Erst Denkmal, dann Doku-Zentrum?

Erfolgreiche Papst-Promo

Am westlichen Eck der Altstadt bekommt Papst Benedikt demnächst ein Denkmal. Doch Joseph Ratzinger ist noch für weitere Wichtigtuereien gut.

Schon vor Jahren erfuhr Papst Benedikt eine Würdigung durch das Kasperltheater Larifari. Foto: Archiv

Schon vor Jahren erfuhr Papst Benedikt eine Würdigung durch das Kasperltheater Larifari. Foto: Archiv

Linken-Stadtrat Richard Spieß nimmt es mit Humor: „Wenn es unbedingt was Religiöses sein muss, bin ich für das Fliegende Spaghettimonster“, schreibt er auf Facebook. Piratin Tina Lorenz reagiert schon etwas säuerlicher. Sie schreibt unter anderem:

„Wenn sich ja jetzt offenbar jeder ein Denkmal im öffentlichen Raum von der Stadt wünschen kann: Elly Maldaque. Bertha von Suttner. Dietrich Bonhoeffer (der war sogar länger in Regensburg seinerzeit als der Papst, allerdings im Knast im Minoritenweg und nicht auf einer schicken Wiese). Barbara Blomberg. Johanna Müller, die erste Regensburger Theaterintendantin.“

Sie ist also – zumindest im Stadtrat – nicht ganz so einmütig, die „große Einmütigkeit“, über die sich Oberbürgermeister Joachim Wolbergs angesichts der Entscheidung freut, dem früheren Papst Benedikt XVI. ein Denkmal in der Grünanlage vor der Schottenkirche zu widmen.

„Geschäft der laufenden Verwaltung“

Doch der Stadtrat war ohnehin nicht befasst mit dem Wunsch für ein Papst-Denkmal, der vor allem aus den Reihen der CSU kam. Während ein entsprechender Antrag dem Gremium 2014 noch vorgelegt und damals noch zurückgestellt wurde, fiel die aktuelle Entscheidung par ordre du mufti, genauer gesagt: Muftis. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Bischof Rudolf Voderholzer haben sich in internen Gesprächen darauf verständigt, mit einer Büste des Eggenfeldener Bildhauers Joseph Michael Neustifter an den Besuch von Joseph Ratzinger in Regensburg vor zehn Jahren zu erinnern.

Bereits 2007 war Neustifter als Schöpfer einer Papst-Skulptur – eine Fischerring – auf dem Domplatz im Gespräch. Damals stieß dieser Vorstoß allerdings auf wenig Begeisterung und verschwand wieder aus der öffentlichen Debatte.

Der CSU-Wahlkampfberater in Aktion

Doch nun ist alles anders. Das Bistum übernimmt die Kosten, die Stadt stellt die Grünfläche zur Verfügung. Angesichts dieser geringen Ausgaben könne die Entscheidung denn auch als „Geschäft der laufenden Verwaltung“, ohne Stadtratsbeschluss, getroffen werden, so die städtische Pressestelle gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung.

Wer braucht einen Helm, wenn er die MZ als Schutzpatron hat? Veranstalter und Stadtzeitungsherausgeber Peter Kittel. Foto: Archiv

Wer braucht einen Helm, wenn er die MZ als Schutzpatron hat? „Pegida-Peter“ Kittel. Foto: Archiv

Bei der CSU ist man angesichts dessen nicht nur in helle Begeisterung verfallen, nein: Man hat bereits einen weiteren Vorstoß gewagt. Über ihren Wahlkampfberater Peter Kittel, enger Vertrauter des MZ-Herausgebers Peter Esser, ließen Teile der Partei bereits die Forderung nach irgendeinem multimedialen Papst-Dokumentationszentrum in der Mittelbayerischen Zeitung lancieren, in dem er auch wie üblich seinen Veranstaltungsservice promoten durfte. Von diesem Vorschlag allerdings zeigte sich OB Wolbergs, zu dem Kittel eine leidenschaftliche Feindschaft pflegt, bislang weniger begeistert. Das Zentrum sll ersten Schätzungen zufolge etwa eine halbe Million Euro kosten.

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Kommentare (46)

  • Angelika Oetken

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    Die Frage ist doch, ob die Stadt Regensburg Joseph Ratzinger mit einem Denkmal ehren will, weil er bekannt ist oder weil er etwas geleistet hat. Trifft Ersteres zu, täte es auch eine Tafel, die man irgendwo an eine Hauswand schraubt.

  • Ratisbonerl

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    Er soll dafür geehrt werden, dass er da war in Regensburg.

  • J.J.Sch

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    Vorschlag zur Güte, den veranschlagten Betrag teilen für ein Papast – Besuch Denkmal und eine Mahnmal für missbrauchten Domspatzen.

  • Störtebeker

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    Kaum neigschmeckt als Stadtrat durch Wolis Gnaden und scho mault der Pirat über die Wünsche der Anderen. Zur Erinnerung diese bunte Koalition hat sich auch kein Wähler gewünscht und doch bekommen.

