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Schwammstadt-Debatte

Ökologisch oder nur ästhetisch? Pflasterstreit in Regensburg Königswiesen Süd

Anwohner der Nicolaus-Gallus-Straße begehren auf, weil ihre gepflasterte Straße asphaltiert werden soll. Sie pochen auf die klimatischen Auswirkungen durch Versickerung. Eine solche finde schon jetzt kaum statt, sagt die Stadt und verweist auf die hohen Kosten.

In der Nicolaus-Gallus-Straße regt sich Widerstand gegen die geplante Asphaltierung. Foto: as

Als die Münchner Planungsgesellschaft TOPOS 1980 den städtebaulichen Wettbewerb für das neue Stadtviertel Königswiesen Süd gewann, war sie ihrer Zeit voraus. Hier setzten Planer erste Prinzipien der Schwammstadt um – in einer Epoche, als der Klimawandel nur Fachleuten geläufig war und der Begriff „Schwammstadt“ noch keiner kannte.

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Üppige Grünflächen und Wasser in vielen Formen prägen das über 40 Hektar große Quartier. Sie lassen Regen versickern, spenden Verdunstungskühle und dämpfen die Hitze. Eine weitere Besonderheit: Nur die Hauptverkehrsstraßen sind asphaltiert, die Nebenstraßen wurden gepflastert. Das ändert sich nun Schritt für Schritt – und dagegen regt sich in der Nicolaus-Gallus-Straße Widerstand.

Anwohner pochen auf Schwammstadt-Prinzip

Ihre Straße soll – wie schon der Tassiloweg und der Welfenweg – asphaltiert werden. Es ist Teil des Straßenerhaltungsprogramms der Stadt Regensburg, das der Stadtrat am 26. März einstimmig beschlossen hat. Weil für Glasfaserarbeiten der Untergrund ohnehin geöffnet wurde, will man die Asphaltierung gleich mit erledigen.

Die Bebauung von Königswiesen Süd bildet einen Kontrapunkt zu den Hochhäusern in Königswiesen. Foto: Stadt Regensburg

47 Unterschriften haben die Anwohner gesammelt – bei 42 betroffenen Häusern. Von Partikularinteressen einiger weniger will Manuela Peisl-Gunckel nichts wissen. „Am Ende geht es hier nicht nur um die Nicolaus-Gallus-Straße, sondern um ganz Königswiesen Süd.“

Asphalt statt Pflaster sei mehr als eine optische Veränderung. Versickerung fiele weg, das wirke aufs Mikroklima im Viertel. „Die Koalition hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Prinzip der Schwammstadt zu stärken. Das fordern wir ein.“

Neben den befürchteten Klimaeffekten verweisen die Anwohner auf den Charakter der Straße. Eine Asphaltierung störe den harmonischen Gesamteindruck und verleite – anders als Pflaster – zu schnellerem Fahren.

CSU blitzte mit Antrag ab

Die CSU griff das Thema auf. In einem Dringlichkeitsantrag Anfang Juli forderte die Fraktion, die Pflasterung beizubehalten, „zumal, wenn die überwiegende Mehrheit der Anwohner dies wünscht“. Doch sie blitzte ab. Die Sache sei Angelegenheit der laufenden Verwaltung.

So sieht die bereits erfolgte Asphaltierung im Welfenweg aus. Foto: as

„Ich bin schon etwas verwundert darüber, dass sich die CSU jetzt an die Spitze der Entsiegelungsbewegung stellt“, reagiert Oberbürgermeister Thomas Burger. Er habe die CSU bei diesem Thema bislang als Bremser erlebt. „Da ist dann plötzlich jeder Parkplatz wichtiger.“

OB: „Einzige wirtschaftlich sinnvolle und dauerhafte Lösung.“

Er könne zwar nachvollziehen, dass einem die optische Veränderung durch die Asphaltierung etwas ausmache, sagt Burger. „Allerdings ist das die einzige wirtschaftlich sinnvolle und dauerhafte Lösung.“

So sieht die Pflasterung in der Nicolaus-Gallus-Straße aus. Foto: as

Die Straße neu zu pflastern koste rund 560.000 Euro und dauere drei Monate. Eine Asphaltierung dauere eine Woche und koste weniger als die Hälfte – 210.000 Euro. „Diese Mehrkosten zulasten der gesamten Bevölkerung lassen sich nicht rechtfertigen.“

Doch was ist mit den klimatischen Auswirkungen, die die Anwohner befürchten, und mit dem Schwammstadtprinzip?

