„Der blanke Hohn“

Umstrittene Ehren für Unternehmer

Bei der Gewerkschaft schüttelt man den Kopf. Die Stadträte der Linken nennen es „blanken Hohn“. Am Samstag erhält der Reinigungsunternehmer Karlheinz Götz die Runtinger-Medaille der Stadt Regensburg. Sein Sohn, der mittlerweile das Unternehmen führt, weist die Kritik zurück.
Eine Branche, in der es wenig zimperlich zugeht: das Reinigungsgewerbe. Foto: Wikipedia (GNU-Lizenz)

Eine Branche, in der es wenig zimperlich zugeht: das Reinigungsgewerbe. Foto: Wikipedia (GNU-Lizenz)

Er war einer der erfolgreichsten Unternehmer im Regensburg des 14. Jahrhunderts: Matthäus Runtinger. Und weil er, wie es in einem offiziellen Informationsblatt der Stadt heißt, „viel Bedeutendes“ zu deren Wohl geleistet hat, wird seit dem Jahr 1980 eine nach ihm benannte Medaille verliehen. „Viel Bedeutendes“ hat demnach auch Dr. Karlheinz Götz geleistet, dem die Matthäus-Runtinger-Medaille am kommenden Samstag anlässlich des Stadtfreiheitstages verliehen wird.

Dr. Götz: Hoch geehrt und gut vernetzt

Götz hat die vor 64 Jahren von seinen Eltern gegründete „K. Götz Blitz-Blank GmbH“ mittlerweile zu einer weltweit operierenden Holding AG mit zweistelligen Millionenumsätzen ausgebaut. Man beschäftigt eigenen Angaben zufolge 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 90 Tochtergesellschaften. Neben Deutschland gibt es Götz-Töchter in Österreich, Tschechien, Polen und Kanada. Er ist Mitglied mehrerer katholischer Studentenverbindungen, Förderer der Domspatzen, gesellschaftlich wie politisch gut vernetzt und wurde in der Vergangenheit unter anderem auch schon mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. „Für den Humanisten und Katholiken Götz ist das Wohl der Mitarbeiter das A und O“, schrieb die Mittelbayerische Zeitung vor vier Jahren anlässlich des 60jährigen Firmenjubiläums über den Unternehmer.

Das Geschäft: Eine Branche, in der es rau zugeht

Das Kerngeschäft von Götz ist – trotz Ausweitung des Geschäfts auf Bereiche im Sicherheitsgewerbe oder Landschaftspflege – Gebäudereinigung. Hier hat das Unternehmen – pro Kopf gesehen – die meisten Angestellten, inklusive geringfügig Beschäftigten etwa 1.000 im Raum Regensburg. Unter anderem reinigen sie für Götz Einrichtungen der katholischen Kirche, der Universität und verschiedener Unternehmen. Deutschlandweit gesehen gerät die Reinigungsbranche immer wieder wegen Lohndrückerei und schlechter Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen. Und anlässlich der nun anstehenden Ehrung kommt nun Kritik von der Gewerkschaft und den Linken im Regensburger Stadtrat.

Gewerkschaft: „Götz gehört zu den wenig Zimperlichen.“

„Über diese Ehrung für Herrn Götz kann ich nur den Kopf schütteln und lachen“, sagt Reinhard Peter, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei der IG Bau. „In dieser Branche geht es ohnehin nicht zimperlich zu“, so Peter. Und Götz gehöre – gerade was die Großen der Branche anbelangt – „zu den wenig Zimperlichen.“ Betriebsräte gebe es in den Götz-Töchtern nur vereinzelt. Das Unternehmen sei auch nicht Mitglied der Gebäudereiniger-Innung. „Damit bekommen die Beschäftigten lediglich den Mindestlohn, müssen aber auf Urlaubsgeld und Sonderzahlungen verzichten.“ Man treffe sich mit Götz sehr häufig vor dem Arbeitsgericht – meist wegen zu wenig gezahlter Stunden. Mal würden Kündigungsfristen nicht eingehalten oder es fehlten Lohnbestandteile. Ein weiteres Problem, das nicht nur, aber auch für Götz gelte: Für einzelne Flächen werde eine gewisse Stundenzahl veranschlagt. „Die ist aber häufig zu niedrig angesetzt. Und das länger putzen wird nicht bezahlt.“

