Noch ne Demo: Greenpeace trägt Energiewende zu Grabe

Presseerklärung vom 29.03.2012 Tod der Energiewende? Greenpeace-Gruppe Regensburg trägt die Energiewende zu Grabe Regensburg, 29.03.2012 – Am morgigen Freitag (30.03.2012) demonstriert die Greenpeace-Gruppe Regensburg gegen die geplante Kürzung der Solarförderung und für eine beschleunigte Energiewende statt. Beginn der Veranstaltung ist um 16 Uhr am Taubengässchen 1, die Demonstrationsstrecke führt über Kohlenmarkt, Haidplatz, Bismarckplatz und Neupfarrplatz. Bis 2020 sollen die Erneuerbaren Energien 35 Prozent des deutschen Strombedarfs decken – so wurde das Ziel zur Energiewende im letzten Sommer beschlossen. „Beim derzeitigen Ausbautempo von Erneuerbaren Energien schien dieses Ziel nicht unrealistisch“, sagt Martin Thema von der Greenpeace-Gruppe Regensburg, sieht das Erreichen nun jedoch in Gefahr. Zum 1. April tritt eine Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) in Kraft, die eine Kürzung der Einspeisevergütung um bis zu 30 Prozent vorsieht. Greenpeace hat errechnet, dass eine Kürzung der Einspeisevergütung um 30 Prozent bei Freiflächensolaranlagen beziehungsweise 20 Prozent bei Dachanlagen deutlich zu weit geht. Die gesetzten Ziele in der Energiewende rücken so in unerreichbare Ferne. Dazu tragen auch die umstrittenen Verordnungsermächtigungen bei, die die Rechte des Parlaments einschränken und den Bundesrat entmachten würden. Diese Neuregelung kommt einem Installationsverbot für in Deutschland hergestellte Solaranlagen gleich und schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch der deutschen Wirtschaft – es stehen 130.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Diese Gesetzesänderung gefährdet den Erfolg der Energiewende. Am 30.3.2012 findet eine Lesung zu den Kürzungen im Bundestag und am 11. Mai 2012 die Abstimmung im Bundesrat statt. Bis dahin ist noch Zeit, sich für eine zubauabhängige Förderabsenkung mit Augenmaß stark zu machen. Die mit einem Sarg durch Regensburg ziehenden Umweltschützer fordern die Menschen auf, zu einem Ökostromanbieter wechseln, Parteien und Politiker in der Region anzusprechen und auf die fatalen Auswirkungen der Kürzung hinzuweisen, sich für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in und um Regensburg einsetzen und Mitglied einer Energiegenossenschaft zu werden.

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Kommentare (29)

  • Joachim Datko

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    Die unsinnige subventionierte Zukleisterung der Dächer mit Photovoltaik geht auf Kosten der Vernunft und der Armen.

    Die Vernunft leidet bei Subventionierung, weil die Regelfunktion des Geldes außer Kraft gesetzt wird, es wird wirtschaftlicher Unsinn gemacht.

    Die „Armen“ müssen Wohlhabenden die erträumten Renditen bezahlen, da die Stromkosten dadurch massiv steigen.

    Von den deutschen Stromkunden wurde und wird zum Großteil der Aufbau der Photovoltaik-Produktion in China bezahlt. Es sind mittlerweile schon mehrere deutsche Photovoltaik-Produzenten zusammengebrochen.

  • Jürgen Häublein

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    Auch wenn es immer wieder fälschlicherweise behauptet wird:

    Es gibt keine staatliche Subvention von Solarenergie, Es ist eine Kostenumlage innerhalb der (privaten) Strombezieher.

    Die Atom- und Kohleenergie wurde und wird vom Steuerzahler subventioniert.
    Mit enormen Geldbeträge, z.B.:

    1. Forschung: Im Vergangenheit z.B. für die WAA, WAA Karlsruhe, die Forschungsgelder werden sie zur Zeit sogar wieder erhöht.

