Digitales Ragout

Nach zwei Tagen bei den Lokalrundfunktagen in Nürnberg ist die Redaktion heute voller Ideen ins beschauliche Regensburg zurückgekehrt. Wir wollen ab sofort in regelmäßigen Abständen einen kurzen Überblick von Nachrichten, Meldungen, Terminen, Links etc. geben, die wir für interessant, witzig oder bemerkenswert halten. Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Friedvolle Kriegsgewinnler

„Schlechte Geschäfte mit dem Krieg“, schlagzeilt am Mittwoch die Süddeutsche Zeitung, „Allmähliche Abrüstung“ bescheinigt die Wirtschaftswoche dem Rüstungskonzern Diehl in Nürnberg. Anlass für diese wahrhaft düsteren Aussichten ist die Bilanz-Pressekonferenz der „Diehl-Stiftung“ am Dienstag in Nürnberg. Dort fabulierte Konzernchef Thomas Diehl darüber, dass er für 2012 mit Rückgängen im Rüstungsgeschäft rechne. Im vergangenen Jahr hatten die Kriegsausrüster noch Glück: Um über 30 auf insgesamt 726 Millionen Euro stieg der Umsatz im Waffengeschäft. Insgesamt konnte Diehl seinen Gewinn im Vergleich zu 2009 glatt auf 89,7 Millionen vervierfachen. Und dass der Metallbereich – nach der Rüstung Umsatzprimus im Konzern – ausschließlich aus fried- und sinnvollen Produkten kommt, glaubt vermutlich jeder. Ich hätte, zufällig in Nürnberg, gerne nachgefragt, doch leider wurde ich – nach längerem Warten im Foyer und nachdem alle Kolleginnen in zwei Tranchen in den Konferenzraum geleitet worden waren – nicht zur Pressekonferenz eingelassen – ohne Angabe von Gründen. Man mag’s eben friedvoll bei Diehls.

Und täglich grüßt…

Die CSU II aka „Bürger für Regensburg“ startet ihre Veranstaltungsreihe mit prominenten Persönlichkeiten, um für ein besseres Regensburg abseits der CSU I zu sorgen. Mit Spannung hatte Regensburg darauf gewartet, wer die prominenten Redner sein würden, mit denen der Bürgerverein sich positionieren und für Furore sorgen wird. Seit gestern steht der erste fest. Es ist – Trommelwirbel, Trommelwirbel – Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Der prominente Stargast wird am Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr, im Kneitinger Keller darüber reden, wie er sich Regensburg im Jahr 2020 vorstellt. Wie die CSU 2020 aussehen wird, mag sich wahrscheinlich weder das eine noch das andere Lager vorstellen. Gerade ist mit Jürgen Eberwein ein leidlich prominenter Ortsvorsitzender aus der CSU ausgetreten und stimmt in das allgemeine Wehklagen über den Zustand der Partei ein. Ob’s noch jemand hören will?

Bescheidene Solidarität

Die Griechen sollen mehr arbeiten, weniger Urlaub machen und wenn sonst nichts mehr hilft, ihre Inseln verkaufen, um in Europa noch eine Daseinsberechtigung zu haben. Derlei liest man seit Wochen in allen Zeitungen und die Frage, ob es nicht pervers ist, dass Rating-Agenturen und Finanzdienstleister mittlerweile darüber befinden, ob ein staatliches Gemeinwesen etwas wert ist, stellt eigentlich keiner. Immerhin eine kleine Solidaritätskundgebung für Griechenland fand am Donnerstag in der Maxstraße vor der Deutschen Bank statt, wo denn auch gleich die Enteignung von „Deutsche Bank & Co“ gefordert wurde. Flugblätter und Parolen der Kundgebung stießen auf eher bescheidene Resonanz. Vokabular und Duktus des veranstaltenden „Arbeiterbunds für den Wiederaufbau der KPD“ sind aber auch nicht wirklich massentauglich.

Cheeeeese!