Stadtverwaltung: Schon jetzt keine Versickerung

Hier mache Asphalt statt Pflaster so gut wie keinen Unterschied, argumentiert die städtische Pressestelle: „Entscheidend für die Versickerungsfähigkeit ist nicht allein die sichtbare Pflasterfuge, sondern der gesamte Straßenaufbau.“

In der Nicolaus-Gallus-Straße habe sich die oberste Lage der Frostschutzschicht – Sand – durch langjährige Nutzung und Wassereintrag stark verfestigt. „Dadurch ist bereits im Bestand keine nennenswerte Versickerung von Oberflächenwasser möglich, soweit diese Möglichkeit überhaupt jemals nennenswert bestanden hatte.“

Nach den Glasfaserarbeiten soll Mitte September der Asphalt folgen. Foto: as

Deshalb widerspreche die Maßnahme auch nicht dem Schwammstadtprinzip, das sich die aktuelle Regierungskoalition auf die Fahnen geschrieben hat. Dieses werde bei Neuplanungen und geeigneten Umgestaltungen berücksichtigt, „indem beispielsweise Flächen entsiegelt, Regenwasser zurückgehalten oder vor Ort versickert beziehungsweise genutzt werden kann“.

Bei der Nicolaus-Gallus-Straße handle es sich jedoch um eine Unterhaltsmaßnahme – Ersatz für teils marodes Pflaster. „Da über den bestehenden Straßenaufbau bereits bislang keine nennenswerte Versickerung von Oberflächenwasser möglich war, wird durch den Austausch des schadhaften Pflasterbelags gegen Asphalt keine Änderung herbeigeführt.“

Grünen-Chef: Ästehtische Frage, keine ökologische

Daniel Gaittet, Fraktionschef der Grünen, größte Kraft in der Koalition, sieht das ähnlich. „Durch den Unterbau versickert dort jetzt schon so gut wie kein Wasser, sondern landet am Ende im Kanal.“ Dort sei das durch Streusalz und Reifenabrieb verunreinigte Wasser auch gut aufgehoben. Die Asphaltierung sei eine ästhetische Frage, aber keine ökologische. „Und dann halte ich Kosten, die mehr als doppelt so hoch sind, nicht für gerechtfertigt.“

Im Bebauungsplan für Königswiesen Süd, der 1983 rechtskräftig wurde, gibt es laut Pressestelle keine Festsetzungen „hinsichtlich der Befestigung der Fahrbahnoberflächen“. Ob in Königswiesen Süd langfristig alle gepflasterten Straßen durch Asphalt ersetzt werden, lässt die Stadt offen.

Kein Plan fürs gesamte Quartier

Der Stadtratsbeschluss vom März zum Straßenunterhaltungsprogramm 2026 umfasst mehrere Straßenzüge, bei denen schadhafter Pflasterbelag durch Asphalt ersetzt wird. „Daraus lässt sich jedoch kein generelles Programm zur Asphaltierung des gesamten Quartiers ableiten.“ Man entscheide von Fall zu Fall.

Im Ferienausschuss will nun die AfD offenbar einen Dringlichkeitsantrag zur Pflasterung einbringen. Deren Bundesvorsitzende Tino Chrupalla und Alice Weidel haben erst kürzlich in den Sommerinterviews den menschengemachten Klimawandel geleugnet.

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Kommentare (28)

  • Oleg

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    Unsere Straße wurde auch von Pflaster auf Asphalt “umgestellt”.

    Optisch ist es sicherlich etwas anderes (vorallem auch dann, wenn der Asphalt zum Flickenteppich wird). Auch ist der schwarze Asphalt deutlich heißer als das graue Pflaster.

    Vorteilhaft am Asphalt ist, dass darüberrollende Fahrzeuge nicht mehr so viel Geräusche verursachen.