Linke: „Kein vorbildlicher Arbeitgeber.“

Ins selbe Horn stoßen die Stadträte Irmgard Freihoffer und Richard Spieß. „Karlheinz Götz ist kein vorbildlicher Arbeitgeber. Das ist in Regensburg sehr wohl bekannt“, schreiben sie in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. Sie verweisen auf die Kritik der Gewerkschaft und erinnern daran, dass Götz in der Vergangenheit den Lohn auch mit einer eigens gegründeten Leiharbeitsfirma „noch weiter gedrückt“ habe. „Vor vielen Jahren“ sei das Unternehmen vor Gericht gestanden, weil es Mitarbeiter schwarz beschäftigt und Sozialbeiträge nicht abgeführt hatte. „Damals wurde sogar öffentlich von einem ‚Skandalunternehmen’ gesprochen.“ Karlheinz Götz nun wegen der Schaffung vieler Arbeitsplätze als vorbildlich hinzustellen, sei „blanker Hohn“.

Götz: „Erstaunt, verwundert, schockiert“

Im Unternehmen zeigt man sich über die Vorwürfe bestürzt. „Ich bin erstaunt, stark verwundert, um nicht zu sagen: schockiert“, erklärt Alexander Götz, der die Unternehmensführung vor einigen Jahren von seinem Vater übernommen hat. Die alten Geschichten aus der Vergangenheit hervor zu kramen, „das war Anfang der 80iger“, grenze fast schon an Verleumdung. „Alle Verfahren gegen meine Eltern wurden damals eingestellt.“ Darüber hinaus stimme es zwar, dass man eine Leiharbeitsfirma habe. Allerdings gelte dort das Prinzip „Equal Pay“: „Diese Mitarbeiter erhalten denselben Stundenlohn von neun Euro.“ In einzelnen Töchtern – Götz nennt unter anderem Gesellschaften in Frankfurt, Chemnitz und am Uniklinikum Regensburg – gebe es durchaus Betriebsräte. „Einen Konzernbetriebsrat kann es bei uns gar nicht geben, weil wir von der Struktur her kein Konzern sind.“

„So ein schlechter Arbeitgeber können wir gar nicht sein“

Es stimme, so Götz, dass die Regensburger Firma nicht Innungsmitglied sei, für den Sicherheitsbereich gelte das im Übrigen nicht. „Dieses Recht nehmen wir für uns in Anspruch.“ Damit falle zwar das zusätzliche Urlaubsgeld weg, allerdings habe man in gewissen Bereichen und abhängig von der Ertragslage eine betriebliche Altersvorsorge eingeführt. „Als wir einmal einen Auftrag bei einem großen, namhaften Unternehmen in Regensburg verloren haben, sind alle unsere Beschäftigten mit uns gegangen und sind nicht – wie oft üblich – zu der neuen Firma, die den Zuschlag erhalten hat gewechselt. So ein schlechter Arbeitgeber können wir da ja wohl nicht sein“, erzählt Götz. Und man solle ihm mal ein Unternehmen mit 15.000 Beschäftigten nennen, bei dem es keine Arbeitsgerichtsprozesse gebe. „Unseren Beschäftigten dürfen darüber hinaus laut Arbeitsvertrag nicht länger arbeiten als bezahlt wird.“ Wenn es länger dauere, müssten sie dies ihrem Vorgesetzten mitteilen und diese Stunden würden dann auch bezahlt. „Wenn die Leute länger arbeiten als bezahlt wird, bekommen die Vorgesetzten ein Problem mit mir und ich ein Problem mit dem Zoll, selbst dann, wenn ich es nicht einmal weiß“, sagt Götz.

