Tierschutz bizarr

PETA blau

Was hat der Spitalgarten in Regensburg mit der Überfischung der Meere zu tun? Das wissen auch die Aktivisten von PETA nicht so genau. Sie haben dazu aber trotzdem eine Pressemitteilung geschrieben. Als Bulette, Hähnchenschenkel oder Rindersteak verkleidet legen sie sich in Fußgängerzonen. Sie kritisieren US-Präsident Obama, weil der vor laufenden Kameras eine Fliege meuchelte. Sie wollen die bayerische Gemeinde Finning umbenennen, weil das Haifische diskriminiert und Fischen im Allgäu, weil der Name Massenmord verherrliche. Wenn es um den Schutz von Tieren geht, greifen die Aktivisten der Tierschutzorganisation PETA bisweilen zu – gelinde gesagt – recht grotesken Methoden. Unvergessen ist die Kampagne „Der Holocaust auf ihrem Teller“, bei der auf Plakaten Ferkel in Schlachthöfen neben Juden in Konzentrationslagern gezeigt wurden. Mensch und Tier sind eben ein und dasselbe. Und wer das nicht versteht, der ist ein Speziezist, flapsig ausgedrückt: ein Rassist gegenüber Tieren. Ein Tier, dem sich PETA in einer aktuellen Pressemitteilung besonders widmet, ist die Forelle, beziehungsweise eine ganz speziell zubereitete Forelle. Unter der Überschrift „Forelle macht blau“, hat PETA deutschlandweit über 50 Lokale aufgefordert hat, das Gericht „Forelle blau“ von der Karte zu nehmen und stattdessen doch Tofu anzubieten. Bei den Rezepten sei man gerne behilflich.

Gibt es in Regensburg kein Fischlokal?

Für PETA ist diese Aktion sicher nichts Ungewöhnliches und sogar vergleichsweise harmlos. Dass in Regensburg aber just der Spitalgarten zu den Empfängern des PETA-Schreibens gehört, überrascht dann doch etwas. Ist der doch – gerade jetzt zur Biergartenzeit – weniger für seine Fischkarte, denn für Schweinshaxen, Milzwurst und Nackensteaks bekannt. Offenbar gibt es in Regensburg keine richtigen Fischlokale, auf die diese für bundesweite Zwecke konzipierte Pressemitteilung von PETA passen würde und so schnappt man sich eben einen Biergarten, auf dessen Karte man ein Fischgericht ausgemacht zu haben glaubt. Kein Wehklagen über die gemeuchelten Ferkelchen und Kälber, die dort tagtäglich auf den Tellern landen, nein: der Forelle gilt das Hauptaugenmerk. Deshalb kommt in der PETA-Mitteilung auch eine hauseigene Meeresbiologin zu Wort, die manch Wissenswertes zur Überfischung der Meere mitteilen kann. Von dort kommen die im Spitalgarten – übrigens nur zur Wintersaison servierten – Forellen zwar nicht (die stammen aus Regenstauf), aber wenn Mensch schon gleich Tier ist, dann ist Fisch auf jeden Fall gleich Fisch und Meer gleich Bächlein oder Teich.  Den Fisch wird es – in Form der Forelle – übrigens auch künftig im Spitalgarten geben. Jetzt bleibt das Warten auf die als Forellen und Fischstäbchen verkleideten Aktivisten.

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Kommentare (34)

  • Ratisbonicus

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    Ein Meeresbiologe klärt über die Überfischung der bayerischen Fischweiher auf? Hä? Geht’s noch!
    Die schaden der Tierschutz-Bewegung ja mehr als sie nutzen.
    Das beweist wieder, das fehlendes tierisches Eiweiß anscheinend doch doof macht ;-)

  • D.B.H.

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    PETA ist eine Vereinigung von Idioten. Wer wirklichen Naturschutz will, hat seriöse Alternativen, die er unterstützen kann, aber dafür sind die PETA-Unterstützer zu dämlich. Und spätestens seit der Holocaustaktion sieht das sicherlich jeder vernunftbegabte Mensch genauso.

    PS: Ich werde aus Protest gegen die Protestierer das nächte Mal im Spitalgarten badassmäßig Forelle bestellen. Ha!