  • Angelika Oetken

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    „Er soll dafür geehrt werden, dass er da war in Regensburg.“

    @Ratisbonerl,

    ja und reicht das als Grund, um so viel Geld für so ein Denkmal auszugeben?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mr. T

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    DIE PiratIN, bitteschön. Deren Vorschläge sind allesamt besser, als der ehemalige Flakhelfer und Päderasten-Protektor. Warum soll sie nicht über schlechte Entscheidungen in der Koalition maulen? Alles kritiklos fressen ist auch nicht gesund fürs Gemüt.
    Ich bin mir aber sicher, dieses Denkmal wird von der Bevölkerung besser angenommen als so manche öffentliche Notdurftanstalt.

  • hutzelwutzel

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    Also bitte mal! Vor die „Schottenkirche“ paßt das Denkmal doch ideal! Denkt doch mal an Bischof Senestrey und dessen „Jesuiten-Verfolgung“. Dazu noch OD-Papa, wenn da mal nicht dem amtierenden Jesuitengeneral in Rom entgültig der Hut hoch geht. ;-)

  • hutzelwutzel

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    Für alle (Noch)Nicht-Wissenden: Senestrey ist in der „Schottenkirche“ beigesetzt, direkt beim/ unterm Altar. Dies brachte schon Generationen von Priesteramtskandidaten – welche diese Kirche zum Morgengottesdienst besuchen darauf, dort zelebrierenden Jesuiten-Patres viel Glück zu wünschen, dass Senestrey sie nicht während des Gottesdienstes holen möge. ;-)

  • DonaupiratIN

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    @Mr.T.
    Nix Koalition. Die ‚Muftis‘ waren es.
    ‚..Muftis. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Bischof Rudolf Voderholzer haben sich in internen Gesprächen darauf verständigt..‘

  • Student

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    Kann den Wirbel nicht so ganz nachvollziehen. In Krakau stehen fast ein Dutzend Papst-Johannes-Paul-II-Denkmäler rum. Und für etliche Touristen ist’s doch auch ganz nett: die meisten freuen sich sicher, wenn sie zur Abwechslung mal ein Gesicht sehen, das Ihnen bekannt ist. Die Kosten scheinen ja auch in vertretbarem Rahmen. Allerdings finde ich Denkmäler, die schon zu Lebzeiten errichtet werden, grundsätzlich irgendwie unsympathisch, anbiedernd. Warten hätt‘ man damit schon noch können.

  • Lothgaßler

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    Oh je, warum vor meinem Fenster, warum nicht gut versteckt hinter den üblichen hohen Mauern auf kirchlichem Grund? Was hat der zurückgetretene Papst eigentlich mit der Schottenkirche zu tun? Wenn überhaupt in diese Gegend, dann gehört das Denkmal vor oder in das ihm gewidmete Institut Papst Benedikt XVI am Bismarckplatz. Ich kann mir aber vorstellen, dass Burschenschaftler und Marianische Männerkongregation bei diversen Kirchenfesten in der Schottenkirche gerne mit ihren Fahnen vor einem Denkmal von Benedikt XVI vorbeimarschieren wollen.
    Ein Papst-Dokumentations-Zentrum kann die Kirche gerne auf eigene Kosten und in eigenen Räumlichkeiten einrichten (eben in das oben erwähnte Institut am Bismarckplatz), die Stadt muss sich hier aber vollkommen raushalten. Der Besuch selber ist weder ein Denkmal noch ein Dokumentationszentrum wert.
    Das Denkmal ist wohl nötig, denn Papst Benedikt der XVI ist schon zu seinen Lebzeiten fast vergessen. Ich bin schon gespannt auf die Umsetzung des Denkmals, es darf die Ansicht der Schottenkirche schließlich nicht beeinträchtigen, oder die Denkmalschützer machen sich vollends unglaubwürdig.

  • Jürgen

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    *kopfschüttel*
    Da stimmt die ganze Reihenfolge nicht!
    Darf bitte der Herr Ratzinger erst mal sterben.
    Dann sollte man etwas Zeit und Gras über sein (Ab)leben wachsen lassen.
    Dann darüber nachdenken und erst dann kann man langsam über ein Denkmal reden.
    Die Vorschläge der Frau Lorenz waren allesamt nicht schlecht. Die hätten auf jeden Fall erst einmal den Vorrang. Beim Ex-Papst steht wohl die Vermarktung und nicht die Ehrung im Fokus der Antragsteller.

  • rjw

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    „Par ordre du mufti“? Nein es war nicht der Mufti, über den derzeit (fast) alle Deutschen vereint spotten können. Es war der SPD-Bürgermeister, der hier im Namen und angeblichen Auftrag einer Stadtgesellschaft eine Person im öffentlichen Raum ehren will. Warum legitimiert er dies nicht mit einem mehrheitlichen Votum? Angst vor unwürdigen Gegenstimmen zum B16-Denkmal?
    Was denkt Bgm Huber, hat der eine Meinung?
    Hier handelt also ein sozi-klerikaler Filz, der allerdings zu abweichenden Wort- und Lebensmeldungen innerhalb der Koalition geführt hat. Wenn das nicht wieder einmal eine Fügung der Providenz gewesen ist ;))

  • Angelika Oetken

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    Ich stimme dem Foristen Jürgen zu.

    Nach dem Ableben erstmal abwarten. Und dann – hoffentlich unter Nutzung neuer Erkenntnisse – über die Errichtung eines Denkmals debattieren und entscheiden.