Selektive Informationspolitik im Stadtrat

„Es mag sein, dass sich zwischenzeitlich das eine oder andere verbessert hat“, sagt Freihoffer dazu. Fest stehe allerdings, dass Karlheinz Götz seine Leiharbeitsfirma seinerzeit, ehe es einen Mindestlohn gab, dazu genutzt habe, um den Lohn zu drücken. Fest stehe, dass es bei den Verfahren wegen der Sozialversicherungsbeiträge einen Vergleich gegeben habe, bei dem Götz zahlen musste. „Auszeichnungswürdig ist so ein Verhalten auf keinen Fall.“ So oder so hätte es im Vorfeld durchaus Diskussionsbedarf unter den Stadträten darüber gegeben, ob eine Ehrung nun gerechtfertigt ist oder nicht. Doch – und das ist es, was den Stadträten Freihoffer und Spieß besonders sauer aufstößt: Im Vorfeld der nicht-öffentlichen Stadtratssitzung Ende September, bei der die Verleihung beschlossen wurden, erhielten sie im Gegensatz zu den Fraktionsvorsitzenden der übrigen Parteien keine Informationen darüber, wer die Runtinger-Medaille erhalten sollte. Ein fundierte Debatte habe deshalb nicht wirklich stattfinden können, so Freihoffer und Spieß.

Gegenstimmen auch aus der SPD

„Auf meine spontanen Einwände haben immerhin einzelne Kolleginnen und Kollegen gegen die Verleihung und damit gegen ihre Fraktion gestimmt“, so Freihoffer. „Das zeigt, dass über die kritikwürdigen Arbeitsbedingungen bei der Firma Götz mehr Bescheid wissen.“ Über 40 von 50 Stadträten waren es aber nach Informationen unserer Redaktion dennoch, die für die Ehrung gestimmt haben. Freihoffer macht – angesichts der Tatsache, dass Götz unter anderem für das Schaffen vieler Arbeitsplätze geehrt wird – eine Rechnung auf: „Hier müsste man fragen, wie viele besser bezahlte Arbeitsplätze in der Reinigungsbranche er verdrängt hat. Diese Bilanz wäre auch einmal interessant.“

Auch bei der Stadt gilt: Wer zu teuer ist, blitzt ab

Diese Frage stellt sich tatsächlich, allerdings richtet sie sich auch an jemand anderen – die Auftraggeber nämlich. Götz ist unter anderem für die Reinigung städtischer Gebäude zuständig und sagt: „Wir zahlen Tarif, aber wir können nicht übertariflich zahlen. Würden wir übertariflich bezahlen, dann würden wir schlicht den Zuschlag für solche Aufträge nicht bekommen. Auch bei der Stadt Regensburg herrscht ein starker Preiswettbewerb.“

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (31)

  • städtische Reinigungskräfte...

    |

    … die nach Tarifvertrag bezahlt wurden, sind auch nicht mehr zu finden.

  • SPD-Mitglied

    |

    Dieser Leuteausschinder……….
    Unter einer SPD-Stadtregierung wäre das nicht passiert!

  • Johannes Mühlbauer

    |

    Mir scheint es sich hier um eine rein politisch motivierte Aktion der Linken zu handeln, mit der wieder einmal der Sozialneid geschürt und Wähler mobilisiert werden sollen: Das Märchen vom kleinen gerechten Arbeiter gegen den großen unfairen Arbeitgeber.

