Grüne wollen Schadstoffausstoß beim städtischen Fuhrpark senken

Jürgen Huber fordert mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ‚Weniger Emissionen beim städtischen Fuhrpark!’ So heißt die Überschrift eines Antrags der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Mit ihm die Verwaltung beauftragt werden soll, über die Strategie in Bezug auf den notwendigen Umbau des städtischen Fuhrparks zu einer umweltfreundlichen Fahrzeugflotte zu berichten. Dabei soll der Stadtrat auch über den derzeitigen Durchschnittsausstoß der Fahrzeugflotte und die bisher schon gemachten Erfahrungen beim Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben informiert werden. Stadtrat Jürgen Huber, der die Grünen im Bau- und Vergabeausschuss vertritt, hatte in den Ausschusssitzungen in der Vergangenheit schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Verwaltung nach all den Jahren des ‚Weiter so!’ endlich einmal aktiv werden und ein Konzept für den städtischen Fuhrpark entwickeln und vorlegen müsse. „Da reicht es nicht, wenn der Oberbürgermeister mal im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit Siemens zwei Elektrofahrzeuge ordert oder bei der Straßenreinigung ein neues Elektromobil in Dienst gestellt wird“, so Jürgen Huber. Weiterhin würden immer noch überwiegend Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben beschafft. Jürgen Huber: „Wie lange sollen wir angesichts des Klimawandels eigentlich noch warten, bis die Stadt in ihrer Vorbildfunktion, von der im Übrigen auch das Bayerische Landesamt für Umwelt spricht, vorangeht? Da erwarte ich mir mehr Power!“ Testen sollte man auch gasbetriebene Fahrzeuge. „Laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) haben Fahrzeuge mit Erdgasantrieb 25 Prozent weniger CO2-Emissionen. Mit der zunehmenden Beimischung von Biomethan ins Erdgasnetz wird dieser Vorteil weiter ausgebaut. Damit kann eine kommunale Erdgasflotte zu den Klimaschutzzielen der Stadt beitragen. Dank der günstigeren Steuer ist zudem der Kraftstoff um etwa 50 Prozent günstiger als Benzin und etwa 30 Prozent günstiger als Diesel.“ Vorstellen können sich die Grünen auch, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt für die kürzeren Wege im Stadtbereich Pedelecs zur Verfügung zu stellen. Sie machen darauf aufmerksam, dass die Hersteller im Nutzfahrzeugbereich mittlerweile viele Fahrzeuge mit Elektroantrieb anbieten, die auch eine für den Einsatz in Regensburg notwendige Reichweite gewährleisten. Jürgen Huber: „Die Stadt Regensburg muss ihren Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten und darf keine Möglichkeiten auslassen“. Vergessen werden dürfe aber auch nicht die Peak-Oil-Problematik und die allgemeine Tatsache, dass fossile Brennstoffe endlich sind.

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Kommentare (2)

  • Martina Weber

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    Jürgen Huber hat recht. Seit Jahren geht es in Sachen Erdgasantrieb in Regensburg nicht voran. Zwei Tankstellen, davon eine teuer, die andere immer mau im Druck und das am Sitz der REWAG und E.ON Bayern. In Bayern bieten schon viele Tankstellen 100 % Biomethan an, macht 90 % CO2-Reduzierung !!! Versteht das wer will!

  • bernd

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    Die paar Skunkies beim städtischen Fuhrpark sind nicht das Problem.

    Wichtiger ist die stinkenden und lärmenden Busse der RVB und restl. RVV-Mitglieder zu erneuern.

    Solange die Stinker täglich tausendfach rumkurven dürfen wird es in Regensburg keine gesunde Luft und keine Umweltzone geben.

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