  • Bernd Neumann-Henneberg

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    Peta ist eine Vegetarier-Sekte aus USA! Mit Tierschutz haben die nichts am Hut!

  • Fischfreund

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    Hmm, also man kann sich auch dumm stellen und die Zusammenhänge absichtlich nicht verstehen wollen …
    Was PETA wohl ganz klar sagen möchte, ist: Hört auf Fisch zu essen! Und Fleisch! Esst Tofu!
    Damit da mal jemand drüber nachdenkt, muss man sich eben auch was einfallen lassen. Die Aggressivität, mit der hier darauf reagiert wird, ist erstaunlich. Hilfe, jemand will mir meine Forelle wegnehmen…
    Ja, zurück in den Bach mit ihr und mit den Lachsen auch. Ach so, ja, für die ganz Schlauen: manche Forellen leben übrigens im Meer.

  • Sophie

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    PETA macht Fehler, wie Jede Organisation.

    Auch diese Kampagne mag einer davon sein.

    Aber als „Kritiker“ sollte man einige Dinge wissen.

    Eine Anti Peta Kampagne ist z.b. von einer Organisation namens CCF gesteuert. Diese wird von großen – auch Menschen gegenüber – ausbeuterischen Unternehmen zb. Coca Cola, finanziert. …..

    Eine sehr gute Möglichkeit die Umwelt zu schützen ist wirklich vegetarisch oder vegan zu leben.
    WARUM?
    Hmmm…… für 1 Kg Fleisch braucht man 10 Kg Getreide vom Wasserverbrauch ganz zu schweigen ich glaube es sind „nur“ rund 10000 Liter … hinzu kommt, dass man dafür leidensfähige Tiere quält und tötet. Ist es nicht vom Menschen anmaßend zu behaupten, dass er, der seine eigene Spezies unterdrückt und ausbeutet, für billiges Essen und Kleidung -besser ist als ein Tier? Mal ganz zu schweigen wie verschwenderisch und rücksichtlos wir gegenüber der Erde sind …

    Ich bin gegenüber Peta auch nicht vorbehaltslos. Finde aber, dass einige Punkte die sie ansprechen durchaus Sinn machen … und vllt. Schaffen sie bei manchen Menschen ja mehr Bewusstsein für Ihr Konsumverhalten was tierische Produkte angeht.

    Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
    Wir sollten einfach Respekt gegenüber allen Lebewesen lernen. Erstmal unserer eigenen Spezies gegenüber ….. klar aber auf jeden Fall auch Tieren …
    Und vor allem sollten wir nicht unsere Augen vor solchen Zahlen verschließen, nur weil man nicht auf seine Milch und sein Fleisch verzichten will….

    Aber ich bin ja nur ein dummer, an Eiweißmangel leidender sektenveganer, sorry.

    Lg Sophie

  • Luchs

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    Selten dämliche Aktion! Aber: Man kann im Spitalgarten auch Fischfilet essen. Das besteht meisten aus Alaska- Seelachs. Das diese Art extrem gefährdet und überfischt ist, sollte bekannt sein. Also immer schön differenzieren. Die Forelle aus Regenstauf sollte kein Problem darstellen, wenn der Beifang (Delfine, Schildkröten, Kayakfahrer) wieder sorgsam eingesetzt wird. Und überhaupt diese Vegetarier: Essen meinem Essen das Essen weg!

  • G.J.

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    PETA ist kein Tierschutzverein, sondern ein radikaler Tierrechtsverein, der die Tierhaltung in Menschenhand abschaffen will. In der praktischen Arbeit arbeitet PETA wie ein Medienkonzern, nicht wie ein Tierschutzverein. Nicht in einem Tierheim, sondern am Computer. Das bringt Stimmung und Stimmung bringt Geld, nämlich Spendengeld. PETA nimmt über 3 Millionen Euro an Spenden ein. Fragt sich wie viel Geld beim Tier wirklich ankommt.