Japan ist das Land des Lächelns. Regensburg soll jetzt immerhin „Hauptstadt des Lächelns“ werden. Nicht, weil so viele japanische Touristen das Welterbe besuchen, aber doch weil es die Regensburg Tourismus GmbH für eine ziemlich gute Idee hält. Jetzt sollen mindestens 1.500 Menschen am Haidplatz aufmarschieren, um sich dort zum „weltgrößten Smiley“ zu formieren, auf dass Regensburg ins Guinessbuch der Rekorde komme, auf dass nicht nur über, sondern ausnahmsweise auch mal mit Regensburg gelacht werde und damit die japanischen Touristen was zu fotografieren haben, um es zuhause im Land des Lächelns herumzuzeigen. Smiley-Termin ist der 24. September. Also Vorsicht: Nicht schon jetzt totlachen…

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Kommentare (22)

  • Ratisbonicus

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    Also bitte Herr Aigner, CSUll, das ist doch angeblich doch schon die CSB. Die neue Liste ist doch höchstens drittklassig, also CSUlll. Oder genauer gesagt: Communale Schaidinger Union.

  • grace

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    Also bitte Herr Aigner, wie jetzt, ich dachte CSUII waere die SPD?

  • Blauer Tintenklecks

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    Wo ist der „gefällt mir“-Button?! Gefällt mir trotzdem!

  • Jan H.

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    Zu „Bescheidene Solidarität“:
    Bei Spiegel-Online ( http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,771396,00.html) heißt es am 30.06.11:
    „Wenn Deutschland sparen müsste wie die Griechen“ und weiter:
    „Übertragen auf Deutschland, müsste der Staat 425 Milliarden Euro sparen – eine gigantische Summe, die wohl einen Totalabsturz der deutschen Wirtschaft bedeuten würde… Nur um eine Ahnung davon zu erhalten, was das bedeutet: Wenn der deutsche Staat seinen Zuschuss zu den Bezügen aller 20 Millionen Rentner streichen würde, hätte er rund 80 Milliarden Euro eingespart. Käme die Arbeitslosenhilfe obendrauf, wären es zusammen 120 Milliarden. Einfacher wäre das Sparen, wenn alle Kindergärten, Schulen, Unis und andere Bildungsstätten geschlossen würden. Sie kosten Bund, Länder und Gemeinden jedes Jahr mehr als 100 Milliarden Euro.“
    Dass das zusammen immer noch keine 425 Milliarden ergibt, dürfte leicht ersichtlich sein…
    Und an wen fließen die Milliarden und Abermilliarden, die dem griechischen Volk ausgepresst werden? An die Allianz, an die Commerzbank und – an die Deutsche Bank!
    ES LEBE GRIECHENLAND
    Enteignet die Deutsche Bank und Co.

    Ist das nicht angesichts dessen, was in Griechenland gerade passiert, mehr als bescheiden?
    Es sollte das Mindeste sein!

  • grace

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    Ich dachte, der Regensburger Aufmarschplatz wäre der Domplatz…da waere auch Platz genug zum exerzieren und salutieren!

  • jens

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    Griechische Produkte und Leistungen kaufen, ist weit besser als Subventionszahlung ohne Gegenleistung.

    Solidarität wäre nötig mit allen EURO-Wackelkandidaten wie Spanien, Italien.
    Mit schmerzlichen Kontrollen und Strafzahlungen an die EU müssten dortige Politiker Argumente gegenüber ihren Wählern in die Hand bekommen, entschieden gegen die jeweilige Staatsverschuldung vorzugehen.
    Schmerzlich sind Strafen dann, wenn auch Protestdemonstartionen dagegen und gegen Schuldenabbau laut werden.
    Wer – wie Schäuble – glaubt, EU-Staaten würden wie Dominosteine fallen, sollte nicht so lange nur auf den Dominostein achten, der schon im Fall gestützt wird, sondern alle schwankenden aus der Gefahrenzone bringen.

    Was machen da unsere Europa-Abgeordneten: Schmusekurs?

  • Patrick K.

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    Zu „Bescheidene Solidarität“:

    Ob der Grund für die „bescheidene Resonanz“ das angeblich nicht massentaugliche Vokabular des Flugblatts war ist wohl doch eher fraglich.
    Viel mehr erscheint es einem doch logisch, dass die rassistische Hetzte, die Springer & Konsorten seit Monaten verbreiten, Schuld daran ist, dass sich die Massen nicht mit dem grichischen Volk solidarisieren. Statt dessen kommen Antowrten wie „Brennt Griechenland doch lieber nieder!“.

