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Leer, dreckig, baufällig

Das BUZ in Regensburg Burgweinting: Hier kann man einer Bauruine beim Entstehen zuschauen

„Mehr ein abgehalftertes Finanzprodukt als ein schönes Nahversorgungs- oder Stadtteilzentrum.“ So nennt Stadtrat Jakob Friedl das BUZ in Burgweinting. Ein Besuch vor Ort zeigt: er hat recht. Dabei machte ein Investor vor über zwei Jahren große Versprechungen.

Trostlos: der Innenhof im BUZ. Foto: as

Ein neuer, größerer EDEKA-Markt mit Photovoltaikanlage. Neue Nahversorger – Drogerie, Getränke- und Biomarkt. Die Außenanlagen sollten neu entstehen, der Innenhof zur Multifunktionsfläche werden und ein Willkommenssignal senden.

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Mit großen Plänen trat die Hamburger Investment- und Vermögensverwaltung Modulus Real Estate GmbH 2024 an die Stadt Regensburg heran, um das BUZ-Nahversorgungszentrum in Burgweinting wieder auf Vordermann zu bringen.

Das BUZ: schon immer ein Sorgenkind

Die Stadt reagierte am 5. März 2024 mit der Aufstellung des Bebauungsplans. Trotz Bedenken überwog im Stadtrat die Hoffnung, dass aus dem maroden und dysfunktionalen Standort an der Friedrich-Viehbacher-Allee nun endlich etwas werden könne.

Der 2000 eröffnete und 2009 erweiterte Vierkanthof auf 1,8 Hektar hat die Erwartungen nie erfüllt – weder als Stadtteilzentrum noch als Einkaufsstandort.

Die Ballustrade muss durch provisorische Stahlstützen gesichert werde – seit bald zwei Jahren. Foto: as

Das benennt der Aufstellungsbeschluss von 2024 klar:

„Die aufgrund der Bestandsgebäude eingeschränkten Verkaufsflächengrößen, der eingeschränkte Sortimentsmix, die unbefriedigende Parkplatz- und Zugangssituation in Verbindung mit einem nicht mehr zeitgemäßen und in die Jahre gekommenen Gesamterscheinungsbild führen zu einem häufigen Mieterwechsel und zunehmenden Leerständen mit der Gefahr eines Funktionsverfalls des Nahversorgungsstandortes.“

Ziel des Bebauungsplans Nr. 259 sei deshalb die „Umstrukturierung und Aufwertung“ des BUZ.

Seit Jahren nicht nutzbar: der Bürgersaal im BUZ. Foto: as

Frische Mauerbrocken auf dem Boden

Seitdem ist einiges passiert – nur nicht im Sinne dieser Ziele.

Schon vor dem Aufstellungsbeschluss ließ die neue Eigentümer-GmbH einen Großteil der Mülleimer vom Platz entfernen. Wer am Nachmittag den Innenhof des BUZ betritt, sieht das Ergebnis: Kartons, Papier und Plastikverpackungen wirbelt der Wind über den Platz. Verbogene, ausgeblichene Schilder und ein Pflaster, das zur Stolperfalle verkommt, runden das Bild ab.

Ein regelmäßiges Bild: der Beton löst sich und fällt nach unten. Foto: as

Die Außenbalustrade im ersten Stock, wo einige medizinische Dienstleister sitzen, ist so marode, dass sie seit etwa eineinhalb Jahren von unten durch provisorische Stützen gehalten werden muss. Der Beton ist rissig. Beim Rundgang darunter findet man immer wieder frische Brocken, aus dem Mauerwerk gebrochen und herabgefallen. Ein Blick nach oben zeigt: Das passiert hier regelmäßig.

Poller rund um den Platz sollen offenkundig verhindern, dass ein Auto gegen die Stützen fährt und das Provisorium zum Einsturz bringt.

Verwaister Bürgersaal, leeres Parkhaus

Zwar gibt es einen gut sortierten EDEKA-Markt, dazu Lidl und KiK. Auch Friseur, Tierarzt, Eiscafé und Apotheke sind hier angesiedelt. Die Stadt Regensburg hat in dem billig gebauten, schlecht gedämmten Komplex ein Bürgerbüro und eine Stadtteilbibliothek untergebracht. Es gibt eine Sparkasse, deren Zugang von Stützpfeilern gesäumt ist.