    CCF ist eine Gegenorganisation der Industrie gegen PETA, na und? Da machen nichts anderes wie PETA. Sie prangert die Arbeit von PETA an, mit den gleichen Mitteln. CCF betreibt aber keine Hetzjagd gegen Menschen, beschimpft keine Menschen und stellt keine unbewiesene Behauptungen auf. CCF veröffentlicht nur Listen der Regierung von Virginia, in denen bewiesen wird, dass PETA zehntausende anvertraute Tiere schlichtweg gekillt hat.

  • norbert e. wirner

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    immerhin ist das thema „wir-und-die-anderen-lebewesen-dieser -erde“ auch mit dieser aktion wieder ein winziges stück weitergebracht worden.

    die organisation mag umstritten sein, die aktion seltsam wirken, aber am ende zählt, dass in den köpfen etwas geschieht. und das tut es ja.

  • Neuromancerr

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    @ sophie

    Du magst in einigen punkten recht haben. nur diese 10kg getreide=1kg fleisch rechnung ist schwierig.
    Dem könnte man entgegensetzen wieviel regenwald gerodet, stark gedüngt und monokulturell ausgeblutet wird um 1 kg soja zu erzeugen…

  • Barbara Junghans

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    @ Sophie

    Sie werden es nicht glauben, aber man kann Tierfreund sein und sich trotzdem , in Maßen (nicht in Massen!) ein Stück Fleisch oder ein Paar Radeln Wurst aufs Brot gönnen.

    Ich habe Tofu probiert – da kann ich genauso auch eingeweichte Wellpappe essen. Die schmeckt sicher ähnlich „lecker“
    .
    Wenn Sie hier schon ein Loblied auf dieses Sojabohnenprodukt singen, dann sollten Sie den eventuellen Verbrauchern empfehlen, sich im Internet über Tofu zu informieren. Da findet man sehr interessante Argumente g e g e n den Verzehr.

    Abgesehen davon ist es selten zweckdienlich, wenn man, wie „Peta“, mit sektiererischem Getue ein Anliegen verficht und sich dabei dann (siehe Biergartenforelle) blamiert.

  • norbert e. wirner

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    @Neuromancerr:

    nein, kann man nicht entgegenhalten!

    die bilanz – sowohl in masse, fläche, energie- und wasserverbrauch fällt eindeutig zugunsten veganer lebensmittel aus.

    abgesehen davon ist die art, mit der wir mit dem tierischen leben auf unserer welt umgehen pervers.

  • Sophie

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    Nicht falsch verstehen, ich bin auch kein absoluter Peta-Fan, finde aber trotzdem die Grundidee und einige Kampagnen sehr gut.

    @ G.J.? Was ist so schlimm daran, das Peta die Tierhaltung abschaffen will???
    Und Peta nutzt eben die gleichen mittel wie die Industrie um auf uns einzuwirken (Werbung, FB, etc..) das ist klar. Und irgendwie muss das alles ja finanziert werden. Dass oft Mist mit dem Geld passiert und auch manchmal radikalere Mittel eingesetzt werden wissen wir… sogar bei Organisationen die sehr wohl total positiv anerkannt sind (z.B. Greenpeace)

    Kampagnen, wie „Adoptieren statt Kaufen“ sind meiner Meinung nach, angesichts überfüllter Tierheime, immer verrückteren „Rassen“ und dem abschlachten von Straßenhunden genau das Richtige.

    Klar ist das was Peta fordert Radikal, weil man sein Leben umstellen muss…. Und das will keiner, wir wollen lieber den einfacheren Weg.

    @ Neuromancerr: klar bringt auch das essen von Pflanzen Platz, Wasser, Treibhausgase…, uvm. mitsich. Wenn du aber logisch denkst. (Kühe werden z.b. mit Getreide und Soja gefüttert) dann hast du beim Fleischverzehr ein Vielfaches davon. Nur ganz grob:
    Veganer: Die Pflanze wird angebaut, gedüngt, bewässert – was auch immer, wird zur Verarbeitung transportiert und wird dann zum Einzelhändler transportiert. (Verdammt viel Umweltschaden und Dreck der in die Luft gepumpt wird)

    Fleischesser: Die Kuh wird gezüchtet (am 1. Tag von der Mutter weggenommen, sonstige Eingriffe ins Leben), eingesperrt, braucht Nahrung UND Wasser : Diese Pflanze (siehe oben) wird dann zur Kuh transportiert…., Die Kuh produziert Treibhausgase, braucht Platz, macht Dreck, … wird dann zum Schlachter transportiert, verarbeitet und dann zum Verkauf ….
    > ca. 8mal mehr Dreck, Wasser, Treibhausgasausstoß….für ein Kg Fleisch als für die gleiche Menge Pflanze > warum erspart man der Erde und den Tieren nicht das alles?