    Das bei solch einem Pflaster kaum Wasser versickert, sollte eigentlich jedem klar sein. Es ist zwar positiv aber als Entscheidungsgrundlage einfach zu dünn.

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  • Sascha Jacobi

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    Wäre in diesem Bereich die Verwendung von Drainasphalt eine Option?

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  • Karin

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    Treibende Kraft hinter den Unterschriften und dem Eilantrag der CSU waren meiner Quelle nach wohl stadtbekannte Ex-Stadträte und andere Politgrößen aus Regensburg, die dort in einer Nebenstraße wohnen und die Optik vor ihren Häusern in Gefahr sehen…

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  • Steffi

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    @Sascha

    “Drainasphalt” oder auch offenporiger Asphalt entwässert nur in den oberen Zentimetern und liegt auf einer geschlossenen Tragschicht. Hier findet keine Entwässerung in den Untergrund statt. Zusätzlich ist diese Art Asphalt nicht für solch ein Einsatzgebiet geeignet.

    Wenn man eine ortsnahe Versickerung möchte, dann müsste man wohl schon Sickerrigolen setzen, was aber hier wieder den Kostenrahmen sprengen würde.

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  • idefix

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    Zum Grundsätzlichen:
    Städtebau/ Straßenraumgestaltung
    Im Beschluss des Stadtrates im Jahre 1983 zum Ausbau der Wohnstraßen im neuen Wohngebiet Königswiesen-Süd wurde beschlossen, alle verkehrsberuhigten Wohnstraßen einheitlich aus stadtgestalterischen Gründen mit einen ockerfarbigen Pflasterbelag auszubauen. Gründe waren:
    • Ockerfarbiger Pflasterbelag verbindet den Straßenraum zwischen den Gebäuden, den Gärten und Vorgärten) als erkennbaren Teil des Wohnumfeldes
    • Heller Pflasterbelag wirkt verbindend gegenüber einem dunklen sterilen Asphaltstraßenband
    • Einheitlicher Pflasterbelag in den Wohnstraßen unterstreicht die Planungsqualität und Erkennbarkeit des neuen Wohngebietes
    • Pflasterbelag unterstreicht die straßenverkehrsrechtliche Funktion des verkehrsberuhigten Bereichs mit Rücksicht auf das Wohnumfeld. Schrittgeschwindigkeit Kfz und Rad 7 km/h; Fußgänger dürfen die ganze Straße nutzen; gegenseitige Rücksichtnahme
    • Der flächige, durch Fugen strukturierte Pflasterbelag lässt zusammen mit der straßenbegleiten-den Bepflanzung zwischen den Gebäuden keine Trennwirkung entstehen. Er passt sich dem Siedlungscharakter an und verbindet positiv die Räume des Wohnumfeldes und die Nachbarschaften.
    Dem damaligen stadtplanerischen Anspruch, die öffentlichen Straßenräume im neuen Wohngebiet mit einem einheitlichen Pflasterbelag und begleitente Pflanzinseln qualitätsvoll und menschengerecht zu gestalten wurde damals zum ersten Mal in Regensburg Rechnung getragen. Diese Qualität haben die Anwohner mit ihren Erschließungsbeitrag (90%) bezahlt. Sie konnten darauf vertrauen, dass diese erhalten bleibt.
    Der Beschluss von 1983 wurde nie aufgehoben und die Anlieger mit dem Beschluss von 2026, von diesem städtebauliche Planungskonzept abzuweichen, vor den Kopf gestoßen. Es wurde von der Verwaltung versäumt, sich mit den Entscheidungen aus früherer Zeit auseinander zu setzen. Ebenso hat der Stadtrat aus Unkenntnis seine fatale Entscheidung pro Asphalt und gegen die Anlieger ohne Rückfrage einfach durchgewunken.
    Kein Geschäft der laufenden Verwaltung ist ein kompletter Wechsel der Straßenbelagsart (z.B. von Pflaster auf Asphalt) in einer bisher unberührten Siedlung, was erhebliche strukturelle Bedeutung für den Charakter eines Wohngebietes und die Wohnqualität hat. Solche Entscheidungen erfordern in der Regel die Auseinandersetzung mit dem früheren Grundsatzbeschluss des Stadtrates zum Ausbau der Straßen. Die Anwohner als frühere Kostenträger, die von der Änderung des Straßenbelages betroffen sind, sind zu beteiligen, was bisher versäumt wurde. Ein unentschuldbares Versäumnis.