Viele Leerstände prägen das Bild. Foto: as

Doch dazwischen immer wieder: leere, verschmutzte Schaufenster mit Aufklebern und alten Plakaten. Im ersten Stock: alte, kaputte Briefkästen, Kabel, die aus der Wand ragen. Der so titulierte „Bürgersaal“ im BUZ ist seit Jahren nicht mehr nutzbar, die benachbarten Räume für eine Gastronomie: leer. Eine Leiter und herumstehendes Werkzeug erwecken den Eindruck, jemand habe das Gebäude überstürzt verlassen. Das Parkhaus, für das Tafeln mit der Aufschrift „kostenlos“ werben, ist so gut wie leer.

Bebauungsplan seit zweieinhalb Jahren in der Warteschleife

Von dem Bebauungsplan 259, mit dem die Stadt Regensburg die Basis schaffen wollte, damit die neuen Eigentümer ihre vollmundigen Ankündigungen umsetzen können, hat man seit bald zweieinhalb Jahren nichts mehr gehört.

Das Pflaster wird zur Stolperfalle. Foto: as

Ebenso wenig von der Modulus GmbH, die im Kern nichts anderes ist als die Vermögensverwaltung für einen englischen Immobilienfonds. Damit reiht sich Modulus ein in eine Riege von Eigentümergesellschaften, meist mit Sitz im Ausland, die seit 2007 das BUZ gekauft und weiterverkauft haben – und es verfallen ließen.

Zu einem ist das BUZ aber gut: Mittlerweile kann man in dem Vierkanthof in Burgweinting live dabei zusehen, wie eine Bauruine entsteht.

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Kommentare (30)

  • Lilith

    |

    Das BUZ ist so wichtig für die Bevölkerung! Umso unverständlicher ist es, dass die Stadt tatenlos zusieht, wie das Gelände weiterhin verfällt.
    Im benachbarten Stadtteil Harting gibt es gar nichts, keine einzige Nahversorgung. Wenn es so weitergeht, verfällt die Nahversorgung in Burgweinting ebenfalls!
    RD bitte dranbleiben!!!!!

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  • Michael Lang

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    Danke für die zutreffende Beschreibung. Ich bin ein Anwohner und beobachte dieses Trauerspiel seit Jahren. Einfach nur peinlich und die Stadt schaut zu… Ich kaufe trotzdem dort ein, denn sonst ziehen noch weitere Geschäfte aus und kehren dem BUZ den Rücken. Muss erst ein Unfall passieren, bevor die Stadt eingreift?
    Michael Lang

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  • Gürster Hans-Peter

    |

    Seit einigen Jahren habe ich den Zustand vom BUZ
    bei der damaligen Bürgermeisterin und einigen Stadträte angesprochen. ,Leider immer mit den Hinweis es handelt sich um ein Privatgrundstück. Nicht einmal für eine WC Anlage ( schlimm für ältere Menschen )
    reicht die Macht der Stadtverwaltung hier aus. Eine Schande für den bevölkerungsreichsten Stadtteil von Regensburg.

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  • brenner

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    Vermutlich wollte der Investor den Bebauungsplan um das Grundstück damit teurer verkaufen zu können. Das funktioniert anscheinend nicht.

    Aber was genau soll die Stadt da tun? Auf privatem Grund eine öffentliche Toilette und Mülleimer aufstellen?

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  • Sünkel Juliane

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    kann ich leider nur bestätigen, das BUZ ist zum Schandfleck geworden.Soviele Geschäfte sind pleite gegangen, Blumen Trede, Getränkemarkt, Optiker, ehemaliges schönes Restaurant usw.Kaufe auch noch ein, damit nicht alles verfällt..Der Anblick schrecklich..Warum greift niemand ein und lässt das BUZ weiterhin runter wirtschaften . Das ist so traurig .Es besteht dringender Handlungsbedarf !!

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  • Beate Bartz

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    Für den baulichen Zustand ist das “Publikum” nicht verantwortlich – aber warum schmeißt man Müll auf den Boden, wirft Dreck ins Treppenhaus oder uriniert da sogar hinein. Dafür ist die Bevölkerung verantwortlich….. Ich bin Mitglied in der Bücherei aber der Zugang ekelt mich regelrecht an. Was sind das für Menschen ? Ghört bei Erwischen nicht einfach eine ordentliche Bestrafung obendrauf….Wo sind wir nur hingekommen…..