  • Mathilde Vietze

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    Ich bin mir nicht sicher, ob B 16 so glücklich ist über den
    ganzen Rummel, der da gemacht wird. Ihm wäre es wahr-
    scheinlch lieber, wenn in irgendeiner Wahlfahrtskirche
    ein paar Heiligenfiguren mehr aufgestellt würden.

  • menschenskind

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    „Ich bin mir nicht sicher, ob B 16 so glücklich ist über den
    ganzen Rummel, der da gemacht wird.“

    Noch lebt er ja und kann Einspruch einlegen, Einspruch der auch erhört werden würde. Aber diesen Einspruch unterlässt er garantiert, weil er in seinem tiefsten Herzen doch ein Narziss ist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Narziss

  • El

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    Aaalso :
    Ich bin definitiv für eine Papa-Klappe – in Anlehnung an die Baby-Klappe für kids, die keiner haben will :
    So n paar Angehörige vom Priesterseminar können ja als Laubsägearbeit in den Vorbau der Schottischen ne Klappe rein machen und da kann man_frau_bistum den Papa abgeben, damit er eine der wenigen Grünflächen in Regensburg nicht verschandeln tut.
    Die stattliche Anzahl an Christen in Regensburg kann sich ja dann abwechseln im Fläschchen geben .

  • menschenskind

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    Es gibt bereits zahllose Benedikt-Denkmäler, eines davon in Regensburg (Büste in der Universität Regensburg von Christiane Mayr 2006):

    Mosaikmedaillon in St. Paul vor den Mauern 2005
    Bronzerelief im Münchner Liebfrauendom von Josef Alexander Henselmann 2006
    Gedenktafel in Köln 2006, eingelassen im Boden an der Stelle, an der Benedikt XVI. 2005 das Rheinschiff verließ, um zum Dom zu pilgern
    Büste in der Universität Regensburg von Christiane Mayr 2006
    Benediktsäule Marktl von Joseph Michael Neustifter 2006
    Benediktsäule von Joseph Michael Neustifter in Velletri vor der Titelkirche Kardinal Ratzingers 2007
    Gedenktafel mit Besuchsdatum an der Münchner Mariensäule 2007
    Bronzebüste vor der Stadtpfarrkirche St. Oswald, Traunstein, von Johann Brunner 2007
    Bronzestatue in Castrignano del Capo 2008
    Bronzerelief im Freiburger Münster von Wolfgang Eckert 2011
    Papst- und erzbischöfliches Wappen Benedikts XVI. mit dem Zeitraum seines Pontifikats im Münchner Liebfrauendom 2013
    Bronzebüste in der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften von Fernando Delia 2014
    Bronzestatue in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz (Niederösterreich) von P. Raphael Statt OCist 2015
    https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.#Denkm.C3.A4ler

    Dieses Schreiben dürfte die Entscheidung für ein Denkmal erleichtert haben:
    Benedikt ein Bürger der Oberpfalz…
    http://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/aktuell/presse/anlagen/anl_pm06/papstbesuch/staatsan/staatsan_deutsch.pdf

  • menschenskind

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    Noch mehr Benedikt-XVI-Memorabilia weist Regensburg auf:
    Ein Institut und eine Büste.

    Das Institut Papst Benedikt XVI. ist ein im Jahre 2008 gegründetes Institut unter der Trägerschaft des bischöflichen Ordinariates im Bistum Regensburg. Das Institut widmet sich der Erfassung und Erforschung der Werke Papst Benedikts XVI. und bündelt diese Aktivitäten durch die Herausgabe der Werke unter dem Titel Joseph Ratzinger Gesammelte Schriften – JRGS…
    Das Institut ist eine Gründung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller…
    Gründungsdirektor des Institutes ist Rudolf Voderholzer…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_Papst_Benedikt_XVI.
    http://www.institut-papst-benedikt.de/

    Achtung, dieser Film zeigt gleich zu Beginn eine (weitere) Benedikt-Büste (Denkmal) in Regensburg: https://www.youtube.com/watch?v=OyHSQO75Q0U

    Damit hat die Stadt doch eigentlich bereits alles (Mögliche) getan, um an diesen Ratzinger zu erinnern.

    Wäre es da nicht angebrachter in Regensburg lieber z.B. an das Leid der Sinti zu erinnern, als dort noch einen weiteren Benedikt aufzustellen?

    Wie wäre es zum Beispiel mit einem Standbild für Hugo Höllenreiner?

    Der Holocaustüberlebende, der letztes Jahr verstorben ist, ist auch mehrfach in Regensburger Schulen aufgetreten und hat dort als Zeitzeuge an das Leid seiner Minderheit erinnert.

    Wolbergs, nimm Dir ein Herz und mach Deine Stadt zur ersten Stadt Deutschlands, die einen Sinto ehrt, der seine Mitmenschen über den schlimmsten menschenmöglichen Horror aufklärte. Mit so einem Denkmal schriebest Du, Wolbergs, deutsche Stadtgeschichte und würdest Du der gerade in Bayern derart vernachlässigten, aufrichtigen Gedenkkultur auf die Sprünge helfen!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_H%C3%B6llenreiner

    Hugo, vor Dir zieh‘ ich meinen Hut, vor dem Ratzinger hingegen ned ums verrecka ned.

    http://www.regensburg-digital.de/unsere-toten-koennen-das-nie-verzeihen/15062015/

  • joey

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    wen interessiert eigentlich noch Ratzinger? Diese Gesellschaft ist nicht in der Gefahr, von konservativen Katholiken überfremdet zu werden. Ganz im Gegenteil hat Ratzinger dafür gesorgt, daß die kath. Kirche aussterben wird: weil man nicht auf den grundlegenden sakramentalen Aufbau verzichtet und zugleich keiner mehr Priester sein will (u.a. wegen versklavendem Arbeitsrecht und Sexverbot, … nein, Kindesmißbrauch war nie erlaubt).