  • Kurzer Einspruch

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    @Patrick K.

    Ich glaube die meisten wollen oder können sich zur Griechenland Krise nicht wirklich äussern. Es ist hochkomplex und eigentlich auch nicht zu begreifen. Als erstes steht: ein Staat kann nicht Pleite gehen. Kann er auch tatsächlich nicht, weil was sollen die Gläubiger denn machen? Das Eigentum der Menschen in dem Staat pfänden? Eher nicht. Auch ist der Staat auch nur dahingehend Pleite, dass Gläubiger nicht mehr bedient werden. Steuereinnahmen bestehen immer noch und die werden für eigene Belange wie Sozialsystem, Beamten-Gehälter etc. hergenommen. Bis halt nix mehr da ist. Dann müssen so oder so die anderen bezahlen weil man die Menschen ja nicht verhungern lassen kann.

    Ob man den Banken alleine die Schuld geben kann weiss ich nicht. Ich glaube es aber nicht. Griechenland hat sich Geld geliehen das zurück gezahlt werden soll. Das ist das Geschäft der Banken und kennt jeder aus seinem Privatleben (wenn er denn schon mal einen Kredit aufgenommen hat). Ich weiss nicht ob ich beurteilen könnte ob man faire Kredite vergeben hat. Nur allerdings alleine auf die Banken loszugehen ist in meinen Augen unglücklich und zu kurz gedacht. Die wollen und müssen ihr Geschäft machen. Bevor man einen Kredit aufnimmt sollte man sich überlegen, wie man diesen zurück bezahlt und wo man sparen kann um die Raten zu bedienen. Das hat Griechenland nicht gemacht. Man hat über seine Verhältnisse gelebt. Das ist kein Vorwurf. Das kann passieren. Aber man muss sich jetzt eben neu aufstellen. Und das hat Griechenland nicht gemacht: mit den Gesetzentwürfen zum sparen geht man auf die kleinen Leute los. Die die das Ganze auch im Land verursacht haben (Politiker, Unternehmer, Beamte, Mafia) fasst man nicht an. Das muss man den Griechen vorwerfen: sie verlangen vom kleinen Mann dass er die Schiebereien der Grossen ausbügelt. Zu kurz gedacht: der kleine Mann kann das nicht mehr. Darum sind die Proteste der Bürger berechtigt. Allerdings richtet sich deren Zorn ausschliesslich gegen die Politik. Und das ist ebenfalls falsch. Ergo: es wird so oder so schief gehen. Und der Rest der EU wird es bezahlen. Und das bedeutet vor allem Deutschland weil die anderen nicht so viel haben. Es wird also so kommen dass es uns über kurz oder lang schlechter geht und den anderen ein bisschen weniger schlecht. Allerdings wird keiner Gewinnen. Auch wenn sich das der ein oder andere gerne vorstellen möchte, dass wir wieder die grossen Retter sind. Werden wir nicht sein.

    KPD wäre aber das engültige Ende. Da muss man sich nicht mal ein bisschen auskennen. Diese Systeme sind in den Schuldenstaaten ja Grösstenteils in abgewandelter Form am laufen. Alle sind gleich, einige sind ein bisschen Gleicher…