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  • Jonel Sabine

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    Es verfällt leider immer weiter, gehe jeden Tag dort einkaufen, damit nicht weitere Geschäfte schließen. Vor der Wahl hat Frau Lisa Brenner (Volt) jedem zugetextet was sie alles für Burgweinting tun wird. Passiert ist noch überhaupt nichts. Und unsere Stadtspitze hat keine Zeit schließlich geht’s auf die Dult zu da muss man voll dabei sein, was interessiert mich da Burgweinting.

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  • Manfred Hellwig

    |

    Dieser Fall wäre ein klassischer Fall für Enteignung. Aber da würden bei allen konservativen Kräften gleich wieder die Alarmglocken läuten.
    Dabei heißt es im Art. 14 des GG eindeutig:
    2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
    (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen…

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  • Eva

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    Hab immer noch Freudensteins mantrahaft wiederholtes #RegensburgistdieschönsteStadtderWelt vor Augen.
    Ja, auf den Wöhrdinseln und in der Innenstadt vielleicht schon.
    Aber am Theodor-Heuss-Platz, im BUZ und anderen Ecken?
    Ist halt auch ein nicht sonderlich wertschätzendes Signal der Stadt an die Bürger:innen, die rund um diese Plätze leben und vermehrt blau wählen.
    Bitte kümmert Euch AUCH deswegen um diese Plätze, liebe Verwaltung und Mandatsträger:innen.

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  • W. Göttler

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    Vielen Dank an Herrn Friedl für die zutreffende Beschreibung und das Kümmern um “seinen” Stadtteil! Mehrere Versuche über die letzten Jahre, andere Stadtratsfraktionen auf die Missstände im BUZ aufmerksam zu machen sind ignoriert oder mit Pauschalantworten abgespeist worden. Vielleicht könnten ja ein paar mehr Mails von Burgweintinger BürgerInnen in Richtung Stadtrat etwas bewirken…

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  • Gürster Hans-Peter

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    Zu meinem BUZ Artikel!
    Es war nicht die Bürgermeisterin sondern die Oberbürgermeisterin Frau Maltz-Scharzfischer im Bürgergespräch.
    .

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  • Sandel

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    Ja das ist traurig.
    Keine Interesse.
    Eine Schande.

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  • Maddin

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    Wie soll denn aber eine Renovierung gehen ohne das die Geschäfte schließen?

    So schrecklich es auch aussieht aber im BUZ arbeiten sicher um die 100 Personen. Was passiert wenn das BUZ schließt? Ein Investor verspricht dann Wohngebäude mit Einkaufspassage und Geschäfte darunter, siehe KönigsTOR, schrecklich! Die Bäume und der Innenhof würden verschwinden.

    Das BUZ braucht etwas mehr Liebe. Mehr nicht.

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  • Niki

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    Ich bin erst vor paar Monaten aus einem anderen Stadtteil hierher gezogen und war erschüttert über den Dreck und die ganze Anlage!
    Alles ist so schmuddelig, man mag nichts anfassen und dort befindet sich auch das Bürgerbüro . alles ist dermaßen verdreckt.
    Edeka und der Bäcker halten es auch nicht mehr nötig, den Eingangsbereich oder die Bestuhlung zu reinigen… Morgens 9uhrliegen Abfall und Kippen Rum, man muss Slalom laufen um sauber in den Verkaufsraum zu gelangen.
    Eine absolute Schande das BUZ und unglaublich wichtig es zu renovieren.

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  • Pielmeier

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    weiterer Punkt
    es gibt keine Toilette im Buz!!!

    und das bei 3 Geschäften,
    lidl,Edeka und kik

    einer Pizzeria
    einem Eiscafe
    und der Bäckerei Wünsche dort im Edeka mit Cafe mit etlichen Sitzplätzen innen und außen betreibt.