    Gebt ihm noch drei andere Denkmäler, keiner hat so viel für eine säkulare Gesellschaft getan wie er!

    Die späte Eisenzeit kommt eher mit einer anderen Religion ins Land. Eine Religion, die ganz konkrete Vorschriften direkt von Gott hat, wie man im Alltag zu leben hat. Zuwiderhandlungen werden mit eisenzeitlichen Sanktionen belegt.

  • Mathilde Vietze

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    Es wird dem weltfremden Ratzinger egal sein, w e r vor ihm
    den Hut zieht und wer nicht. Ein guter Wissenschaftler muß
    noch lange kein guter Papst sein.

  • Angelika Oetken

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    „Aber diesen Einspruch unterlässt er garantiert, weil er in seinem tiefsten Herzen doch ein Narziss ist.“

    @menschenskind,

    beim Versuch, die augenscheinliche Verstocktheit der Mehrheit der Kleriker beim Thema „Missbrauch“ zu verstehen, hat mir die Beschäftigung mit der pathologischen Form des Narzissmus sehr geholfen http://www.hardtwaldklinik2.de/narzisstische-persoenlichkeitsstoerung.html

    Im Grunde ist es ja so: dem Narzissten bleibt nichts Anderes übrig, als sich selbst anzuhimmeln, da er davon ausgeht nichts Liebenswertes an sich zu haben. „Keiner kann mich richtig lieb haben…. nicht mal Mutti“.

    Aufschlussreich im Zusammenhang mit Beantwortung der Frage, wie systemisch der Missbrauch durch Priester ist, fand ich auch diesen Artikel http://www.karger.com/Article/Abstract/46756
    Besonders wenn man sich vor Augen hält, dass die Pädo“philie“ unter PsychoanalytikerInnen als schwerste Variante des behandlungsbedürftigen Narzissmus gilt. Selbstverständlich sind nicht alle katholischen Priester pädo“phil“. Aber es gibt Anzeichen dafür, dass der Klerikerstand unter einer Art kollektivem Narzissmus leidet.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • hutzelwutzel

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    @menschenskind:

    Sie sprechen, äh schreiben mir wieder einmal voll aus dem Herzen!
    Muß mal versuchen die bisherigen Papst-BXVI.-Denkmäler in eine Google-Map einzubuchen. So was soll doch weltweit sichtbar sein.
    Weiß vielleicht jemand ob Joseph Aloisius Ratzinger sudetendeutsche Vorfahren hatte?

    @Mathilde Vietze:
    Stimmt, aber die „Wissenschaft“ von Herrn J. A. Ratzinger bezog sich – soweit ich jetzt weiß – einzig auf Selbstzusammengezimmertes der Röm.-Kath. Kirche. Keine darüber hinausgehende Philosophie oder gar Logik, keine kirchenhistorische oder kirchenrechtliche Wertung die nicht von der Kirche als „wahr zu glauben“, jedoch nicht immer logisch beweisbar vorgegeben wurde.

  • Angelika Oetken

    |

    „Es wird dem weltfremden Ratzinger egal sein, w e r vor ihm
    den Hut zieht und wer nicht. Ein guter Wissenschaftler muß
    noch lange kein guter Papst sein.“

    @Mathilde Vietze,

    ja, wirft die alte Streitfrage auf, ob es sich bei Theologie überhaupt um eine Wissenschaft handelt oder nicht doch eher einen Teil der „Schönen Künste“. Und „weltfremd“…. das ist wohl Teil der Inszenierung. Immerhin war Joseph Ratzinger als junger Mann weltoffen genug, um sich in der Stadt München zurecht zu finden.

    Und von wegen „Wissenschaftler“… angeblich hielt sich Herr Ratzinger ja so was von häufig in der Bibliothek seiner Uni (Ludwig-Maximilians-Universität) auf. Eine Motivation dafür mag auch gewesen sein, dass deren Gebäude an den Englischen Garten angrenzt. Und für Abstecher in den Hofgarten reichte die Zeit des jungen, aufstrebenden Gelehrten denn auch noch http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/regensburger-domspatzen-missbrauch-zwischenstand-100.html (Siehe Kommentar Nr. 142)

    VG
    Angelika Oetken

  • Mathilde Vietze

    |

    Beim 2. Vatikanischen Konzil hieß es (und das ist aktenkundig!) bei den Konservativen:
    „Paßt bloß auf den linken Ratzinger auf, daß man den nicht so oft zu Wort kommen
    läßt!“ Mir ist schleierhaft, weshalb der einstige linke Hoffnungsträger und Reformwillige
    zu einem solchen Reaktonär verkommen konnte.

  • Rentnerin

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    Die Welt funktioniert nun einmal besser, wenn „die Gepflogenheiten von Sitte und Anstand“ wahrgenommen werden.