    2. Endlager des Atommülls: Die Endlagerung zahlt der Steuerzahler, (ASSE, Gorleben, Schach Konrad), Die Kosten dafür steigen und steigen

    3. Rückbau der AKWs: Die Konzerne bildeten zwar unversteuerte Rücklagen dafür. Wenn die Kosten dafür nicht reichen, darf der Steuerzahler

    4. Jede regenerative Energie ist versicherbar, Atomenergie nicht!

    Nur 4 Themen von vielen:

    Unter diesen Gesichtspunkten ist PV- Energie preiswert, da sie keine Folgekosten kennt und keine Gefahren für unsere Gesellschaft kennt.

    Wenn jetzt der PV-Strom gedeckelt wird, müssen wir ostdeutsche Braunkohle angreifen, selbstverständlich auch mit enormen Subventionen für die Kraftwerks-Betreiber! Wollen wir das?

  • Facharbeiter

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    Kohleenergie wurde bis in die 90 ger Jahre mit dem Kohlepfennig subventioniert. Jedes Jahr irrsinnige Milliardenbeträge. Nur ein Bruchteil davon gezielt in die Energiewende, dann wären wir schon viel weiter, und solche Philosophen/Physiker von gestern wie Datko würden dann hoffentlich für immer schweigen.

  • Joachim Datko

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    Zu Facharbeiter 30.03.12 – 18:08 Uhr :“Kohleenergie wurde bis in die 90 ger Jahre mit dem Kohlepfennig subventioniert. Jedes Jahr irrsinnige Milliardenbeträge. “

    Da sieht man die fatalen Folgen von Subventionen, es sollte uns eine Warnung in Bezug auf die Subvention der Fotovoltaik sein. Es ist wie in der Fabel vom „Zug der Lemminge“, fast alle laufen in die selbe Richtung. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Richtung richtig ist.

    Die Wohnnebenkosten sind nur deswegen so extrem hoch, weil an vielen Stellen Abzock-Systeme etabliert sind, die Photovoltaik gehört dazu. Es ist schön, wenn jemand sich für die Umwelt engagieren will, dann aber bitte nicht als Abzocker mit einer Renditeerwartung von 8% auf Kosten der Bevölkerung.
    Siehe auch:
    http://www.monopole.de/erneuerbare-energien/arme-zahlen-wohlhabenden-photovoltaik-gewinne/

  • Jürgen Häublein

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    Bin verwundert!
    Was haben die Photovoltaik mit Wohnnebenkosten zu tun? Auf keiner Mietsnebenkostenabrechnung stehen diese.

    Das Problem ist doch ganz anders gelagert.

    In Zeiten, da Kohle und Öl immer knapper werden, muss man auf Energie-Techniken setzten, die auch die nächsten Jahrtausende verfügbar sind, eben Wind und Sonne.
    Dass Kohle und Öl knapp werden, sieht man ja derzeit an der Zapfsäule und an dem Kohleimportpreis. Letzterer hat sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt. Die Gefahr, dass nicht nur Kriege wegen Öl, sondern auch wegen Kohle geführt werden, wächst.

    Der Satz, „Die Armen müssen Wohlhabenden die erträumten Renditen bezahlen, da die Stromkosten dadurch massiv steigen.“ ist komplett falsch.

    Die mittlerweile mehr als 2000 PV-Anlagen in Regensburg bewirken folgendes:

    Noch kauft Regensburg 96% seines Stroms von weit entfernten Kraftwerken. Hier fließt Kaufkraft über den Stromeinkauf aus der Stadt.

    Die 2000 PV-Anlagen dahingegen bewirkten, dass 2000 mal ortsansässige Handwerker Arbeit fanden.
    Die Anlagenbesitzer haben nach der Anlageabzahlung mehr Geld, dieses auch in Regensburg auszugeben.
    Davon profitiert viele in der Stadt, Geschäfte, Kneipen, ..

    Bei der jetzigen fossilen weitentfernten Großkraftwerke-Energiestruktur profitieren nur die 4 großen Energiekonzerne mit ihren Mrd-Gewinnen!
    Und dass auf Kosten der Armen!