  • Schnitzler Georg

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    Wir beschäftigen uns wie gehabt mit uns selbst. Kann leider überhaupt nicht erkennen, dass es irgendeine Kritik an der Sache selbst im Ragout gegeben hätte!
    Das die Westdeutsche Presse und das Fernsehen seit Jahrzehnten gegen die Interessen aller lohnabhängig Beschäftigten im Interesse des Kapitals hetzen, ist mehr als klar. Es war schon vor 1989 schwer, eine Einheit im Sinne aller „Werktätigen“ in den Köpfen durch vielfältige, damals auch noch mit „Klassenbewußten“ Kolleginnen und Kollegen zumindest anzustreben.
    Es hat sich sehr viel verändert, nicht schlagartig, sondern Scheibchenweise. Auch der Prozentsatz von IndustriearbeiterInnen hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen, vor allem derer mit Bewußtsein.
    Jeder Widerstand gegen dieses System, gegen dessen Politik, gegen das deutsch dominierte Europa (wenn dies auch an Einflussnahme gegen das restliche Europa z.Z. momentan nicht zunimmt), hat seine Berechtigung.
    Es wurde nicht die Aktion und die von ungehaltenen Schreibern nochmals eingeforderte Realität zu erkennen angeprangert, darin sind wir uns einig.
    Wir müssen das Rad nicht neu erfinden oder im Regensburger Digital einer kleinen Anzahl von „Kleinbürgern“ etwas über den Kapitalismus erklären.
    Zur Kritik stand die Terminologie einer durchaus notwendigen Aktion und deren Erklärung in schriftlicher Form.
    Herr Aigner hat leider damit recht, dass die Formulierungen wirklich in keiner Form dazu geeignet sind, einen gesellschaftlichen Multiplikator für „bürgerlichen“ Widerstand, geschweige denn für einen Kampf gegen das kapitalistische System, vor allem unter den IndustriearbeiterInnen, zu etablieren.
    Übrigens, keine Arbeiterin, kein Arbeiter interessiert sich für solch undurchsichtige, kleinbürgerlichen Auseinandersetzungen im Regensburger Digital.
    KleinbürgerInnen unter sich, ihr seid ja alle so „kleinbürgerlich“ revolutionär.

    Schnitzler Georg

  • Kurzer Einspruch

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    @Schnitzler Georg

    „Auch der Prozentsatz von IndustriearbeiterInnen hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen, vor allem derer mit Bewußtsein.“

    Sie träumen… Das hat nichts mit deren Bewusstsein zu tun, sondern ist Folge von Technologie. Man merkt Ihren Frust auf das System.

    Sie stellen auch richtig fest, dass eine Diskussion hier nichts bringt. Die bringt allerdings auch anderswo nichts, wenn Sie den Kern des Problems nicht erkennen. Dieser liegt einfach daran, dass sich Europa, speziell auch Deutschland, im Gegensatz zu anderen Staaten sehr weit entwickelt hat. Die Differenz zu anderen Staaten ist enorm. Darum hat man auch grossen Einfluss, weil man tatsächlich auch über Erfahrung verfügt (auch wenn Sie das anders sehen). Erfolg bringt meistens auch wirtschaftlichen Erfolg (also Geld). Die Frage ist allerdings: muss man Geld das man ehrlich und durch Leistung verdient hat zum Wohle andererer die Ihre Möglichkeiten nicht ausnutzen (und das ist bei Griechenland der Fall) verschleudern?

    Ich muss Ihnen erhlich sagen, wenn Griechenland pleite geht wird es mich persönlich kaum treffen, vom finanziellen Standpunkt her. Es wird in Deutschland die Rentner und Arbeitslosen bzw. Hartz4 Empfänger treffen. Irgendwo muss das Geld herkommen. Also wird die Kluft bei uns grösser, dementsprechend auch der Neid und die Missgunst. Ich weiss: man sollte sich mittlerweile in Deutschland schämen wenn man gut verdient. Am Besten sollte man auch noch mehr Steuern zahlen als ohnehin schon. Ich muss sagen, auch das würde ich verkraften. Allerdings wird es den meisten Leuten denen es schlecht geht, darum auch nicht besser gehen…

    Von daher verstehe ich Ihre Wut auf das System. Nur Sie haben es selber in der Hand es zu ändern. Jeden Tag aufs neue…

  • Schnitzler Georg

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    Vielleicht sollten manche „Kleinbürger“ vorher lesen, wenn jemand etwas schreibt, bevor solche Subjekte ihren geistigen, besserwisserischen Müll unter die Leute bringen. Es ging in keinem Wort um Griechenland, es ging in keinem Wort um Frustration oder gar um die persönliche Einlage im Geldbeutel. Alleine um das Vokabular bei dieser Aktion in schriftlicher Form ging es. Und darum als Hintergedanke für die engagierten Personen, welche damit nicht klarkommen. Desweiteren war mein Anliegen, solche Diskussionen nicht mit solchen A……….. wie dir führen zu müssen, oder solch gelangweilten Vollid….. die nichts besseres zu tun haben, ihren geistigen Schwachsinn pausenlos als Keil in Diskussionen einzubringen, von welchen sie weit entfernt sind, davon etwas zu verstehen.
    Wenn du genug Geld hast, dann kauf`dir 2 Flaschen griechischen Wein, trinke sie und vielleicht haben wir Glück und werden von frustrierten Frauen in dieser Sache nicht länger mit ……… konfrontiert!

