintrag über den Architekturstil „Brutalismus“ zu lesen und z.B. und mit den Funktionsweisen eines weichen und transparenten Europabrunnendeckelorganismus und der mit Pflaster und Tand kaschierten Betonplatte einer Römerrastplatzbodensprenkleranlage (kompromisslos verkitscht, intransparent und unreflektiert, dummhistorisch ) abzugleichen: Kompromisslos ist an dieser Stelle schon im Vorfeld der Rest-Planungen nur die Belanglosigkeit und Beliebigkeit, das wirft ein ungutes Licht auf den Bestimmungszweck des sog. RKK, dieses zukünftigen Zentrums seiner Umgebung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Brutalismus

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Beim Brutalismus ging es um

    formale Lesbarkeit des Grundrisses;
    klare Zurschaustellung der Konstruktion;
    Wertschätzung der Materialien „as found“ [als gegebene]

    und um die“notwendig präsente Haltung der Kompromisslosigkeit und Radikalität.“

    Der Brutalismus setzte sich in den 1960er Jahren durch und blieb präsent bis in die 1980er Jahre. Der Baustil geriet ab dann vielfach in Verruf; erst Anfang des 21. Jahrhunderts begann eine Phase der Wiederentdeckung, insbesondere angesichts von Abrissen oder entstellender Umbauten.)“
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    „Wir, das brutalistische- und das Welt-Erbe.
    Überspielen, Übertünchen, Abreissen, Weiterentwickeln, Ersetzen?-
    Tourismus und Bauen in der Authentizitätskrise.
    (Unsere Rollen im Alltag-alles Theater?) “
    <>

    Das wär doch z.B. schon mal mal nen ernsthaften, kritschen und lustigen Kongress (oder Dauer-Symposium) zum Thema angewandtes Spacing wert. Der könnte u.A. im Keplersaal und an vielen anderen Orten stattfinden und von Architekturkreis, Sozialverbänden, Stadtmarketing und Tourismus Gmbh.. organisiert werden.
    Mit unterschiedlichsten Beiträgen z.B.:
    „Tourismus und Architektur – Baukultur als Erfolgsfaktor“
    https://www.wadoku.de/wiki/download/attachments/1553/Authentizität%C3%A4t_leseprobe_pfister.pdf
    Die Grafik zu den Qualitätsaspekten des Raums auf auf Seite 55 ist interessant!
    Zum Referenten:
    http://www.topologie-institut.de/%C3%BCber-uns/

    Die anastrophale Stadt Regensburg braucht eine brutalistisch ambitionierte Weltkulturerbeberatung, sonst gerät sie früher oder später in eine Authentizitätskrise.
    Zuallererst sollten wir die Bedürfnisse der Regensburger Bevölkerung herauskitzeln, der Rest ergibt sich.

  • dünnster Künstler

    |

    @Jürgens Punkt 3. sehr richtig!
    @ Otto Normalbürger: „Das vorgestellte Bürgerbeteiligungs-Szenario ist ein Witz, wenn gleichzeitig die „brutalst ambitionierte“ Vorgehensweise alles vermantscht.“

    „brutalst ambitionierte“ Vorgehensweise/Prozess (frei nach Wolbergs bzgl. des „bewusst“ eng gesteckten Zeitrahmens für Planungen, Bürgerbeteiligung und Bürgerentscheid)

    Universität, Keplerareal, Lutherhochhaus:
    Alles reformorientierter/ aufklärerischer Brutalismus
    ambitioniert

    Es lohnt sich den äußerst prägnanten Wikipedia Eintrag über den Architekturstil „Brutalismus“ zu lesen und z.B. und mit den Funktionsweisen eines weichen und transparenten Europabrunnendeckelorganismus und einer der kaschierten Betonplatte einer Römerrastplatzbodensprenkleranlage (kompromisslos verkitscht, intransparent und unreflektiert ) abzugleichen: Kompromisslos ist an dieser Stelle schon im Vorfeld der Rest-Planungen nur die Belanglosigkeit und Beliebigkeit, das wirft ein ungutes Licht auf das sog. RKK wirft.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Brutalismus

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Beim Brutalismus ging es um

    formale Lesbarkeit des Grundrisses;
    klare Zurschaustellung der Konstruktion;
    Wertschätzung der Materialien „as found“ [als gegebene]

    und um die“notwendig präsente Haltung der Kompromisslosigkeit und Radikalität.“

    Der Brutalismus setzte sich in den 1960er Jahren durch und blieb präsent bis in die 1980er Jahre. Der Baustil geriet ab dann vielfach in Verruf; erst Anfang des 21. Jahrhunderts begann eine Phase der Wiederentdeckung, insbesondere angesichts von Abrissen oder entstellender Umbauten.)“
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    „Was tun mit dem brutalistischen- und dem Welt-Erbe?
    Überspielen, Übertünchen, Abreissen, Weiterentwickeln, Ersetzen?-
    Tourismus und Bauen in der Authentizitätskrise.
    (Unsere Rollen im Alltag- alles Theater?) “
    <>