    Sicherlich ist die Branche nicht durch Zahlung von höchsten Löhnen bekannt. Allerdings kann man ohne Ausbildung (was bei den meisten Putzkräften der Fall ist) keine 20 EUR in der Stunde erwarten. Das kann auch keiner bezahlen, denn letztlich hängt der Stundenlohn des Arbeiters immer davon ab, was der Auftraggeber der Putzdienste zu zahlen bereit ist. Und der schaut immer auf den Preis. 9 EUR / Stunde ist doch für eine Putztätigkeit okay.
    Tatsächlich müsste man sich eher darüber Gedanken machen, dass Götz die Arbeitsplätze in der Region hält und nicht (sicherlich billigere) ausländische Firmen aus grenznahen Gebieten (z.B. Tschechien) die Putzdienstleistung erbringen. Dort hält man sich sicherlich nicht an die bei Götz üblichen Standarts. Insoweit ist es richtig, ihn für seine Unternehmensführung zu ehren.
    Nimmt man noch sein gesellschaftliches Engagement hinzu (ich glaube allerdings nicht, dass er Zahlen zu seinen zahlreichen wohltätigen Spenden veröffentlichen wird), gilt dies umso mehr.
    Einen angeblichen Skandal aus den 80ern ins Feld zu führen, finde ich gerade von den Linken äußerst verlogen. Selbst wenn da mal was gewesen sein sollte, ist schon lange eine Veränderung eingetreten. Würde man ihm einen solchen Skandal (falls es einen gab) noch nachhalten, müsste dies auch für die Linke heute noch Verantwortung für die Missetaten ihrer Vorgängerpartei SED übernehmen. Für sich lehnt sie dies aber ab und misst lieber sich und andere mit unterschiedlichen Maßstäben. Traurig.

  • Chris

    |

    Wäre interessant zu hören, wie die Kritik an der Stadt lauten würde, wenn sie aus Steuergeldern überdurchschnittliche Kosten für die Reinigung bezahlen würde.

  • Capital-Soziale-Union

    |

    @ Johannes Mühlbauer 14.11.2013, 10:35h

    „Allerdings kann man ohne Ausbildung keine 20 EUR in der Stunde erwarten. Das kann auch keiner bezahlen, denn letztlich hängt der Stundenlohn … immer davon ab, was der Auftraggeber … zu zahlen bereit ist“: nicht unbedingt falsch, aber in manchen lebensglücklichen Sonderfällen auch nicht zwingend richtig.
    Diese Ihre Meßlatte z. B. an die ausbildungslose Dame Claudia Roth (Die Grünen) oder die ausbildungslosen Herren Josef Martin Fischer (Die Grünen) – noch nicht mal ein Schulabschluß – oder Joachim Wolbergs (SPD) anzulegen, wäre ein argumentationsinteressanter Versuch.
    Aber auch die Herren Gerhard Weber (CSU) und Horst Seehofer (CSU) wären mit ihren Ausbildungen in der wertschöpfenden Wirtschaft deutlich unter Ihren 20 EUR angesiedelt, mangels Qualifikation.
    Vergessen sind wohl jene Zeiten in diesem Lande, in denen auch ausbildungslose, weil angelernte Arbeitskräfte über ein hinlänglich auskömmliches Einkommen verfügten, gerade nämlich auch als Putz- und Werksicherungskräfte in regulären Tarifverträgen der Branchen, die diese Arbeitskräfte direkt arbeitsvertraglich beschäftigten. Auch damals war es ein Unterschied, ob eine Putzkraft bei Blitz-Blank GmbH Dingsbums oder bei Siemens, Triumph oder einer Behörde angestellt war.
    Solche Entwicklungen fallen nicht vom blitz-blanken weiß-blauen Himmel, sondern werden politisch herbeigeführt und bei Wahlen immer wieder, man glaubt es kaum, bestätigt.

  • Bernhard Segerer

    |

    Die Frage ist für was diese Auszeichnung verliehen wird – sind die Kriterien Betriebsgröße und Gewinn oder geht es mehr und anderes? Ich würde mal gerne eine Auszeichnung sehen, die an Arbeitgeber verliehen wird, dafür dass sie Ihre Angestellten fair behandeln und entsprechend am Gewinn beteiligen. Eine Kennzahl sollte sein wie groß der Einkommensunterschied zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer ist.

  • JUler

    |

    Unmöglich diese Attacke auf einen großen Unternehmer der Region! Wahlkampfgetöse der linken politischen Szene. Wo steht hier eigentlich die CSB? Diese war ja mal als transparente bürgerlich Bewegung gegen Korruption gestartet?

