Uni: Erfolg in der Exzellenzinitiative

Graduiertenschule „Ost- und Südosteuropastudien“ wird bewilligt In der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative sind die Entscheidungen gefallen: Die Universität Regensburg und die LMU München können einen großen Erfolg verbuchen. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute mitteilte, ist der gemeinsame Antrag auf Einrichtung einer Graduiertenschule für „Ost- und Südosteuropastudien“ bewilligt worden. Den beiden Partneruniversitäten fließen dadurch in den kommenden fünf Jahren Forschungsmitteln in erheblichem Umfang zu. Etwa 100 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Geschichts-, Sprach-, Literatur-, Rechts-, Politik- und Kulturwissenschaften können somit künftig gefördert werden. Der Rektor der Universität Regensburg, Prof. Dr. Thomas Strothotte, ist hocherfreut über das Ergebnis und dankt den Beteiligten an beiden Universitäten für ihr herausragendes Engagement. „Für die Universität Regensburg ist dies natürlich ein besonderer Erfolg. Sie findet sich erstmals auf der ‘Exzellenz-Landkarte’ der DFG wieder“, betont Strothotte. Vor diesem Hintergrund blickt er optimistisch in die Zukunft: „Die Entscheidung ist auch eine Bestätigung der langen Tradition der Ost- und Südosteuropastudien an unserer Universität. Wir können damit einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Regensburg leisten“. Die neue Graduiertenschule zielt besonders auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für exzellente Promotionsprojekte über das östliche und südöstliche Europa. Eine Besonderheit ist dabei die Untersuchung der Beziehungen und Verflechtungen Ost- und Südosteuropas mit anderen Weltregionen, weshalb Vertreterinnen und Vertreter aus der Japanologie, der Turkologie, den Nordamerikastudien oder der Sinologie in die Graduiertenschule eingebunden sind. „So können wir hoch qualifizierte Nachwuchskräfte fördern, die innovative Forschungsfragen bearbeiten und internationale Maßstäbe setzen werden“, bemerkt Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, Lehrstuhlinhaber am Institut für Geschichte der Universität Regensburg und Direktor des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung, der die Graduiertenschule gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (LMU München) koordinieren wird. „Die Graduiertenschule wird einen nachhaltigen Effekt für die Kooperation zwischen der LMU München und der Universität Regensburg haben“, so Martin Schulze Wesel. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Regensburg.“ Ost- und Südosteuropa haben für Deutschland und den europäischen Einigungsprozess eine überragende Bedeutung. Hier liegen langfristig große Möglichkeiten einer nachhaltig gestalteten wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit. Entscheidende Zukunftsfragen der EU und Gesamt-Europas sind mit dieser Region verbunden – beispielsweise die EU-Integration des Westbalkans und der Türkei, die Nachbarschaftspolitik gegenüber der Ukraine und die Beziehungen zu Russland. Zudem handelt es sich bei Ost- und Südosteuropa um Wachstumsmärkte. Vor diesem Hintergrund sind interkulturelle, geistes- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen für die Region erforderlich. Gemeinsam können die Standorte München und Regensburg nun ein akademisches Programm anbieten, das – wie sonst an kaum einem anderen Standort in Europa – die gesamte Region des östlichen und südöstlichen Europa abdeckt und mehrere Fächergruppen in einer innovativen Weise bündelt.

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