  • Joachim Datko

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    Zu Jürgen Häublein 31.03.12 – 10:22 :“Noch kauft Regensburg 96% seines Stroms von weit entfernten Kraftwerken. Hier fließt Kaufkraft über den Stromeinkauf aus der Stadt.“

    ***

    Natürlich muss auch Geld „aus der Stadt fließen“, werden doch hier hergestellte Produkte und Dienstleistungen weltweit verkauft. Das funktioniert nur als Kreislauf, ansonsten bekommt man wertlose Schuldverschreibungen.

    ***

    Meiner Ansicht nach gibt es eine üble Propagandamaschine der Photovoltaik-Profiteure, die die öffentliche Meinung fest in der Hand haben. Es ist eine regelrechte Stampede, man sieht vor lauter Staub und Emotion nicht mehr wohin man läuft. Wenn sich dann der Staub gelegt hat, kann man eine Blick auf die Stromrechnung werfen und jammern.

    Joachim Datko – Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft – http://www.Monopole.de

  • MHH

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    @datko:
    nun ja, „Philosoph“ und „Physiker“, wie sie sich ja gerne bezeichnen, darf sich ja grundsätzlich jeder nennen und notfalls gibt es ja Plagiate wie wir inzwischen gelernt haben…

    Nur so kann ich jedenfalls ihre ständig widerkehrenden, aber insich widersprüchlichen unwissenschaftlichen Aussagen nachvollziehen.
    Beispiel: in ihrem ersten Beitrag bemängeln sie, dass mit angeblichen deutschen Subventionen auch die chinesische Photovoltaikproduktion angeschoben wurde.
    In ihrem letzten Beitrag wiederum „erklären“ sie, natürlich müsse Geld aus der Stadt fließen um weltweiten Handel betreiben zu können.
    Ja was denn nun?

    Die Folgen dieser Förderung: immer kostengünstigere Solarzellenproduktion. Dies ermöglicht inzwischen die Stromerzeugung nahezu zu Preisen der umweltverschmutzenden Kohle-Kraftwerke und den menschheitsgefährdenden KKW. Dabei sind die deutschen Subventionen, die immer noch in KKW und Kohle fließen noch nicht berücksichtigt. Völlig unberücksichtigt in der Betrachtung sind die riesigen dauerhaften Kosten zur Lagerung des Atommülls usw. noch nicht berücksichtigt.
    Faktisch ist daher inzwischen Photovoltaik volkswirtschaftlich betrachtet bereits wirtschaftlicher als ihre verherrlichten KKW.

    Die derzeitige deutsche Kürzungspolitik bei der Stomvergütung bringt deutsche Solar-Firmen in Schwierigkeiten und wirft die Entwicklung noch kostengünstigerer Solarzellen um Jahre zurück. Die FürDenProfit (FDP) kostet den Menschen auch hier Arbeitsplätze (nicht nur bei Schlecker).

    Wenn sie von Propagandamaschinerie sprechen, müßten sie als erstes die Propagandamaschinerie der Atomlobby (z.B. Atomforum) geisseln. Die Lügenmärchen über sichere Salzstöcke, ungefährliche WAA usw. haben uns Menschen Schreckenserlebnisse gebracht.

  • Joachim Datko

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    Zu MHH 01.04.12 – 11:40

    Subventionen sind meist schädlich. Bei der Photovoltaik sieht man mit welcher Frechheit die Subventionen gefordert werden. Bei uns in Burgweinting hat man vor lauter Übermut Photovoltaik sogar an die Wand einer Schulturnhalle gekleistert, zahlen muss ja der Bürger.

    Man muss sich vorstellen, dass Wohlhabende sich von den Armen eine erwartete Rendite von 8 und mehr Prozent zahlen lassen wollen. Es geraten immer mehr Menschen bei uns in das soziale Netz, die hohen Wohnnebenkosten sind ein wesentlicher Grund dafür.

    Und dann noch der Unsinn, eine komplette Technologie auf unsere Kosten zu entwickeln und sie an China zu verlieren, während in Europa die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schießen, man denke nur an Spanien und Griechenland.

    Man kann gut Blinde Kuh spielen, wenn nur der persönliche Gewinn gesehen wird.

    Fragen und Diskussion zum Unsinn von Subventionen gerne auch unter http://www.monopole.de .

