Happy Birthday zum 110., Resl!

Foto: RedaktionEs war ein Karfreitag, (oder ein Karsamstag), an dem Therese Neumann am 8. (oder 9.) April 1898 geboren wurde. Leise ist es nie geworden um die Resl von Konnersreuth, die heute (oder morgen) ihren 110. Geburtstag feiern würde, wäre sie nicht 1962 an einem Herzinfarkt gestorben. Die Bauernmagd – erstes von elf Kindern – hat ab dem Alter von 28 Jahren mit Stigmata an Händen und Beinen von sich reden gemacht. Weder gegessen, noch getrunken soll sie haben – nur zur Kommunion (Wenngleich sie eine Überprüfung dieser Behauptung stets verweigerte.). An Karfreitagen durfte sie bis zu 5.000 Besucher empfangen, während das Blut ihr aus den Augen floss und sie in fremden Zungen sprach (Ein Arzt bescheinigte seinerzeit: „100 Prozent erwerbsunfähig”.). Bis heute geben Votivtafeln an ihrer Gruft – meist mit der Aufschrift „Danke, Resl” – beredtes Zeugnis von den zahlreichen Pilgern ab, die sich alljährlich Hilfe von der Resl erhoffen (oder sie erhielten). Seit drei Jahren betreibt das Bistum Regensburg die Seligsprechung der Resl. 40.000 Unterschriften unterstützen dieses Gesuch. Eine erste Rechnung für das Verfahren aus dem Vatikan betrug 26.000 Euro, denn dem Wunsch zu entsprechen, gestaltet sich schwierig. Gibt es doch böse Zungen, die behaupten, die Resl sei eine Schwindlerin gewesen. Bis der Papst entscheidet, wird es noch ein Weilchen dauern. 60 Zeugen, die das Bistum genannt hat, müssen vom Vatikan gehört werden. Es wird also nicht so schnell leise werden um die Resl. Happy Birthday.

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Kommentare (1)

  • Mathilde Vietze

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    Ich bin gläubige, aber kritische Christin. Die
    „Konnersreuther Resl“ halte ich für eine große
    Schwindlerin, eine die es geschafft hat, die
    Leute hinters Licht zu führen. Warum denn hat
    sie seriöse Untersuchungen stets verweigert?
    Und – es gab ja auch Geistliche, die sich über
    sie äußerst widersprüchlich äußerten.
    Haben wir in der Kirche wirklich keine anderen
    Probleme, als den Rummel um diese Frau zu be-
    treiben?

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