  • Blotko

    |

    Jemanden auszeichnen dafür, daß er Menschen ausbeutet und damit ein Millionen – Profit macht, ist eine Schande.
    Solche Unternehmen kann man höchstens dulden und hoffen auf das Mindestlohn.
    Man muss sich bewusst sein, daß Reinigungskräfte z.B. in den Krankenhäusern in Nürnberg ( Nord und Südklinikum, Erler Klinik, …) immer nach der Fläche bezahlt werden, und die Zeit dafür, ist absolut unrealistisch nach unten gedrückt. Beispielsweise ein Bad, für 3 Patienten mit WC – Dusche, Waschtisch, Spiegelwand – drei Minuten ! Ohne Trinkgeld von Patienten kann sich keine Reinigungskraft mit diesen Lohn über Wasser halten. Diese, meistens Frauen arbeiten jeden Tag 1-2 Stunden ohne Bezahlung und nicht selten 10 Wochenenden in Folge. Ich bin nur froh daß, die Akademiker aus dem ehemaligen Ost – Block, langsam in Deutschland mehr Anerkennung bekommen und immer seltener als Putzkolonne arbeiten müssen. Das war nicht nur Ausbeutung , sondern auch Verschwendung. Kein Land auf den ganzen Welt hat in den 90-en, mehr Putzfrauen mit Universität Abschluss gehabt wie unsere Land. Das nur am Rande als Ergänzung , wegen – keine Qualifikation .
    Eine Medaille – ist meine Meinung nach einfach eine Lachnummer.

  • Kanzler

    |

    Wenn man weiß, wer hinter dem Pseudonym Johannes Mühlbauer steckt und jetzt noch lesen darf, wie eifrig er Herrn Doktor Götz verteidigt, weiß man, wie die Linien verlaufen…

  • der16

    |

    ….dann werden wir vermutlich bald lesen, dass einige wichtige politische Personen und ein Ritter vom Deutscher Orden beim Papa Franziskus vorsprachen und ihn im Mai nach Regensburg einladen?

  • RuhigBlut

    |

    @ JUler: Wo die CSB steht, dürfte ja wohl klar sein. Johannes Mühlbauer hat es offen ausgesprochen…

    Interessant ist, was die „selbstlosen“ „Spenden“ von Herrn Götz so alles bringen. Selbst die CSB – die Götz in früheren Zeiten noch mehr als verteufelte – ist auf Linie….

  • masterofdesaster

    |

    Diese Auszeichnung ist allein der schwarzen Politik geschuldet. Ein Parteispender soll nach einigen vergeblichen Versuchen endlich eine Auszeichnung erhalten, auch wenn es die mehr begehrte Bürgermedaille oder gar Ehrenbürgerwürde ist. Vermutlich ist denen, die die Auswahl trafen auch niemand besserer eingefallen. Kaufmännisch wertvoller sind die Aufträge der Stadt und ihrer Unternehmen.

  • Hubertus

    |

    @ masterofdesaster:

    auch wenn ich ihnen den spass verderbe: soweit ich weiss stammt der vorschlag von den roten. und die haben götz sicherlich zuvor auf herz und nieren geprüft.

  • CSU-Mitglied

    |

    Über die Anzahl und Höhe der Spenden der Firma Götz, unterhalb der Anzeigegrenze, an die CSU, werden vermutlich der derzeitige CSU-Kreisvorsitzende und sein Schatzmeister gerne Auskunft geben, den die CSU-Regensburg ist offen, transparent und Basisdemokratisch. Bitte daher diese Fragen mit diesem Herrn klären, dann müssen diese Fragen nicht auf der Page von Regensburg-Digital hinterfragt/angefragt/aufgeworfen werden.

