SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Messerschmitt’

Das von der Stadt in Auftrag gegebene „Konzept zur Gedenk- und Erinnerungskultur“ fordert eine deutliche Neuausrichtung von Stadtarchiv und Stadtmuseum. Damit kommt eine lange ignorierte Kritik nun auch aus berufenem Munde und wird zur Handlungsanweisung für die Verwaltung. Das gefällt nicht jedem.

Ein Stein des Anstoßes: die geschichtsklitternde Bodenplatte vor dem früheren KZ-Außenlager Colosseum.

Es ist ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Papier, das den Regensburger Stadträten diese Woche in gleich zwei Ausschüssen – Bildung und Kultur – präsentiert wurde. Bemerkenswert, weil die Verfasser auf der einen Seite Defizite städtischen (Verwaltungs)handelns deutlich benennen und herausarbeiten, dem andererseits das Engagement (zivilgesellschaftlicher) Akteure entgegenstellen und schließlich Empfehlungen formulieren, die Stadträten, Verwaltung und anderen Akteuren noch einigen Spielraum lassen. Bemerkenswert ist es aber vor allem auch, weil die rund 60 Seiten trotz deutlicher Kritik an Stadt und Verwaltung zur Gänze dem Stadtrat und damit auch der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Ein Novum.

Bestandsaufnahme

Messerschmitt und Regensburg

Die Bombe, die bei den Barmherzigen Brüdern gefunden wurde, ist mit ziemlicher Sicherheit ein Überbleibsel von den Angriffen auf die dortigen Messerschmitt-Werke. Zur Rolle von Messerschmitt in Regensburg hat Kollege Robert Werner bereits 2012 eine ausführliche Recherche angestellt, die wir heute aus aktuellem Anlass noch einmal veröffentlichen.

NS-Rüstungszentrum Regensburg

Regensburg und Gusen – Zwangsarbeit für den Rüstungsgiganten Messerschmitt

Das „offizielle“ Regensburg tut sich schwer im Umgang mit seiner Vergangenheit als Zentrum des Rüstungskonzerns Messerschmitt. Die Verbindungen der Stadt zum KZ-System Mauthausen-Gusen waren in der lange kein Thema. Das, obwohl zwischen 1943 und 1945 mehrere hundert der Regensburger Messerschmitt-Facharbeiter zur Flugzeugproduktion nach Gusen versetzt wurden, um dort Zwangsarbeiter anzuleiten und zu überwachen.

Bestandsaufnahme

Messerschmitt und Regensburg

Als beispielhaft für wirtschaftlichen „Fortschritt, politisch demokratische Stabilität und kulturelle Identität“ gelten die Messerschmitt-Werke laut der Regensburger Bewerbung für das Museum Bayerische Geschichte (2011). Eine kleine Bestandsaufnahme zu dem Rüstungsindustriellen Willy Messerschmitt und Regensburg.

Museum für Bayerische Geschichte

Agilolfinger meets Messerschmitt

Etwas berauscht vom Weltkulturerbe-Ruhm liest sich die kürzlich veröffentlichte Bewerbungsschrift Regensburgs für das „Museum für Bayerische Geschichte“. Als Symbiose aus wirtschaftlichem Fortschritt und Demokratie finden sich darin die Messerschmitt-Werke.

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