  • Facharbeiter

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    Philosoph Datko: Wann antworten Sie denn endlich auf die offenen Fragen, die Ihnen ständig gestellt werden, Sie aber immer mit Ihren Halbwissen aufblitzen!

    Solange Nordsee-Kraben von Hammburg nach Casablanca transportiert werden, weil dort die Arbeitskraft billiger ist…
    Solange noch immer alle TV-/HiFi-Geräte mit Standby-Modus ausgerüstet sind…
    Solange noch immer Flüge für unter 100 € innerhalb Europa angeboten werden…

    Solange ist die Enrgie nicht teuer genug!!!!!!!!!

    Ihr Beispiel 8% Rendite blablabla … auf Rücken der Armen blablabla…
    … stimmt einfach nicht!

    Schauen Sie sich doch mal die Entwicklung der Benzinpreise an! Die Teureung bei Öl ist wesentlich höher als die Teuerung bei Strom. Was hat nun die Teuerung des Öls mit der Umlage EEG-Strom zu tun? Nichts!!!

    Also was ist nun verkehrt daran, wenn ein Häuslebauer anstelle einer Ölheizung eine Wärmepumpe einbaut und sich auf das Dach eine PV-Anlage installiert, um möglichst viel Energie selbst zu produzieren und selbst zu nutzen, autark zu werden?

    Ich sehe dies nur positiv!

    Erklären Sie mir mal den Preisanstieg der Energie in Ländern wie Brasilien, Australien, USA, wo die Erneuerbaren Energien bis jetzt noch keine oder sehr unwesentliche Rolle spielen?

    Bitte um Antwort, Philosoph und Physiker Datko, aber keine Parolen…

  • Joachim Datko

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    Zu 02.04.12 – 08:57

    Ich bin gerne bereit auf sachliche Fragen zu antworten. Hier geht es um die Subvention der „Energiewende“.

    Meiner Meinung nach sind die massiven Subventionen in Photovoltaik in mehrfacher Hinsicht eine Katastrophe.

    Diskussion und Fragen zum Subventionsdschungel und zu den anderen Themen des Forums für eine faire, soziale Marktwirtschaft gerne unter http://www.Monopole.de .

  • Facharbeiter

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    @Datko: Es gibt keine Subvention in der Energiewende! Es gibt weder von KfW, noch vom Bund, noch vom Land, noch von der Kommune einen Fördertopf, wo jeder einen Geldzuschuß beantragen kann!

    Also hören Sie auf von Subventionen zu schreiben, das ist nicht sachlich, um bei Ihren Worten zu bleiben!

    Geben Sie mir bitte Antwort, wie Sie sich den Energiepreisanstieg erklären in Ländern wie Brasilien, Australien, USA, wo in keinster die EE eine Rolle spielen…

    Oder bedeutet keine Antwort Ihrerseits, dass Sie keine haben?!

  • Facharbeiter

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    Außerdem habe ich keine Lust, auf Ihrer Seite „monopole.de“ zu posten.

    Machen Sie das ganze hier nur, um auf Ihre Seite aufmerksam zu machen?

    Wie ärmlich ist das denn…

  • MHH

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    @datko: sie haben offenbar tatsächlich Wahrnehmungsprobleme. Anders kann ich mir nicht mehr erklären, dass sie hier ständig widersprüchlich verbreiten.

    Auf Gegenargumente gehen sie nicht ein sondern kommen immer wieder mit neuen Thesen des Neoliberalismus. Dabei hat genau dieser Neoliberalismus die Finanzmarktkrise ausgelöst mit den katastrophalen Folgen füre Griechenland Spanien usw.

    Sie lesen sich offenbar gerne, machen ständig Werbung für ihre Website, die nur katastrophal ist (hab mir den Blödsinn mal angesehen) aber an der sie offenbar mit jedem Klick verdienen.
    Nun verknüpfen sie plötzlich das EEG mit der Arbeitslosigkeit in Spanien. Geht`s noch?

    Einmal predigen sie Globalisierung, dann verkünden sie, dass wegen der Folgen (Wissen wandert nach China) keine staatlich finanzierte Forschung mehr betrieben werden darf (das wäre die logische Konsequenz ihrer merkwürdigen Thesen).