    Schnitzler Georg

  • Stefan Aigner

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    Da geb ich jetzt mal ne Verwarnung. Das geht auch ohne Beleidigungen. Ich würde gern darauf verzichten, die folgenden Kommentare löschen zu müssen.

  • Kurzer Einspruch

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    Danke Herr Aigner, aber damit komme ich schon klar. Werd mich aber nicht zu Beleidigungen hinreissen lassen weil ich den guten Mann ja nicht persönlich kenne und es mir ausserdem auch nichts bringt.

    @Schnitzler Georg

    In meinem Post ging es um Griechenland. Auf den haben Sie geantwortet. Demensprechend war das das Thema. Ich bitte dies nachzulesen. Sie reden in Ihren Kommentar davon, dass man gegen das System rebellieren müsste. Gegen welches System? Das Ihnen die Möglichkeit gibt etwas aus sich zu machen? Das Ihnen nicht in ihr Leben reinredet, sich nicht in Ihre Belange mischt aber zum Allgemeinwohl von Ihnen fordert, sich an bestimmte Spielregeln zu halten damit unser freiheitlich demokratisches System funktioniert? Ich mache Ihnen jetzt mal einen Vorschlag: ich nehme Sie gerne mal mit, wenn ich für Ärtzte ohne Grenzen wieder in Krisenregionen fahre und dort den Armen, Schwerverwundeten und Misshandelten helfe. Ich erzähle Ihnen gerne was über Regime die Leute einfach mal so töten. Ich erzähle Ihnen von Drogenbanden in Mexico oder Brasilien die Sie töten wenn Sie versuchen einem Menschen zu helfen der unschuldig in eine Schiesserei gekommen ist. Ich nehme Sie mit in mittlerweile sichere Gebiete (wie z.B. Nordirak, Teile von Afghanistan) und Sie dürfen sich dort mit den Menschen unterhalten. Ich nehme Sie aber auch mit nach Somalia oder Mexico, wo Sie zwei Wochen lang jede Sekunde um Ihr Leben fürchten müssen. Es geht uns in Deutschland, aber auch in Europa sehr gut. Ich muss keinen Kampf gegen irgendein System führen. Das System schützt Sie. Es ist nicht perfekt, das gebe ich zu. Aber wenn es darauf ankommt, dann ist es für einen da. Das müssen Sie lernen um mit mir diskutieren zu können.

  • Dubh

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    „ich nehme Sie gerne mal mit, wenn ich für Ärtzte ohne Grenzen wieder in Krisenregionen fahre und dort den Armen, Schwerverwundeten und Misshandelten helfe. “

    Ach was! Ein wenig Katastrophentourismus ausgerechnet mit Ärzte ohne Grenzen?
    Und da nimmt man auch einfach mal so noch jemand mit?

    Wirklich nur in Ihrer Phantasie!

  • Kurzer Einspruch

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    @Dubh

    Ok – das sollte natürlich auch ironisch gemeint sein. Man würde ihn dort wahrscheinlich nicht brauchen können. Mit reden ist dort nicht. Da muss man anpacken. Diskutieren gibts da nicht. Das bedeutet Tod. Das es aber eine Erfahrung fürs Leben wäre und man sein Leben in Deutschland plötzlich aus einer ganz anderen Sicht sieht kann ich mit auf den Weg geben. Man jammert hier schon auf .einem extrem hohen Niveau. Darum sag ich, dass man die Möglichkeiten die einem Deutschland oder auch Europa gibt endlich mal annehmen sollte, anstatt sich ständig zu beschweren oder aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

  • VonFernSeher

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    Bleiben Sie doch dann das nächste Mal zuhause. Denn die Iraker und Afghanen jammern doch im Vergleich zu den Nordkoreanern und Somalis auf extrem hohen Niveau. Merken Sie was?

