Ersatztrasse: „Großer Schwindel“

„Das ÖPNV-Ersatztrassengutachten ist teilweise ein großer Schwindel“ Linke-Stadträte Freihoffer und Spieß halten die hohen Ausgaben für überflüssig Das neue, überarbeitete Gutachten zu den ÖPNV-Ersatztrassen des Münchener Architekten- und Planungsbüros Eisenlauer Voith enthält keinerlei neue Informationen und dieselben Visualisierungen der Trassen wie im ersten. Nur bei der Westtrasse gibt es jeweils eine Version mit und ohne Eiserner Steg. Wie im ersten Gutachten fehlen Simulationen der Brückenrampen aus geringer Entfernung in der Holzlände sowie in der Badstraße, die den Blick auf die Einmündung der Rampen sowohl von Osten wie von Westen und den unmittelbaren Zusammenhang mit der gebauten Umgebung zeigen. Wie schon im Gutachten begründete Herr Eisenlauer in der Planungsausschusssitzung ihr Weglassen mit der nicht ausreichend vorhandenen Planungstiefe, die keine realistische Visualisierung ermögliche. Stadträtin Irmgard Freihoffer, Mitglied des Stadtplanungsausschusses, hält dagegen: „Das ist absurd. Alle wesentlichen Daten wie Länge, Breite und Höhenverlauf der Brücke und die Steigung der Rampen sind bekannt. Mehr Planungstiefe ist zur Visualisierung nicht nötig. Viel wahrscheinlicher ist: Die Bilder an den kritischsten Stellen, die mit Sicherheit auch die grausamsten wären, würden ihre abschreckende Wirkung nicht verfehlen. Sie würden vermutlich mit der abschließenden Meinung des Gutachters, dass die Westtrasse sich gut in das Stadtbild einfügen würde, kollidieren.“ Einen größeren Schwindel fügt das zweite Gutachten jetzt noch hinzu mit dem Bild, das den Blick vom Weinmarkt aus auf die Westtrasse ohne den Eisernen Steg im Vordergrund zeigt. Dabei ist aber der Brückenkopf des Eisernen Stegs mit einem kleinen Teil der Brücke noch vorhanden und verdeckt so gnädig die Ansicht der 60 bis 70 m langen Auffahrtsrampe der Westtrasse. So kann auch kein Gesamteindruck der auf drei bis vier m ansteigenden Rampe an der Holzländestraße und den dortigen Häusern zustande kommen. Immerhin: Die Insassen des Busses kurz vor oder auf der Rampe könnten aus nächster Nähe noch in die Wohnzimmer des ersten Stocks schauen. Die Ausgaben von ca. 70.000 Euro für die beiden Gutachten hätte sich die Stadt sparen können und sollen.

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Kommentare (3)

  • tim

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    … immer diese Negativen und Miesmacher ;)

  • Bernd Neumann-Henneberg

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    Man fragt sich ja was bringt die Brücke eigentlich? Der einzige Zweck dieser Brücke ist Busse aus Lappersdorf über den Arnulfsplatz zum Bahnhof zu bringen! Ein weiterer Zweck ist Studenten aus den nördlichen Stadtteilen Regensburg zur Hochschule Regensburg zu bringen, die in einigen Jahren aber nicht mehr in der Prüfeninger Straße sein wird, sondern bei der Uni neu gebaut wird. Dafür soll der Welterbestatus aufgegeben werden, die Neugestaltung des Arnulfsplatzes bleibt praktisch unmöglich und über kurz oder lang wird die Brücke dann für den normalen Verkehr freigegeben um noch mehr Autos in die Altstadt zu schaufeln. Schilda lässt grüßen.

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