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Gemeinde stemmt sich gegen geplanten Steinbruch

„Eine Boomregion braucht nicht nur Baumaterial.“

Es ist ein umstrittenes Großprojekt: Im „Fürstlichen Thiergarten“, einem Landschaftsschutzgebiet bei Wiesent plant das Bauunternehmen Fahrner einen zwölf Hektar großen Steinbruch. Seit Montag läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung. Sowohl die politischen Vertreter der Gemeinde als auch über 11.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen das Vorhaben ausgesprochen. Doch so wie es derzeit aussieht fällt die Entscheidung abseits der gewählten Volksvertreter auf dem Verwaltungsweg.

Blick in einen Granitsteinbruch. Einen solchen will das Unternehmen Fahrner auf einer Fläche von 17 Fußballfeldern im Forstmühler Forst bei Wiesent anlegen. Foto: Wikimedia Commons

„Wir können als Gemeinde nur eine Stellungnahme abgeben“, erklärt Elisabeth Kerscher. „Aber wirklich zu entscheiden haben wir nichts.“ Die CSU-Bürgermeisterin von Wiesent wirkt fast ein wenig resigniert, als sie das sagt. 2013 hat die Gemeinde im Landkreis Regensburg die erste Info erhalten, dass das Mallersdorfer Bauunternehmen Fahrner in Verhandlungen mit dem Haus Thurn & Taxis für einen Vorvertrag stand. Das Ziel: auf einem Areal von zwölf Hektar soll ein Steinbruch im „Fürstlichen Thiergarten“ am Rauhenberg bei Wiesent angelegt werden. Landschaftsschutzgebiet seit 1989, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nepal-Himalaya-Pavillon, dem touristischen Aushängeschild der 2.700-Seelen-Gemeinde.

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