Morgen, Regensburg! Wenn ein Stadtrat übergriffig wird…
Manchmal können Rechtsextreme unangenehm „touchy“ werden, bei anderen ist bekannt, dass sie sowieso keine Berührungsängste mit noch weiter Abgedrifteten haben. Und auch manche Linke sollten sich überlegen, mit wem sie auf die Straße gehen. Außerdem habe ich mich mit Frau Freudenstein unterhalten – ungewöhnliches Setting für uns beide.
1. Finger weg, Brucker!
Ich bin, vermutlich berufsbedingt, ein durchaus kontaktfreudiger Mensch. Ich diskutiere gern und mich kann man auch mal schräg von der Seite anquatschen. Partout nicht leiden kann ich es aber, wenn man einfach so in ein Gespräch reinplatzt oder mich ungefragt anfasst.
Noch weniger mag ich das, wenn das so ein unangenehmer Zeitgenosse macht wie AfD-Stadtrat und Bundestagsabgeordneter Erhard Brucker. Das liegt nicht nur an der Ideologie, der er sich verschrieben hat. Mit der hat er es in diverse Gerichtsurteile und Zitatensammlungen zu einem möglichen Verbot der AfD geschafft. Wegen einer möglichen rassistischen Beleidigung will die Berliner Polizei aktuell gegen ihn ermitteln, sofern mal Bruckers Immunität aufgehoben wird.
Auch abseits dessen fühle ich mich unwohl in der Nähe von jemandem, der Parteifreunden schon Prügel angedroht haben soll („Er hat gesagt, er ist 1,90 groß, wiegt 140 Kilo und hat eine harte Durchschlagskraft.“) und oft genug nach Rauch und Alkohol stinkt.
Ich hab nicht wirklich ein Interesse an einem Gespräch mit jemandem, der auf offizielle Presseanfragen in unverschämten Ton und mit fragwürdigem Deutsch reagiert („Wie Sie sich sicher vorstellen koennen hege ich nicht das geringste Interesse augerechnet Ihrem linken Hetzmagazin auch nur das geringste mitzuteilen! Mit der Ihnen zustehenden vorzueglichsten Hochachtung und selbstverstaendlich patriotischen Gruessen“).
Deshalb habe ich auch etwas ungehalten reagiert, als Brucker mir bei einer Sitzungspause im Rauchereck hinterm Neuen Rathaus, ich hab mich gerade mit einem anderen Stadtrat unterhalten, plötzlich die Hand auf die Schulter gelegt hat, um mir mit verwaschener Stimme irgendetwas ins Ohr zu la…bern.

Soll seine Hände bei sich behalten: Erhard Brucker. Foto: Archiv
Vermutlich ging es um Sea-Eye, vielleicht um mich („Die gibt’s eh boid nimma.“). Ich habe ihn dann – nicht justiziabel, aber bestimmt – aufgefordert, gefälligst seine Hand von mir zu nehmen. Er ist dann auch schnell abgehauen.
Ich kann ganz grundsätzlich nicht nachvollziehen, warum manche Stadträte und Verwaltungsleute abseits der unbedingt notwendigen Höflichkeit, Brucker nicht nur die Hand geben, sondern ihm auch noch auf die Schulter klopfen oder länger mit ihm plaudern. Ich halte es in Anlehnung an ein Zitat von Max Goldt eher so:
Es wäre verfehlt, zu Rechtsextremen freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.
Und weil so viel über die 30.000 Euro diskutiert wurde, die Sea-Eye nun einmalig von der Stadt Regensburg erhalten soll: Dank einer ausreichend großen Zahl an Wählern, die dumm oder verblendet genug waren, ihn in den Bundestag zu wählen, kostet uns Erhard Brucker dieses Steuergeld und noch etwas mehr allein in einem Monat. Was könnte man damit nicht alles für Obdachlose, sozial Bedürftige, das Frauenhaus oder wen weiß ich nicht alles tun.