    Pflaster versus Asphalt
    Die Art des Pflasterbelag ist sehr wohl eine ökologische Frage, denn
    • der Pflasterbelag aus Beton mit seinen Fugen nimmt im Gegensatz zu dem 100% dichten Asphaltbelag Feuchtigkeit durch das Niederschlagswasser auf, speichert es, und gibt es nach und nach durch langsame Verdunstung wieder ab.
    • nachweislich trocknet Im Schattenbereich der Gebäude ein Pflasterbelag wesentlich langsamer ab als ein absolut dichter Asphaltbelag.
    • die Fugen bleiben nach Niederschlägen noch lange feucht, der Bewuchs in den Fugen ist der Nachweis von Feuchtigkeit.
    • die Oberfläche des Pflasterbelag hat zusammen mit den Fugen eine Schwammwirkung nach oben.
    • Die langsame Verdunstung der Feuchtigkeit im Pflaster kühlt ab, hält die Luft rein und trägt so zur Verbesserung des Mikroklimas vor den Gebäuden im Wohngebiet im Sinne der Wohnqualität bei.
    • der Pflasterbelag heizt sich weniger auf.
    Ein dunkler monotoner Asphaltbelag in den Wohnstraßen
    • missachtet das städtebauliche Konzept ohne Rücksicht auf den Charakter des Wohnumfeldes
    • lässt die Wohnstraßen (Welfenweg, Tassiloweg) als dunkles steriles schwarzes, unstrukturiertes wohn- und menschenfeindliches schwarzes Band erscheinen. Das Erscheinungsbild des Straßenraums wird völlig verändert
    • verändert den Charakter eines verbindenden Straßenraums zwischen den Nachbarschaften widerspricht den Grundsätzen der Verkehrsberuhigung, zu der auch die Aufenthaltsqualität gehört.
    • lässt die Trennwirkung zwischen den Wohngebäuden deutlich zum Ausdruck kommen.
    • speichert keine Feuchtigkeit und führt das Niederschlagswasser schnell über den Kanal ab.
    • ein dunkler Asphaltbelag heizt sich im Gegensatz zu einem hellen Plattenbelag im Sommer auf und verändert das Kleinklima im Bereich der Wohngebäude zu Lasten der Anwohner
    • machen spätere Aufgrabungen des Asphaltbelags im Vergleich zu einem strukturierten Plattenbelag zu einem unansehnlichen Fleckerlteppich.
    • der glatte Asphaltbelag verleitet im verkehrsberuhigten Bereich zu schnellerem Fahren von Kfz und Radfahrern zu Lasten der Anwohner (erhöhte Unfallgefahr widerspricht dem Ziel des Grundsatzes der Verkehrsberuhigung)
    • wurde rein aus Zweckmäßigkeitsgründen unter Missachtung der früheren Beschlusslage und der Interessen der Anwohner durchgedrückt
    Fazit: Die sich bei jeder Gelegenheit besonders ökologisch im Sinne des Umweltschutzes gebende Koalition hat mit dem Beschluss zur Asphaltierung von Wohnstraßen in Königswiesen-Süd unglaubwürdig ein Eigentor geschossen. Die genannten Argumente gegen diese 100% Versiegelung wurden ignoriert. Die Anwohner lehnen sich deshalb zu Recht auf. Der Beschluss ist zu korrigieren.