  • Kuno Küfer

    |

    @ Johannes Mühlbauer Sie meinen also „…was der
    Auftraggeber der Putzdienste zu zahlen bereit ist. Und der schaut
    immer auf den Preis. 9 EUR / Stunde ist doch für eine Putztätigkeit
    okay.“ An solchen Sätzen stört mich massiv Ihr völlig überheblicher
    Politsprech-Charakter, ob bewusst oder unbewusst gewählt ist mir da
    wurscht. Ich sage Ihnen auch, warum: Sie suggerieren, wohl gewollt,
    dass „Auftraggeber“ stets ein relativ gleiches Anforderungsprofil
    an die „Putztätigkeit“ stellen. Für diese Vorstellung von
    Einheitsputzerei in der Branche alleine würde wohl ein Götz sicher
    aber auch keine Götz-Akademie betreiben, was er (unter anderem auch
    dafür) tut. Etwas differenzierter über Ihre angemerkte
    „Putztätigkeit“ äußert sich aber Götz selber auf seiner Webseite
    hingegen vom „breiten[!] Leistungsspektrum“: *Unterhaltsreinigung
    *Glas- und Fassadenreinigung *Krankenhaus- und Altenheimreinigung
    *Reinraumreinigung *Sonder- und Grundreinigung *Baureinigung
    *Verkehrsmittelreinigung Vom „breiten Leistungs[!]spektrum“ ist
    also da ausdrücklich die Rede! In ihrer (und Götz‘) Vorstellung mag
    es ja so sein, dass bei der Entlohnung „verschiedener“ Leistungen
    dann aber einfach nur verschieden lang andauernde „Putzätigkeit“
    verstanden werden braucht: also 9 Euro mal x! Zur Praxis der realen
    Vergüten könnten Sie (beide) ja noch einmal den Kommentar von
    Blotko weiter unten durchlesen. Dann stellen Sie die Frage nach dem
    Betrag, den der Auftraggeber bereit ist, auszugeben. Ich bezweifle
    aber, und das dürfen Sie auch, dass jeder Auftraggeber tatsächlich
    den gleichen Betrag für die breitgefächerte Dienstleistung
    „Putztätigkeit“ ausgibt. Auf seiner Webseite stellt Götz dazu dann
    abgrenzend eine seiner „Sonderleistungen“ vor, die sie hier so
    lapidar auch mit „Putztätigkeit“ deformieren wollen:
    „Rolltreppenreinigung“: *Sauberkeit und Hygiene in einem
    Arbeitsgang *Reinigung außerhalb der Öffnungszeiten *Reinigung mit
    Reinigungsflüssigkeit, rotierenden Bürsten und Absaugautomatik,
    damit kein Durchtropfen in den Schacht erfolgen kann *variabel
    einsetzbar für verschiedene Stufenhöhen“ Nur bei der Entlohnung, da
    wird’s dann ganz schnell einerlei. Götz verweist dazu im Artikel
    auf sein Prinzip „Equal Pay“. Das soll wohl so einen Anstrich von
    Fairness – für alle! suggerieren. Aber nach all diesen auch Ihnen
    bekannt sein sollenden, verschiedenen Aspekten zu der
    thematisierten Tätigkeit „Putzen“ ziehen Sie billig, pauschal und
    respektlos vor der Realität dieser Arbeit den Schluss, 9 Euro seien
    doch viel genug, für „Putztätigkeit“. Sie sind Theoretiker, nicht
    wahr? Aber das ist zu einfach! Und wenn es tatsächlich so einfach
    wäre, könnte sich ein Herr Götz seine umfassenden Erläuterungen zu
    Ihren „Putztätigkeiten“ auf seiner Webseite einfach gleich
    sparen.

  • Kuno Küfer

    |

    @Moderator vielleicht könnte ja die überlegte Formatierung
    der Absätze in dem zugegeben längeren Beitrag einmal beibehalten
    werden?!? Spricht ja nichts dagegen, oder doch?