    Es gab vor Jahren eine einzige leider meist schmutzige. Toilette im Durchgang zwischen lidl und kik
    aber der letzte Mieter hat außer der Entfernung der Mülleimer auch die Toilette versperrt und außer Funktion gesetzt.
    Anrufe beim Ordnungssamt blieben ohne Wirkung
    in der Baugenehmigung müsste ja schon bei soviel yGeschäften auch ein Kundentoilette im Buz eingeplant gewesen sein. Keiner gibt Auskunft.

    Das es noch nicht entsprechend schlimm dort aussieht liegt nur an Menschen und Geschäftsmitarbeitern, die immer wieder versuchen dass Ganze nicht vermüllen zu lassen

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  • Jakob Friedl

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    Hier ein paar Anregungen vom Einzelstadtrat an den Planungsausschuss anlässlich der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 259, Burgweinting Zentrum im beschleunigten Verfahren am 05.03.2024 im Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen. Blogeintrag mit Beschlussvorlage, meinen Anregungen (Kriterienkatalog), Niederschrift und weiteren Infos: https://ribisl.org/aufstellungbuzb_plan259_anregungen/ L E S E N !

    Erwartbar hat es die geforderten Auskünfte nicht gegeben. Um Einsicht nehmen zu können bräuchte es eine Mehrheit im Stadtrat. Es findet sich keine Mehrheit für Akteneinsicht – das übliche Problem.

    Eine kleine Hintergrundinformation:
    Die Stadt hat 1993 den B-Plan 235 aufgestellt und 1998 nicht beschlossenen, aber dafür gesorgt, dass ein Investor den Grund billig kauft und das privatisierte Stadtteilzentrum BUZ für Burgweinting Mitte (Expo 2000 und Offensive Zukunft Bayern Siedlung etc.) baut. Keines der im ersten Band von „Regensburg plant und baut“ vorgestellten Kunstprojekte für den neuen Stadtteil wurde umgesetzt. 2012 und 2013 rekontextualisierte ich mit der Art BuZZ`l die Ansprüche an den Stadtraum im BUZ, bis die Zwischennutzung des Fvfu-uüiUF e.V. Kunstvereins nach 1 ½ Jahren im Zuge einer weiteren Eigentümerrochade entgegen dem Willen der BUZ-Mieter beendet wurde. Eine Dokumentation findet sich hier auf verschiedenen Seiten im BUZZIVERSE Konzepte, Fotos, Plakate…: http://europabrunnendeckel.de/?p=3402#fotos

    Zur weiterhin aktuellen Situation:
    Die Nutzbarkeit des Bürgersaals und der heruntergekommenen und oftmals zugesperrten Toilette auf der Rückseite vom KIK wurde im Zuge der Baugenehmigung des BUZ dinglich gesichert. Wie vor zwei Jahren im Stadtrat zu erfahren war, findet die Stadtverwaltung die wichtigen Unterlagen zur Toilette nicht mehr – anscheinend hat sie diese die vergangenen Jahre auch nicht gebraucht… (Da fällt mir ein: Auch die Unterlagen für den städtischen Maibaumständer in Burgweinting sind bei der Stadt verschollen.)

    Das macht alles Arbeit:
    Das Bauordnungsamt der Stadt könnte im öffentlich zugänglichen Raum des BUZ die Beseitigung von Stolperfallen, eine verkehrssichere und barrierefreie Zuwegung und allgemeine Sicherheitsstandards durchsetzen. // Der Stadtrat sollte Einsicht in die Baugenehmigungen und Vereinbarungen nehmen. // Die Stadt zahlt mit Bürgerbüro, Jugendamt und Stadtbücherei ebenfalls sehr hohe Mieten und noch höhere Nebenkosten für die Schrottimmobilie. Als Mieterin könnte die Stadt seit langem Qualitätsstandards und versprochene Verbesserungen im Außenraum verbindlich einfordern, Missstände benennen und die laufenden Nebenkostenerhöhungen angesichts der Untätigkeit des Vermieters in Frage stellen – unabhängig von der Aufstellung des neuen B-Plans. Leider übernimmt die Stadt hier keine Rolle in einer Mietergemeinschaft. Das ist unsolidarisch gegenüber den anderen Mietern. Schade. // Die Stadtverwaltung könnte eine Leerstandsatzung für vergleichbare Gewerbeimmobilien, also sog. Stadtteil- bzw. Quartierszentren, erarbeiten und erlassen. Nicht überall steht so viel leer wie im BUZ immer schon… // Wozu ein Einzelhandelsentwicklungskonzept, das von der Stadt ohnehin nur unkritisch und gefällig zu Gunsten des Investors ausgelegt wird? In Obertraubling steht bereits das nächste BUZ. //