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  • El

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    wie glaubwürdig ist so eine koalitonsvereinbarung zur entsiegelung von plätzen u.a. flächen, wenn es schon so losgeht?

    wieso kann für das anstehende projekt nicht auf solche steine zurückgegriffen werden?

    toom.de/p/rasengitter-61-x-405-x-8-cm-grau/4332427?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=toom|ec|sale|n|g|pmax|Neutral&utm_term=&utm_adgroup=&utm_id=18814833347&utm_content=&utm_matchtype=&utm_device=c&utm_placement=&utm_network=x&gad_source=1&gad_campaignid=18812451097&gclid=EAIaIQobChMIsPfb2ca8lgMVbXhBAh36cy7lEAQYAiABEgIKrPD_BwE

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  • JJ

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    Ein Stück Kindheitserinnerung geht verloren… Sei’s drum. Mit Straßenmalkreiden lässt sich auf Asphalt viel besser malen. Und wenn es so viel günstiger ist, sollte man das in Zeiten klammer Kassen tun.

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  • Olimo

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    1. es geht hier nicht um Rasengittersteine. In der Straße war noch nie was bewachsen 2. Es geht nur um die Optik 3. Wenn jeder jeden Beschluss , der ihm persönlich nicht so gut gefällt Bekämpft , haben wir Stillstand in der Stadt 4. einfach die Nachbarstrassen Bewohner befragen, wie schlecht der pflasterbekag war und wie glücklich die mit dem Asphalt sind. Es wäre von der Koalition schon sehr sonderbar, den Antrag der csu abzulehnen und dem der AfD zuzustimmen …😕

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  • Marc Stoesser

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    Die genannten Kosten von 210.000 € für Asphalt gegenüber rund 560.000 € für eine neue Pflasterung würde ich gerne einmal nachvollziehbar aufgeschlüsselt sehen.

    Wenn es sich – wie die Stadt selbst erklärt – um eine Unterhaltsmaßnahme bzw. im Wesentlichen um den Austausch des schadhaften Belags handelt, stellt sich für mich die Frage, wie dieser enorme Kostenunterschied von rund 350.000 € zustande kommt.

    Der Straßenunterbau muss doch unabhängig vom gewählten Oberbelag geprüft und gegebenenfalls instandgesetzt werden. Deshalb wäre es interessant zu sehen, welche Leistungen bei beiden Varianten jeweils angesetzt wurden und wie sich die Kosten pro m² zusammensetzen.

    Eine einfache Gegenüberstellung „Pflaster 560.000 € – Asphalt 210.000 €“ überzeugt mich jedenfalls noch nicht. Gerade wenn diese Zahlen als entscheidendes Argument für eine dauerhafte Veränderung des Straßenbildes und der bisherigen Gestaltung des Quartiers herangezogen werden, sollten die zuständigen Fachbereiche der Stadt die zugrunde liegenden Kostenberechnungen bzw. Leistungsverzeichnisse beider Varianten transparent vorlegen.

    Dann könnte man sachlich beurteilen, ob die genannten 560.000 € für die Pflastervariante tatsächlich plausibel sind – oder ob hier unterschiedliche Leistungsumfänge miteinander verglichen werden.

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  • zaunbuster 2000

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    Hej, Nicolaus-Gallus-Weg.. da klingelts doch.. das war doch die legendäre Party bei der Gabi ! best Grüzze an dieser Stelle !!

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  • Realist

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    Ich denke die Anwohner sollen ggf. über den Belag entscheiden. Was aber für mich ausser Frage steht: die sollen dann selbstverständlich auch die Mehrkosten für den Bau und die Unterhaltung übernehmen.
    Ich gehe mal davon aus, dass die Anwohner ja selbst davon ausgehen werden, diese Mehrkosten zu übernehmen….sollte dies nicht der Fall sein, wäre es in meinen Augen eine Frechheit gegenüber den andern Einwohnern der Stadt, die dann dieses Pflaster mitzubezahlen hätten.

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  • Informant

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    Die Anwohner an den Kosten beteiligen. Nochmal fragen, was sie wollen. Problem erledigt.

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  • Burgweintinger

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    Wenn die Anwohner die Mehrkosten tragen, dann kann man das machen, bzw. wenn die Anwohner maximale Nachhaltigkeit wollen, dann Pflaster raus und Feldweg…
    @Stösser…, alleine die Bauzeit 1 Woche vs 3 Monate verursacht enorme Mehrkosten…

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  • Kritischer Geist

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    Bei manchen Kommentaren wundert mich echt nichts mehr.