2. „Top-Expertin“ Gloria
Auch auf die Gefahr hin, dass sich wieder jemand aufregt, ich würde als einziger Werbung für Gloria von Thurn und Taxis machen – manche lesen ja keine MZ – wollte ich mal wieder dokumentieren, mit welchen Leuten sich die 63-Jährige abseits der bereits bekannten Rechtsextremen noch so zusammentut.
Derzeit wird in einigen sozialen Netzwerken ein Webinar mit Gloria von Thurn und Taxis bei Kettner Edelmetalle beworben. Titel: „Finanzielle Selbstverteidigung“. Neben von Thurn und Taxis sind dort auch Geistesgrößen wie Dieter Bohlen und Peter Hahne als „Top-Experten“ geladen. Ebenso der Politikwissenschaftler Werner Patzelt, der vermutlich unter Talkshow-Entzug leidet. Alte Männer, die angesichts ihrer Angst vor Bedeutungsverlust in jede noch so dreckige Ecke kriechen, um für Aufmerksamkeit in eigener Sache zu sorgen. Und Gloria von Thurn und Taxis.
Veranstalter Dominik Kettner ist, man kann es kaum anders ausdrücken, ein professioneller Lügner und Angstmacher. Eindrücklich recherchiert hat das der Journalist und Autor Mats Schönauer diesen Mai für seinen Youtube-Kanal „Topf voll Gold“. Schönauer war früher Leiter von BILDblog.
Ein Satz, der mir dabei besonders gefällt:
„Wenn ich rechte Influencer kritisiere, gibt es immer sofort wütende Kommentare, in denen mir vorgeworfen wird, ich würde das ja nur machen, weil sie rechts sind. Dann antworte ich immer, dass es mir nicht um links oder rechts geht, sondern um wahr oder falsch.“
Hiermit zum Anschauen empfohlen. Vielleicht schreibt dann mal wieder irgendjemand, dass Gloria von Thurn und Taxis „umstritten“ ist, während er ihr Buch bewirbt. Für Zitate langt es ja anscheinend nicht.
3. Was eine türkische Tageszeitung über die OB-Wahl denkt
Der Kommunalwahlkampf eilt mit Riesenschritten näher – manche führen den ja schon seit ein paar Jahren. Das interessiert auch türkischsprachige Medien wie Yeni Posta, 1992 als anzeigenfinanzierte Printzeitung für in Deutschland lebende Türken gegründet und seit 2021 als Nachrichtenportal europaweit aktiv (hier die Selbstbeschreibung, ganz unten in deutscher Sprache).
Und so kam es, dass ich gebeten wurde, CSU-OB-Kandidatin Astrid Freudenstein für die Yeni Posta zu interviewen, was anfänglich weder ich noch Frau Freudenstein so recht glauben konnten. Wer jetzt ein sonderlich kritisches Gespräch erwartet, den muss ich enttäuschen. Die Fragen waren vorab vereinbart.
Aber es war aufschlussreich, wofür sich die Redaktion der Yeni Posta bzw. deren Leserinnen und Leser interessieren und was Astrid Freudenstein darauf so antwortet. Manchmal windet sie sich schon ein wenig heraus.
Noch aufschlussreicher ist, wie die Yeni Posta die Lage in Regensburg einschätzt. Das kann man daran ablesen, das besagter Fragenkatalog mir geschickt wurde mit dem Betreff: „Fragen an die zukünftige Oberbürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein“. Vielleicht macht das ja andere Aspirantinnen und Aspiranten für dieses Amt hellhörig.
Das ganze Gespräch gibt es oben auf Video. Der Artikel in türkischer Sprache findet sich hier. Mit dabei ist übrigens auch Bora Ataman – vor vielen Jahren mal Integrationsbeauftragter der Regensburger CSU und bekannt als Schweinebraten essender Muslim mit Verbindungen zu Papstbruder Georg Ratzinger.
Wie Ataman das wieder hinbekommen hat – fragen Sie mich nicht.
4. Antifa, anita_f und FDJ
Für Aufregung hat letzte Woche ein Demoaufruf gesorgt, der an die Medien verschickt wurde. Und ein Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung, der dazu erschien. Es ging um eine Protestveranstaltung gegen den „Romantischen Weihnachtsmarkt“.