    Die Bemalung vom BUZ mit bunten Balken ist übrigens Kunst aus München. 2013 wurden für das Farbkonzept im Zuge eines Eigentümerwechsels 10 000 € firmenintern verschoben: https://ribisl.org/freiraum-kultur-mietfrei/ Das BUZ Farbkonzept findet sich 2015 als „künstliche Aromastoffe“ auf Ebene 6 von 15 am Junibaum wieder, darüber die Lärmschutzwand für BW-Mitte: http://europabrunnendeckel.de/?p=3844

    Hier noch ein Song, der für mich beschreibt, was das BUZ mit der Vorstadtgesellschaft macht: https://friendsofgas.bandcamp.com/track/schrumpfen

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  • Roche-Dirac

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    @ Jakob Friedl
    22. August 2026 um 11:02 | #

    Die Stadtverwaltung findet die wichtigen Unterlagen zur Toilette im BUZ nicht mehr ? Echt jetzt?

    Sowas sollte Konsequenzen haben. Das geht doch gar nicht. Haben die keinen Aktenplan?
    Bei jedem “Normalbürger” könnte sowas böse Folgen haben …

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  • xy

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    Oben heißt es: „Das es noch nicht entsprechend schlimm dort aussieht liegt nur an Menschen und Geschäftsmitarbeitern, die immer wieder versuchen dass Ganze nicht vermüllen zu lassen“

    Als ob es etwas besonders Bemerkenswertes wäre, dass Menschen sich um den Zustand ihrer Umgebung kümmern und dass eigentlich nicht diese, sondern völlig unbeteiligte Dritte, am besten der Staat, die Kirche oder sonstige reiche Kapitalisten dafür zuständig wären und an ihnen mit größter Inbrunst zu kritisieren ist, dass man selbst zu faul und zu dumm ist, selbst Hand anzulegen.

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  • Realist

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    Es ist alles nachvollziehbar und auch schlimm was hier alles geschrieben wird.

    Aber es ist ein Privatgrundstück…und wenn der Investor das alles so i.O. findet müssen leider alle damit leben…

    Ist halt in meinen Augen einfach so…sorry…man kann sich aufregen wie man will…der Eigentümer bestimmt…und so ist es halt einfach.

    Und Bebauungsplan hin oder her….selbst wenn der so durchgeht… hat der Eigentümer das Recht zu entscheiden ob er ihn umsetzt oder nicht…wenn er nichts verändern will, dann wird trotz neuem B-Plan nichts verändert und es bleibt wie es ist.