  • Jörg

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    @Neuromancerr

    um dann mit diesem schon problematisch erzeugten Soja dann die, zugegebenermaßen leckeren, Tiere zu füttern…
    Es wird ja nur so extrem viel Soja angebaut, um damit eben Tierfutter herzustellen.

  • G.J.

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    @Sophie
    Warum darf PETA auf die Gesellschaft einwirken und CCF nicht??

    Warum ist das bei CCF verwerflich und bei PETA nicht?

    Warum sammelt PETA für den Tierschutz und macht mit dem Geld um die Menschen zum Veganer umzuerziehen?

  • Jürgen Huber

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    … und immer wieder das fehlende zweite s in das(s), wo ist das durch wen gemeuchelt worden? war es die meeresbiologin? eine aussterbende art!

  • Mathilde Vietze

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    Liebe Frau Junghans, mit Tofu ist es genauso wie z.B. mit
    einem Braten. Wenn der nicht ordentlich gewürzt ist,
    schmeckt er auch wie eingeschlafene Füße.
    Ich bin Vegetarierin, weiß, wo ich das beste Tofu bekomme,
    nehme es aber keinem übel, wenn er neben mir mit Freude
    ein Schnitzel o.ä. ißt. Ich werde erst dann böse, wenn mich
    jemand als „Körndlfresserin“ diffamiert.

  • norbert e. wirner

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    an der stelle möchte ich seitan mal wärmstens empfehlen.

    ausser man hat ein problem mit gluten, sind hier grenzenlose möglichkeiten offen.

    in kombi mit soja und tofu kann man aus seitan phantastische gerichte zaubern.

    bevor jemand losgoogelt: seitan macht man aus mehl. mit der hand und mit wasser. sonst nix.

    teig kenten, ruhen lassen und mit wasser die stärke ausspülen, bis der reine „kleber“ (gluten) übrigbleibt, der geschmacksneutral ist.

    diesen restteig in brühe kochen, abtropfen lassen, soja „einwringen“ und wie fleisch schneiden, würzen, einlegen.

    wildbratenstyle z.b. – marinade: buttermilch, rotwein, thymian, pfeffer, salz, kokosfett….

    über nacht ziehen lassen und man hat was zum grillen, braten, kochen…

    „nur für besserverdiener und reformhausfetischisten?“ unsinn: was kostet mehl? 80% mehl, 20% sojagranulat = 2 euro für 1 kilo fleischalternative… = 3 riesentrümmer hauptgericht + sättigungsbeilage nach geschmack.

    auch als süßspeise denkbar – ganz nach geschmack dann eben in milch vorkochen und mit caramel und vanille vergewaltigen.

    auch optisch kein drama -bitteschön, hier ein paar bilder von seitangerichten:

    http://www.sturmgestalten.de/index.php?id=138

    man muss das ja nicht jeden tag essen, verlange ich ja von keinem. aber es muss mal schluss sein mit diesem image, vegane gerichte wären was ekeliges oder irgendwie von vorneherein ungeniessbar.

    würde jeder einfach nurmal einen einzigen tag in der woche fleischlos bleiben und stattdessen mit seitan spielen – grob gerechnet würde 1/7 dieser verdammten mast-dreck-betriebe zumachen. und keiner stirbt an fleischmangel.

    ein anfang. immerhin.

