Mahnmal zum Gedenken an die Bücherverbrennung?

Margit Wild, MdL regt Diskussion über ein Mahnmal zum Gedenken an die Bücherverbrennung 1933 in Regensburg an. Mehrmals hat sich die Regensburger Landtagsabgeordnete Margit Wild unterstützend für den Vorschlag eines Mahnmals für die Bücherverbrennungen in Regensburg am 12. Mai 1933 eingesetzt. Auch bei Oberbürgermeister Hans Schaidinger setzte sie sich für ein Mahnmal ein. Umso überraschter zeigt sie sich nun darüber dass ohne Einbeziehung der Initiatoren und anderer Akteure einfach von OB Schaidinger gegen ein Mahnmal entschieden wurde: „Die Initiatoren der Realschule am Judenstein hatten unmissverständlich klar gemacht dass sie ein der Bedeutung der Bücherverbrennungen angemessenes Mahnmal am Neupfarrplatz für die richtige Art der Erinnerung halten. Und das ist auch meine Meinung!“ so die Regensburger Landtagsabgeordnete der SPD. „Ich schlage deshalb eine weitergehende Diskussion mit den Initiatoren und Vertretern von sachkundigen Vereinigungen vor. Denn wir haben in Regensburg einige Bürgergruppen, die sich beispielhaft mit dem Gedenken an die Verbrechen des Nazi-Regimes auseinandersetzen. Wir sollten diese Kompetenz nutzen!“ Dies sei besser als wie von Oberbürgermeister Schaidinger vorgeschlagen einfach auf die Schnelle eine Gedenktafel am Neupfarrplatz anzubringen. Gerade auch in Hinblick auf ein vor kurzem vorgestelltes Gutachten verbiete es sich, unüberlegt vorzugehen. So hielten die Autoren dieses von der Stadt Regensburg beauftragten Gutachtens die Gedenkplatte vor der ehemaligen Außenstelle des KZ Flossenbürg für nicht angemessen. „Es steht uns in Regensburg deshalb gut zu Gesicht die Diskussion über die Art des Gedenkens an die Bücherverbrennung am Neupfarrplatz gründlich zu führen. Schnellschüsse verbieten sich bei diesem Thema. Hier ist vielmehr Fingerspitzengefühl gefragt!“ so Margit Wild, MdL.

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Kommentare (2)

  • Roland Hornung

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    Ich stimme Frau MdL Wild zu!

    Ein geeignetes Mahnmal wäre eine seriöse und würdige Lösung. Man könnte vielleicht auch symbolisch einige der damals verbrannten Werke ausstellen.

    Dr. Roland Hornung

  • JoachimDatko

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    Nicht zu viele Mahnmale!

    Bei einer Inflation von Mahnmalen besteht die Gefahr, dass das einzelne Mahnmal entwertet wird.

    Bei aller negativen Vergangenheit sollten wir auch keine Gesellschaft der Mahnmale werden.

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