    Die Nicolaus-Gallus-Straße in ihrer Gesamtheir war zu keinem Zeitpunkt marode!

    Einige Stellen hätten fachgerecht erneuert werden können, was einen Bruchteil der Kosten bedeutet hätte, weil die Stadt hat die eigenen Fachkräfte hat um unsere Schwammstadt zu erhalten!

    Es standen über sechs Wochen 5-6 städtische Angestellte im TVöD-Tarif, in der Nicolaus-Gallus-Straße und bauten für geschätzte 100.000 Euro Steuergelder eine Betonrinne.

    Bei jedem Pflaster versickert das Wasser primär durch die Zwischenräume (Fugen) in den darunterliegenden Schotter und Mutterboden.

    Die alten, helleren Betonsteine heizen sich im Sommer bei weitem nicht so stark auf wie frischer, Bitumenasphalt. Zudem speichern Pflastersteine durch die Fugen Feuchtigkeit (Tauwasser, leichter Regen), die am Folgetag verdunstet und die Wohnstraße kühlt (Verdunstungskühlung).

    Ein echtes Schwammstadt-Konzept repariert ein in die Jahre gekommenes System. Man tauscht kaputte Steine aus oder nutzt modernes, echtes Ökopflaster (Sickerporensteine) auf einem neuen, durchlässigen Unterbau.

    Die Stadt und die Befürworter dieser Maßnahme möchten lieber das Wasser möglichst schnell in die Kanalisation ableiten und somit das Öko-Konzept beerdigen.

    Das ist eine bankrotte Prioritätensetzung der Stadtregierung, die einmal mehr aufzeigt, dass echte ökologische Lösungen offenbar nicht interessieren
    😂😂😂

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  • Daniela

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    Ich schlage vor, die Stadtverwaltung nebst Stadtrat barfuß bei 30 Grad erst über Asphalt und dann über das Pflaster laufen zu lassen. Dann dürfen sie entscheiden, welcher Belag angenehm war beim begehen, falls die Damen und Herren sich nicht schon die Füße auf dem Asphalt verbrannt haben und sich in ärztliche Versorgung begeben mussten. Ich weiß, das ist sehr böse von mir! Aber man kann solche Diskussionen bei Klimawandel und Hitzerekorden schon nicht mehr hören. Statt zu entsiegeln wird fleißig Asphalt verbaut.

    Der Unterschied zwischen schwarzen Asphalt und grauen Pflaster ist spürbar. Asphalt speichert Wärme und ist sicher die schlechte Alternative. Es gibt auch Pflaster, dass größere Fugen zulässt.
    Entscheidend ist die Geschwindigkeit mit der es befahren wird und auch hier kann die Verwaltung eingreifen, gerade bei Nebenstraßen. Die Nebenstraßen sind eh recht eng. 30 kmh oder weniger, siehe Spielstraße.
    Auch möglich wassergebundene Wegedecke einsetzen und Geschwindigkeit der Fahrzeuge reduzieren.
    Die Investition ansich dürfte nicht der Maßstab der Entscheidung sein.

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  • Realist

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    @Daniela
    Selbstverständlich dürfte Pfaster hitzetechnisch die bessere Alternative sein…Wer soll bitte in ihren Augen die Mehrkosten tragen? …. doch bitte nicht die Stadt…wenn die das übernehmen will ich das Selbstverständlich auch für unsere Stichstrasse…es sind ja doch alle gleich zu behandeln…oder seh ich das falsch…aber

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  • Reserl

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    Bei der Aufstellung des Bebauungsplans machten Tiefbauer bereits auf die hohen Kosten der Pflasterung der Straßen aufmerksam. Die Stadt wollte aber mit dem Baugebiet Königswiesen-Süd in der Städteplanerszene glänzen. Nicht zu vergessen, dort sollten auch nicht Greti und Pleti wohnen. Die vermeintlichen Mehrkosten der Erschließung konnten die Bauherrn bei den extrem günstigen Grundstückspreisen, ich glaube 140 DM/m² , leicht tragen. Gäbe es noch die Ausbaubeiträge wäre der Aufschrei vermutlich ausgeblieben. Dank Aiwanger wurden sie vor einigen Jahren abgeschafft.