    Die deutsche Wirtschaftspolitik versucht mit aller Macht, die Energiewende zu verhindern, damit die Monopole/Oligopole der Energieriesen und der Multinationalen Konzerne die Welt noch mehr ausnehmen können. Die Energiewende wäre ein Schritt, daran zumindest minimal etwas zu verändern.

    Leute wie sie, die verlogenerweise auch noch behaupten, gegen Monopole zu kämpfen, in Wirklichkeit aber für diese kämpfen sind es, die solchen Irrsinn ermöglichen. Monopole sind auf Dauer immer das Ergebnis unregulierter Wirtschaftspolitik a la Friedman. Und Insolvenzen wie jetzt bei Q-Cells sind das Ergebnis dieser Politik.

  • Joachim Datko

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    MHH 02.04.12 – 19:51 “ Dabei hat genau dieser Neoliberalismus die Finanzmarktkrise ausgelöst mit den katastrophalen Folgen füre Griechenland Spanien usw. “

    Es handelt sich um eine Verschuldungskrise. Wenn man auf Dauer mehr in Anspruch nimmt, als zu erwirtschaften, geht man Bankrott. Sparsames wirtschaften ist das A und O. Ich kann jedem nur Raten im Positiven zu wirtschaften, Kredite sind in aller Regel unnötig und kontraproduktiv. Die Ratingagenturen hätten Griechenland und Spanien schon viel früher die rote Karte zeigen sollen.

    Die Subvention für den gedankenlosen Ausbau der Photovoltaik verschärft bei vielen Bürgern finanzielle Schwierigkeiten, schuld ist die Habgier der Besitzer von Photovoltaikanlagen.

  • MHH

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    @datko: „es ist eine Verschuldungskrise“
    genau das ist es nicht! Zumindest keine Verschuldungskrise der Staaten. Neoliberales Zocken mit Wetten auf nicht zurückzahlbare Imobilienschulden in den USA brachte die Banken in Schwierigkeiten. Diejenigen, die die Hypotheken verkauften wetteten gleichzeitig doppelt und dreifach, dass die Hypothekennehmer nicht zahlen können. Diese Wetten nahmen insbesondere europäische Banken an und gerieten dann in Schieflage.
    Griechenland, Spanien, Irland, Portugal usw. all diese Staaten hatten vor dieser Pleite alle eine unproblematische Staatsverschuldung, teilweise niedriger als in Deutschland. Die Rettung der Banken brachte diese Länder, verbunden mit einem drastischen Einbruch des BIP als Folge,in Probleme. Erst sie brachte diesen Länder prozentual eine explodierende prozentuale Staatsverschuldung, in den Jahren zuvor war die Verschuldung sogar gesunken. Durch die nun plötzlich hohe prozentuale Verschuldung stiegen dann zusätzlich die Zinsen und das brachte den Kollaps.

    Also von wegen „Verschuldungskrise“. Eine von Zockern verursachte Kapitalmarktkrise. Diese Krise wurde noch verstärkt, weil diese Zocker dem realen Markt Kaufkraft entzogen, indem sie ihren Profit nicht in den Wirtschaftskreislauf zurückführten sondern in den virtuellen „Finanzmarkt“ schaufelten, weil dort scheinbar noch höhere Renditen winkten.
    Der ungeregelte Markt hat diese Krise verursacht, der diese Wetten zuließ. Auch 1923 war der Auslöser Friedman`sche Wirtschaftpolitik.

    Die Folgen: jeden Bundesbürger wird diese neoliberlae Zockerei zehntausende von € kosten.
    Sie behaupten nun, wegen jährlich 100 €, die ein Durchschnittshaushalt im Rahmen des EEG als quasi Umweltschutzbeitrag (denn deshalb wird auch die Luft sauberer usw) zahlen muss, kämen die Bürger in finanzielle Probleme. Die mehreren 1000 €, die jeder Bürger aber für die Subvenntion der Kernenergie zahlen mußte, halten sie für positiv (das ging/geht ja auch an die großen Konzerne). Welch Blödsinn, den sie hier verzapfen! Auch wenn sie ihre neoliberalen Positionen noch tausendmal wiederholen werden sie nicht glaubwürdiger.