Mich persönlich hat daran vor allem gestört, dass man sich dabei nur auf Gloria von Thurn und Taxis fokussiert und nicht auch auf den Veranstalter Peter Kittel, dessen rassistische Pöbeleien auf seiner Internetseite man zumindest hätte erwähnen können. Aber vielleicht haben diejenigen, die diesen Aufruf formuliert haben, sich damit noch nicht beschäftigt.
Das schließe ich unter anderem daraus, dass man bei der E-Mail-Adresse, unter der dieser Aufruf verschickt wurde, als Klarnamen „Anita F“ gewählt hat, was zunächst vor allem für innerlinke Verwirrung gesorgt hat. Später hat man sich dann dafür entschuldigt. Das sei ein „Wortspiel“ mit Antifaschismus gewesen. Na ja.

Peter Kittel bei einer Gerichtsverhandlung in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre 2021. Foto: as
Tatsächlich ist „anita_f“ der Name einer antifaschistischen Gruppe, die es seit 2005 in Regensburg gibt. Diese Gruppe fällt weniger durch Demoaufrufe auf, sondern durch akribische Recherchen zur rechtsextremen Szene. Eine verdienstvolle Arbeit wie ich meine – und wenn es mal klappen sollte, werde ich noch ein Porträt der Gruppe anlässlich des 20. Jubiläums schreiben.
Wer sich ein bisschen in Regensburg auskennt und vielleicht noch den Absender etwas genauer angeschaut hat, wusste also, dass es nicht „die lokale Antifa-Gruppe“ anita_f war, die zum Protest aufgerufen hatte. Ganz abgesehen davon, dass diese Bezeichnung an sich ziemlicher Blödsinn ist, weil sie suggeriert es gäbe eine Art Corporate Identity oder Vereinsstruktur „der Antifa“, unter der dann nur eine Gruppe firmieren würde. Aber gut: Seit Donald Trump „die Antifa“ verboten hat, bricht sich diese dümmliche Ansicht auch in manchen seriösen Medien Bahn.
In Regensburg gibt es mittlerweile so viele antifaschistische Gruppen oder Gruppen, die sich für antifaschistisch halten, dass man selbst als interessierter Beobachter den Überblick verliert. Gefühlt gründet sich jedes Semester eine neue Gruppierung, manchmal spaltet sie sich und irgendwann können sie ihre Versammlungen in einer Telefonzelle abhalten.
Eine solche Gruppe ist zum Beispiel die SRA („Sozialrevolutionäre Aktion“), die vor fünf Jahren mal im bayerischen Verfassungsschutzbericht stand, weil sie sich nicht von Gewalt distanzieren würde. Mittlerweile dürfte für die SRA sogar eine Telefonzelle zu groß sein.
Aber mancher kann auch daraus noch eine Empörungsschlagzeile zimmern, um alle anderen Organisationen, die an diesem Weihnachtsmarktprotest teilnehmen zu diffamieren – allen voran natürlich Sea-Eye.
Ich persönlich halte selbst die abseitigsten Ansichten, die bei diesem Protest vorhanden sein mögen für harmloser als Gloria von Thurn und Taxis oder Peter Kittel. Aber diese beiden haben ja Geld und einen gewissen Einfluss und sind deshalb nur „umstritten“.
Durchaus Empörungspotential hätte es gehabt, über den Protest gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht zu berichten. Der Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD hat da zur Besetzung der Gewerkschaftshäuser aufgerufen – etwas, das bislang nur Faschisten gemacht haben. Bei einer Demo am 8. November ist dann die FDJ vorneweg marschiert – und ein paar andere linke Gruppen sind brav hinterher gedackelt. Zum Beispiel die Linksjugend solid, Schülis gegen Rechts und die kadermäßig organisierte Föderation klassenkämpferischer Organisationen.
Ganz ehrlich: Mit der FDJ geht man nicht auf die Straße. Egal, ob man für oder gegen die Wehrpflicht ist. In anderen Städten demonstrieren linke Gruppen gegen deren Aufmärsche.