  • Kurzer Einspruch

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    Ich merke es ja. Aber interessiert es mich? Nein!

  • Dubh

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    Och, der dürfte ohnehin zuhause bleiben – immer.
    Mit und für Ärzte ohne Grenzen war er jedenfalls nirgendwo.

    Ärzte ohne Grenzen arbeiten nämlich nicht mit irgendwelchen Freiwilligen, sondern mit ausschließlich professionellen angestellten Mitarbeitern überwiegend medizinischer Berufsgruppen.
    Die nehmen keine Zivis, Praktikanten, Famulanten, und auch keine Sanitäter oder Arzthelfer etc.

    Kurzzeiteinsätze auf Abruf bis zu 6 Wochen gibt es NUR für Chirurgen und Anästhesisten.
    Dazu wird er nun wohl im nächsten Post geworden sein.

    In Mexiko waren Ärzte ohne Grenzen 2007 anlässlich einer Überschwemmung, und beendeten die Arbeit dort, als die örtlichen Behörden wieder ausreichend Hilfe leisten konnten.

    Die gewaltsamen Auseinandersetzungen der Drogenkartelle in einigen Regionen Mexikos haben keineswegs die örtliche Gesundheitsversorgung zusammenbrechen lassen und sind somit auch nicht Einsatzziel von Ärzte ohne Grenzen.

    Die halbwegs seriöse Hilfsorganisation möchte ich zudem sehen, die irgendwelche Freiwillige kurzfristig mal eben so zum „Anpacken“ in Kriegsgebiete schickt!

  • Kurzer Einspruch

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    Bin auch nicht nur für Ärzte ohne Grenzen unterwegs. Aber lassen wir das. Sie wollen nur streiten, Diskutieren, schlecht machen. Das liegt mir nicht sonderlich und daher überlasse ich Ihnen das Feld. Ich wollte Ihnen eigentlich nur zeigen (ich gehe davon aus das die drei Nicks eine Person sind) das wir in Deutschland keineswegs schlecht leben. Das sehen Sie anders und das ist auch OK. Btw: wenn Sie aus dem Internet abschreiben, recherchieren Sie bitte besser und nehmen Sie nicht nur das erste Google Ergebnis. In diesem Sinne: ich bin raus hier :D

  • Dubh

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    Jaja, ich verstehe schon, das mit Ärzte ohne Grenzen war praktisch von hinten bis vorne ironisch.

    Aber streiten – mit Ihnen?
    Nein, wirklich nicht, damit das Spass macht sollte einer wenigstens ab und zu verstanden haben, was andere schrieben.

    Zu Deutschland und Griechenland habe ich kein Wort geschrieben, ich leide nicht unter MPS, Sie?
    War auch so schon lustig genug: Frustrierte, trinkende, kleinbürgerliche Industriearbeiterinnen ohne Bewusstsein……..hmmmm

    Ich bitte nur darum, wenn man sich schon mit Märchengeschichten als global helfender allwissender Kosmopolit aufspielen will, etwas näher an der Realität zu erfinden, und dafür vielleicht überhaupt mal zu googlen, wenn man die schon nicht kennt.

    Etwas mehr Mühe geben beim nächsten Märchen bitte sehr, so offensichtlich neben allem zeitigt das keinerlei Respekt vor dem geneigten Publikum.

  • Schnitzler Georg

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    Sorry,
    überall mitreden müssen, vor allem ins Horn der Herrschenden blasen, sorry, hast du dir zwei Flaschen Wein gekauft?
    Ich habe mir 5 besorgt und sogleich getrunken um diese so arg geschundene Welt zumindest im Vollrausch ertragen zu können.
    Ich bleibe dabei „Kleinbürgerin“, hab`dich voll erwischt!

    Schnitzler Georg

  • jens

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    Ihre Aktien/Fonds sind weniger wert? Auf Griechenland konzentrierten die Regierungen vor 4 Wochen noch die Währungssicherung, statt entschlossen die Schuldenprobleme in Italien, Spanien etc. anzugehen.

    Vielleicht hätten Sie 1 Euro weniger verloren, hätte mein Eintrag genug bei einer Europaministerin oder bei Europaabgegeordneten ausgelöst:

    Hätte, hätte, …. sind Träume …

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