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  • Reserl

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    Zur Entstehung und Entwicklung könnte der ehemalige Stadtrat aus Burgweinting, Herr Norbert Hartl, sicher viel sagen.
    Wenn ich mich recht erinnere, standen Politik und Verwaltung Anfang der Neunziger Jahre stark unter Druck, weil Edeka seinen Laden am Langen Weg und die Familie Parzefall den Saal in ihrer Gaststätte aufgaben. Außerdem musste das ehemalige Rathaus mit Gaststätte Burgweinting wegen Schadstoffelastung von einem Tag auf den anderen geschlossen werden. Ein Ersatz musste her und zwar rasch. Die Bevölkerungzahl gab es zu dem Zeitpunkt her, eine hohe Investition zu tätigen, zumal nahe Konkurrenz in Neutraubling und Obertraubling für Kaufkraftabfluss sorgten.
    Vor diesem Hintergrund wardie Vemhandlungsmacht der Stadtverwaltung sicher eingeschränkt. Der Betrieb des Bürgersaal hing immer mit der Gaststätte im OG zusammen. Eine Belastung für die Wirte, weil sie sich darum kümmern mussten, die Teilnehmer an Veranstaltungen aber fast nichts konsumierten.
    Die Grundidee des BUZ ist richtig und für einen Stadtteil der Größe Burgweintings einschließlich Harting auch erforderlich. Man kritisieren, dass die Immobilie durh mehrfachen Eigentümerwechsel herunter gekommen ist. Man kann auch ein Einschreiten der Stadt fordern. Realistisch sind die Möglichkeiten aber eingeschränkt. Das Bauordnungsamt kann Anordungen zur Sicherheit treffen, eine Betriebsstillegung ist nach meiner Einschätzung rechtlich nicht durchsetzbar und hätte außerdem zur Folge, dass Burweinting ohne Nahversorgung wäre. Sind Kundenstöme erst mal nach Neutraubling und Obertraubling abgewandert, kehren sie lange nicht mehr zurück. Wer würde in so einer Situation viele Millionen investieren? Die Stadt kann mit der Kündigung der Mietverträge für Bürgerbüro, Stadtteilkümmerer und Bücherei drohen. Mit demselben verheerenden Ergebnis wie vorher festgestellt.
    Die Investoren, denen vermutlich das Geld nicht ausgehen wird, können das BUZ dem Verfall preis geben und darauf spekulieren, dass die Stadt über kurz oer lang einen Bebauungsplan mit rentierlicher Nutzung aufstellt.
    Was wäre Anfang der Neunziger ien Alternative gewesen? De Stadt hätte damals die Entwicklung Burgweintings einer städtischen Gesellschaft übertragen können. Die Stadtbau GmbH war unter der damaligen Geschäftsführung dazu nich in der Lage, sie musste zum Investieren im Sozialen Wohnungsbau gezwungen werden. Die Erichtung einer Entwicklungsgesellschaft, auf die eine Reihe von Aufgaben aus der Verwaltung in diese Gesellschaft hätten übertragen werden müssen war aus tatsächlichen. Personalgewinnung, und politischen (Kompetenzverlust, nicht gewünscht. Ob eine solche Gesellschaft erfolgreich geworden wäre steht dahin. Das Beispiel Stadtbau GmbH lässt erahnen wohin die Reise gegangen wäre.
    Im Nachhinein lässt sich vieles kritisieren, im Augenblick der Entscheidung ist anders aus.
    Wo stünde Regensburg heute ohne die Entwicklung in Burgweinting?

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  • Werner F.

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    Wirds sauber hergerichtet, steigen die Mieten herum, dann schrein auch wieder alle

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  • Daniela

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    Beate Bartz
    21. August 2026 um 19:05

    Sie haben vollkommen Recht. Selbst, wenn bauliche Mängel gravierend sind (Bauruine), sind die an der Verschmutzung schuld, die einfach alles stehen, liegen und fallen lassen. Ich möchte gar nicht auf das Thema in Hausecken pinkeln eingehen. Anderer seits, Private Vermieter sollten schon in der Lage sein, 2,3 Toiletten vor zu halten und Abfalleimer auf zu stellen.
    Vielleicht lösen sich dann einige Probleme teilweise.
    Notdurft ist halt immer so eine Sache, wenn die Toilette fehlt.
    Liebe BUZ Eigentümer bitte stellt Abfalleimer auf und sorgt für 3 zugängliche Toiletten. Wenn das so weitergeht, werden irgendwann die Kunden für die Geschäfte fehlen und die Geschäfte werden sich dann auch irgendwann verabschieden.

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  • Daniel

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    Das ist ja total furchtbar, dass für die feinen Damen und Herren Anwohner nicht noch der rote Teppich ausgerollt wird. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man in diesem Land so ein uferloses Anspruchsdenken entwickeln konnte. Das Einkaufsareal erfüllt seinen Zweck und es muss nicht immer jeder Fleck in Deutschland piekfein ausgestattet sein. Selbst in den skandinavischen Vorbildländern sind solche öffentlichen und zentralen Orte oft vollkommen durchschnittlich, eben das, was man heute als marode bezeichnet.

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  • Jakob Friedl

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    Kommentar gelöscht. Bitte keine Unterstellungen. Bitte sachlich.