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  • idefix

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    @ reserl und andere
    Die Gestaltung eines Wohngebietes, in dem Menschen wohnen und sich wohl fühlen sollen, war schon immer eine städtebauliche Frage und nicht ausschließlich eine technische. Aus nachvollziehbarem Grund deshalb keine durchgehende sterile Asphaltierung der Straßen sondern ein wohnumfeldgerechter Pflasterbelag. Beispiele von einprägendem Siedlungscharakter sind in Regensburg bis heute die Konradsiedlung und die Ganghofersiedlung, auch wenn sie im Dritten Reich gebaut wurden. Die Ganghofersiedlung wurde sogar unter Denkmalschutz gestellt, während die städtebauliche Eigenart der Konradsiedlung durch die Veränderungen nur noch vereinzelt erkennbar ist. Beide Siedlungen haben zu einen Identitätsbewusstsein der Bewohner geführt, besonders in der Konradsiedlung, wo sie sich wohlfühlen.
    Die Gestaltung in Königswiesen wurde nicht dadurch bestimmt und entschieden, wer dort wohnt und wer unterstellt anscheinend privilegiert ist. In Königswiesen wohnen viele Bürger, die sich in den 80-iger Jahren ein Eigenheim und die Kosten dafür auch durch ihrer Hände Arbeit erst mühsam erarbeiten mussten. Deshalb nur keine Neiddebatte führen und damit abwertend argumentieren. Auch damals wie heute war der Bedarf an Wohnraum groß, der mit dem Baugebiet Königswiesen für alle Bevölkerungsgruppen befriedigt werden konnte.
    Näheres zum Grundsätzlichen des aktuellen Problems in meinem Beitrag vom 20.08.2026 falls das Fachliche überhaupt noch interessiert.

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  • Daniela

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    @Realist
    26. August 2026 um 17:32 | #

    Ich verstehe Ihre Aussage nicht ganz, es ist doch Pflaster da. Die Straßen müssen nur stellenweise aufgerissen werden.
    Natürlich wird man hier und da, Pflaster, das beschädigt ist, erneuert werden.
    Interessant ist doch die Berechnung, wenn das alte Pflaster nur teilweise erneuert werden muss.
    Wenn Asphalt bedeutet, dass das Pflaster komplett entsorgt wird, um zu asphaltieren, dann ist das wirtschaftlich auch fragwürdig.
    Warum eigentlich nicht das Pflaster, dass bereits da ist,
    erhalten, nur die Stellen neu, wo es erforderlich wird.
    Das müsste sich im Preis für die Straße niederschlagen.
    Besser für die Ökologische Bilanz wäre es allemal, vorhandene Wegebefestigungen zu erhalten.

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  • Marc Stoesser

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    @Burgweintinger ” alleine die Bauzeit 1 Woche vs 3 Monate verursacht enorme Mehrkosten…”
    Auch diese angeblich so unterschiedliche Bauzeit ist erklärungsbedürftig und mir ebenso wie die genannten Kosten überhaupt nicht plausibel. In den von mir betreuten Projekten sind Pflasterbeläge immer günstiger als Asphaltbeläge.
    Ebenso ist Fakt, dass sich der dunklere Asphalt deutlich mehr aufheizt als das hellere Pflaster.
    Und auch wenn angeblich beim vorhandenen Pflaster der Versickerungseffekt dahin sein soll, ist ein Pflasterbelag mit minimalen Fugen allemal nachhaltiger als eine asphaltierte Fläche.

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  • EMILS!

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    Interessant wäre doch auch einmal ein Vergleich der Beläge Pflaster-Asphalt bezüglich des Verhaltens im Herbst/Winter. Wie gut ist es kehrbar von Laub oder Schnee, wie ist es mit Bewuchs der Fugen bei Feuchtigkeit – glitschiges Moos? Es ist ja nicht immer Hochsommer. Optisch ist dieses Pflaster natürlich viel “heimeliger”. Im Prinzip finde ich, die Anwohner sollten entscheiden: Pflaster erneuern nur dort, wo aufgegraben wurde, oder komplett asphaltieren. Bei dieser Auswahl sollten die Kosten eigentlich gar nicht sooo unterschiedlich sein.