    Das kann jeder schon in seinem Umfeld festmachen, seien es Familie, und Beruf.

    Wenn jeder das aussprechen würde, was in seinen Gehirnwindungen rumspuckt, wären uns Mord und Todschlag sicher.

    Schliesslich leben 7 Milliarden Menschen auf dieser Welt und jedes Gehirn denkt anders.

    So halte ich es auch für eine gute Gepflogenheit, einem Papst, der mal aus Deutschland kam und in Bayern gross wurde ein Denkmal in Regensburg zu setzen.

    Es wäre ja peinlich, ja sehr peinlich, das nicht zu tun.

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    wenn man sich klar macht, dass die Konservativen innerhalb der RKK vor Allem das Vermögen und den politischen Einfluss der Institution bewahren und welche Methoden sie dazu nutzen, zeichnen sich auch Wege auf, wie es zum Sinneswandel eines Herrn Ratzinger kam.

    VG
    Angelika Oetken

  • menschenskind

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    Rentnerin meinte:
    „So halte ich es auch für eine gute Gepflogenheit, einem Papst, der mal aus Deutschland kam und in Bayern gross wurde ein Denkmal in Regensburg zu setzen.“

    Gegen eines wäre ja nichts einzuwenden, liebe Rentnerin, aber es gibt doch bereits drei in Regensburg und noch mehr anderswo; in Regensburg einmal das Werk von Christiane Mayr in der Universität, dann jenes komische Institut zur Erforschung von Ratzingeriana und schließlich die Gips-Büste in diesem Institut. Siehe oben meine Kommentare und Links vom 22.4.!
    Noch mehr Ratzingerdenkmäler in Regensburg käme einer Inflation gleich, würde Seriosität kosten, weil es an den Personenkult von Nordkoreas Kim Il Sung (1912-1994) gemahnte.
    Auf Schritt und Tritt ein Ratzinger-Standbild oder -Bildnis in Regensburg?
    Haben wir es bereits nötig, uns mit den Nordkoreanern messen zu wollen?

    Die „kritische“ Katholikin Frau Vietze ist der Ansicht:
    „Mir ist schleierhaft, weshalb der einstige linke Hoffnungsträger und Reformwillige zu einem solchen Reaktionär verkommen konnte.“

    (Danke, dass Sie das Verb „verkommen“ gebrauchten, denn das trifft auch wirklich zu!)

    Also, werthe Frau Vietze, wer Sie sich der Mühe unterzieht, und sich mit Biografien aus der Geschichte auseinandersetzt, dem ist dieses, von Ihnen geschilderte, Phänomen nicht fremd. Ganz ähnlich, ein Reformgeist in der Jugend, und ein Erzreaktionär ab Lebensmitte war auch so mancher Papst, mir fällt vor allem Pio Nono (1792-1878), der neunte Pius dazu ein:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_IX.

    Auch Friedrich (II.) der Große (1712-1786) wollte in seiner Jugend alles anders (liberaler, moderner, friedlicher) machen als sein Herr Papa und übertraf diesen dann in der Endbilanz noch bei weitem.

    Um wieder nach Bayern zu kommen, unser guter König Ludwig I. (1786-1868) begann als gemäßigter Liberaler, der u.a. sogar die Zensur lockerte, der dann aber, angesichts der revolutionären Situation im Ausland, zu einem üblen Reaktionär verkam.

    Diese drei Persönlichkeiten hatten mit Ratzinger Folgendes gemeinsam: In der Jugend besaßen sie den Mut, den guten Willen und die Einsicht, dass sich etwas ändern müsse. Dann hat sie der Alltagspragmatismus und/oder von außen aufkeimende Bedrohungen ihrer Position, ihrer Organisation oder ihres Staates eines Autoritäreren belehrt und sie schwenkten auf Gegenkurs um. Häufig spielten Berater, mit nicht selten großem Einfluss, bedeutende Rollen, beim Kurswechsel ihrer jeweiligen Herrschaften.

    Frau Vietze an anderem Ort:
    „Ein guter Wissenschaftler muß noch lange kein guter Papst sein.“

    Wissenschaft ist nicht gleich Wissenschaft. Ein Seismologe, der neue Mittel zur Frühwarnung vor Erdbeben erforscht, erforscht etwas Sinnvolles. Auch der Klimakundler, gemäß dessen Erkenntnissen man vielleicht Katastrophen verhindern kann, ist nützlich. Der Archäologe, der unsere Vorgeschichte untersucht und sich interdisziplinär mit Kollegen austauscht, kann gleichfalls von vielfachem Nutzen sein. Gleiches gilt für den Mediziner (aus nahe liegenden Gründen), oder den Physiker, den Mathematiker und den Soziologen.
    Aber wozu brauche ich in drei Teufels Namen eine „Wissenschaft“, die sich um die Auslegung von Worten von wem auch immer ‚verdient‘ macht, eine Wissenschaft, die niemand außer einigen fetten, alten Knackern irgend etwas sagt, bringt, oder nützt?

    Ist je ein Mensch in der Dritten Welt durch eine theologische These vorm Verhungern bewahrt worden? Hat je ein christlicher Theologe durch seine durch unseren Staat bezahlte Forschung einen Krieg verhindert, die Ernährung eines Landstrichs sichergestellt, die Menschlichkeit unter Christen erhöhen können? – Nicht dass dies je bekannt geworden wäre. Oder irre ich mich, Frau Vietze? Sagen Sie es mir ruhig.