Strukturell erinnert die FDJ in ihrem autoritären Gehabe und mit der Neigung trotz minimaler Mannstärke schamlos jede Veranstaltung für ihre Zwecke zu kapern an eine stalinistische Gruppierung. Da geht man nicht mit. Beim Protest gegen den Kittel-Markt kann man dagegen schon vorbeischauen.
Entspannte Restwoche!



Alexander Grundl
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Bora ist einfach ein Phänomen! :)
…aber wer mit der FDJ marschiert, der sollte wirklich mal seinen eigenen moralischen Kompass checken. Ist doch echt peinlich, Leute…
Altstädter
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Ach ja – die ÄfDJ und KaPDööö – owei owei, die wurden ja in den 1990’er schon nur noch belächelt mit ihren “Reden” die sie gerne gehalten hätten, die da schon klangen, als hätte sie der Olle Stalinist Honni noch selber aus dem Füller gegöbbelt.
Sei es den Schülis verziehen, sie wissen es noch nicht besser aber haben hoffentlich nun etwas daraus gelernt B-)
Den Brüller finde ich ja immer, wenn sie da mit ihrer Rakete marschieren – LOOOL, hat dann immer eher was von missglücktem Karneval B-)
Ja die “Klobürstin” und ihr “Köttel” – die Echos aus der Regensburger Kanalisation, wenn mal wieder Magen/Darm rumgeht.
Da kann man sich nur noch schämen als Regensburger und um frei nach Polt zu zitieren: “Sowas wie die ghört mit der Scheißbirtschn nausghaut!”
Albert Mooshamer
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Ist gerade mal eine gute Stunde her, da hat Erhard Brucker wieder einen Ordnungsruf bekommen, weil er in der laufenden Haushaltsdebatte des Bundestags gegen den amtierenden Bundestagspräsidenten gepöbelt hat (der gerade dabei war, die hetzerische Wortwahl eines anderen AfD-Manns am Rednerpult zu rügen).
Wenn die Sitzung mal von einem AfD-Präsidenten geleitet wird, dann gute Nacht.
Fabian Schneider
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Die Implikation, der Aufruf zur Besetzung von Gewerkschaftshäusern durch eine linke Gruppe wie den Arbeiterbund sei mit dem Vorgehen von Faschisten vergleichbar, ist unwürdig und historisch falsch.
Deutsche Gewerkschaften waren einmal tief in der Arbeiter*innenbewegung verwurzelt. Ihre historische Aufgabe umfasste stets den Kampf gegen Militarismus. Der Protestaufruf ist daher weniger ein Affront als vielmehr eine Erinnerung an die antimilitaristische Tradition der Gewerkschaften und ihre Pflicht, die Interessen der Arbeitenden gegen staatliche Zwangsdienste wie die Wehrpflicht zu verteidigen.
Heute sieht es eher so aus, als dass wir für Arbeiter*innenorganisation neue Gewerkschaften brauchen. Wenn beim ersten Mai der Polizei für den “Schutz” der Demonstration gedankt wird, ja dann gute Nacht.
Marc
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Um auf Nazi-Vergleiche mit Nazi-Vergleichen zu antworten: Herr Aigner, überlassen Sie den Antikommunismus doch den Faschisten! Die sind da bekanntlich wesentlich besser darin.
Saskia
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es passt schon, wenn die anhänger von lenin und stalin die gewerkschaftshäuser besetzen wollen. in ihren diktaturen gab und gibt es keine freien gewerkschaften und kein streikrecht. die “sowjetunion” und der friedensstaat “DDR” hatten aber nun wirklich nichts mit antimilitarismus zu tun.
hinter all dem pazifistischen pathos steckt der wunsch, die liberalen demokratien dem russischen und chinesischen imperialismus auszuliefern.
Rosa statt Anita
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Kommentar gelöscht. Irgendwann wird es blödsinnig.
Paul
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Servus Herr Aigner
gut gemacht :-))….gute Themen….mal kuckn was die “üblichen …….” dazu geben.
Paul
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Kommentar gelöscht. Nicht verständlich.