  • masterofdesaster

    |

    @Hubertus Wenn es so ist, wie Sie sagen, ist es
    erstaunlich. Ich erinnere mich, dass der heutige
    Fraktionsvorsitzende der SPD 1995 die Geschäftsführung der SWR
    verdächtigte unsauber Aufträge der Fa. Götz erteilt zu haben.
    Recherche der Wocheartikel in der Zeit zwischen Oktober 1995 und
    Januar 1996 dürfte das bestätigen. Aber so ändern sich offenbar die
    Zeiten.

  • Hubertus

    |

    @ masterofdesaster: auch die mz bestätigt, dass der
    vorschlag von der spd kam und dann in interner runde von allen
    fraktionsvorsitzenden unterstütz wurde.

  • Jesus

    |

    In der Verwaltung der Uni haben die fleißigen Frauen der
    Fa. Götz vor geraumer Zeit die doppelte Arbeit bekommen,
    dafür hat man Ihnen wie schon paar mal die Arbeitszeit gekürzt, in diesen Fall 5 min.
    Das ist Kapitalismus erster Klasse, das gehört Ausgezeichnet !!
    Nee, mal Spaß auf Seite, ist doch traurig ODER ???

  • Gustl

    |

    Lieber Jesus,

    das kann ich mit nicht vorstellen. Mir ist ein Beispiel aus dem Landratsamt bekannt das zeigt, dass zusätzliche Arbeit auch zusätzlich vergütet wird (wie es sich natürlich gehört):
    Ein Raum der selten genutzt und daher um „normalen“ Putzplan nicht vorgesehen war, war verdreckt und musste mit zusätzlichem Aufwand gereinigt werden. Die hierfür benötigte Zeit wurde festgehalten, der Landkreis erhielt eine entsprechend höhere Rechnung und die Arbeiterin mehr Geld. So sollte es laufen und wie mein Beispiel zeigt, läuft es auch so. Schauergeschichten, die womöglich noch ohne persönliche unmittelbare Kenntnis des gesamten Sachverhalts erzählt oder gleich erdichtet werden, sollten Sie für sich behalten.
    MfG

  • Dubh

    |

    masterofdesaster: „@Hubertus Wenn es so ist, wie Sie sagen, ist es erstaunlich“

    Wa soll daran erstaunlich sein?

    Schon wieder komplett vergessen, dass Rot/Grün die Machenschaften solcher Unternehmer mit der Agenda 2010 einfach legalisiert hat?

    Von der ehemaligen Steuerhinterziehung bis zum praktisch fast Nix Lohn zahlen – alles legal, wie Korruption in Deutschland schon immer – außer bei Beamten, also nur bei den ganz kleinen natürlich……………

    Meinen Sie der Niedriglohnsektor samt Lohnsklaverei, und Sklaven egal welcher Ausbildung, ist vom Himmel gefallen?

    95 war das alles allerdings noch um einiges anders, die hiesige SPD scheint gegen diese „Veränderungen“ auch heute nicht das geringste zu haben, das beweist sie doch andauernd.

    Anscheinend wird aber der Nachschub knapp:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/jobcenter-in-der-kritik-hartz-iv-schueler-fuehlen-sich-zu-ausbildung-gedraengt-a-707608.html

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/kritik-an-jobcentern-kinder-von-hartz-iv-empfaengern-unter-druck-a-933418.html

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesagentur-fuer-arbeit-plaene-zur-internet-ueberwachung-a-933541.html

  • peter sturm

    |

    einen unternehmer aus dem gebäudereinigergewerbe für eine ehrung vorzuschlagen ist schon etwas unsensibel.

    diese branche ist durch und durch problematisch.
    herr götz bildet da keine ausnahme. zumindest keine positive.