    Nein, die Wissenschaft, die Herr Ratzinger betrieben hat, ist eine ganz und gar überflüssige Wissenschaft, ein Hobby eines alten Mannes, das Steckenpferd eines Individuums, das seine Umgebung für ‚gelehrt‘ hält, ohne zu wissen, was gelehrt überhaupt bedeutet.
    So schaugt’s doch aus, Frau Mathilde, und ned anderst ned.

    Angelika Oetken schrieb:
    „Besonders wenn man sich vor Augen hält, dass die Pädo“philie“ unter PsychoanalytikerInnen als schwerste Variante des behandlungsbedürftigen Narzissmus gilt.“

    Dazu habe ich mich extra bei einem Fachmann kundig gemacht. Es besteht hier tatsächlich ein Zusammenhang.
    Danke für Ihren Kommentar!

    hutzelwutzel fragte:
    „Weiß vielleicht jemand ob Joseph Aloisius Ratzinger sudetendeutsche Vorfahren hatte?“

    Soweit mir bekannt, nicht; ein Onkel Ratzingers war ein aus Ndb. stammender Politiker und Publizist. Austausch zwischen den Deutschen des Böhmerwaldes und den Bewohnern des Bayerischen Waldes kam selbstverständlich vor.

  • Mathilde Vietze

    |

    Man stelle sich mal folgendes vor: B 16 würde sich tatsächlich zu
    der Gedenkfigur äußern. Da kämen seitenweise Kommentare wie
    diese „der soll gefälligst beten und fromme Bücher lesen, anstatt
    sich in die Regensburger Stadtpolitik einzumischen“. Vermutlich
    aber ist es B 16 piepsegal, ob er ein Denkmal kriegt oder nicht.
    Zum „Werdegang“ von B 16: Ich habe ihn vor Jahrzehnten – und
    damals war er auch bereits Erzbischof von München – einmal
    bei einem Openair-Gottesdienst in Regensburg erlebt. Da war
    er ein fröhlicher, weltoffener Gottesmann und seine Predigt war
    hoffnungsvoll und frohmachend. Könnten nicht vielleicht auch
    noch andere Einflüsse mitgewirkt haben, daß er später ein so
    verschrobener Reaktionär wurde? Ich weiß es nicht.
    Wie ist es denn z.B. bei Politikern, die mit der Kirche überhaupt
    nichts am Hut haben und im fortgeschrittenen Alter plötzlich
    von einstmals Liberalen zu bockbeinigen Reaktionären werden.
    Ist da auch die Kirche schuld?

  • joey

    |

    bei der Betrachtung „Ratzinger“ muß man auch immer den Karrierefaktor betrachten. Es war eine Zeit lang förderlich, links zu sein, Woityla wollte dann Konservative. Als B16 dann Papst war, hat er sehr richtig analysiert, was Grundlage dieses Glaubens ist, den er zu behüten hat.
    Gottseidank bin ich nicht berufen, die Sakramente zu behüten. Ich mach lieber eine andere ehrliche Arbeit.

  • menschenskind

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    Am 22. 4. hatte ich hier folgende Zeilen veröffentlicht (siehe oben):
    ______________________________________________________________ _ _ _
    Wäre es da nicht angebrachter in Regensburg lieber z.B. an das Leid der Sinti zu erinnern, als dort noch einen weiteren Benedikt aufzustellen?

    Wie wäre es zum Beispiel mit einem Standbild für Hugo Höllenreiner?

    Der Holocaustüberlebende, der letztes Jahr verstorben ist, ist auch mehrfach in Regensburger Schulen aufgetreten und hat dort als Zeitzeuge an das Leid seiner Minderheit erinnert.

    Wolbergs, nimm Dir ein Herz und mach Deine Stadt zur ersten Stadt Deutschlands, die einen Sinto ehrt, der seine Mitmenschen über den schlimmsten menschenmöglichen Horror aufklärte. Mit so einem Denkmal schriebest Du, Wolbergs, deutsche Stadtgeschichte und würdest Du der gerade in Bayern derart vernachlässigten, aufrichtigen Gedenkkultur auf die Sprünge helfen!
    _______________________________________________________________________________ _ _ _

    Am Wochenende hat Wolbergs nun an einer Kulturveranstaltung in seiner Stadt mit dem Roma-Musiker Adrian Gaspar teilgenommen, heute Abend wurde der Höllenreiner-Film, zu dem Gaspar die Musik komponierte, in Regensburg vorgeführt und Wolbergs hat sein Interesse an weiteren Treffen mit den Vertretern der Minderheit bekundet.