  • schorsch

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    @ norbert wirner
    seitan ist zwar durchaus wohlschmeckend, wenn ich in richtung „schmeckt ganz genau wie fleisch“ will, ist in meinen augen aber vom scheitan erfunden, weil es genau so, wie man unendlich viel mehl (aus dem man sauviele brote backen könnte) braucht, um eine person satt zu machen.
    und das ist in meinen augen der gleiche humbug, wie wenn ich wahnsinnig viel soja anbau, um dann ein schwein / eine kuh zu haben.
    @ Barbara Junghans
    geh mal ins (achtung werbung) cafe dada
    http://www.essendadatrinken.de/immer.html
    das ist die dauerkarte, die tageskarte ist auf der seite verlinkt.
    die bringen dir dann bei, wie toll vegan sein kann

  • Neuromancerro

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    @ schorsch
    ein sehr schöner Kommentar!

    @ Jürgen Huber
    ein noch schönerer Kommentar!

  • dr. seltsam

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    Antispeziesismus als Ersatzreligionen … über allem thronend die Political Correctness.

    ich kann hier nur folgende Schlüsse ziehen:
    – wer im Kontext „Überfischung“ den Spitalgarten adressiert ist böse und/oder irre und gehört in Sicherungsverwahrung
    – wer auch nur im Ansatz solche Aktionen „verteidigt“ ist ebenso irre

    einer nackten PETA Aktivistin im Kneitinger könnte ich aber durchaus etwas abgewinnen.

  • schorsch

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    auch wenn ich das mit dem spitalgarten einfach für den völlig falschen adressaten halte, möchte ich an dieser stelle eine lanze für die PETA-aktivisten brechen, sind sie doch die einzigen die eine fortlaufende chronik zum zirkus brumbach unterhalten:
    http://www.peta.de/web/home.cfm?p=3771

  • Sophie

    |

    @ Dr. Seltsam:

    Zitat:
    „einer nackten PETA Aktivistin im Kneitinger könnte ich aber durchaus etwas abgewinnen.“
    Ich weiß nicht ob man als Macho/Chauvinist den Antispeziesismus erklären oder verstehen kann. (Vllt. damit zu vergleichen, wenn ein gläubiger Katholik den Islam bewertet/erkärt.)

    Zitat:
    „ich kann hier nur folgende Schlüsse ziehen:
    – wer im Kontext “Überfischung” den Spitalgarten adressiert ist böse und/oder irre und gehört in Sicherungsverwahrung
    – wer auch nur im Ansatz solche Aktionen “verteidigt” ist ebenso irre“

    Hier ist der Originaltext der PM. Bitte erkläre einer Irren, was daran so falsch ist! … und an den – Ihrer Meinung nach „bösen“ Menschen die Leid verringern wollen?
    Es stimmt übrigens, dass es als Vegetarier und besonders Veganer nicht leicht ist in der Stadt (und erst Recht nicht im Biergarten) Essen zu gehen. (während in anderen Städten an jeder Ecke veganes Essen angeboten wird – ABER „Wir sind hier in Bayern – Veränderungen sind „böse“…“)
    Ich glaube jede Gaststätte sollte mal darüber nachdenken veganes Essen (auch für Allergiker) anzubieten, weil die Nachfrage steigt.

    Regensburg / Gerlingen, 22. August 2012 – „Forelle macht heute blau“, diese Antwort könnten künftig Restaurantbesucher zu hören bekommen, wenn sie die tierquälerische Fischspeise ordern. Zumindest, wenn es nach PETA Deutschland geht. Die Tierrechtsorganisation hat nun die Gaststätte Spitalgarten in Regensburg angeschrieben, mit der Bitte, das Gericht „Forelle blau“ umzubenennen und anstelle des echten Fisches „Tofu-Forelle“ zu servieren. Die Entscheidung würde nicht nur zahllose Fische vor einem qualvollen Tod bewahren, sondern sowohl die eigene Gesundheit als auch die Umwelt schonen.

    „Wir hoffen, dass die angeschriebenen Restaurants ein Zeichen für den Tierschutz setzen und das Gericht ‚Forelle blau‘ von der Speisekarte nehmen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Sollte die Entscheidung zugunsten ‚Forelle macht heute blau‘ fallen, unterstützen wir die Geschäftsführung gerne bei der Umsetzung mit PETAs Visch-Rezepten.“

    In Anbetracht der Tatsache, dass sich immer mehr Menschen vegetarisch und vegan ernähren und somit auf ihre Gesundheit achten, die Umwelt schützen und die Meere vor Überfischung bewahren wollen, steigt die Nachfrage nach gehobener veganer Gastronomie. Vor allem in Berlin ist ein regelrechter Boom zu verzeichnen: Statt Fleisch, Fisch und Kuhmilch wird dort zunehmend mit Seitan, Tofu, Lupinen und Soja gekocht.