Valerie
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Linksjugend Solid und Schülis gegen Rechts dackeln nur brav hinterher und können keine eigene Meinung haben? Das ist doch total infantilisierend. Das sind junge Menschen, die sich dagegen einsetzen, im Krieg zu sterben, und Überraschung! Die haben tatsächlich auch ne eigene Meinung dazu, und dackeln niemandem hinterher.
Und was hat es eigentlich mit Kapern zu tun, wenn eine Gruppe sich an einer Demonstration gemeinsam mit anderen Gruppen beteiligt? Unter Kapern verstehe ich, dass eine Gruppe ungefragt auf Veranstaltungen auftaucht und alles mit ihren Fahnen überrennt, und das ist hier ja offensichtlich nicht der Fall, wenn die FDJ und der Arbeiterbund sich an der Planung und Organisation mit beteiligen.
Paul
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Servus Herr Aigner
Mein Kommentar von 18:17 Uhr bezogen sich auf ihre Aussage
“Dank einer ausreichend großen Zahl an Wählern, die dumm oder verblendet genug waren, ihn in den Bundestag zu wählen…”
Ist es angebracht diese Wähler als dumm oder verblendet zu bezeichnen?
Auch wenn es mir oder anderen und ihnen nicht gefällt was diese wählen?
Stefan Aigner
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Wie Sie gelesen haben, halte ich das für angebracht.
Leon S.
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Dass Solid mit FDJ und Arbeiterbund marschiert, wundert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Vielmehr würde mich eine Distanzierung in Staunen versetzen. Insbesondere Solid Bayern und auch der Regensburger Ableger mutieren täglich mehr zu einem Realsozialismus-Cosplay-Club inklusive Hammer und Sichel, Thälmann Share-Pics auf Instagram sowie weiteren politischen und ästhetischen Peinlichkeiten. Ich geb denen noch ein halbes Jahr bevor sie wahlweise im Stechschritt zu NVA-Märschen den Gründungstag der DDR begehen oder mit elefantösen Kim-Büsten internationale Solidaität mit Nordkorea einfordern.
Paul
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Danke Herr Aigner
war nicht verständlich
Jetzt passt es ja
Daniela
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Insgesamt guter Beitrag, danke.
Die Gloria bleibt im Fokus, aber keine Dominanz, gut so.
Wer auf Panikmache vom Kettner einsteigt, seine Milch künftig mit Silberplättchen bezahlen will, der soll dem Kettner ruhig die Taschen füllen. Getreu dem Motto: Euer Geld ist sein Verdienst ! Es gibt genug Stellen, durchaus seriös, wo man tagesaktuell Edelmetalle kaufen kann, bspw. bei Banken. Dank an Mats Schönauer.
Aber eines, ehrlich… Zwangsdienst für den Staat – Wehrpflicht. Ihr lieben jungen Mitbürgerinnen. Wer bitte darf Euch im Verteidigungsfall verteidigen? Mei, was für ein Elend, so wenig Einsatzfreude für die Heimat, für den Staat, der Euch ein solches Grundgesetz bietet?
Hans
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Bora Ataman ist einfach einzigartig, eine Legende sowie ein Mythos in Bayern … Herr Aigner, das Interview sowie die Themen sind ein sehr guter Beitrag von Ihnen, weiter so …
Alfons
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Aber eines, ehrlich… Zwangsdienst für den Staat – Wehrpflicht. Ihr lieben jungen Mitbürgerinnen. Wer bitte darf Euch im Verteidigungsfall verteidigen? Mei, was für ein Elend, so wenig Einsatzfreude für die Heimat, für den Staat, der Euch ein solches Grundgesetz bietet?