    Mein obiger Appell an ihn, sich mehr um die Minderheit zu kümmern, blieb also erfreulicherweise nicht ungehört. Die Artikel zu Benedikt werden eben von vielen gelesen…

  • hutzelwutzel

    |

    @Mathilde Vietze: Ich denke auch, dass es dem emeritierten Papst so ziemlich egal ist, ob noch ein Denkmal für ihn irgendeine städtische Nische ziert. Nicht so bei den „Vermarktern“, die sich – vielleicht sogar gegen seinen ursprünglichen Willen – mit ihm einen bayerischen, noch viel mehr einen deutschen Papst gewünscht und irgendwie auch kreiert hatten.
    Wie Frau Oetken schon erwähnte, sind die Strömungen in der Kirche so vielfältig, doch die bewahrende Strömung hatte immer schon den größten Zulauf. Nun war Joseph Ratzinger aber nie so richtig „links“ oder gar „modern“, was ein von ihm verfasster Artikel mit Sorge um die Zukunft der Kirche – ich meine dieser erschien in den 1950er Jahren in einem oberbayerischen Heimatblatt – sehr deutlich zeigt.
    Die Deutschen konnten zum Vat. II nur die Modernen und Liberalen, gerne auch „Linken“ geben. Diese hatten die Fortführung staatlicher Privilegien (Reichskonkordat 1933) zu gewährleisten.
    Explizit z. B.:
    – Fortbestand des Bayerischen Konkordats von 1924, des Preußischen Konkordats von 1929 und des Badischen Konkordats von 1932 (Artikel 2)
    – keine Zwangsvollstreckung in das Amtseinkommen der Geistlichen (Artikel 8)
    – Bestandssicherung für die Diözesanorganisation und -zirkumskription und Regelung bei Neubildungen oder Änderungen (Artikel 11)
    – Kirchengemeinden und andere Kirchenorganisationen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts (Artikel 13)
    – Recht der Kirchen auf Erhebung von Kirchensteuern (Schlussprotokoll zu Artikel 13)
    – Staatsleistungen an die Kirche können nur „im freundschaftlichen Einvernehmen“ abgeschafft werden. (Artikel 18)
    – Garantie der katholisch-theologischen Fakultäten (Artikel 19)
    – Katholischer Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach. (Artikel 21)
    – Lehrer an kath. Volksschulen müssen der kath. Kirche angehören und den Erfordernissen der kath. Bekenntnisschule entsprechen; Einrichtung von Einrichtungen zur Ausbildung katholischer Lehrer (Artikel 24)

    Besonders problematisch sehe ich (vielleicht nur ich?) diese Regelung:
    „Behandlung kath. Angehöriger „einer nichtdeutschen völkischen Minderheit“ wie die der „Angehörigen deutscher Abstammung und Sprache“ im Staat dieser Minderheit (Artikel 29)“
    _______________
    Hätte man hier darauf bestanden den Begriff „Minderheit“ nicht zu verwenden, hätte man womöglich abertausende Leute vor dem sicheren Tod bewahren können.

    @menschenskind:

    Vielen herzlichen Dank für die Info zur BXVI.-Bio. Natürlich auch besten Dank für Ihre sinnvollen und hier sehr informativen Kommentare. Die werden mit Sicherheit auch dort gelesen, wo man deren – manchmal schweren Herzens – berücksichtigen muß, um sich nicht unglaubwürdig (Was für ein Wort in diesen Zeiten! ;-)) zu machen!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Hutzelwutzel: Ich teile Ihre Meinung insofern, als es B 16 wirklich egal sein wird, ob
    er ein Denkmal bekommt oder nicht. Ich teile Ihre Meinung auch dahingehend, daß
    es in der Regensburger Stadtgesellschaft Leute gibt, denen zwar die Kirche scheiß-
    egal ist, die aber den Papst – gewinnbringend – vermarktet haben wie einen Fuß-
    allstar oder einen Film-Heini.
    Man mag zu Papst und Kirche stehen, wie man will und man muß den Papst auch
    überhaupt nicht mögen. Trotzdem ist er der Vertreter einer Glaubensgemeinschaft
    und sollte nicht für den Kommerz mißbraucht werden.

  • menschenskind

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    Der „Altöttinger Liebfrauenbote“ meldet:
    http://www.liebfrauenbote.de/home/ausgaben/2016/februar/ausgabe-9/denkmal-fuer-benedikt-xvi/
    …im Vatikan Benedikt XVI. ein Modell der Statue präsentiert. „Er war begeistert und hat sich sehr gefreut“, beschreibt Hofauer dessen Reaktion. Die künstlerische Darstellung habe sein Gefallen gefunden; die Wahl des ausführenden Künstlers Joseph Neustifter habe Benedikt mit den Worten kommentiert: „Der Neustifter kann was.“

    Kein bisschen bescheiden, dieser Ratzinger; er befürwortet demnach Denkmäler seinerselbst ante mortem. Also doch ein Narziss?

    Der „Liebfrauenbote“ berichtet weiter:
    Die Idee zu dem Denkmal war 2015 geboren worden, als Bischof em. Wilhelm Schraml zum Ehrenbürger Altöttings ernannt wurde. „Er wollte der Stadt etwas zurückgeben“, sagt Bürgermeister Hofauer. 190.000 Euro wird das Kunstwerk kosten…

    Knappe zweihunderttausend Euro also.
    Hm, wetten, dass das Regensburger Standbild teurer ausfällt, allein schon deshalb, weil doch Regensburg viel, viel größer als Altötting ist, und weil doch der „Bene“ ein echter Oberpfälzer ist.

    Zweihunderttausend Euro, damit kann man in der Dritten Welt einem kleinen Dorf das Überleben für ein ganzes Jahr sichern; aber, ach was, das interessiert doch im satten, bequemen, katholischen Bayern niemanden.

  • hutzelwutzel

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    @menschenskind: Danke für die Ausführungen!

