Piraten: OB-Kandidatin Tina Lorenz

IMG-20130623-WA0021[1]Am Samstag, den 23. Juni haben die Regensburger Piraten den Kommunalwahlkampf eingeläutet und eine Oberbürgermeister-Kandidatin aufgestellt. Die Aufstellungsversammlung, die erfreulich kurz war, sah zwei Kandidaten, die in einem demokratischen Wettstreit gegeneinander antraten: der 53-jährige Kreisvorsitzende Jürgen Cieslik und die 32-jährige Landeskulturbeauftragte Tina Lorenz. Dabei konnte sich Tina Lorenz mit 7 zu 2 Stimmen durchsetzen. Lorenz, frisch gewählte Oberbürgermeister-Kandidatin für Regensburg, ist erfreut über das Vertrauen ihres Kreisverbandes: „Als einzige weibliche Oberbürgermeisterkandidatin, und noch dazu unter 40, möchte ich die Interessen aller Regensburger und Regensburgerinnen vertreten, die sich mit den alten Männern in der Stadtpolitik nicht identifizieren können. Wir treten für eine lebendige Stadtpolitik ein und ich freue mich auf den Wahlkampf.“ Damit setzen die Piraten in Regensburg Kurs auf den Kommunalwahlkampf 2014.

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Kommentare (10)

  • benedikt

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    „Dabei konnte sich Tina Lorenz mit 7 zu 2 Stimmen durchsetzen.

    Lorenz, frisch gewählte Oberbürgermeister-Kandidatin für Regensburg, ist erfreut über das Vertrauen ihres Kreisverbandes…“
    Gibt es denn keine Mindestgröße für einen Kreisverband? 7:2 Stimmen heißt ja, dass gerade mal 9 Mitglieder anwesend waren.

  • terry

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    Ist irgendwie nett, wie die Piraten-Kandidatin sich ihre Welt vorstellt. Männer mit 40 (Schlegl – Wolbergs – Meierhofer) sind also „alte Männer“. Aha!

    Das passt aber gut zu den Piratenforderungen, die mit den „Alten“ (d.h. wohl allen ab 40) ziemlich wenig gemein haben:
    Freies Saufen in der Stadt, ohne Sperrstunden und dann kostenlos mit dem Bus nach hause.

    Darauf, wie´s dann in der Altstadt zugeht dürfen sich heut schon alle freuen, die jetzt noch dort wohnen.

    Ah – nur noch eine bescheidene Frage: Wer soll den ÖPNV dann eigentlich zahlen, vielleicht die REWAG-Kunden über den Strompreis?

  • Asterix

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    Frau Lorenz will also die Interessen aller Regensburger vertreten…. Gehören alte Männer nicht dazu? Und überhaupt, ab welcher Altersgrenze fängt „alt“ bei Frau Lorenz an? Und hat sie nur etwas gegen alte Männer im Stadtrat oder auch gegen alte Frauen, deren es auch ein paar davon im Stadtplenum gibt, wenn man die Lorenz´sche Altersgrenze ab 40 Jahren ansetzt? Ich glaube nicht, dass ich von jemand vertreten werden will, der so fernab jeder kommunalen Wirklichkeit herumschwebt wie die Piraten.

  • Dubh

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    Weder alte noch junge Frauen haben in diesem Stadtrat irgendwas zu melden – man hört um genau zu sein kaum je auch nur ein Piepen von denen – und wenn, wird es beleidigend niedergebrüllt von alten Männern.

    Die alten Männer, die derzeit das Wort führen haben die Absicht, das auch weiterhin zu tun, auch wenn sie ihre jüngeren Marionetten vorschieben – ein ganz und gar klassisches Patriarchat – es herrschen die alten Patriarchen!

    Was im alten Rom gut war kann doch heute nicht verkehrt sein, meinen die „Kandidaten“ offensichtlich.

    Na ja – Rom ging unter!

  • Asterix

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    @Dubh: Sie scheinen das ja alles ganz genau zu wissen. Oder ist es Voreingenommenheit? Auch kritische Positionen sind vor vorgefasster Meinung und Schubladendenken nicht gefeit. Bei wie vielen Plenums- und Ausschussitzungen des Stadtrats waren Sie denn dabei?

  • Asterix

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    @ Gondrino: Ist mir bekannt. Stimmt alles, was irgendwo gedruckt steht?

  • benedikt

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    @gondrino: In der von Ihnen verlinkten Mitteilung wird kritisiert, dass die Frauen unterrepräsentiert seien im Stadtrat.

    Es gab genug Kandidatinnen quer durch alle Parteien, in Bayern gibt das Kommunalwahlrecht den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit, genau die Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen, die sie wollen, und zwar Listen übergreifend. Sind Sie nun für direktere Mitbestimmung oder lieber ein System, wo die Liste von einzelnen Parteifunktionären gefertigt und dann von den Wahlberechtigten nur noch zugestimmt werden kann, die Mandatsträger also schon vor der Wahl feststehen?

  • Dubh

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    benedikt: „@gondrino: In der von Ihnen verlinkten Mitteilung wird kritisiert, dass die Frauen unterrepräsentiert seien im Stadtrat.“

    Ah ja, in DIESER Mitteilung : „Kritik an Sitzungsleitung: „Wie archaische Männlichkeitsrituale vorgeschichtlicher Stammeskämpfe” geht es also darum, dass Frauen im Stadtrat nicht ausreichend vertreten sind?

    Aber wirklich allerherzlichsten Glückwunsch zu Ihren Textinterpretationsfertigkeiten!

  • benedikt

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    @dubh: Den Passus „In Anbetracht der Tatsache, dass ohnehin nur 30 % der 51 Stadtratsmitglieder Frauen seien, werde die Hälfte der Bevölkerung nicht angemessen repräsentiert. “ darf ich wohl so interpretieren.
    Natürlich geht es auch um andere Punkte, die durchaus aus meiner Sicht kritikwürdig sind. Der Passus führte aber dazu, dass ich die Mitteilung der Verfasserinnen lediglich als Rundumschlag werte. Ob es Ihnen passt oder nicht, ist egal, ich kann damit leben, dass wir keinen Kosens finden.

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