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  • KW

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    Realist 26. August 2026 um 17:32:
    “…Wer soll bitte in ihren Augen die Mehrkosten tragen? …. doch bitte nicht die Stadt…wenn die das übernehmen will ich das Selbstverständlich auch für unsere Stichstrasse…”
    Das ist in meinen Augen mit das erbärmlichste Argument das man bringen kann.
    Aber so tickt unsere Gesellschaft mittlerweile in so ziemlich allen Angelegenheiten.
    Edit: ich wohne dort nicht, befürworte aber natürlich den Erhalt des Pflasters.

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  • JS

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    Ich sehe auf dem Bild noch Stellplätze am Straßenrand. Diese entsiegeln und Grünflächen mit Bäumen pflanzen dürfte dem Klimaschutz und dem Artenschutz mehr dienlicher sein und wäre bzgl. Schwammstadt wirklich ein Vorteil.

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  • RDA

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    Die Bewohner der Straße scheinen egoistisch zu sein.

    Nebenstraßen wurden bereits asphaltiert, das war ihnen egal. Nur vor der eigenen Haustür soll auf Kosten der Allgemeinheit dieses “tolle” Pflaster verlegt werden.

    Einzig sinnvolle Lösung: Mehrkosten auf die Bewohner umlegen, aus basta. Wenn es zum Schwur kommt, dann ist es vorbei mit der Bereitschaft einen Beitrag zu leisten. Freibier schmeckt halt besser als bezahltes Bier. Nur gibts das Recht auf Freibier bzw. Frei-Pflaster?!

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  • Leicht

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    Nicht nur wegen der geringeren Kosten halte ich die Entscheidung für eine Asphaltierung für die richtige. Unsere Straße in unmittelbarer Nähe der Nikolaus-Gallus Straße wurde ebenfalls asphaltiert. Der vorherigen Plasterbelag war schon seit vielen Jahren ein Ärgernis, weil die Plastersteine ständig locker wurden, geklappert haben und, weil sie teilweise sehr uneben wurden, konnte man drüber stolpern. Was die Anwohner der Nikolaus-Gallus-Straße angeht, so wollten die damals Asphalt als Straßenbelag, weil sie befürchteten, dass Pflastersteine Lärm verursachen würden,

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  • Daniela

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    Wie auch immer, betrachten wir die Hitzewellen, fehlendes Niederschlagswasser, gibt es eigentlich nur eine gesunde Entscheidung – Pflaster erhalten!!!

    Aber da werden schon wieder Gedanken laut, wer kümmert sich bei Fugenwuchs usw. .

    Ehrlich, wenn jetzt nicht der Letzte kapiert hat, um was es geht, um besseres Mikroklima in unserem Lebensumfeld, der tut den nachfolgenden Generationen keinen guten Dienst.

    Und anderen Orts nehmen sich Anwohner gemeinsam Zeit ihr Lebensumfeld zu pflegen, kümmern sich um die Entsorgung von Laub, räumen liegen und fallen gelassenes auf… . Pflegen angelegte Baum-, Strauch-,Blumenareale. Warum zeigen die Einen immer mit dem Finger auf Andere, wenn es um ein sauberes Lebensumfeld geht? Wo ist der gesellschaftliche Zusammenhalt?

    Jetzt ist es wichtig, die richtigen Entscheidungen für unsere Kinder und Enkelkinder zu treffen!

    Entsiegeln, was geht und nicht wieder alles zu asphaltieren.

    Kosten hin oder her, Neuberechnung fordern, wenn Pflaster erhalten wird und nur defekte Stellen erneuern.

    Und ganz ehrlich, wenn eine Stadt sich ein Luxusklo für 900 000€ leisten kann, sollte sich Entsiegelung und Erhalt von bereits bestehenden Entsiegelungen auch leisten können.

    Das mit der Asphaltierung ist der größte Bockmist, den die Stadt ihren Bewohnern antun kann.

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