    PETA weist darauf hin, dass jedes Jahr 1.000 Milliarden Fische aus den Meeren gezogen werden, bevor sie langsam und qualvoll ersticken. Viele von ihnen leben noch, wenn sie aufgeschnitten und ihnen die Organe herausgerissen werden – obwohl wissenschaftliche Studien längst belegt haben, dass Fische, genau wie Menschen, Schmerzen, Stress und Angst empfinden. Während Professor Hoffmann von der Tierärztlichen Fakultät an der Universität München vor Gericht den wissenschaftlichen Nachweis erbrachte, dass Fische leiden, bestätigte Dr. Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen, dass Fische ebenso intelligent sind wie viele Affenarten.

  • Neuromancerro

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    @ schorsch
    diese peta brumbach doku ist ja ganz nett, aber:
    !. es werden sämtliche „vergehen“ der brumbachs aufegführt, auch solche die nichts mit tieren zu tun haben (das grenzt an hetze)
    2. es sind mehrere Zirkus/ Circus Brumbach unterwegs. eine genaue unterscheidung wer welcher zirkus ist, findet man nur schwer heraus.

  • dr. seltsam

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    @Sophie
    1. ja logisch kann man als macho / chauvinist den antispeziesismus verstehen und durchdringen – das ist nun wirklich nicht schwierig

    2. ist man wirklich gleich ein macho wenn einem die vorstellung einer peta nacktaktivistin im kneitinger gefällt? hand aufs herz – ich tät mir prompt ein weiteres bier bestellen.

    3. ich zweifel doch nicht an ihrer guten absicht, auch böse sind sie sicher nicht, aber eventuell doch ein bisschen irre wenn sie solch einem blödsinn etwas gutes abgewinnen können.

    4. ja falls die nachfrage nach veganem essen so gross ist dann nerven sie doch bitte nicht ehrbare wirtsleut. eroeffnen sie ein veganes restaurant und nutzen sie die chance der alleinstellung. gerne auch mit nacktaktivistinnenbedienung. dann komm ich gerne – aber nur wenn ich beim essen rauchen darf.

  • Barbara Junghans

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    @Mathilde Vietze und @ Schorsch

    Danke für die Tips. Ich habe heute eine interessante TV-Sendung gesehen, in der eine Journalistin sich probehalber mal eine Woche vegan ernährt hat. Das gestaltete sich sehr zeitaufwändig,, sowohl vom Einkauf als auch von der Zubereitung her. Wenn ich bei jeder Getränkeflasche erst lesen muß, ob da auch ja kein tierisches Produkt drin ist, dann vergeht mir der Appetit – auf normales oder vegetarisches/veganes Essen. Abgesehen davon habe ich nach einigen Tagen mit vegetarischem Mittagessen einfach das Bedürfnis, mal wieder etwas Solides zwischen den Zähnen zu haben – weder Tofu noch Seitan und nichts anderes, was so tut, als sei es etwas, was es gar nicht ist.
    Auf Milch, Eier, Käse und andere Milchprodukte möchte
    ich überhauipt nicht verzichten.
    Eins habe ich übrigens festgestellt: wenn man eine Zeitlang seinen Fleisch-/Wurstverbrauch eingeschränkt hat, kommt man sehr gut mit kleineren Portionen aus. Wenn die Mehrzahl der Menschen so denken (würden!), dann wären wir der Lösung des Problems Massentierhaltung schon einen guten Schritt näher.

  • Bernd

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    Hallo Mathilde, da kenne ich einige Wirtshäuser in R und Umgebung bei denen ist das Fleisch auch ordentlich gewürzt ist. Warum? Damit es nicht nach Tofu schmeckt?