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  • Paula

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    Also mir braucht keiner einen roten Teppich ausrollen, wenn ich zum Einkaufen gehe.
    Ich habe allerdings schon die Erwartung dass ich gefahrlos als alter Mensch mit dem Rollator über den Parkplatz zur Apotheke gehen kann ( siehe Foto vom losen Pflaster!) und ich keine Angst haben muss, dass die
    Im 1. Stock umlaufende Galerie einstürzt.( siehe Foto der Stützen und der davor verlegten „ Leitplanken “
    Eigentum verpflichtet und die Stadt kommt in. der Frage ihrer Fürsorge Pflicht nicht im entferntesten nach.
    Hier wird meiner Meinung mit zweierlei Maß gemessen.
    Die Pflichten der Hausbesitzer werden genauestens
    überwacht und hier lehnt man sich im Sessel zurück und sagt einfach geht nicht…, wär ja auch evtl mit viel Arbeit verbunden.

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  • Madame

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    Woanders entstehen bürgerzusammenkünfte Wohnungen reges leben.Für nahvèrsorgung scheint kein Geld da zu sein

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  • Mr. T.

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    An dem Dreck sind nicht nur so einfach nur die Leute schuld, die ihn machen, wie manche meinen. Würde man den Ort nicht so vergammeln lassen – ob absichtlich oder nicht, würde wesentlich weniger Dreck gemacht werden. Das nennt sich Broken-Window-Effekt und ist hinlänglich bekannt und belegt. Echt schade für die Menschen, die dort leben.

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  • Wilfried Süß

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    @xy
    22. August 2026 um 13:52 | #
    Auf den Kommentar hin „Dass es noch nicht entsprechend schlimm dort aussieht, liegt nur an Menschen und Geschäftsmitarbeitern, die immer wieder versuchen, das Ganze nicht vermüllen zu lassen“ antworten Sie:
    „Als ob es etwas besonders Bemerkenswertes wäre, dass Menschen sich um den Zustand ihrer Umgebung kümmern und dass eigentlich nicht diese, sondern völlig unbeteiligte Dritte, am besten der Staat, die Kirche oder sonstige reiche Kapitalisten dafür zuständig wären und an ihnen mit größter Inbrunst zu kritisieren ist, dass man selbst zu faul und zu dumm ist, selbst Hand anzulegen.“
    Abgesehen davon, dass mir bei Ihrer Herleitung die Logik fehlt, halte ich Ihre pauschale Aburteilung für anmaßend. Denn die Mieter bezahlen sicher neben der Miete noch Nebenkosten, die den Posten „Reinigung, Winterdienst u. ä.“ einschließen. Warum sollten sie dann einspringen, wenn der Vermieter säumig ist? Und die Mitarbeitenden im BUZ haben ihre Arbeitskraft ausschließlich ihren Arbeitgebern zur Verfügung zu stellen. Wenn sie, vom Arbeitgeber toleriert, sich ab und zu tatsächlich um die Sauberhaltung des Umfelds kümmern, ist das durchaus anerkennenswert. Aber sollten sie das ablehnen, sie dann als faul und dumm zu bezeichnen, ist eine Unverschämtheit.

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  • Carbu

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    Hallo zusammen,
    ich habe dort meinen Tierarzt und bin auf Grund des Pflasters mit meinen Tierkorb gefallen – der Korb mit meinen Katzen flog und ich hinterher. Viele Leute saßen beim Cafe – keiner hat mir geholfen. Das fand ich sehr traurig.
    Für ältere und behinderte Menschen wahrscheinlich noch schlimmer heil über das Pflaster zu laufen.
    Wenn den Besuchern dann die Decke auf den Kopf fällt können sie nicht flüchten da sie sich auf den losen Steinen nicht fortbewegen können.
    Ich hoffe, es kommt niemals so weit…am besten man fährt zum Einkaufen in den nächsten Ort wenn man mobil ist.
    Schade um das schöne Anwesen das leider auch durch das von vielen bereits angesprochene Probleme Müll (kaputte Glasflaschen etc.) noch verschlimmert wird. Es war einmal eine schöne Anlage mit Restaurant. Heute bin ich froh wenn ich wieder heil zurück zum Auto komme und dieses unbeschadet (Decke bröselt) nach Hause komme.
    So wird es vielen gehen…Schade um das BUZ.

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  • xy

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    „An dem Dreck sind nicht nur so einfach nur die Leute schuld, die ihn machen…“

    Das ist der Spruch des Tages! Er bestätigt die in manchen Kreisen schon immer und wirklich nicht auszurottende gültige Meinung, dass immer die anderen Schuld sind.

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