    Schraml hätte dies auch Anderen „zurückgeben“ können. Er hatte genau zu der Zeit als in Regensburg der Mißbrauch tobte, über Kolping die Karriereleiter erklommen. Bin ich richtig informiert, dass er mit Erbendorf auch noch aus der Gegend stammt, aus der, hier Bsp. Mitterteich / Schrems – auch andere damals „noch Wirkende“ kamen?
    Die müssen alle gegenseitig beieinander gebeichtet haben, so verschwiegen wie das Ganze abgegangen ist.

    Narzismus: @Angelika Oetken: Sie scheinen Recht zu haben!

  • Angelika Oetken

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    ‚“Angelika Oetken schrieb:
    „Besonders wenn man sich vor Augen hält, dass die Pädo“philie“ unter PsychoanalytikerInnen als schwerste Variante des behandlungsbedürftigen Narzissmus gilt.“

    Dazu habe ich mich extra bei einem Fachmann kundig gemacht. Es besteht hier tatsächlich ein Zusammenhang.
    Danke für Ihren Kommentar!“‚

    @menschenskind,

    gern geschehen. Ich freue mich, dass der Fachmann dies noch mal bestätigt hat. Aus Sicht der Psychoanalyse bildet die Pädo“philie“ einen Übergang von der narzisstischen zur psychotischen Störung (1). Pädo“phile“ spalten einen psychotischen Kern ab, indem sie im Missbrauch ein Beziehungsgefüge aus ihrer Kindheit reinszenieren. Dies ist auch der Grund dafür, dass Pädo“phile“ als relativ uneinsichtig gelten und als sehr schwer zu behandeln.

    VG
    Angelika Oetken
    (1) http://psychiatrie.uni-bonn.de/krankheitsbilder/psychose/index_ger.html

  • Mathilde Vietze

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    Der „Bene“ ist kein echter Oberpfälzer, sondern ein echter
    Oberbayer!

  • Angelika Oetken

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    Joseph Ratzinger ist in Marktl am Inn (Oberbayern) geboren und gemeinsam mit seinen Geschwistern in Tittmoning aufgewachsen, bevor er im Alter von 10 Jahren in ein katholisches Internat in Traunstein gesteckt wurde
    http://www.marktl.de/deu/papst_lebenslauf.php

  • Mathilde Vietze

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    Zu Menschenkind: Ja, dann ist er halt ein „zuag’roasta“
    Oberpfälzer.

  • menschenskind

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    Natürlich ist Ratzinger gebürtiger Oberbayer, aber die Regierung der Oberpfalz reklamiert den Papst dennoch für sich.

    Warum wohl?

    Zum Beispiel, um immer wieder einen Grund zu finden, wenn es gilt von regionalen Debakeln, Pannen und Skandalen abzulenken. Dann kann man geschickt „unseren“ Benedikt XVI. wieder ins Gespräch bringen und sich dabei des Zuspruchs größerer Bürgergruppen sicher sein.

    Denkmale (offensichtlich Opium für manche Bürger!) waren schon immer ein beliebtes Objekt, um Bürger abzulenken (und später zu manipulieren), das haben bereits die alten Römer und Griechen gemacht und es bewährt sich bis heute.
    Entsprechend kann man Straßen und Plätze nach dem Lokalhelden benennen, oder Gedenkveranstaltungen organisieren und vielfaches weiteres Brimborium in Szene setzen.
    Hauptsache der dämliche Bürger findet etwas, um sich abzureagieren und seinen Frust auf „die da oben“ los zu werden.

    Wie kein zweiter eignet sich „unser“ (Oberpfälzer) Papst für solche Zwecke, denn man kann fast alles an ihm aufhängen.

    Benedikt als Medium zur Bildung von „Gemeinschaft“, als Werkzeug zur Ablenkung von realen Problemen, und letztendlich als Gegenstand zur Verblödung der Masse.

  • Mathilde Vietze

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    1. Wenn jemand vom „Altöttinger Liebfrauenboten“ etwas Ver-
    nünftiges erwartet, ist er selbst schuld.
    2. B 16 als „Werbe-Ikone“ – das würden ja noch nicht mal gestandene
    Katholiken ernstnehmen.

  • menschenskind

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    Ein weiterer Grund gegen das Papstdenkmal in Regensburg:

    Die erheblichen Folgekosten wegen Farbaktionen der Autonomen und anderer Benedikt-Gegner. Einschließlich Polizeieinsatz und Reinigungsaktionen kommen pro Anschlag leicht fünfstellige Eurobeträge zustande. Beträge, die bei der Hungerhilfe wesentlich besser angelegt wären.

    So könnte auch der Regensburger Bene bald aussehen:
    http://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2016-03-07/papst-benedikt-bueste-mit-rosa-beschmiert

  • „Die Kirche will kein Papst-Zentrum“ » Regensburg Digital

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    […] „Es gibt ja mittlerweile schon Verleger, die sich dazu äußern“, so Wolbergs mit Blick auf den Kampagnen-Versuch von Peter Kittel. Der Veranstalter und Ausrichter des Papst-Besuchs vor zehn Jahren wollte via Mittelbayerische […]

  • menschenskind

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    Ein kabarettistisches Denkmal für Benedikt XVI., leider nicht aus Regensburg:

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