Kinderfest contra Brückenbau

Das Einreißen der mit Absperrbändern nachgebauten Brücke machte den Stadtamhofer Kindern mehr Spaß als das Bauen. Sollte die Brücke über den Grieser Spitz kommen, muss ihr Spielplatz dran glauben.Im Wahlkampf hatten sich Teile der SPD noch ausdrücklich gegen ein Brückenprovisorium über den Grieser Spitz ausgesprochen. Die gestern vorgestellte Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CSU spricht dagegen eine weit weniger deutliche Sprache. „Für ein ggf. notwendiges Provisorium wird eine breite Information der Öffentlichkeit sichergestellt“, heißt es dort. Als Favorit für diese provisorische Trasse gilt der Untere Wöhrd über den Grieser Spitz. Es existieren bereits entsprechende Pläne. Eine Widerspruchsmöglichkeit für Bürger besteht nicht. Wie lange Provisorien überdauern können, lässt sich am Eisernen und am Grieser Steg ablesen. Beide wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Provisorien gebaut. Am Donnerstag, 1. Mai, findet um 15 Uhr ein Spielfest auf dem Grieser Spitz statt, „um an die Gefahr zu erinnern, die im Falle des Baus einer Brücke über den Grieser Steg für die Natur und uns Menschen besteht“, schreibt Veranstalter Siggi Heindl. Er hatte, zusammen mit mehreren Anwohnern, bereits Ende Februar mit mehreren Aktionen gegen die Brückenpläne über den Grieser Spitz protestiert.

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Kommentare (4)

  • Boris Achberger

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    Mei, müssen Kröten gut schmecken!
    Jetzt kippt die alte Tante SPD um. War ja nicht anders zu erwarten. In Wendemanövern bereits bestens geschult, dreht sich Wendewolli wieder wie und wo die Winde weh’n.
    Hat sich eigentlich mal jemand Gedanken darüber gemacht, warum die SPD noch keine/n Fraktionsvorsitzende/n bestimmt/gewählt hat? Warum passiert das erst, wenn die Bürgermeisterposten ausgeschachert sind? Muss man da für den Mälzewirt Wolli u.U. einen Platz freihaltem falls die „Kleinen“ und etwaige Abweichler Volkes Wille vollziehen?
    mfg
    Boris Achberger

  • stefan

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    Die SPD hat in den Koalitionsverhandlungen erhebliche Zugeständnisse machen müssen. Die einen sagen, dies geschieht zum Wohle der Stadt, die anderen sagen, die SPD hat sich über den Tisch ziehen lassen. Ob mit dieser Koaltionsvereinbarung alle SPD-Stadträte für Wolli stimmen, glaube ich kaum. Der Unmut darüber in der SPD ist bereits deutlich zu hören.
    Bin gespannt, wer da Bürgermeister wird. Wahrscheinlich zerbricht hier bereits die Koalition. Und dann ist der Grieser Spitz auch wieder gerettet.

  • Jakob Spitzauer

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    Auszüge aus den „Geheimen“ Stadtratsprotokollen.

    – Ähh, von euch Kolleginnen und Kollegen wohnt da ja eh keiner auf’m Gries, oder?!
    – Ach komm, der Eiserne und der Grieser Steg sind ned wirklich offiziell Provisorien?!
    – Des is ned dein Ernst?! Wir sagen einfach, des wird ein Provisorium und dann können die NIX mehr machen? Super!
    – Bedienung, noch Bier!

  • Herbert E. Brekle

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    Brücken“provisorium“ am Gries

    In der sog. Koalitionsvereinbarung der SPD mit der CSU bahnt sich in Sachen Grieser Brücke ein Einknicken der SPD-Fraktion an. Dabei war es doch schon immer klar, daß dieses „Provisorium“ – es würde ja keines bleiben – die Naherholung und den Spielplatz am Grieser Spitz praktisch unbrauchbar machen würde, dto. den östlichen Teil der Jahninsel und die grüne Uferzone am Unteren Wöhrd. Eine grüne Lunge der Stadt würde verpestet.
    Klar ist auch, daß eine Bustrasse über die Nibelungenbrücke nur wenige Minuten Zeitverlust für die Busbenutzer aus dem Norden bedeuten würde. Dies wurde ja schon ausführlich getestet.
    Dazu kommt die mit einer Grieser Brücke verbundene Verschwendung erheblicher öffentlicher Finanzmittel.
    Also, was soll das Ganze?

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