Jetzt mal Schluss mit realer Naivität. Mittlerweile ist Krieg wieder ein legitimes Mittel staatliche Interessen zu verfolgen und durchzusetzen. Es ist doch mittlerweile klar das in der Ukraine keine westlichen Werte, sondern westliche Interessen eine Rolle spielen. Unabhängig von dem aggressiven völkerrechtswidrigen Angriff Russlands. Eine auf Menschen ausgerichtete Politik würde von Anfang an versucht haben einen Interessensausgleich zu finden. Natürlich wäre der auf Kosten der Ukraine aber der Krieg je länger er andauert geht auf Kosten der Ukraine, da Menschen sterben, auch Russen. Und die Devise zu verbreiten, wer verteidigt Deutschland müsste genau heißen, wer verteidigt deutsche Interessen und das sind geschichtserwiesen meist nie die, der “kleinen” Leute. Würde es nur um Verteidigung unseres Landes gehen, würde eine Strategie und eine Ausrichtung der Armee und des ganzen Landes auf Verteidigung ausreichen. Wir haben eine Angriffsarmee. Daher halte ich es immer noch mit Reinhard May “meine Söhne geb ich nicht!”
Daniela
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@ Alfons
27. November 2025 um 07:08 | #
Wie bitte sollte der ‘Interessenausgleich ‘aussehen.
Die Ukraine wird angegriffen und darf sich nicht verteidigen? Der Aggressor fällt ein und es darf ein Interessenausgleich aufgerufen werden?
2014 hatten wir das doch schon einmal, nur die Welt hat sich nicht bemüht die Interessen der Ukraine zu verteidigen.
Und sorry, wer zwingt die russischen Soldaten in den Krieg in die Ukraine, um da zu sterben?
Und sorry die Bundeswehr ist alles andere, als eine Angriffsarmee.
Was sind denn westliche Interessen in diesem Krieg?
Britt
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Niemand hindert Sie daran, sich freiwillig zu melden, Verwandte und Freunde davon zu überzeugen. Ist doch auch ihr Grundgesetz, dessen Verteidigung Sie aber nur von anderen fordern. auf, auf, Daniela! Von der bequemen Couch aus zu fordern, dass Menschen verpflichtend in den Krieg ziehen sollen, ist hingegen ganz schön vermessen. Dass bei der Wehrpflicht plötzlich die alten Geschlechterrollen wieder widerspruchslos greifen sollen – es trifft nur Männer – ist auch noch ein Thema.
Daniela
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@ Britt
27. November 2025 um 08:20 | #
Liebe Britt, der Gedanke, dass ich Mitglied einer Altersgruppe bin, als die Wehrpflicht noch bestand, scheint Ihnen nicht zu kommen.
Vielleicht waren wir schon von der Couch? Ich habe Verwandte, Bekannte und Freunde, die Ihre Wehrpflicht absolviert haben, oder Ersatzdienst geleistet haben.
Diese Menschen würden ohne groß zu zögern, die Heimat und unsere Werte, letztendlich auch Sie, verteidigen. Ob nun an der Waffe oder im Sanitätsdienst.
Und schenken Sie sich das mit der Geschlechterrolle. Die Debatte ist lange schon gegessen.
Britt
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Nein, Daniela, diese Debatte ist eben nicht gegessen. Wehrpflicht soll nur für Männer gelten. Manchmal sollte man auch von irgendwas Ahnung haben, bevor man nen Kommentar schreibt.
Der sich den Wolf schreibt
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Der Regensburger AfD-Stadtrat Erhard Brucker hat seinen „Wirkungskreis“ als Bundestagsabgeordneter nach Berlin. Nach kurzer Zeit ist es ihm in der Bundeshauptstadt gelungen, seine „Duftmarke“ am Hbf. Berlin und im Bundestagsplenum durch primitive, inhaltslose, populistische Zwischenrufe, die wegen unparlamentarischem Verhalten durch mehrfache Ordnungsrufe gerügt wurde. Vielleicht sind das bei der AfD die Methoden dadurch solche „Meriten“ sich zu höheren Parteiaufgaben zu qualifizieren. Man weiß es nicht. Erhard Brucker reiht sich dadurch nahtlos in den Kreis der bekannten provokativen „AfD-Klackere“ ein.
Deren Auftritte sind im öffentlich-rechtlichen TV-Sender Phönix, durch Live-Übertragungen der Bundestagssitzungen (unzensiert, unmanipuliert, keine Lügenpresse) von jedem Staatsbürger zu verfolgen. Sehr zu empfehlen – vielleicht dient dies zu objektiver Wahrnehmung, im Gegensatz zu rechtsextremen digitalen Plattformen.
