Stadt baut Jugendsozialarbeit an Schulen aus

Auch an den beiden staatlichen Realschulen werden jetzt Sozialarbeiter eingesetzt Bürgermeister Joachim Wolbergs freut sich, dass es ihm gemeinsam mit dem Amt für Jugend und Familie gelungen ist, weitere Stellen für die Jugendsozialarbeit an Schulen zu schaffen. Über die Regierung der Oberpfalz beteiligt sich der Freistaat an den Personalkosten für Fachkräfte der Jugendsozialarbeit an folgenden Schulen ab dem kommenden Schuljahr: Grundschule St. Nikola, Grundschule Schwabelweis, Kreuzschule, Albert-Schweitzer-Realschule und Realschule am Judenstein. In persönlichen Gesprächen im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, erläuterte Bürgermeister Wolbergs die soziale Problematik an den beiden Realschulen. Offensichtlich hat dies die Ministerialbeamten überzeugt, denn erstmals werden in Bayern Stellen für Jugendsozialarbeit an Realschulen staatlich gefördert. Wolbergs kommentiert die positive Entscheidung des Ministeriums: „Ich bin froh, gemeinsam mit dem Leiter des Amtes für Jugend und Familie, Günter Tischler, in München vorstellig geworden zu sein, denn die beiden Realschulen brauchen diese Sozialpädagogen dringend. Die Zusage des Ministeriums berücksichtigt nicht nur die soziale Situation der Schulen, sondern muss auch als Anerkennung der in Regensburg geleisteten Jugendsozialarbeit an Schulen gewertet werden. Wir danken dem Ministerium und der Regierung der Oberpfalz für die faktische Aufnahme in das Förderprogramm.“ Ab dem Schuljahr 2013/14 wird es in Regensburg – und das ist ein Spitzenwert – 22 Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen geben, die nach dem Konzept „Jugendsozialarbeit an Schulen“ an jeweils einer Schule arbeiten. Davon sind fünf Fachkräfte bei einem freien Träger, nämlich der Evangelischen Jugendsozialarbeit Regensburg (EJSA), beschäftigt. Damit ist eine sehr hohe Versorgungsdichte erreicht, denn Jugendsozialarbeit ist nunmehr an allen Mittelschulen, den beiden Sozialpädagogischen Förderzentren, den drei städtischen Berufsschulen, den beiden Realschulen und an 14 von 16 Grundschulen eingerichtet. Das ist einmalig in Bayern. Jugendsozialarbeiter an Schulen leisten Einzelfallhilfe bei besonderen Schwierigkeiten. Altersabhängig sind hier unterschiedliche Problemstellungen zu bearbeiten. Während es in der Mittelschule häufig um Themen wie Mobbing oder Probleme mit dem Elternhaus geht, bemühen sich die Jugendsozialarbeiterinnen der Berufsschulen um einen besseres Verhältnis zwischen Lehrherrn und Schüler oder um suchtmittelabhängige junge Schülerinnen und Schüler. Kinder in der Grundschule fühlen sich häufig belastet, wenn die Eltern streiten oder arm sind. Jugendsozialarbeit leistet hier frühzeitig Hilfe, um weitere Not zu verhindern und bestehende Probleme zu reduzieren. Sie verhindern somit immer wieder Heimunterbringungen der Kinder. Bürgermeister Joachim Wolbergs ist überzeugt: „Das ist praktizierter Kinderschutz und es ist absolut sinnvoll, in diese Art der Hilfe, die über das Amt für Jugend und Familie organisiert wird, weiter zu investieren.“ Offensichtlich ist das Berufsfeld auch für die sozialpädagogischen Fachkräfte von großer Attraktivität, denn auf die ausgeschriebenen Stellen, haben sich etwa 130 Personen beworben. Aktuell werden zahlreiche Fachkräfte zu Bewerbungsgesprächen eingeladen, in dem Wissen, dass das Team der Jugendsozialarbeiter an Schulen, gut verstärkt in das neue Schuljahr starten kann.

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Kommentare (1)

  • Piet Dultmeyer

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    Guten Tag, Ich wüsste gerne, ob es Möglichkeiten gibt sich
    bei Ihnen als Sozialpädagoge / Jugendarbeiter zu bewerben. Vielen
    Dank und mit freundlichen Grüßen, Piet Dultmeyer

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