Russlandwochen an der Uni

Blicke nach Osten Start der Russlandwochen der Universität Regensburg Am Dienstag, den 26. Juni 2012, beginnen die Russlandwochen der Universität Regensburg, die vom Institut für Slavistik und vom Europaeum organisiert werden. Dabei wird in den kommenden Monaten nicht nur russische Literatur in Regensburg präsentiert, sondern auch eine historische Ausstellung in Ingolstadt zu sehen sein. Die Universität Regensburg hatte sich zuvor als einer von nur zwölf Hochschulstandorten beim bundesweiten Wettbewerb „Russland-Wochen an deutschen Hochschulen 2012“ durchgesetzt. Der Wettbewerb wurde anlässlich des „Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation 2011/2012“ von der Hochschulrektorenkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschrieben. Die Universität Regensburg punktete dabei mit ihrem Doppelformat. Vom 26. bis zum 28. Juni 2012 können sich Besucherinnen und Besucher der Russlandwochen zunächst auf „Junge Russische Literatur“ freuen. Grundlage der Veranstaltung mit Lesungen ist der zweisprachige Sammelband „Junge russische Literatur“, der von Studierenden des Instituts für Slavistik der Universität Regensburg erarbeitet wurde und im Frühjahr 2012 bei dtv erschienen ist. Der Band nimmt die aktuellen Veränderungen in Russland in den Blick. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Autor Denis Osokin aus dem russischen Kasan zu Gast in Regensburg sein. Er schrieb das Drehbuch zum Film „Goldammern“, der 2010 in Cannes ausgezeichnet wurde. Das historische Gegenstück zu den Lesungen bildet vom 20. September bis zum 25. November 2012 eine Ausstellung unter dem Titel „1812. Deutsche in Moskau“, die im Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt zu sehen sein wird (Ausstellungseröffnung im Neuen Schloss Ingolstadt am 19. September 2012). Die Ausstellung geht aus einem Projektseminar hervor, an dem Studierende des Regensburger Instituts für Slavistik und der Petersburger „Europäischen Universität“ teilnahmen. Die Studierenden analysierten bayerische und russische Bilder sowie Augenzeugenberichte zu Napoleons Rückzug aus Moskau im Jahre 1812. Der damit verbundene Konflikt ist – neben dem II. Weltkrieg – als „Vaterländischer Krieg“ ein Kernereignis der russischen Geschichte. Das 200-jährige Jubiläum des Siegs über Napoleon wird daher in Russland in überwältigendem Ausmaß begangen. Dazu verfügt das Bayerische Armeemuseum Ingolstadt auch über weltweit einmalige Bestände. In der Ausstellung werden unter anderem Bilder des russischen Karikaturisten Ivan Terebenev (1780-1815) neben Aquarellen von Christian Wilhelm von Faber du Faurs (1780-1857) gezeigt. Weiterführende Informationen und das Programm unter: http://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/slavistik/medien/aktuelles/rus_woche.pdf

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