ÖDP: Stadion ist zu teuer

50, 60 oder 70 Millionen? ÖDP: Zu viel Geld für ein Fußballstadion Regensburg – Die Verwunderung vieler Stadtrats-Kollegen über die horrenden Kosten für die geplante Fußballarena kann ÖDP-Stadtrat Joachim Graf nicht nachvollziehen: „Es musste von Anfang an jedem klar gewesen sein, dass es bei den 20 Mio. Euro Baukosten und den zusätzlichen 20 Mio. für die Infrastruktur nicht bleiben würde. Bei den im Finanzplan der Ausschussvorlage angegebenen 49,1 Mio. Euro kommen ja noch die Kosten für die Grundstücke hinzu und die Hoffnungen auf einen riesigen Erlös für das Areal an der Prüfeninger Straße hat der OB bereits mehrmals gedämpft. Für eine gesicherte Prognose ist es aber noch zu früh.“ Der ÖDP-Sprecher weist darauf hin, dass bisher die Ostumgehung mit 67 Mio. Euro als größte Investition in der Stadtgeschichte galt, wovon die Stadt etwa ein Drittel aufbringen müsse, der Rest sei durch Zuschüsse gedeckt. Solche seien beim Stadion aber nicht zu erwarten, sodass die Gesamtkosten allein an der Stadt hängen blieben. „Was Wunder, dass sich partout kein Investor für das Unternehmen Fußballstadion finden ließ, die können nämlich rechnen“, urteilt Graf, „noch dazu, wo auch bei der prognostizierten Entwicklung der Jahresergebnisse vielstellige Minus-Beträge auflaufen.“ Das Jahnstadion an der Prüfeninger Straße wurde in den letzten Wochen auf Vordermann gebracht (u.a. Rasenheizung, Rollrasen, Flutlichterneuerung, Nordtribüne, überarbeitetes Sicherheitskonzept). Der Traditionsverein SSV Jahn erreichte den Aufstieg und spielt jetzt in der zweiten Liga, auch ohne den Neubau.

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