    In Wirklichkeit aber treten sie für Niedrigslöhne ein, befürworten die Entstehung von multinationalen Monopolen und Oligopolen mit möglichst hohen Profitraten und lehnen soziale Systeme, aber auch gezielte Förderung von gesellschaftlicher Entwicklung ab. Der Mensch ist in ihren Augen offenbar nur Mittel zum Zweck der profitablen Produktion.

  • Jürgen Häublein

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    aus einem Newsletter:

    „In Deutschland begann der Stromverbrauch am letzten Sonntag so mit 42 Gigawatt (42 Millionen Kilowatt), stieg dann tagsüber bis auf 60 GW und sank dann wieder Richtung 45 GW. Leider haben wir (noch) keine ansehnliche Statistik und Internetseite. Zur Abschätzung kann man Zahlen hier bekommen:
    http://www.transparency.eex.com/de/

    Letzte Woche wurde in Baden-Württemberg bekannt, dass ein geplantes großes Pumpspeicherwerk im Südschwarzwald, das zwischen Natur- und Umweltschützern kontrovers diskutiert wird, von EnBW und RWE auf die lange Bank geschoben wird.
    Da mittags durch die Photovoltaik die Strompreise gedrückt werden, lohnt sich momentan die Erzeugung von Spitzenstrom in Pumpspeicherkraftwerken kaum. Überhaupt ärgert der in unseren rund 1,1 Millionen Photovoltaikanlagen erzeugte Solarstrom die großen Stromkonzerne. Sie verdienen nichts dran, und er verdirbt ihnen die Preise.“
    Mehr muß man wohl nicht sagen!

  • Facharbeiter

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    Damit eine soziale Markwirtschaft geleistet werden kann, für die auch unser Philosoph wirbt, müssen auch die Stromnetze in öffentliche Hand, damit hier auch umgehend gehandelt werden kann, und dieses Taktieren der BIGFOUR aufhört.
    Wenn der Netzausbau gelöst ist, was sicherlich eine Aufgabe von mindestens 20 Jahren und mehr bedeutet, so ist auch endlich dem Strommonopol,-olugolpol ein Ende gesetzt.

    @Häublein: Wer hätte das gedacht vor ein paar Jahren, dass ausgerechnet der an der Leipziger Strombörse teuerst geführteste Strom, nämlich der Mittagsstrom, plötzlich zu den günstigsten zählt!

    Ein Hoch auf die Sonnenenergie!

  • Facharbeiter

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    ups schreibfehler, natürlich oligopol!

  • MHH

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    @datko: derjenige, der sich am meisten im Kreis dreht sind sie! Sie beklagten, dass deutsche Entwicklung in der Photovoltaik den Chinesen hilft (weil diese mit Niedriglöhnen und staatlich gefördert Solarzellen kostengünstiger produzieren können als deutsche Firmen).
    Sie sind aber gegen eine gegen eine Förderung deutscher Firmen, damit Arbeitsplätze und Know How in Deutschland erhalten bleiben.

    Wenn also künftig die Kfz in China oder Indien zu noch nierigeren Dumpinglöhnen produziert werden und damit in Deutschland die Automobilindustrie zusammenbricht, wollen sie das auch einfach laufen lassen.

    Behalten sie ihren Systemirrsinn für sich, der alles zunichte machen würde und ziehen sie damit auf eine einsame Insel. Welch Glück, dass sie nicht Entscheider sind sondern lediglich unfundierter Quatscher. Solche Quatscher hatten wir in den letzten Jahren mehr als genug. Sie verursachten eine gewaltige Systemkrise. Deren politische Vertreter sind inzwischen bei 1,4 %, Tendenz sinkend.

  • Joachim Datko

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    Zu 4. 04.12 – 22:06 :

    Es ist leider ein Tatsache, dass wir durch hohe Subventionen über die Strompreise die deutsche Photovoltaikindustrie ruiniert haben. Subventionen sind in aller Regel schädlich, mit der Kohlesubvention hat man den wirtschaftlichen Niedergang des Ruhrgebiets gefördert.

