Studierende geehrt

An der HS.R: Anschauliche Abschlussarbeiten „belohnt“ Hochschule Regensburg (HS.R) und Verein der Freunde ehren je einen Studierenden pro Fakultät mit dem Präsentationspreis 2012

Bild: Die Preisträger und Preisträgerinnen mit HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier (rechts) und Dipl.-Ing.(FH) Johann Spieß (links), Vorsitzender des Vereins der Freunde. Foto: Feuerer

Wie wichtig ist die Nachhaltigkeit für Unternehmen? Macht Terrestrisches Laserscanning im Stahlwasserbau Sinn? Wie wirkt sich das Einspritzsystem auf die Partikelemission eines Ottomotors aus? Das sind einige der Fragen, mit denen sich acht Absolventen und Absolventinnen der Hochschule Regensburg (HS.R) in ihren Abschlussarbeiten beschäftigt haben. Für ihre ausgezeichnete Leistung erhielten sie am heutigen Donnerstag, 28. Juni 2012, die Präsentationspreise 2012 verliehen. Den Preis in Höhe von 300 Euro pro Preisträger stiftet alljährlich der Verein der Freunde der Hochschule Regensburg e.V. Mehr als 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und von Behörden in der Region nahmen an der Veranstaltung teil. „Der Präsentationspreis: eine rundum gute Idee“, sagte Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier. In keiner anderen Veranstaltung würden die Teilnehmer einen solchen Einblick in die Bandbreite der acht Fakultäten der HS.R erhalten. Den Präsentationspreis wollte HS.R-Präsident Prof. Dr. Baier auch als Einladung an die Preisträger verstanden wissen, Mitglied des Alumni-Netzwerks der HS.R zu werden. Er dankte Dipl.-Ing. (FH) Johann Spieß, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Hochschule Regensburg e.V., für die Stiftung des Preises. Vorsitzender Spieß rückte in seiner Ansprache die Leistung der Studierenden auf dem Weg zum Präsentationspreis in den Vordergrund. Für die Unternehmen seien sie „Leistungsträger“ , so Spieß. Die Preisträger – einer aus jeder der acht Fakultäten der HS.R – stellten im Folgenden ihre Arbeiten in einem kurzen Vortrag vor. Maria Amadi cand. B.A., Fakultät Bauingenieurwesen, hat den Einsatz des Terrestrischen Laserscannings im Stahlwasserbau überprüft. Dazu scannte sie die Schleusentoreinbauteile an der Schleuse Hausen. Ihr Fazit: Der Einsatz sei sinnvoll, solange eine tendenzielle Erkennbarkeit des Ergebnisses ausreiche, so Amadi. Betreuer der Arbeit waren Prof. Wolfgang Stockbauer und Dipl.-Ing. Wieland Haupt. Dipl.-Ing. (FH) Heike Bücherl M.A. aus der Fakultät Architektur präsentierte ihre Rekonstruktion des Grabbaus an der Theaterstraße in Priene. Durch ihren Vortrag erhielten die Zuschauer Einblick in das Arbeiten einer Historischen Bauforscherin. Prof. Dr. Thekla Schulz-Brize hat die Abschlussarbeit von Bücherl betreut. Wie wichtig das Thema „Nachhaltigkeit“ für Unternehmen ist, erläuterte Michael Dobmeier B.A. von der Fakultät Betriebswirtschaft. Die Firmen sollten das Nachhaltigkeits-Management als Chance begreifen, so sein Aufruf. Es beeinflusse die Kaufentscheidungen in erheblichem Maß. Betreuer der Arbeit war Prof. Dr. Edgar Feichtner. Anschaulich erklärte Marco Englhard B.Sc. von der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, was Graphene sind und deren Anwendung. In seiner Arbeit befasste er sich mit der „Abscheidung von Kohlenstoff aus verschiedenen Precursoren“, eben jenen Graphenen. Sie könnten in der Zukunft eventuell das Silizium ersetzen. Es stecke viel Anwendungspotenzial in dem Material Graphen, jedoch sei derzeit dessen Herstellung in hoher Qualität noch nicht zufriedenstellend, so Englhards Fazit. Betreuer der Arbeit waren Prof. Dr. Alfred Lechner und Dr. Günther Ruhl. Dipl. Betriebswirtin (FH) Brigitte Kauer M.A., Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, stellte die „Entwicklung eines Konzepts für ein Alumni-Management an der Universität Regensburg“ dar. Sie erarbeitete sich das Thema innerhalb des berufsbegleitenden Studiengangs Leitung- und Kommunikationsmanagement, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften. Betreuerin war Prof. Dr. Monika Weiderer. „Die richtige Einspritzkonfiguration wirkt sich entscheidend auf die Abgasemission eines Ottomotors aus“, so das Ergebnis der Arbeit von Florian Kleiner B.Eng, Fakultät Maschinenbau. Er erarbeitete unter anderem die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Einspritzsysteme. Prof. Dr. Hans-Peter Rabl und Dipl.-Ing. Julian Lerch waren seine Betreuer. Dass Datenbanken ein zentraler Bestandteil einer jeden Unternehmenssoftware seien, machte Simon Kronwitter B.Sc. von der Fakultät Informatik und Mathematik eindrucksvoll deutlich. Die Optimierung der Datenbank-Performance am Beispiel des Microsoft SQL Servers 2008 war Thema seiner Arbeit. Er ermittelte auch Ursachen für Probleme und Lösungsansätze. Betreuer war Prof. Dr. Edwin Schicker. Franz Pfeilschifter B.Eng. von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik stellte in seiner Präsentation das erarbeitete Konzept für einen elektrischen Motorradantrieb vor. Denn: „Die Elektromobilität kommt als erstes beim Zweirad“, so das Plädoyer Pfeilschifters. Prof. Dr. Franz Graf und Akos Semsey M.Sc. waren die Betreuer der Arbeit.

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Kommentare (1)

  • erik

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    genau feiert nochmal richtig, die Zeitarbeitsfirmen warten schon auf euch mit ihren tollen Jobangeboten, bei denen ihr dann soviel verdient wie ein Lagerarbeiter mit Tarifvertrag. Naturlich nur für diejenigen die nicht über ein Netzwerk verfügen um in den passenden Job zu rutschen. Den Anderen wird das Feiern schon vergehen, wenn sie feststellen das sich eine Ausbildung mit anschließenden Tarifvertrag ähnlich finanziell ausgezahlt hätte. Geiz ist Geil, wo das Angebot an Absolventen groß und die der gut bezahlten Stellen klein ist, steht dem Lohnniveau nach unten nichts im Wege.

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