    Das wär doch z.B. schon mal mal nen ernsthaften Kongress zum Thema angewandtes Spacing wert. Der könnte u.A. im Keplersaal und an vielen anderen Orten stattfinden
    und von Architekturkreis, Sozialverbänden, Stadtmarketing und Tourismus Gmbh.. organisiert werden.
    Mit unterschiedlichsten Beiträgen z.B.:
    „Tourismus und Architektur – Baukultur als Erfolgsfaktor“
    https://wadoku.de/wiki/download/attachments/1553/Authentizit%C3%A4t_leseprobe_pfister.pdf
    Die Grafik zu den Qualitätsaspekten auf auf Seite 55 ist interessant!
    Zum Referenten:
    http://www.topologie-institut.de/%C3%BCber-uns/

    Die anastrophale Stadt Regensburg braucht eine brutalistische Weltkulturerbeberatung, sonst gerät sie früher oder später in eine Authentizitätskrise.
    Zuallererst sollten wir Möglichkeiten schaffen die wahren Bedürfnisse der Regensburger Bevölkerung herauszukitzeln, das dauert, der Rest ergibt sich.

  • Peter Willinger

    |

    Da schließe ich mich Lothgaßler und Matthias B. an: Der Alleengürtel muss mindestens erhalten werden und bedarf des besonderen Schutzes!

    Einer teilweisen Überdeckelung des Bahnhofs widerspricht eigentlich nur der zu erwartende Ärger mit der Bahn – und den daraus resultierenden Verzögerungen. Vielleicht sollte man der Bahn die Möglichkeit geben, ihr Bike/Car-Sharing auf dem Deckel mit einzuplanen.
    Aber auch wenn nicht: Dies wäre eine wirklich ernst zu nehmende Alternative für eine Ergänzung der zu schwachbrüstig ausgelegten Rolltreppe. Vom Fußgängerüberweg direkt auf zum Bus, der auf dem ZOB wartet oder zur Fahrradgarage. Denn auch das liese sich oberhalb der Gleise bewerkstelligen.

    Und ob man tatsächlich eine weitere Kongresshalle benötigt? Nicht, wenn man an Konzerte und TV-Schows denkt. Aber wenn man mehr Kaliber der Kategorie Physikertagung und Medizinerkongress haben will, dann ja. Und dafür braucht es sogar auch noch mehr Hotels.

  • mkveits

    |

    – Kleiner Nachtrag –
    Bottom up
    “Echter Wandel in der Politik lässt sich nur gestalten, wenn dieser Wandel nicht von oben herab gesteuert wird, sondern von unten aufwärts vorangetrieben wird.”
    Bernie Sanders am 16.11.2016 an der George Washington University

    … und nicht, das lässt sich ergänzen: durch „falsche Volksabstimmungen“ unzulässig verquickt wird.

  • altstadtkid

    |

    Danke Mathias B.! Diese Stadthallen Diskussion schien ja im 20 Jahrhundert beendet gewesen zu sein. Aber jeder Regensburger OB muss anscheinend seine eigenes Stadthallen Waterloo inszenieren.
    Überall stehen diese 2000 Plätze Stadthallen leer, und welche Kultur soll da stattfinden?
    Das passt nicht mehr ins 21. Jahrhundert, man könnte den Platz sinnvoller nutzen!

  • Altstadtfreund

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    Ja, die hinzugekommenen Säle plus weitere im Bau haben einem RKK die alte Plangrundlage entzogen.
    Mit Kapitel 4.2 des Regensburgplan 2005 wurde beschlossen: „GRÜN- UND FREIFLÄCHEN IM STADTGEBIET SYSTEMATISCH ERHALTEN UND AUSBAUEN
    Grün- und Freiflächen sind von großer Wichtigkeit für die Bewohnbarkeit einer Stadt, … Auf der Grundlage des Arten- und Biotopschutzprogramms ist ein Freiflächenkonzept zu erarbeiten, das eine detaillierte Grundlage für die Entwicklung der Freiflächen der Stadt darstellt.“

    Als zentralster Teil dieses Konzepts lag nahe, den Alleengürtel „systematisch zu erhalten und auszubauen“. Darf ich Sie fragen, Herr Hartl, wann das im Stadtrat beraten wurde?
    Den Alleengürtel „systematisch zu erhalten und auszubauen“ und dabei die für das nahe Bahn-Post-Zentrum seinerzeit gefällten Bäume zu ersetzen, ermöglicht nun die Verlegung des Busbahnhofs OHNE RKK.

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