  • Veronika

    |

    „Man beschäftigt eigenen Angaben zufolge 15.000
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 90 Tochtergesellschaften.
    Neben Deutschland gibt es Götz-Töchter in Österreich, Tschechien,
    Polen und Kanada.“
    —————————————————— Hier würde
    ich mal genauer, resp. sehr genau recherchieren, wo diese
    ausländischen Gesellschaften sind, bzw. „wie die sind“. In Kanada
    hatte ich da nämlich schon länger mal nichts gefunden, und
    vielleicht kennt ja jemand in Telefontechnik begabt sog.
    „Primärmultiplex-Leitungen“ und was man damit Schönes anstellen
    kann. Z. B. aus 10 mach mal schnell 10.000 Anschlüsse! ;-)
    ======================================= Er ist Mitglied mehrerer
    katholischer Studentenverbindungen, —————————-
    sicher auch derjenigen, welcher Papst BXVI. angehört
    ==================================== Förderer der Domspatzen,
    gesellschaftlich wie politisch gut vernetzt …..“ —————
    Mit Sicherheit „voll katholisch“ von oben bis unten von links bis
    rechts, von …. Aber den erstgenannten Punkt mit den ausländischen
    Zweigstellen mal umfangreich zu recherchieren könnte hier –
    Runtinger zuliebe – nicht schaden. Viel Erfolg!

  • Veronika

    |

    ergänzend: Es reicht aber auch die in Bayern, vielleicht
    sogar in der Oberpfalz befindlichen Zweigstellen genauer zu
    sondieren. Da dürfte – so ich weiss – schnell auffallen, was noch
    gegen eine „Runtinger-Medaille“ sprechen dürfte.

  • Twix Raider

    |

    „Katholik“ kategorisch mit „guter Arbeitgeber“
    gleichzusetzen ist extra pfui bono, wird doch besonders die
    katholische Kirche von den Kommunen als „Träger“ sozialer
    Einrichtungen eingesetzt, weil sie durch ihre arbeitsrechtlichen
    Privilegien am Rande der Sklaverei wirtschaften kann:
    http://www.berliner-zeitung.de/vom-nachttisch-geraeumt/eva-mueller–gott-hat-hohe-nebenkosten-von-wegen-nicht-von-dieser-welt,22893728,23885416.html
    Wenn Jesus wiederkommt, kann er nach einer beruflichen Reha als
    Fussreinigungskraft anfangen. Als 1-€-Jobber, das Jobcenter zahlt
    dem Arbeitgeber die Maßnahmenpauschale, von der er über die Hälfte
    einbehält.

  • Veronika

    |

    @TwixRaider: Der Jesus, denn die RKK und noch ein paar
    propagieren, den hat es sicher nie gegeben! Warum wohl ist die RKK
    gerade in Deutschland so auf die Kirchensteuer erpicht? Weil danach
    nichts mehr kommt und man das diesseitige Leben in vollen Zügen
    geniessen muss? Letzteres ist das, was vermittelt wird. Darüber
    kann auch ein R4-fahrender Papst der in einem (vielleicht nicht
    ganz so doll vergoldeten) Gästehaus wohnt, nicht hinwegtäuschen. So
    langsam aber zeigt sich die RKK immer deutlicher. Bin vor zwei
    Jahren ausgetreten, weil es mir damals schon zu komisch
    wurde.

  • Jesus

    |

    Lieber Gustl, Hier handelt es nicht um ein schmutziges
    Zimmer, wenn zwei Kräfte drei Etagen putzen aber jetzt eine Kraft
    drei Etagen putzt und die noch 5 min weniger bezahlt bekommt muss
    man da nichts schön reden, einfach eine Sauerei !! LG
    Jesus

  • Wie man Linke herunterputzt | Regensburg Digital

    |

    […] Wochen den Zorn der hiesigen Tageszeitung zugezogen hatten: Es geht – zumindest mittelbar – um die Runtinger-Medaille für Dr. Karlheinz Götz, den Putzmogul bestens vernetzt mit dem Who is Who von Politik, Kirche und […]

  • Chris

    |

    Echt traurig! Dieses Unternehmen beauftragt Subunternehmer und bezahlt dessen Geld nicht. Man muss sich am Arbeitsgericht mit denen rechtfertigen. So ein Unternehmen verdient auf keinerlei Weise eine Auszeichnung. Er beutet die Arbeiter aus.

Kommentare sind deaktiviert