  • schorsch

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    @Neuromancerro
    zu 1)
    es geht ja auch darum, leute, die unter dem deckmantel zirkus und arm und notleidend marodierend durch die gegend ziehen daran zu hindern. z.B das in den vorstellungen die tiere nicht vorkamen, aber im winter in der fussgängerzone schon
    zu 2)
    Stefan, Helmut und Manuela Brumbach, geb. Frank steht drüber, und nach dem intermezzo auf dem sportplatz beim kalkwerk wurde ein abgesandter in hausen vorstellig, um für ein gastspiel einen platz zu bekommen, nannte aber nicht den namen brumbach – die sind da recht flexibel

  • norbert e. wirner

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    @ sophie:

    wassermangel hin oder her, zunächst wird eine drohende fleischknappheit weltweit zu noch entsetzlicherer industrialisierung der mastbetriebe führen. damit eben noch billiger und billiger produziert werden kann, um steigende wasserpreise so lange wie möglich zu kompensieren.

    wenn dem denn wirklich so ist, wie prophezeit wird…

    was hindert fleischfabriken denn daran, ihre werke in wasserreichen ländern zu konzentieren?

    egal wie, diese schande massentierhaltung wird die menschheit nicht so schnell los.

    aber ansätze gibt es ja immerhin – und die auch noch aus amerika:

    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/us-fleischkonsum-sinkt-drastisch?gclid=CNui07mMirICFVHQzAodAA4AMA

    das ist doch mal eine schöne nachricht!

  • Neuromancerr

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    @schorsch
    Stefan, Helmut und Manuela Brumbach geb. Frank.
    das ist alles falsch!
    Stefan Brumbach hat nicht mit dem in Niederbayern & der Oberpfalz umherziehenden & schiessenden Zirkus zu tun.
    Der Mädchenname von Manuela Brumbach ist nicht frank, sondern anders. Ich werde ihn hier aber nicht ausplaudern, er beginnt aber mit R.
    Zudem haben die brumbachs ihre Tiere mittlerweile scheinabr verkauft (also helmut&manuela).

  • Oje...

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    Liebe Frau Junghans

    „Ich habe heute eine interessante TV-Sendung gesehen, in der eine Journalistin sich probehalber mal eine Woche vegan ernährt hat. (…) Wenn ich bei jeder Getränkeflasche erst lesen muß, ob da auch ja kein tierisches Produkt drin ist, dann vergeht mir der Appetit…“

    Naja, wenn Sie alles für bare Münze nehmen, was im TV kommt… erstens trinken Sie ja nicht jeden Tag was anderes, sondern meistens die immer zwei oder drei gleichen Wässer/Biere/was auch immer – und damit schauen Sie halt einmal nach und dann nie mehr.

    Und zweitens muss man das Ganze ja nicht dogmatischer anstellen als der Papst. Wenn mal ein paar Gramm Fleischbrühe irgendwo drin sind – na und? Wird selbst eine Veganerin nicht umbringen. Selber schuld, wenn man immer alles 150prozentig machen muss. Einfach etwas lockerer sehen und dann macht das Essen auch wieder Spaß. Selbst wenn man auf irgendwelche Dinge verzichtet.

    Insofern ist’s keineswegs besonders kompliziert und zeitaufwändig, Veganer/Vegetarier oder von mir aus auch Nurfleischfresser zu sein.

  • grace

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    Ich bin bekennender schweinshaxenfan (brauche keinen fisch, weil es gibt so tolle schweinshaxen, die nach fisch riechen und schmecken, gutes geschäft!).

    bislang dachte ich, dass sich die zugehörige sau
    (da evolutionsbiologisch bedingt, im rang unter mir stehend) für mich aufopfert, den sinn des lebens erkennt und sich selbst entleibt.
    und dass diese vielleicht jeden dreck gefressen hat, stört mich auch nicht. hab mir schon ewig keine antibiotika kaufen müssen, das rentiert sich. und hey, mal ehrlich, fleisch macht so schön aggro, da kommt man vorwärts im beruf.
    her mit den kleinen schweinen!

  • StuhloderSessel

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    @grace

    Das war jetzt mal wirklich witzig. Habe gegrunzt vor Lachen :-)

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