Stadion: Grüne kritisieren Freibiermentalität à la Hartl

Mistol kritisiert Freibiermentalität à la Hartl Zweitligatauglichkeit des alten Stadions: „Städtische Beteiligung mit Augenmaß“ „Die SPD hat vor lauter Begeisterung über den Aufstieg des SSV Jahn in die Zweite Fußball-Bundesliga offenbar jegliches Maß und Ziel verloren“ kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Regensburger Stadtrat, Jürgen Mistol, jüngste Äußerungen seines Pendants von der SPD. „Wir Grüne werden uns jedenfalls nicht an dem von Herrn Hartl eingeleiteten Wettbewerb beteiligen, wer am meisten Steuergelder einsetzen will, um das alte Stadion an der Prüfeninger Straße noch einmal zweitligatauglich zu machen.“ Für die Grünen ist klar, dass für die notwendigen Nachrüstungen in erster Linie der Verein selbst Geld in die Hand nehmen müsse. Jürgen Mistol: „Das heißt nicht, dass sich die Stadt überhaupt nicht an der Finanzierung beteiligen solle. Aber bitte mit Augenmaß und nicht der aktuellen Euphorie geschuldet.“ Auch wenn die Stadt momentan hohe Steuereinnahmen habe, sollte sie das Geld nicht mit vollen Händen ausgeben. Sicherlich müsse der Jahn noch finanziellen Spielraum haben, um eine zweitligataugliche Mannschaft aufstellen zu können, so der Grünen-Politiker. In der letzten Saison habe sich aber gezeigt, dass viel Geld aber nicht unbedingt auch den großen sportlichen Erfolg zur Folge habe. Jürgen Mistol: „Trotz des begrenzten Budgets ist dem Jahn der sensationelle Aufstieg gelungen.“ Freibiermentalität à la Hartl sei nicht das Gebot der Stunde, kritisierte Jürgen Mistol. Zudem kämen mit dem Stadionneubau im Stadtsüden schon Kosten in ganz anderer Dimension auf die Stadt zu. „Das aber ist eine Investition in die Zukunft und dem klaren Ziel geschuldet, nicht immer wieder Unsummen in das alte marode Stadion stecken zu müssen, damit der Spielbetrieb dort überhaupt noch aufrechterhalten werden kann.“ Die Regensburger Genossen hätten wieder einmal das Klischee bestätigt, dass die SPD nicht mit Geld umgehen könne.

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