    Sehen sie sich die vielen Dächer mit Photovoltaik an, unter vielen sitzt die Habgier und träumt von 8 und mehr Prozent Rendite. Die Regelungsfunktion des Geldes hat man sicherheitshalber abgeschaltet, damit Unsinn entstehen kann.

    Datko – Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft – http://www.Monopole.de

  • norbert e. wirner

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    was hat man jahrzehntelang die verschrobenen müslis, die da mit solarzellen daherkommen ausgelacht und zu deppen abgestempelt!

    und endlich, endlich ist ein weg gefunden – immer mehr häuser schmücken sich mit pv und pt! soviele, dass schon gleich das netz zusammenbrechen könnte. also ein echter teilerfolg im sinne der unabhängigkeit von der strombörse (wenn dies denn umgesetzt wird).

    mag die bilanz umstritten sein, was solar nun wirklich an umweltentlastung bringt, eines ist allemal in den öl- und atom-köpfen angekommen: die sonne ist ein unglaublicher, unerschöpflicher und sauberer energiespender, im prinzip sogar umsonst.

    und jetzt passts wieder nicht.

    da macht ein kleiner mann rendite…..!

    brennt sein haus nieder! lasst ihn zahlen, bis er qietscht! lasst ihn seine solarzellen essen!

    tja… das war doch eher mal die einstellung derer, die am öl und atom festhalten wollten in den 70igern und 80igern.

    jetzt haben wir ein (be-)greifbares argument gegen atomkraft, das jeder hinterwaldigste solarfarmer begriffen hat. müssen wir es ihn denn sofort wieder umerziehen zum atom-klon?

    bitte, bitte, gerne: bringt so einen castor, ich stelle ihn sofort in meinen keller und habe meine restwärmeheizung für die nächsten 50 jahre. will auch keine rendite! ich zahle euch auch nochwas, wenns sein muss….aber kommt mir nicht mehr mit diesem solarquatsch, dur den ich zum geifernden renditegeier werde!

  • Joachim Datko

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    Zu „norbert e. wirner 05.04.12 – 14:41“

    Es geht darum, dass man ohne Verstand in eine Richtung läuft, eine Stampede, es wird nicht überlegt was sinnvoll ist. Es gilt, Augen zu und möglichst viel Photovoltaik, je mehr desto besser.

    Die ersten Auswirkungen sehen wir bereits:

    – Die deutschen Solarfirmen gehen im Subventionsrausch unter

    – Wir subventionieren den Ausverkauf von Technologie

    – Die Strompreise steigen wegen der Photovoltaik-Subventionen, auf Kosten des kleinen Mannes.

  • norbert e. wirner

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    gut, ja.

    wie immer und bei allem wird zuwenig nachgedacht und ohne vernunft übertrieben. beim ausbau wie bei den subventioenen. das ist mir schon klar.

    ich weis nicht, ob der kleine mann so sehr belastet wird, aber einst schrie alles, dass die energie so richtig teuer werden muss, damit der kleine mann endlich gezwungen wird, energie zu sparen.

    einst wünschten die lautesten vertreter der umweltschützer, treibstoff und energie müssten so teuer wie möglich werden, um eine wende zu machen. beifall auf breiter front erhielten sie dafür.

    jetzt bruzzelt sich der ökostrom in unsere leitungen und er ist – natürlich – teurer.

    also, was tun?

    ich will nicht jammern, ich will lösungen haben.

  • MHH

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    @datko: ihre Logik ist schon mehr als seltsam: sie behaupten, wegen (angeblichen) Subventionen auf Photovoltaikanlagen steigen die Investitionen in diesem Bereich, der dadurch steigende Absatz führt bei den Solarfirmen zur Insolvenz!

    Eine umwerfende Logik! Nach ihren sonst so hochgelobten Marktkriterien führt größere Nachfrage also zu sinkenden unrentablen Absatz-Preisen… und deshalb zur Insolvenz? Seltsam! Ich habe das Gefühl, sie verwechseln wieder mal Äpfel mit Birnen.