By the way – Herr Aigner, wer wird eigentlich der Regensburger AfD-OB Kandidat? 😊
Daniela
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@ Britt
Die Wehrpflicht wurde 2011 ausgesetzt. Das Gesetz gibt es noch.
Günther Herzig
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Zum Interview:
Gute Vorbereitung, gute Antworten ein freundliches Resumee des Interviewers.
Die Devise lautet als Vorschlag: Miteinander reden statt übereinander.
Schon vorca. 2000 Jahren hieß das:
“Et audiatur altera Pars!”
Günther Herzig
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„Résumé“, korrekte Schreibweise. Aus dem Internet kopiert, weil meine Tastatur das nicht von selbst anbietet
Burgweintinger
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Eben, Daniela, das Gesetz gibt es noch. Und dieses Gesetz sagt, Wehrpflicht nur für Männer! Ist das so schwer?
Und noch was, Daniela, wo haben Sie denn – aus einer Altersgruppe wo die Wehrpflicht noch bestand – Ihren Dienst geleistet?
Daniela
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Burgweintinger
27. November 2025 um 13:37 | #
Es gab Zeiten, da bestand Deutschland aus 2 Staaten.
In meiner Jugend wurden Jugendliche regelmäßig zu Lagern der GST gesandt, um dort Fähigkeiten zu erwerben, sowohl Dienst an der Waffe als auch in anderen Bereichen der zivilen Verteidigung zu üben. Das war ein Pflichtprogramm. Erst in der Schule, später im Betrieb.
Junge Männer mussten prinzipiell Wehrdienst leisten.
Wie gesagt, es gab Zeiten, da wurde nicht gefragt ob man das Land im Ernstfall verteidigen möchte, sondern für den Ernstfall regelmäßig geübt. Ob man es wollte oder nicht.
Aber die ganze Diskussion entgleist. Es ging prinzipiell um die Frage, wer denn das Land und seine Werte verteidigen sollte.
Statt dessen kommen Argumente, wie ‘Angriffsarmee’, oder ‘Wehrpflicht zwingt in den Krieg zu ziehen ‘.
Wenn das Neue Wehrgesetz ab 01.01.2026 in Kraft treten sollte, dann werden prinzipiell alle jungen Menschen (m/w/d) einen Fragebogen erhalten. Für Männer verpflichtend, für Frauen freiwillig zu beantworten. Im Moment wird noch versucht die Bundeswehr mit Freiwilligen personell aus zu statten.
Ich persönlich fände eine Allgemeine Wehrpflicht besser, als Jahrgänge eventuell im Losverfahren zu verpflichten.
Paul
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Servus
Zum Thema Verteidigung Wehrpflicht etc
Wer trägt den Frieden?
Keine Werbung aber Interessant
Regensburger Almanach 2025
80 Jahre Kriegsende. 80 Jahre Frieden. 80 Jahre Erinnerung
Dieser Almanach widmet sich aus aktuellem Anlass dem Thema Frieden und der Erinnerungskultur – aus unterschiedlichen Perspektiven, mit vielfältigen Stimmen.”
einfach mal reinlegsen….Autoren aus allen Bereichen der Gesellschaft
Mr. T.
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Schön, dass Politprofi Bora Ataman wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist. Ich hätte ihn schon fast vermisst. Wann ist eigentlich Anmeldeschluss für die OB-Wahl?
Zwei der Drei haben sich im Interview ab und an das Schmunzeln nicht verbeißen können, es aber trotzdem professionell durchgezogen. Frau Freudenstein hat wie gewohnt mit vielen Worten sehr wenig gesagt.
Samson
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naja, wer auf eine Goldhändler rein fällt, der lebt eben von der Panik die er verbreitet.
Wer Gold kaufen will, kann das ohne Umwege bei Degussa Gold da gibt es bundesweit die günstigsten Gold Kurse.
Wer braucht da einen Panikmache, der die Hand aufhält und von der Angst der Menschen lebt?