    Die Probleme der Solarindustrie (nicht der Branche) in D entstanden insbesondere durch den globalen Wettbewerb. Die Solarindustrie in China usw. kann durch Billigstlohn und zusätzlicher enormer staatlicher Produktionsförderung kostengünstiger produzieren und hat dadurch einen Wettbewerbsvorteil.

    In Deutschland aber gibt es (im Gegensatz zu ihrer Behauptung) keinerlei staatliche Subvention für die Produktion. Insbesondere deshalb haben derzeit deutsche Solarzellen/-panelfirmen Probleme. Also nicht wegen Subvention sondern wegen fehlender Subvention gibt es Probleme durch Wettbewerbsnachteile insbesondere auch beim Absatz in anderen Ländern.

    Die garantierten Strompreise nach EEG waren/sind von jeher ein Investitionsanreizprogramm zum Kauf von Photovoltaikanlagen (egal woher sie sind). Dies führte weltweit zu drastisch steigender Produktion von Solarzellen. Die Folge waren drastisch sinkende Produktionskosten, die in südlichen Regionen inzwischen Solarstrom weitgehend wettbewerbsfähig mit anderen Energieträgern macht. Diesen positiven Trend gilt es fortzuführen, damit auch unsere Enkel und Urenkel nicht an unseren Umweltsünden ersticken oder an ungelösten Problemen mit dem radioaktiven Abfall und dessen horrenden Kosten verzweifeln .

    Die derzeitige überzogene Kürzung der garantierten Einspeisevergütung ist jedochäußerst gefährlich. Die starke Solarbranche in D (die bereits mehr Arbeitsplätze geschaffen hat, als in KKW jemals beschäftigt wurden) wird dadurch im weiteren Zubau nachhaltig gefährdet. Die deutsche Solarbranche besteht nicht nur aus Produzenten von Solarzellen, da sind sogar die wenigsten Arbeitsplätze des Bereichs.

    Trotzdem wäre es eine denkbare Variante (zur Förderung der deutschen Solarindustrie) statt Investitionsförderung (in Form von Einspeisevergütung) einen Teil des Geldes aus dem EEG in eine Produktionsförderung in D zu leiten (hätte aber ggf. EU-rechtl. Probleme).

    Würde der Staat lediglich die MWSt, Unternehmens-, Lohn- und Einkommenssteuer die er mit der (auch chinesischen) Photovoltaik verdient, als EEG-Abgabe verwenden, würde sich übrigens bereits jetzt jeglicher Beitrag der Verbraucher hierzu erübrigen.

    Die Frechheit ist ja, dass der Staat für den garantierten Photovoltaik-Strompreis die volle MWSt kassiert. Von wegen also staatlicher Subvention: das Gegenteil ist der Fall, der Staat verdient daran gewaltig, Jahr für Jahr mit garantiertem Erlös.

    Daher @ datko: begründen sie doch wenigstens einmal fundiert und nachvollziebar ihre pauschalen Einwürfe (und möglichst ohne Link auf ihre oder andere nichtssagende Homepages), vielleicht ist dann eine inhaltliche Diskussion mit ihnen möglich. Gehen sie auch mal auf die Argumente anderer fundiert ein. Ihre ständig sich wiederholenden unkonkreten Allgemeinheiten sind nämlich langsam mehr als langweilig.

  • Andreas Schnellbögl

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    Immerhin haben die erneuerbaren Energien eine stabilisierende Auswirkung auf das Stromnetz in Deutschland. Eine Kältewelle lässt bei uns nicht den Strompreis auf 2€ pro Kilowattstunde steigen, so wie in Frankreich am 9.2.2012 geschehen.
    Auch diese postiven, weil kostensenkenden Effekte der Erneuerbaren müssen in Betracht gezogen werden. Die Strombörsen bei uns tendieren zu sinkenden Preisen, weil das zusätzliche Angebot durch die Erneuerbaren Energien den Marktpreis drückt.
    Genaueres zur Kältewelle und die Auswirkungen in Frankreich kann hiuer nachgelesen werden: http://www.rte-france.com/fr/actualites-dossiers/a-la-une/vague-de-froid-de-fevrier-2012-analyse-par-rte-des-consequences-sur-le-systeme-electrique-francais

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